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Jul 01

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Während der Bund und die meisten Bundesländer weiter mit hohen Etat-Defiziten kämpfen, entwickeln sich die Finanzen der Städte und Gemeinden prächtig: Im ersten Quartal nahmen Kommunen und Stadtstaaten mit 9,9 Milliarden Euro noch einmal 44 Millionen Euro mehr Gewerbesteuer ein als im Vorjahresquartal. Das erfuhr das “Handelsblatt” (Montagsausgabe) auf Anfrage aus dem Statistischen Bundesamt. Erste Prognosen des Städtetags, die einen deutlichen Einnahme-Rückgang im ersten Quartal signalisierten, bewahrheiteten sich damit nicht “Das erste Quartal 2011 war schon ungewöhnlich gut. Wenn dieses Ergebnis nun gehalten wird, ist das ein gutes Zeichen”, sagte die Steuerschätzerin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Kristina van Deuverden.

Das DIW rechnet für das Gesamtjahr 2012 mit einem Plus von sieben Prozent. Kommendes Jahr dürfte die Gewerbesteuer um weitere vier Prozent auf dann rund 45 Milliarden Euro steigen – ein neues Allzeithoch. Die Gewerbesteuer steht zum größten Teil den Kommunen zu; über eine Umlage sind Bund und Länder lediglich mit etwa einem Sechstel an dem Aufkommen beteiligt.