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Apr 10

Houses of Parliament mit Big Ben, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Houses of Parliament mit Big Ben, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Der Chefunterhändler der EU-Kommission für den Brexit, Michel Barnier, hat Großbritannien zum Verbleib in Binnenmarkt und Zollunion aufgerufen. “Das ist die einzige Option, die reibungslosen Handel ohne Kontrollen ermöglicht. Bei allen anderen Optionen wird es Kontrollen geben”, sagte Barnier der “Süddeutschen Zeitung” (Mittwochsausgabe) und weiteren europäischen Blättern.

Die britische Premierministerin Theresa May hat einen Verbleib in Binnenmarkt und Zollunion wiederholt ausgeschlossen. “Wenn Großbritannien sich entscheidet, seine roten Linien zu verändern, werden auch wir unsere Positionen verändern. Wir bleiben offen. Es gibt keine Dogmen”, betonte Barnier. Nicht verhandelbar seien nur die Integrität des Binnenmarktes und die Unteilbarkeit der “vier Freiheiten”. Sie regeln den freien Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital in der EU. Beim EU-Gipfel im März hatten die Staats- und Regierungschefs der 27er-EU in Aussicht gestellt, ihre Positionen zu “überdenken”, sollten die Briten einzelne ihrer roten Linien streichen. Dies wäre, wie Barnier nun klar machte, auch nach dem Brexit Ende März 2019 noch möglich. In diesem Zusammenhang verwies er darauf, dass Großbritannien für eine Übergangsphase bis Ende 2020 noch Teil von Zollunion und Binnenmarkt bleibt.

Apr 10

New York, über dts Nachrichtenagentur
Foto: New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der langjährige Direktor des Städel-Museums, der Schirn-Kunsthalle und des Liebighauses in Frankfurt am Main, Max Hollein, wird Leiter des New Yorker Metropolitan Museum of Art. Das beschloss nach Informationen der “Welt” das Kuratorium des Museums am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in New York. Auch die New York Times berichtet darüber.

Der 48-jährige Hollein tritt im Sommer dieses Jahres die Nachfolge von Thomas Campbell an. Der 1969 in Wien geborene Hollein war erst im Juni 2016 als Direktor an die Fine Arts Museums von San Francisco berufen worden. Als Max Hollein im Oktober 2001 zur Schirn kam, war die Skepsis nicht gering. Der Sohn des Architekten Hans Hollein hatte nach einem Doppelstudium der Betriebswirtschaftslehre und Kunstgeschichte seine Lehrjahre als “Chief of Staff” am New Yorker Guggenheim Museum verbracht. Als Kurator war er dagegen ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Mit seinem hohen Innovations- wie Organisationstempo und monografischen Ausstellungen zum Beispiel von Yves Klein und Julian Schnabel oder Ausstellungen zu Themen wie “Shopping” oder “Lieber Maler, male mir” konnte Hollein Zweifel an seiner Professionalität bald zerstreuen. Das Kunstmagazin “Art Review” wählte ihn bald unter die fünf wichtigsten Museumsdirektoren weltweit. Ab 2006 verantwortete Hollein dann auch Liebighaus und Städel, dessen größte bauliche Veränderung er veranlasste und dessen Kunstbestand er maßgeblich ausbauen konnte. Max Hollein ist ein Netzwerker, der einen Großteil seiner Arbeitszeit für die Kontaktpflege aufwendet, und dabei gleichermaßen mit Bankern wie mit Museumsleuten austauscht. Mit Ausstellungen, die sowohl Kritiker überzeugten und sich an ein breites Publikum wandten, etablierte er ein einzigartiges Erfolgsmodell im Kunstbetrieb. Nach seinem kurzen Gastspiel in San Francisco übernimmt Hollein nun mit dem “Met” die Verantwortung für das größte Museum der Vereinigten Staaten von Amerika, ein Universalmuseum mit dem Stammhaus am Central Park, dem 2016 eröffneten Met Breuer im ehemaligen Whitney Museum an der Madison Avenue und den Cloisters mit Kirchenkunstschätzen aus dem Mittelalter. Nach Recherchen der “New York Times” leidet das Museumsimperium aber auch unter einem Defizit von 15 Millionen Dollar. Zudem tritt Hollein sein Amt in einer Zeit an, in der die öffentliche Empfindlichkeit, was die Herkunft der Sammlungen betrifft, mächtig gewachsen ist. Weit über neunzig Prozent der Bestände kamen aus Privatbesitz ins Haus mit meist unaufgearbeiteten Provenienzen. Auch hat das “Met” nicht gerade den besten Leumund, wenn es um die Rückgabe erwiesener Raubkunst geht. Zumindest in der Vergangenheit hat man sich bei einigen Streitfällen viel Zeit gelassen und sämtliche juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Da wartet viel Arbeit auf den neuen Direktor.

Apr 10

Mark Zuckerberg bei Anhörung am 10.04.2018, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mark Zuckerberg bei Anhörung am 10.04.2018, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag zugelegt. Zum Handelsende in New York wurde der Dow mit 24.408,00 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,79 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.655 Punkten im Plus gewesen (+1,74 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 6.620 Punkten (+2,30 Prozent).

Noch kräftiger ging die Facebook-Aktie im späten Handel nach oben. Nachdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einer Anhörung im US-Kongress begonnen hatte zu sprechen, legte die Aktie spürbar zu bis zu einem Plus von fast fünf Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Dabei spulte Zuckerberg im Wesentlichen nur sein übliches Programm ab und sagte wenig Neues. Auf Nachfrage schloss er allerdings nicht kategorisch aus, künftig von seinen Nutzern Geld für einen werbefreien Service zu verlangen. “Derzeit” gebe es einen solchen Service aber nicht, sagte der Facebook-Gründer, der wegen des Datenskandals vorgeladen worden war. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagabend stärker. Ein Euro kostete 1,2354 US-Dollar (+0,26 Prozent). Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 1.340,72 US-Dollar gezahlt (+0,33 Prozent). Das entspricht einem Preis von 34,89 Euro pro Gramm.

Apr 10

Mark Zuckerberg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mark Zuckerberg, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Facebook wird Nutzern vorerst nicht die Möglichkeit geben, gar keine Werbung mehr zu sehen – auch nicht gegen Bezahlung. “We don`t offer an option today for people to pay to not show ads”, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg am Dienstag bei einer Anhörung im US-Kongress. Man wolle einen kostenlosen Service anbieten.

Grundsätzlich schloss er eine solche Option aber auch nicht aus und sagte “Ja” auf eine hypothetische Frage eines Kongressabgeordneten, ob das Bezahlen durch die Nutzer als Alternative notwendig werden könne, wenn man keine Werbung sehen wolle. Das Unternehmen benötige ein Geschäftsmodell und die Möglichkeit, Geld zu verdienen. Der Facebook-Chef wies darauf hin, dass man schon jetzt personalisierte Werbung ausschalten könne. Hiervon mache aber nur ein kleinerer Teil der Nutzer Gebrauch, viele wollten stattdessen “relevante Werbung” sehen. Bevor die mit Spannung erwartete Anhörung am Dienstag begonnen hatte, musste sich Zuckerberg fast eine halbe Stunde lang in “Eingangsstatements” Kritik der Kongressabgeordneten anhören. Wenn Facebook nicht in der Lage sei, die Daten der Nutzer zu schützen, dann müsse der Gesetzgeber dies tun, hieß es.

Apr 10

Xi Jinping, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Xi Jinping, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Neues Signal der Entspannung im Handelsstreit: US-Präsident Donald Trump hat Chinas Präsident Xi Jinping gedankt. “Very thankful for President Xi of China’s kind words on tarrifs and automobile barriers…also, his enlightenment on intellectual property and technology transfers”, schrieb Trump am Dienstagnachmittag (Ortszeit) auf Twitter. “We will make great progress together!”, ergänzte der US-Präsident.

Xi hatte wenige Stunden zuvor Schritte zur Öffnung der Wirtschaft seines Landes angekündigt. Auf dem asiatischen Wirtschaftsforum im südchinesischen Bo`ao versprach Xi geringere Zölle auf Autoimporte, mehr Marktzugang und bessere Investitionsbedingungen für ausländische Unternehmen. Er versicherte zugleich, China strebe keinen Handelsüberschuss an.

Apr 10

Sniper-Video sorgt im April 2018 in Israel für Aufregung, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Sniper-Video sorgt im April 2018 in Israel für Aufregung, über dts Nachrichtenagentur

Jerusalem (dts Nachrichtenagentur) – In Israel sorgt seit dieser Woche ein Video für Aufregung, auf dem ein Palästinenser niedergeschossen wird, worauf Jubel unter israelischen Soldaten ausbricht. Die in israelischen Medien als “Sniper-Video” bezeichnete Aufnahme wurde offenbar bereits vor Monaten gemacht, aber erreichte erst am Montagabend breite Bekanntheit. Auf dem Video steht ein Palästinenser scheinbar völlig bewegungslos wenige Meter von einem Grenzzaun entfernt und fällt dann nach einem Schuss zu Boden.

Der filmende Soldat ruft unter anderem “Wow, was für ein Video” aus, gefolgt von Jubel. Nach Angaben der Israelischen Armee soll sich der auf dem Video gezeigte Vorfall bereits am 22. Dezember ereignet haben, der Niedergeschossene soll angeblich nur am Bein verletzt worden sein. Israels Bildungsminister Naftali Bennett sagte am Dienstag dem Israelischen Armeesender, es sei nicht seriös, von Tel Aviv oder aus einem Fernsehstudio über die israelischen Soldaten zu urteilen, die die Grenze verteidigten. Sicherheitsminister Gilad Erdan sagte am Dienstag, dem Land müsse langweilig sein, wenn dieses Video eine so hohe Aufmerksamkeit bekomme. In den letzten zwei Wochen kam es insbesondere an den Wochenenden erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen am Grenzzaun zwischen dem Gazastreifen und Israel, bei denen mindestens 27 Palästinenser getötet und über tausend verletzt wurden.

Apr 10

Donald und Melania Trump, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Donald und Melania Trump, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat eine für diese Woche geplante Südamerika-Reise wegen der Krise in Syrien abgesagt. Er wolle die “amerikanische Antwort auf Syrien” beaufsichtigen, teilte das Weiße Haus am Dienstag mit. Am Montag hatte Trump dem Regime in Syrien vorgeworfen, einen Giftgas-Anschlag durchgeführt zu haben und eine Entscheidung über mögliche Reaktionen innerhalb von 48 Stunden angekündigt.

“That can`t be allowed to happen”, hatte Trump gesagt. Der Amerika-Gipfel, zu dem Trump eigentlich reisen wollte, findet am 13. und 14. April in Peru statt. Rund 20 Staats- und Regierungschefs werden in Lima zusammenkommen.

Apr 10


Foto: “Gegen Miete”-Graffiti an einer Hauswand in Berlin-Neukölln, über dts Nachrichtenagentur

Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Der Direktor des Deutschen Mieterbunds, Lukas Siebenkotten, hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Grundsteuer begrüßt. “Was bisher war, war so ungerecht, dass das Gericht nur zu diesem Schluss kommen konnte”, sagte Siebenkotten dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (RND). Das Verfassungsgericht in Karlsruhe hatte die bisherigen Vorschriften zur Einheitsbewertung für die Bemessung der Grundsteuer für verfassungswidrig erklärt.

Bis Ende 2019 muss der Gesetzgeber eine Neuregelung getroffen haben. Die bisherigen Werte können bis Ende 2024 herangezogen werden. Siebenkotten erklärte den Zeitplan für “straff”, dennoch müssten Bund und Länder eine Lösung finden. “Die Bundesregierung wird sich nicht die Blöße geben, die Frist verstreichen zu lassen. Es liegen so viele Vorschläge auf dem Tisch, da kann man erwarten, dass der Zeitplan eingehalten wird”, erklärte der Bundesdirektor des Mieterbunds. Der Mieterbund setzt sich dafür ein, dass die bisherige Form der Grundsteuer durch eine reine Bodensteuer abgelöst wird. Hierbei soll ausschließlich der Wert der Fläche besteuert werden. Den Alternativvorschlag der Mehrheit der Bundesländer, die sich für ein sogenanntes “Kostenwert-Modell” einsetzen, lehnt der Mieterbund ab. “Alles ist besser als das bisherige Modell und alles andere ist besser als das Kostenwert-Modell, bei dem erst zehn Jahre lang recherchiert werden muss, bis es angewendet werden kann”, sagte Siebenkotten.

Apr 10

VW-Logo, über dts Nachrichtenagentur
Foto: VW-Logo, über dts Nachrichtenagentur

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Volkswagen-Chef Matthias Müller steht offenbar vor der Ablösung. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Nachfolger solle der bisherige VW-Markenchef Herbert Diess werden, schreibt das “Handelsblatt” auf seiner Internetseite und beruft sich dabei auf Konzernkreise.

Bei einer Sitzung des Aufsichtsrats am kommenden Freitag könnte demnach die Personalie entschieden werden. Der Führungswechsel beim Volkswagen-Konzern sei von den Eigentümer-Familien seit Monaten geplant worden, schreibt unterdessen die “Bild”. Am Dienstagmittag hatte der Konzern lediglich mitgeteilt, seine Führungsstruktur umbauen zu wollen. “Dazu könnte auch eine Veränderung im Amt des Vorstandsvorsitzenden gehören”, teilte Volkswagen mit. Müller habe seine “grundsätzliche Bereitschaft” signalisiert, an den Veränderungen mitzuwirken.

Apr 10

Polizei, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizei, über dts Nachrichtenagentur

Haßfurt (dts Nachrichtenagentur) – Auf einem Verkehrslandeplatz im unterfränkischen Landkreis Haßberge ist am Montag ein Transporthubschrauber der Bundeswehr mit dem Tower kollidiert. Dabei kam eine Person ums Leben, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der Bundeswehrhubschrauber hatte an dem Flugplatz in Haßfurt eine Zwischenlandung eingelegt, um Kraftstoff zu tanken.

Beim Anrollen zur Tankstelle stießen die laufenden Rotorblätter gegen den Tower. Trümmerteile flogen durch die Luft und trafen unter anderem auch einen 60-jährigen Flugplatzmitarbeiter, der sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Freien aufhielt. Ein Rettungshubschrauber flog den Mann in ein Krankenhaus, wo er seinen schweren Verletzungen erlag. Die vierköpfige Hubschrauberbesatzung blieb unverletzt und wurde nach dem Unfall psychologisch betreut. Neben dem Bundeswehrhubschrauber und dem Tower wurden auch andere Flugplatz-Gebäude und stehende Flugzeuge durch umherfliegende Trümmerteile zum Teil erheblich beschädigt. Der Gesamtschaden dürfte nach ersten Schätzungen in die Millionen gehen, so die Behörden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger für Flugunfälle in die Ermittlungen mit eingebunden. Der Flugbetrieb auf dem Verkehrslandeplatz wurde bis auf Weiteres eingestellt.