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Apr 06

Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat sich gegen die Einführung einer Playoff-Runde in der Fußball-Bundesliga ausgesprochen. “Jetzt einfach die Regeln ändern, nur weil die anderen nicht so leicht mitkommen, und damit sie wieder wettbewerbsfähig sind? Das kann es ja wohl nicht sein. Das wäre einfach total unfair”, sagte Hoeneß der “Süddeutschen Zeitung” (Wochenend-Ausgabe).

Schließlich sei der FC Bayern nicht unrechtmäßig zu diesem Erfolg gekommen, “das kann man ja nun wirklich nicht behaupten”. Gegen mehr Wettbewerb hätte Hoeneß nichts einzuwenden: “Jetzt sind es noch sechs Spieltage, und wir werden vielleicht schon deutscher Meister. Das ist schön für Bayern München, aber ich habe Meisterschaften erlebt, da wurde in den letzten fünf Minuten der Bundesligasaison alles entschieden, das war auch nicht so schlecht.” Gewinnen die Münchner an diesem Samstag beim FC Augsburg, ist ihnen der sechste Meisterschaftstitel in Serie sicher. Unabhängig davon, wie der Tabellenzweite Schalke 04 beim Hamburger SV spielt. Es sei nicht Aufgabe des FC Bayern, so Hoeneß weiter, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Konkurrenz wieder aufschließen könne: “Ich glaube einfach, dass die anderen Vereine besser arbeiten müssen.” Die Münchner Dominanz sei ein Produkt harter Arbeit: “Wir haben ja beim FC Bayern nicht einen besonderen Mäzen, der uns Geld schenkt. Oder eine Erbtante aus Amerika. Wir haben uns das in 40 Jahren hier erarbeitet.” Im Gegensatz zum Basketball, wo es eine Playoff-Runde gibt, sei “der Kampf im Fußball in 34 Spielen zum großen Teil schwieriger”. Weil im Basketball weniger Teams in der Lage seien, die ersten drei zu schlagen. Folglich sei das Meisterschaftsmodell im Fußball “total richtig”. Was ein Blick in die Praxis beweise: “Der FC Bayern ist jetzt im Halbfinale des DFB-Pokals und möglicherweise im Halbfinale in der Champions League. Und irgendwann müsste man mit den Playoffs anfangen. Oder nehmen wir mal an, wir kommen ins Champions-League-Finale, dann müssten wir noch zwischendrin Playoffs spielen. Wie soll denn das gehen?” Undenkbar, so Hoeneß, außerdem würde “die gute Arbeit, die der FC Bayern macht, konterkariert”.

Apr 06

Martin Harnik (Hannover 96), über dts Nachrichtenagentur
Foto: Martin Harnik (Hannover 96), über dts Nachrichtenagentur

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Zum Auftakt des 29. Spieltags in der Fußball-Bundesliga hat Hannover einen schon fast sicher geglaubten Sieg gegen Werder Bremen am Ende mit einem 2:1 nur knapp gerettet. Hannover war überraschender Weise über weite Strecken klar die bessere Mannschaft, die Treffer von Martin Harnik (17.) und Felix Klaus (42. Minute) dokumentierten dies. Gegen Ende wurde es dann aber doch nochmal spannend, Ishak Belfodil erzielte in der 74. Minute den Anschlusstreffer für Bremen, kleine Unkonzentriertheiten hätten Hannover fast den Sieg gekostet.

In der Tabelle schließt Hannover damit zu Bremen auf, Werder ist auf Platz 12, die 96er sind auf Platz 13.

Apr 06

Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Freitag deutlich nachgelassen. Zum Handelsende in New York wurde der Dow mit 23.932,76 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 2,34 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.600 Punkten im Minus gewesen (-2,20 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 6.430 Punkten (-2,45 Prozent).

Am Morgen (Ortszeit) hatten die US-Arbeitslosenzahlen nicht überzeugt. Die US-Arbeitslosenquote bleibt im März bei 4,1 Prozent. Zuvor hatte diese Rate schon fünf Monate in Folge auf diesem historischen Tief verharrt, die Unternehmen in den USA schufen dem Arbeitsministerium zufolge aber nur rund 103.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft und damit deutlich weniger als die 313.000 neuen Jobs im Februar – und vor allem weniger, als erwartet worden waren. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagabend stärker. Ein Euro kostete 1,2285 US-Dollar (+0,38 Prozent). Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 1.333,37 US-Dollar gezahlt (+0,51 Prozent). Das entspricht einem Preis von 34,90 Euro pro Gramm.

Apr 06

Linienrichter beim Fußball mit Fahne, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Linienrichter beim Fußball mit Fahne, über dts Nachrichtenagentur

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Zum Auftakt des 29. Spieltags in der 2. Liga hat Spitzenreiter Düsseldorf zu Hause gegen Bochum mit 1:2 verloren. Dabei blieb die Partie lange torlos, Bochums Thomas Eisfeld eröffnete in der 70. Minute den Torreigen, Robbie Kruse legte in der 74. Minute nach. Düsseldorf konnte weitere fünf Minuten später per Foulelfmeter lediglich noch anschließen.

Mit der Niederlage bleibt der Abstand zu Platz zwei bei sechs Punkten – Bochum klettert auf Platz sechs. Die parallel ausgetragene Partie zwischen dem SV Sandhausen und der SpVgg Greuther Fürth blieb torlos.

Apr 06

Gazastreifen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Gazastreifen, über dts Nachrichtenagentur

Gaza-Stadt (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Todesopfer bei den neuen Auseinandersetzungen an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen ist am Freitag nach palästinensischen Angaben auf mindestens fünf gestiegen. Es wurde erwartet, das die Zahl der Opfer noch steigt. Einer der Toten wurde als ein 16-Jährier identifiziert.

Mindestens 300 Menschen seien verletzt worden, hieß es. Israelische Soldaten feuerten in Richtung der Palästinenser, die an die streng bewachten Grenzanlagen gekommen waren, um ihrem Unmut über ihre prekäre Lage Ausdruck zu verleihen. Das Verhalten der Palästinenser war unübersichtlich, es wurden Reifen angezündet, um durch die Rauchentwicklung den israelischen Scharfschützen die Sicht zu nehmen. Bereits am letzten Wochenende waren bei ähnlichen Ausschreitungen 19 Palästinenser ums Leben gekommen und Hunderte verletzt worden.

Apr 06

Briefkasten der Deutschen Post, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Briefkasten der Deutschen Post, über dts Nachrichtenagentur

Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Post will großen Parteien auch weiterhin anonymisierte Daten über politische Präferenzen von Bewohnern bestimmter Stadtteile oder Wohngebiete zur Verfügung stellen. Man bewege sich mit dem Angebot auf dem Boden aller gesetzlichen Vorschriften, heißt es in der Bonner Zentrale, so der “Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe. Ob es politisch legitim sei, dass Parteien versuchten, ihren Wahlkampf mithilfe solcher Datenpakete zu optimieren, müsse die Politik klären.

FDP und CDU hatten im vergangenen Bundestagswahlkampf entsprechende Datenpakete von einer auf Direktmarketing spezialisierten Tochter der Deutschen Post gemietet und dafür fünfstellige Beträge bezahlt. Anders als teilweise dargestellt, stammen die Daten nach internen Recherchen der Post nicht aus den großen Adressbeständen der hauseigenen Brief- und Paketsparte. Dies sei nach allen einschlägigen Datenschutzbestimmungen verboten, heißt es in Bonn. Vielmehr kommen alle den Parteien zur Verfügung gestellten Adressen aus frei zugänglichen Quellen, wie etwa vom Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg oder von Einwohnermeldeämtern. Die Dienstleistung der Post bestehe darin, die Daten mithilfe spezieller Algorithmen so aufzuarbeiten, dass mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden kann, welche politischen Präferenzen oder Grundeinstellungen Menschen in einem bestimmten Wohngebiet haben. Diese kostenpflichtige Dienstleistung hat die Post auf Wunsch einer Partei bereits im Jahr 2005 eingeführt. Der Dienst wird seitdem regelmäßig vor Wahlen von einzelnen Parteien in Anspruch genommen.

Apr 06

Siemens, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Siemens, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Die IG Metall erhöht im Zusammenhang mit dem geplanten Stellen- und Standortabbau in der Siemens-Kraftwerksparte den Druck auf Firmenchef Joe Kaeser. Wie der “Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hatte der Konzern im vergangenen November bekannt gegeben, dass allein in Deutschland in dem Bereich über 3.000 Jobs wegfallen und Standorte wie Görlitz oder Leipzig komplett geschlossen werden sollen. Wegen der heftigen Proteste von Beschäftigten und Arbeitnehmervertretern gegen die Pläne kam es bislang nur zu Sondierungsgesprächen, aber noch nicht zu konkreten Verhandlungen.

IG-Metall-Hauptkassierer Jürgen Kerner will die Hängepartie nun beenden. Er sitzt seit fünf Jahren im Siemens-Aufsichtsrat und gehört auch wichtigen Ausschüssen des Gremiums an. Bei einem Besuch im Berliner Dynamowerk des Konzerns forderte er den Vorstand vor einigen Tagen auf, noch vor der Sommerpause eine “Gesamtlösung für alle bedrohten Standorte” vorzulegen – ohne Werksschließungen. Dann könnten auch formale Verhandlungen beginnen. Zudem warnte er den Vorstand davor, einzelne Betriebsstätten gegeneinander auszuspielen. “Das mache ich nicht mit”, drohte Kerner. Ein Konzernsprecher versichert, man befinde sich im “Dialog mit den Sozialpartnern” und führe “darüber hinaus konstruktive Gespräche mit Vertretern von Politik und Gesellschaft”. Wann mit einem Abschluss zu rechnen sei, stehe noch nicht fest.

Apr 06

Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Versicherungen haben bereits in großem Stil Lebensversicherungsverträge an Abwicklungsgesellschaften verkauft. Die verdienten Bruttobeiträge der seit 2013 übertragenen sechs Bestände lagen im Geschäftsjahr 2016 bei insgesamt 1,6 Milliarden Euro, wie der “Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. Das sind 1,9 Prozent der Gesamtbeiträge der Branche, wie es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP heißt.

“Man muss davon ausgehen, dass das erst der Anfang ist”, sagt der FDP-Politiker Frank Schäffler. Bereits neun Lebensversicherer haben das Neugeschäft mit klassischen Kapitallebensversicherungen eingestellt. “Viele werden erwägen, ihre Altverträge zu verkaufen”, so Schäffler. Er fordert einen besseren Schutz betroffener Kunden. Die Bundesregierung plant offenbar keine Neuregulierung für die sogenannten Run-off-Gesellschaften. Die Kunden seien durch die “geltenden gesetzlichen Anforderungen geschützt”, heißt es in der Antwort auf die Kleine Anfrage. Ende 2016 befanden sich 53,5 Millionen klassische Kapitallebensversicherungen mit einem laufenden Beitrag in Höhe von 37,6 Milliarden Euro im Bestand der Branche.

Apr 06

Dienstwagen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Dienstwagen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In der Bundesregierung gibt es Überlegungen, zumindest einen Teil der Dieselflotte mit sogenannten SCR-Katalysatoren nachrüsten zu lassen. Wie der “Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, soll die Aktion zunächst jene Diesel betreffen, für die es bereits Nachrüstsets gibt. Das sind vor allem jene Modelle, die auch in die USA exportiert werden und dort viel strengere Schadstoffgrenzwerte einhalten müssen.

Die Nachrüstung soll zudem nicht flächendeckend kommen, sondern zunächst nur in Regionen, die besonders von Fahrverboten bedroht sind: Stuttgart, das Rhein-Main-Gebiet oder München. Für die Umrüstung überlegt die Bundesregierung nach “Spiegel”-Informationen, dass die Autokonzerne fünf Milliarden Euro in einen Fonds einzahlen. Die Regierung würde Geld zuschießen. Die zuständigen Bundesminister wollen sich gemeinsam mit der Bundeskanzlerin auf ihrer Klausurtagung kommende Woche auf Schloss Meseberg über das weitere Vorgehen in der Dieselkrise abstimmen.

Apr 06

Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die hessische Polizei hat eine umstrittene Software gekauft, die der “effektiven Bekämpfung des islamistischen Terrorismus und der schweren und Organisierten Kriminalität” dienen soll. Wie der “Spiegel” in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, bilden Mitarbeiter des Herstellers bereits hessische Polizeibeamte aus. Der Wert der Software beträgt nach offizieller Mitteilung “0,01 Euro ohne MwSt” – gegenüber dem “Spiegel” räumte das hessische Innenministerium ein, dass dies “nicht der tatsächliche Preis” sei, wollte diesen aber aus “Gründen des öffentlichen Sicherheitsinteresses des Landes Hessen” nicht nennen.

Die Herstellerfirma wurde laut des Berichts mithilfe des US-Geheimdienstes CIA gegründet. Erst kürzlich erhielt das Unternehmen einen 876-Millionen-Dollar-Auftrag des US-Militärs. Die Firma steht im Verdacht, Kontakte zur Firma Cambridge Analytica unterhalten zu haben, die mit Facebook-Daten die US-Präsidentschaftswahl manipuliert haben soll. Der Kauf der Software in Hessen ist auch deshalb heikel, weil die Firma in den USA wegen missbräuchlicher Nutzung von Kundendaten aufgefallen sein soll, schreibt der “Spiegel”. Auf eine Ausschreibung sei verzichtet worden, weil es am Markt keine einsatzbereite Alternative gegeben habe, begründete Hessen die Anschaffung.