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Apr 04

Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Mittwoch im Plus geschlossen. Zum Handelsende in New York wurde der Dow mit 24.264,30 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,96 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.645 Punkten im Plus gewesen (+1,32 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 6.570 Punkten (+1,76 Prozent).

Nach einem schwachen Start hatte sich der Dow nach und nach ins Plus gekämpft. Neue Zahlen vom Facebook-Skandal sorgten unter den Anlegern offenbar eher für Beruhigung. Nachdem das Internet-Unternehmen am Nachmittag (Ortszeit) bekannt gegeben hatte, dass bis zu 87 Millionen Nutzer vom Datenmissbrauch betroffen sein könnten, reduzierten sich die Kursverluste, kurz vor Handelsende war nur noch ein kleines Minus in Höhe von vergleichsweise beschaulichen 0,52 Prozent übrig. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochabend etwas stärker. Ein Euro kostete 1,2278 US-Dollar (+0,06 Prozent).

Apr 04

Facebook-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Facebook-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur

San Francisco (dts Nachrichtenagentur) – Vom jüngsten Skandal um missbrauchte Nutzerdaten der Internetseite Facebook könnten mehr Menschen betroffen sein als bislang bekannt. “In total, we believe the Facebook information of up to 87 million people — mostly in the US — may have been improperly shared with Cambridge Analytica”, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Die Zahl wurde am Ende einer langen Mitteilung genannt, in der Facebook auf bereits durchgeführte Änderungen aufmerksam machen wollte.

“Overall, we believe these changes will better protect people’s information while still enabling developers to create useful experiences”, hieß es dazu. Unter anderem werden alle Apps überprüft, die den Facebook-Login benutzen. Außerdem kann man andere Nutzer nicht mehr über die Eingabe einer Telefonnummer oder einer E-Mail-Adresse in der Facebook-Suche finden.

Apr 04

Banken-Hochhäuser, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Banken-Hochhäuser, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Der oberste Bankenaufseher der Finanzaufsicht Bafin hält Fusionen für keine gute Lösung, um die Ertragsprobleme deutscher Banken zu lösen. “Nach der Finanzkrise gab es unter dem Schlagwort “too big to fail” eine intensive Debatte darüber, dass Banken nicht so groß werden dürfen, dass man sie im Ernstfall nicht pleitegehen lassen kann”, sagte Exekutivdirektor Raimund Röseler dem “Handelsblatt” (Donnerstagausgabe). Wenn jetzt zwei Großbanken fusionieren würde, entstünde das gleiche Problem wieder.

“Wenn ich aus zwei großen Problemen ein ganz großes mache, wird dadurch die Situation nicht besser”, so Röseler. Er stellt sich damit gegen andere hochrangige Bankenaufseher in Europa wie etwa die Chefin der EZB-Bankenaufsicht Danièle Nouy. Nouy hatte im Februar über eine Konsolidierung von Banken in Europa gesagt, sie hoffe, dazu komme es eher früher als später. Röseler weiß, dass viele seiner Kollegen über das Thema anders denken als er – etwa weil sie glauben, dass eine Fusionswelle den Wettbewerb reduziert und es Banken ermöglicht, die Preise leichter zu erhöhen. “Ich finde diese Argumentation befremdlich. Eigentlich ist Wettbewerb etwas Gutes”, betonte er. Mit Blick auf den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union forderte er die Banken dazu auf, trotz der ausgehandelten Übergangsphase bis Ende 2020 ihre Brexit-Vorbereitungen nicht zu verlangsamen. “Es wäre aus meiner Sicht ein Fehler der Banken, nun bei der Umsetzung ihrer Brexit-Pläne innezuhalten und die weiteren Entwicklungen abzuwarten”, sagte Röseler. Die Übergangsphase sei ein willkommener Puffer, falls es nach hinten eng werde. Röseler rechnet damit, dass Banken in “signifikanten Größenordnungen” Stellen nach Deutschland verlagern werden. “Wir gehen von einigen Tausend neuen Jobs in Frankfurt aus”, sagte er.

Apr 04

Universität Halle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Universität Halle, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Während außeruniversitäre Forschungseinrichtungen teilweise Budgets nicht abrufen können, werden Universitäten zunehmend abhängiger von befristeten Drittmitteln. Das geht aus einer vom Deutschen Hochschulverband in Auftrag gegebenen Studie über den Vergleich der Finanzierungen seit 1995 hervor, über die die F.A.Z. in ihrer Donnerstagausgabe berichtet. Angesichts der steigenden Studentenzahlen – 2,8 Millionen in 2018 – und einem enormen Sanierungsstau im Hochschulbau sowie zu wenig Professorenstellen verschlechtern sich Betreuung und Raumsituation zusehends.

In Nordrhein-Westfalen kommen auf einen Professor durchschnittlich 91 Studenten. Universitäten mussten ganze Gebäude schließen, weil der Brandschutz, der Denkmalschutz oder die Baubehörde sie für nicht mehr zumutbar halten. Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft weisen allein im Erhebungszeitraum der Studie in den Jahren 1995 bis 2015 eine weitaus günstigere Finanzentwicklung auf. Bis auf die Leibniz-Gemeinschaft haben die außeruniversitären Forschungseinrichtungen ihre Personalausgaben mindestens verdoppeln können, die Fraunhofer-Gesellschaft konnte sie sogar vervierfachen. Der Deutsche Hochschulverband forderte Bund und Länder auf, mindestens zusätzliche 7.500 Professoren bis zum Jahr 2025 einzurichten. Außerdem spricht er sich dafür aus, endlich für eine bedarfsgerechte Grundfinanzierung der Universitäten zu sorgen. Er hält eine Erhöhung der Hochschulpaktmittel um drei Prozent für dringend erforderlich.

Apr 04

Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Gefahr von Hackerangriffen auf den Bundestag hat sich der ehemalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Ulrich Kelber (SPD), für eine Neuorganisation des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ausgesprochen. “Ein Schutz der Bundestagsabgeordneten durch das BSI wäre wünschenswert”, sagte Kelber dem “Handelsblatt” (Donnerstagausgabe). “Dazu müsste das BSI aber aus dem Innenministerium herausgelöst und unabhängig werden, ich befürworte das.”

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour, der selbst schon Ziel von Hackerattacken war, sieht massive Defizite beim Schutz der Parlamentarier. “Es ist erschreckend, wie schlecht wir vor Angriffen aus dem Netz geschützt werden”, sagte Nouripour dem “Handelsblatt”. Dem BSI warf er vor, sich lediglich als Dienstleister für die Sicherheitsarchitektur des Bundes zu sehen. “Aus den Angriffen auf Abgeordnetenbüros wurden anscheinend keine Lehren gezogen, trotz der aktuellen Bedrohungslage und Angriffen aus Russland und China.” Die FDP macht sich für eine bessere Einbindung des BSI stark. “Es wäre wünschenswert, die Bundestags-IT weiter zu stärken, um der besonderen Rolle und Rechtsstellung des Parlaments Rechnung zu tragen. Dem BSI könnte hier eine unterstützende Tätigkeit zukommen”, sagte Fraktionsvize Michael Theurer dem “Handelsblatt”. Der FDP-Digitalexperte Manuel Höferlin hält ebenfalls einen “regelmäßigen Austausch mit dem BSI” für sinnvoll. “Wenn es aber um eine mögliche gemeinsame Nutzung der IT-Infrastruktur mit dem BSI geht, dann sollte das Parlament aufgrund der Gewaltenteilung zwischen Legislative und Exekutive stets vorsichtig agieren”, sagte Höferlin dem “Handelsblatt”. Auch der innenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Volker Ullrich (CSU), mahnte angesichts der jüngsten Angriffe, “dass wir in der Abwehr noch besser werden müssen”. Ob das BSI auch verfassungsrechtlich den Bundestag schützen dürfe, sei dabei aber “nur eine theoretische Debatte”, sagte Ullrich dem “Handelsblatt”. “Entscheidend ist eine ausreichende IT-Sicherheitsarchitektur nach außen.”

Apr 04

Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Industrie wird 2018 so viel im Ausland investieren wie nie zuvor – nur nicht in den USA. Das zeigt eine Umfrage des DIHK unter 5.000 Unternehmen. Das “Handelsblatt” berichtet in seiner Donnerstagausgabe darüber.

Jedes dritte im Ausland aktive deutsche Unternehmen will demnach seine Auslandsinvestitionen in diesem Jahr steigern. Gegen den Trend wollen in Nordamerika nur 35 statt wie im Vorjahr 37 Prozent der Firmen neu investieren. “Die neue US-Administration sorgt für Verunsicherung”, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier: “Der protektionistische handelspolitische Kurs könnte internationale Produktionsketten kappen.” Deshalb seien Investitionen in den USA schwer planbar. Zwar habe die US-Steuerreform zum Jahreswechsel die Investitionsneigung gefördert – ausgleichen konnte sie die Zurückhaltung jedoch nicht. “Die Ankündigung und teilweise Einführung von amerikanischen Zöllen auf Stahl und Aluminium sowie mögliche Gegenreaktionen machen Teile des positiven Wirkens der Steuerreform wett”, sagte Treier. Auslöser dafür, dass die deutschen Unternehmen weltweit in ihre Lieferketten investieren, ist die auf allen Kontinenten gute Konjunktur. Besonders beliebt ist Europa: 63 Prozent der Betriebe mit Auslandsaktivitäten planen Investitionen in der Euro-Zone; vor zwei Jahren waren es nur 55 Prozent. “Je stärker der Gegenwind durch protektionistische Tendenzen weltweit zunimmt, desto mehr gewinnt Europa an Bedeutung”, sagte Treier. Er erwartet, dass deutsche Unternehmen weltweit in diesem Jahr 200.000 neue Jobs schaffen. Auch Deutschland profitiert: Allein in der Industrie würden 80.000 neue Arbeitsplätze entstehen, in der Gesamtwirtschaft 600.000.

Apr 04

Lotto-Spieler, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Lotto-Spieler, über dts Nachrichtenagentur

Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Mittwochs-Ausspielung von “6 aus 49″ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 13, 23, 28, 30, 33, 46, die Superzahl ist die 7. Der Gewinnzahlenblock im “Spiel77″ lautet 8909487. Im Spiel “Super 6″ wurde der Zahlenblock 031983 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. Im Jackpot liegen in dieser Woche vier Millionen Euro, insgesamt werden 14,1 Millionen Euro ausgespielt.

Apr 04

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Mittwoch hat der DAX nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 11.957,90 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,37 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Dabei war der DAX zwischenzeitlich auch noch deutlicher im Minus, nachdem der Dow am Nachmittag mit heftigen Kursverlusten eröffnet hatte.

Grund hierfür war nach einhelliger Ansicht von Marktkommentatoren der Handelsstreit zwischen den USA und China. Nachdem sich die Verluste an den US-Börsen reduzierten, ging es auch in Frankfurt wieder etwas aufwärts. Die größten Kursverluste gab es bis kurz vor Handelsschluss bei Infineon, Lufthansa und Linde. Gegen den Trend im Plus waren Beiersdorf, Merck und Adidas. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochnachmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,2295 US-Dollar (+0,20 Prozent).

Apr 04

Christian Lindner und Wolfgang Kubicki, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Christian Lindner und Wolfgang Kubicki, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Trotz Differenzen bei einigen Sachthemen wie der Russland-Politik sieht FDP-Chef Christian Lindner das Verhältnis zu Parteivize Wolfgang Kubicki nicht belastet. “Wolfgang Kubicki nutzt dann und wann sein Recht, von der Mehrheitsmeinung in der Partei abzuweichen – sei es mit Blick auf die notwendige Regulierung der digitalen Ökonomie, die Euro-Rettungspolitik oder beim Thema Russland”, sagte Lindner dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (RND/Donnerstagausgaben). “Das stört mein Vertrauensverhältnis zu ihm nicht. Es spricht doch eher für als gegen ihn, dass er sich seine Unabhängigkeit bewahrt.”

Lindner reagierte unter anderem auf Äußerungen seines Stellvertreters, mit denen dieser die Sanktionen gegen Russland in Frage gestellt hatte. “Wenn die FDP mit einer Stimme spricht, heißt es, sie sei eine `One-Man-Show` und es gebe nur mich”, so der Vorsitzende der Freien Demokraten. “Wenn wir ein breites Spektrum von Meinungen zeigen, heißt es, dass an meiner Autorität als Vorsitzender gekratzt werde. Beides stimmt nicht.”

Apr 04

Flagge von Syrien, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flagge von Syrien, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Obmann im Auswärtigen Ausschuss der Unions-Bundestagsfraktion, Roderich Kiesewetter (CDU), hat die vom Bundesinnenministerium in Auftrag gegebene Neubewertung der Sicherheitslage in Syrien scharf kritisiert. “Ich halte das Vorgehen unseres Innenministeriums für nicht angemessen”, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch dem Sender Phoenix. Die Lage im Krisengebiet sei dramatisch und werde durch das “völkerrechtswidrige Vorgehen” der Türkei im Norden Syriens weiter destabilisiert.

“Die Bundesrepublik Deutschland ist gut beraten, diese sicherheitspolitische Analyse zu machen, aber nicht mit dem Ziel der Rückführung von Flüchtlingen. Das ist frühzeitig und politisch unbedacht”, so Kiesewetter. “Es wird kein Flüchtling nach Syrien zurückkehren, wenn Assad an der Macht bleibt, oder dieses iranisch-russisch-türkische Terrorregime bleibt.” Kiesewetter forderte außerdem eine abgestimmte europäische Position im Syrien-Konflikt: “Wir arbeiten intensiv daran, dass wir Europäer in der Lage sind, durchzusetzen, dass beim Wiederaufbau unsere Bedingungen gestellt werden”, sagte er. “Denn Russland kann Syrien nicht wieder aufbauen, Russland ist wirtschaftlich am Boden.” Deutschland müsse dafür sorgen, dass Russland endlich einlenke und Assad mittelfristig ersetzt werde. “Was wir erleben, ist doch eine Lachnummer, dass Sotschi und Astana den so wichtigen Genfer Friedensprozess der Vereinten Nationen unterlaufen. Hier müssen wir Deutschen diplomatisch Druck machen und das machen wir auch.”