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Apr 02

Benjamin Netanjahu, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Benjamin Netanjahu, über dts Nachrichtenagentur

Jerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hat den am Montag angekündigten Flüchtlingsdeal nach wenigen Stunden bis auf weiteres ausgesetzt. Laut des zwischen Israel und dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR ausgehandelten Deals sollten rund 16.000 aus Afrika in Israel gestrandete Flüchtlinge unter anderem nach Deutschland und Italien abgeschoben werden. Sowohl Deutschland als auch Italien waren allerdings vorher nicht eingeweiht.

Das dürfte aber weniger der Grund für die Absage gewesen sein: Rund 16.000 weitere Migranten sollten nämlich auch einen dauerhaften Aufenthaltsstatus in Israel bekommen, so die Vereinbarung mit dem UNHCR. Das schmeckte dem rechteren Flügel in seiner eigenen Regierung nicht. Unklar war zudem das Schicksal von rund 10.000 weiteren Flüchtlingen. Nach Angaben des israelischen Innenministeriums leben nämlich derzeit insgesamt rund 42.000 afrikanische Einwanderer in Israel, ein Großteil davon in den ärmeren Stadtteilen von Tel Aviv. Netanjahu kündigte daher am Montag weitere Gespräche mit der dortigen Bevölkerung an.

Apr 02

Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur

Darmstadt (dts Nachrichtenagentur) – Zum Abschluss des 28. Spieltags in der 2. Liga hat Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf überraschend beim heißen Abstiegskandidaten SV Darmstadt 98 mit 0:1 verloren. Düsseldorfs Vorsprung auf Platz zwei bleibt damit bei sechs Punkten, Darmstadt verkürzt auf drei Punkte Abstand zu Relegationsplatz 16 und ist Vorletzter. Tobias Kempe schoss in der 38. Minute den Siegtreffer und Düsseldorf konnte nicht mehr ausgleichen, obwohl der Tabellenerste nach Gelb-Rot für Darmstadts Fabian Holland in der 43. Minute mit einem Mann mehr auf dem Platz war, und es fast ein Dutzend Chancen gab.

Apr 02

Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der Dow hat am Montag deutlich nachgelassen. Zum Handelsende in New York wurde der Index mit 23.644,19 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,90 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.575 Punkten im Minus gewesen (-2,42 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 6.380 Punkten (-3,05 Prozent).

Nach Ansicht von Marktkommentatoren sorgten die am Montag in Kraft getretenen Strafzölle in China für Sorgen, insbesondere an der Nasdaq besorgten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über Amazon die Gemüter. Trump hatte auf Twitter geschrieben, die US-Post verliere durch Amazon Geld. Dies werde sich künftig ändern. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagabend etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,2302 US-Dollar (-0,18 Prozent). Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 1.340,94 US-Dollar gezahlt (+1,17 Prozent). Das entspricht einem Preis von 35,04 Euro pro Gramm.

Apr 02

Andreas Scheuer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Andreas Scheuer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Drohungen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gegen die Fluggesellschaft Kuwait Airways alarmieren das Auswärtige Amt. Nach Informationen des “Handelsblatts” (Dienstagausgabe) fürchten Diplomaten, dass die Beziehungen zu einem wichtigen Partnerland für eine innenpolitische Kampagne geopfert werden. Scheuer hat Kuwait Airways mit “negativen Konsequenzen für den Flugbetrieb” gedroht.

Bei der Auseinandersetzung zwischen Scheuer und Kuwait Airways geht es darum, dass die arabische Fluglinie keine israelischen Passagiere transportiert. Kritiker sehen darin ein antisemitisches Geschäftsgebaren. Aus Sicht der Diplomaten ist dieser Vorwurf überdreht. Der Grund für die Reisebeschränkungen sei die Nationalität, nicht die Religion, was damit zu erklären sei, dass Kuwait und Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhalten. Derartige Diskriminierungen im Flugverkehr seien weit verbreitet. Die israelische Fluggesellschaft El Al etwa nehme keine Palästinenser mit, schreibt das “Handelsblatt”.

Apr 02

Blick über Rom, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Blick über Rom, über dts Nachrichtenagentur

Rom (dts Nachrichtenagentur) – Neben Deutschland hat sich auch Italien überrascht von der Ankündigung aus Israel gezeigt, Migranten in die jeweiligen Länder abzuschieben. Es gebe keine entsprechende Vereinbarung, teilte das italienische Außenministerium am Montag mit. Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hatte zuvor mitgeteilt, es gebe eine entsprechende Abmachung mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, wonach für jeden abgeschobenen Migranten einer in Israel bleiben darf.

Als Zielländer für die Abschiebungen nannte er Kanada, Italien und Deutschland. Das klang für das Publikum nach einem ausgehandelten Deal, doch die genannten Zielländer wissen offenbar von nichts. Das hatte schon einmal nicht funktioniert: Im November hatte Netanjahu angekündigt, zehntausende afrikanische Asylsuchende nach Uganda und Ruanda zu schicken. Beide Länder dementierten ihr angebliches Einverständnis aber kurze Zeit später. Insgesamt geht es um rund 40.000 Flüchtlinge aus Afrika, die in Israel gestrandet sind, insbesondere aus dem Sudan und aus Eritrea.

Apr 02

Benjamin Netanjahu und Angela Merkel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Benjamin Netanjahu und Angela Merkel, über dts Nachrichtenagentur

Jerusalem (dts Nachrichtenagentur) – Israel hat angekündigt, rund 16.000 Flüchtlinge aus Afrika in andere Länder abzuschieben, darunter auch nach Deutschland. 16.000 weitere Migranten bekommen dafür einen dauerhaften Aufenthaltsstatus in Israel, darauf habe man sich mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geeinigt, sagte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu am Montag. Zu den Ländern, die die abgeschobenen Migranten insbesondere aus dem Sudan und aus Eritrea aufnehmen sollen, gehören nach den Vorstellungen der israelischen Regierung neben Deutschland auch Kanada und Italien.

Pikant: Deutschland weiß offenbar noch gar nichts von dieser Abmachung. Das ZDF-Hauptstadtstudio berichtete am Sonntag unter Berufung auf eigene Quellen, die Bundesregierung sei bislang nicht in das Abkommen involviert und von Netanjahus Ankündigung überrascht worden. Es liege ihr auch noch gar keine Anfrage des UNHCR vor, Flüchtlinge aus Israel aufzunehmen.

Apr 02

Seismograph bei der Aufzeichnung eines Erdbebens, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Seismograph bei der Aufzeichnung eines Erdbebens, über dts Nachrichtenagentur

La Paz (dts Nachrichtenagentur) – In Bolivien hat sich am Montag ein Erdbeben mittlerer Stärke ereignet. Geologen gaben zunächst eine Stärke von 6,8 an. Diese Werte werden oft später korrigiert.

Das Beben ereignete sich um 9:40 Uhr Ortszeit (15:40 Uhr deutscher Zeit) im Departamento Chuquisaca im Süden des Anden-Staates. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Beben dieser Stärke können regelmäßig im Umkreis von bis zu 70 Kilometern Schäden anrichten.

Apr 02

Flugpassagiere vor der Passkontrolle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flugpassagiere vor der Passkontrolle, über dts Nachrichtenagentur

Enschede (dts Nachrichtenagentur) – Das Hotel-Buchungsportal Booking.com will künftig auch Flugreisen anbieten. “Wir wollen verstärkt auf der Website testen, was sich unsere Kunden über die reine Hotelbuchung hinaus wünschen”, sagte Booking.com-Chefin Gillian Tans dem “Tagesspiegel” (Dienstagsausgabe). Dazu würden auch Flugreisen gehören, da sie für die Kunden einen entscheidenden Einfluss auf die jeweilige Hotelbuchung hätten.

“Ein Drittel aller Kunden denkt vor der Zimmerbuchung an die Buchung ihres Flugs, ein weiteres Drittel denkt darüber während des Hotelbuchungsprozesses nach und das letzte Drittel, nachdem es die Zimmerbuchung abgeschlossen hat”, sagte Tans.

Apr 02

Johannesburg (dts Nachrichtenagentur) – Die südafrikanische Politikerin Winnie Madikizela-Mandela ist tot. Die Apartheid-Gegnerin starb am Montag im Alter von 81 Jahren, berichten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf einen Sprecher der Politikerin. Die Ex-Frau des verstorbenen früheren südafrikanischen Präsidenten und Vorsitzenden des ANC, Nelson Mandela, war 1993 erstmals zur Vorsitzenden der African National Congress Women’s League (ANCWL) gewählt worden.

Später übernahm sie weitere politische Ämter. Wegen ihrer politischen Führungsrolle wurde sie von Anhängern auch die “Mutter der Nation” genannt.

Apr 02

Svenja Schulze, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Svenja Schulze, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) will eine Prämie für Elektro-Lieferfahrzeuge einführen. “Ich will mehr Anreize, damit sich E-Autos schneller verbreiten. Deshalb brauchen wir eine Prämie für Elektro-Lieferfahrzeuge”, sagte die SPD-Politikerin der “Bild” (Dienstagsausgabe).

“Auch bei Bussen im öffentlichen Nahverkehr muss die Elektro-Quote steigen. Hier übernehmen wir ab sofort den größten Teil der Zusatzkosten für die Städte.” Es gehe um eine “Revolution im Verkehrssektor”, sagte Schulze der Zeitung. “Wir wollen keine Verbote. Wir wollen niemanden zum Laufen oder Radfahren zwingen. Aber wir wollen bessere Alternativen schaffen. Wir brauchen deutlich mehr Elektro-Mobilität. Das Auto der Zukunft muss umweltfreundlich sein”, sagte Schulze weiter. Das Fahren mit E-Autos müsse so erschwinglich und spannend sein wie das mit einem Verbrennungsmotor, ohne dass dies Spaßbremse oder Askese bedeute.