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Jan 05

Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der Dow hat am Freitag zugelegt. Zum Handelsende in New York wurde der Index mit 25.295,87 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,88 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.740 Punkten im Plus gewesen (+0,67 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 6.650 Punkten (+1,03 Prozent).

Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagabend schwächer. Ein Euro kostete 1,2040 US-Dollar (-0,25 Prozent). Der Goldpreis ließ leicht nach, am Abend wurden für eine Feinunze 1.320,22 US-Dollar gezahlt (-0,19 Prozent). Das entspricht einem Preis von 35,25 Euro pro Gramm.

Jan 05

Deutsche Bank, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Deutsche Bank, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Ein Vertreter der Fondsgesellschaft Union Investment hat mit Kritik auf die Ankündigung der Deutschen Bank reagiert, im Geschäftsjahr 2017 wohl erneut rote Zahlen zu schreiben. “Bis jetzt haben wir noch keine Anzeichen dafür, dass die Strategie der Deutschen Bank funktioniert und langfristig profitabel ist. Es wäre wichtig, dass wir in naher Zukunft zumindest eine Stabilisierung des Geschäftsmodells erkennen können”, sagte Ingo Speich, Fondsmanager bei Union Investment, dem “Handelsblatt” (Samstagausgabe).

“Wenn die Bank im Vergleich zu ihren Wettbewerbern zu deutlich abfällt, dann müsste man erneut eine Debatte über die Strategie anstoßen.” Die Deutsche Bank hatte am Freitag mitgeteilt, dass sie im vierten Quartal im für sie wichtigen Handelsgeschäft deutlich weniger Geld verdient hat als im Vorjahr. Da das Institut außerdem aufgrund der US-Steuerreform Abschreibungen auf Steuergutschriften vornehmen muss, rechnet das Institut mit leicht roten Zahlen für das Gesamtjahr. Damit erhöht sich aus Sicht von Speich der Druck auf das Management. “Die Führungsriege hat vielleicht noch zwei Quartale Zeit, um zu zeigen, dass sich die Dinge verbessern. Vor allem der Vergleich mit den US-Wettbewerbern ist wichtig für die Frage, ob es eine Strategiedebatte geben muss”, sagte er.

Jan 05

Hochwasser, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Hochwasser, über dts Nachrichtenagentur

Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Wetterdienst hat am Freitagnachmittag Entwarnung gegeben. Alle Unwetterwarnungen vor Dauerregen und Tauwetter seien aufgehoben, teilte der DWD mit. Die Regenfälle ließen weiter nach, am Alpenrand sei es bereits trocken.

Im Schwarzwald soll es vor allem in der ersten Nachthälfte noch regnen, allerdings mit nicht mehr allzu hoher Intensität. Damit dürfte sich die Hochwasserlage entspannen, nachdem es beispielsweise in St. Blasien im Schwarzwald zu kräftigen Überschwemmungen und Erdrutschen gekommen war. Auch aus anderen Bundesländern wurden hohe Hochwasserstufen gemeldet, so aus Katzwang an der Rednitz in Bayern oder an mehreren Messpunkten an der Donau, aber auch aus Niedersachsen.

Jan 05

Chemischer Kampfstoff, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Chemischer Kampfstoff, über dts Nachrichtenagentur

Munster (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland hat rund 500 Tonnen Chemikalien aus Libyen erfolgreich vernichtet. Das teilten das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium am Freitag gemeinsam mit. Der Prozess war im September 2016 begonnen worden.

Demnach wurden in den letzten Monaten sogenannte “Dual-Use”-Chemikalien in einem aufwändigen Verfahren bei der bundeseigenen Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten (GEKA) in Munster und unter Aufsicht der Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OVCW) “erfolgreich und umweltverträglich” vernichtet, hieß es in der Erklärung. Die Chemikalien stammten noch aus Zeiten des Gaddafi-Regimes und mussten nach dem Chemiewaffenübereinkommen beseitigt werden. Libyen hatte 2016 die internationale Gemeinschaft um Hilfe bei der Vernichtung der Chemikalien gebeten. Deutschland hatte sich bereit erklärt, gemeinsam mit anderen Staaten aktiv dazu beizutragen. Die Kosten für die Vernichtung wurden von den USA sowie von Deutschland übernommen.

Jan 05

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenausklang hat der DAX zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 13.319,64 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 1,15 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Gegen den Trend deutlich im Minus waren hingegen Papiere der Deutschen Bank, die nach einer Gewinnwarnung am Nachmittag regelrecht einbrachen.

Kurz vor Handelsende stand ein Minus von fast fünf Prozent. Die Bank hatte zuvor mitgeteilt, dass die US-Steuerreform das Konzernergebnis im vierten Quartal 2017 zunächst mit rund 1,5 Milliarden Euro belasten werde, weil latente Steueransprüche in den USA neu bewertet werden müssten. Im Sog der Deutsche-Bank-Aktien wurden auch Commerzbank-Titel mit nach unten gezogen. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,2038 US-Dollar (-0,27 Prozent).

Jan 05

Flüchtlinge auf der Balkanroute, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute, über dts Nachrichtenagentur

Mainz (dts Nachrichtenagentur) – Vor Beginn der Sondierungsgespräche mit der Union am Sonntag hat die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende Malu Dreyer dazu geraten, “die Flüchtlingsfrage nicht in den Vordergrund zu stellen”. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin sagte der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Samstag), Themen wie Gleichbehandlung in der Gesundheitspolitik, Pflege, Arbeitslosigkeit und Wohnungsbau seien bei den Sondierungen über Jamaika in den Hintergrund gedrängt worden. “Das darf nicht sein.”

Sie wies auf die Bedeutung eines “sozialen, solidarischen Europas” für ihre Partei hin. Die SPD habe “Sympathien” für bestimmte Vorschläge des französischen Präsidenten Emmanuel Macron: “Wenn es etwa um ein eigenes Budget für die Eurozone geht, um einen europäischen Finanzminister. Wir müssen auch gemeinsame Wege finden, um Ländern, in denen die Arbeitslosigkeit nach wie vor hoch ist, zu helfen, über Fonds etwa.” Ebenfalls hohe Bedeutung maß Dreyer der Sicherheit der Arbeitsplätze in einer sich wandelnden Arbeitswelt bei. “Wir wollen die sachgrundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen beenden und die Rückkehrmöglichkeit von Teilzeit auf Vollzeit festschreiben.” Das Wichtigste für die Sondierungsgespräche sei Augenhöhe. “Alle Kommentare in die Richtung von: `Ihr habt ja nur so und so viel Prozent`, wie jetzt wieder von Alexander Dobrindt, sind vollkommen destruktiv.” Es sei außerdem “ganz schlecht, wenn aus Verhandlungen rausgetwittert wird oder wenn man sich auf dem Balkon ablichten lässt. Das werden wir ganz sicher nicht machen.” Sie warf der Union Vertragsbruch vor. “Ich kann nur sagen, am Ende der großen Koalition wurde Vertragsbruch von der Union begangen, da nicht mehr verwirklicht wurde, was wir miteinander verabredet hatten. Etwa beim Thema Rückkehrrecht in Vollzeit oder bei der Solidarrente. Nun wird teilweise bei diesen Themen signalisiert, dass man darüber sprechen könne. Dabei war das bereits Vertragsgegenstand! Hier muss neues Vertrauen gefunden werden.”

Jan 05

Zwei Männer surfen im Internet, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Zwei Männer surfen im Internet, über dts Nachrichtenagentur

Dresden (dts Nachrichtenagentur) – Die IT-Branche ist gerade dabei, die Sicherheitslücken in Mikroprozessoren zu schließen – nach Einschätzung eines Experten könnte es bald aber zu zahlreichen ähnlichen Angriffen kommen. “Wir haben eine ganze Klasse von Angriffsvektoren offengelegt”, sagte Werner Haas von der Dresdner Firma Cyberus Technology, der zu den Entdeckern der Schwachstelle “Meltdown” gehört, dem “Handelsblatt” (Samstagausgabe). Das mache ihm Sorgen: “Es ist vorstellbar, dass jemand das Grundprinzip in anderen Kombinationen anwendet.”

Ob die Sicherheitsupdates, die derzeit entwickelt werden, bei der Abwehr helfen, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. IT-Sicherheitsexperten haben zwei schwerwiegende Sicherheitsprobleme in zahlreichen Prozessormodellen entdeckt, die in PCs, Smartphones, Tablets und Servern zum Einsatz kommen. Diese ermöglichen Kriminellen unter Umständen, Hackern und Spionen, Daten zu stehlen, die im Speicher des Gerätes liegen – von Passwörtern über E-Mails bis hin zu Dokumenten. “Was das Verfahren für Angreifer attraktiv macht: Von außen ist nichts davon sichtbar”, erklärte Haas.

Jan 05

Deutsche Bank-Logo, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Deutsche Bank-Logo, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Bank AG erwartet, dass die US-Steuerreform das Konzernergebnis im vierten Quartal 2017 zunächst mit rund 1,5 Milliarden Euro belasten wird. Das teilte das Geldhaus am Freitag mit. Grund dafür seien “nicht zahlungswirksame Bewertungsanpassungen bei latenten Steueransprüchen in den USA”, sogenannte “Deferred Tax Assets”.

Diese Anpassungen spiegelten die geschätzten bilanziellen Folgen einer niedrigeren Körperschaftsteuer wider. Der für das US-Geschäft der Deutschen Bank relevante Körperschaftsteuersatz sinkt nämlich von 35 Prozent auf 21 Prozent. Aufgrund der steuerlichen Effekte erwartet die Deutsche Bank für das Gesamtjahr 2017 einen geringen Verlust nach Steuern auf IFRS-Basis. Die Neubewertung der latenten Steueransprüche in den USA dürfte zudem die harte Kernkapitalquote um rund 0,1 Prozentpunkte reduzieren. Die vorläufigen Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2017 will die Deutsche Bank am 2. Februar veröffentlichen.

Jan 05

Martin Schulz, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Martin Schulz, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Unmittelbar vor Beginn der Sondierungen mit der Union gibt Markus Engels, engster Berater und Chefstratege des SPD-Parteivorsitzenden Martin Schulz, seinen Posten offenbar auf. Das habe Engels in einer E-Mail an Mitarbeiter der Parteizentrale und Weggefährten mitgeteilt, berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). Er wolle sich “außerhalb von Parlamenten, Regierung oder Parteien” eine neue Aufgabe suchen.

Engels arbeitete nicht nur in Brüssel für den damaligen EU-Parlamentspräsidenten Schulz, sondern war auch einmal Büroleiter von Frank-Walter Steinmeier. Er wünsche insbesondere Schulz, dem er weiterhin freundschaftlich verbunden sei, “in den kommenden Tagen und Wochen eine glückliche Hand bei der Regierungsbildung”, schreibt Engels. Als Schulz im Januar 2017 von Sigmar Gabriel den SPD-Vorsitz und dann die Kanzlerkandidatur übernahm, steuerte Engels im Willy-Brandt-Haus zeitweise den Wahlkampf.

Jan 05

Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Schauspieler Andreas Hoppe, der am Sonntag nach 21 Jahren seinen letzten Auftritt als Mario Kopper im “Tatort” aus Ludwigshafen absolviert, macht für sein Ausscheiden schwache Drehbücher und die für den Krimi zuständige Redaktion beim SWR verantwortlich: “Bei den Büchern, die wir teilweise hatten, konnte man nur staunen, was da überhaupt noch rausgekommen ist. Das war wirklich unser Verdienst”, sagte Hoppe der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Samstagsausgabe). Teilweise sei es “echt quälend” gewesen: “Wir haben viel diskutiert und waren richtig unglücklich mit manchen Büchern.”

Alle Versuche, daran etwas zu ändern, seien ins Leere gelaufen, sagte der Schauspieler weiter: “Ulrike Folkerts und ich haben hart darum gekämpft, immer wieder Vorschläge gemacht, Ideen eingebracht, aber es hat sich einfach nichts verändert. Stattdessen haben wir in teilweise erstaunte und leere Gesichter geguckt.” Stattdessen hätten die Kommissare in den Filmen ein ums andere Mal Verdächtige nach ihrem Alibi fragen müssen. Das, so Hoppe, sei der Unterschied zu vielen skandinavischen Krimis, die er toll finde: “Man muss nicht immer alles erklären, als ob der Zuschauer blöd wäre. Aber man kann den Zuschauer natürlich blöd machen, wenn man ständig alles erklärt und zerredet. Gute Filme funktionieren nicht nur über die Texte, sondern ganz viel über die Atmosphäre.” Die Jahre, “in denen so rumgeeiert wurde”, seien schlimm für ihn gewesen, sagte Hoppe: “Ich bin ja am Ende manchmal nur ab und zu durchs Bild gelaufen und hatte gar nichts mehr zu tun, hatte aber andere Filme dafür abgesagt. Das hat wehgetan.”