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Okt 10

Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der Dow hat am Dienstag zugelegt. Zum Handelsende in New York wurde der Index mit 22.830,68 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,31 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. An der Spitze der Kurliste fanden sich die Aktien von Walmart.

Der Supermarktkonzern will mit seinen milliardenschweren Aktienrückkäufen weitermachen und in den kommenden rund zwei Jahren Anteilsscheine für rund 20 Milliarden US-Dollar zurückkaufen. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.545 Punkten im Plus gewesen (+0,19 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 6.055 Punkten (+0,02 Prozent). Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagabend stärker. Ein Euro kostete 1,1814 US-Dollar (+0,63 Prozent). Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 1.288,80 US-Dollar gezahlt (+0,43 Prozent). Das entspricht einem Preis von 35,07 Euro pro Gramm.

Okt 10

Volkswagen-Werk, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Volkswagen-Werk, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzlerin Angela Merkel stellt die Beteiligung des Landes Niedersachsen am VW-Konzern trotz der Diskussionen der vergangenen Monate nicht zur Disposition. “Ich sehe keinen Änderungsbedarf”, sagte Merkel dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Mittwoch). “Warum sollte man diese sinnvolle Konstruktion in einem Moment, in dem der Konzern in einer komplizierten Lage ist und Hunderttausende von Mitarbeitern sich Sorgen machen, infrage stellen?” Die Kanzlerin unterstrich, dass die Bundesregierung immer für das Gesetz gekämpft habe.

“Wir haben dafür Kaskaden von Verfahren beim Europäischen Gerichtshof durchgestanden”, sagte Merkel. Beim Thema Diesel kündigt Merkel Unterstützung des Bundes für die Kommunen an: “Der Bund wird die Kommunen beim Thema Diesel nicht im Stich lassen. Wir werden ihnen zur Seite stehen, wenn es um intelligentere, schadstoffeinsparende Verkehrskonzepte geht”, sagte Merkel. “Wir müssen jeden Ort individuell betrachten und maßgeschneiderte Hilfen anbieten. Dafür steht Geld zur Verfügung. Unser gemeinsames Ziel ist es, Fahrverbote zu verhindern.”

Okt 10

SPD-Logo, über dts Nachrichtenagentur
Foto: SPD-Logo, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Schleswig-Holsteins ehemalige SPD-Ministerpräsidentin Heide Simonis kann sich für ihre Partei derzeit nur die Oppositionsrolle vorstellen und rät dringend zur Erneuerung: “Weiterhin auf eine Große Koalition zu setzen, geht nicht nach einem so herben Verlust”, sagte sie den “Kieler Nachrichten” (Mittwochsausgabe). Der Stimmenverlust habe ihrer “politischen Seele” weh getan, sagte die langjährige Regierungschefin. Nach dem schlechten Ergebnis bei der Bundestagswahl müsse die SPD aber jetzt die Opposition als Chance begreifen: “Manches neu und vieles besser machen, neue Talente fördern, echte sozialdemokratische Charaktere auf die Bühne bringen”, sagte Simonis der Zeitung.

Um wieder Tritt zu fassen, rät sie den Genossen “deutliche Worte und verständliche Argumente” zu finden und keinen unnötigen Streit zu produzieren.

Okt 10

Carles Puigdemont am 10.10.2017, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Carles Puigdemont am 10.10.2017, über dts Nachrichtenagentur

Barcelona (dts Nachrichtenagentur) – Kataloniens Ministerpräsident Carles Puigdemont will eine Unabhängigkeitserklärung der autonomen Region vorerst vertagen. Das sagte Puigdemont am Dienstagabend im Regionalparlament in Barcelona in einer mit Spannung erwarteten Rede. “Wir waren immer zum politischen Dialog bereit”, erklärte Puigdemont, der selbst als führender Kopf der Unabhängigkeitsbewegung gilt.

Es sei nun wichtig, die Spannungen abzubauen. Gleichzeitig kritisierte er die spanische Zentralregierung wie auch das Königshaus. Diese hätte den Dialog systematisch verweigert. Die Europäische Union und andere Institutionen rief er zur Vermittlung auf.

Okt 10

CDU-Flaggen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: CDU-Flaggen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU und CSU haben sich auf eine Verhandlungsdelegation für die Gespräche mit FDP und Grünen verständigt. Wie das “Handelsblatt” (Mittwoch) unter Berufung auf Parteikreise berichtet, wird die CDU 18 Vertreter entsenden, die CSU zehn. Die CDU verhandelt demnach mit der Parteivorsitzenden Angela Merkel, Generalsekretär Peter Tauber, Fraktionschef Volker Kauder, die parlamentarischen Geschäftsführer der Bundestagsfraktion sowie Kanzleramtschef Peter Altmaier.

Ebenso sollen alle stellvertretenden Parteivorsitzenden wie Julia Klöckner und Thomas Strobl an den Gesprächen teilnehmen sowie alle Ministerpräsidenten. Hinzu kommen die Bundesminister, wobei Wolfgang Schäuble als designierter Bundestagspräsident verzichtet. Ihn vertritt Finanz-Staatssekretär Jens Spahn. Auch der Europapolitiker Daniel Caspary soll der Runde beiwohnen. Die CSU folgt denselben Prinzipien gemessen an den Funktionen. FDP und Grüne werden jeweils mit 14 Vertretern in die Koalitionsrunde am Freitag gehen und damit mit ebenso vielen Vertretern wie CDU und CSU. Die ersten bilateralen Treffen zwischen Union und FDP sowie Grünen finden allerdings in wesentlich kleinerer Runde statt. Wie es laut “Handelsblatt” in der Union hieß, werden daran Merkel, Altmaier, Kauder, Tauber und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier teilnehmen und seitens der CSU Parteichef Horst Seehofer, Generalsekretär Andreas Scheuer und Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. Bei den Grünen werden es Cem Özdemir, Katrin Göring-Eckardt, Simone Peter und Anton Hofreiter sein, wie es in der Partei hieß. Unklar blieb, wen die Liberalen zum ersten Gespräch entsenden: Neben Christian Lindner sollen dies auch Wolfgang Kubicki und Nicola Beer sein.

Okt 10

Lufthansa-Maschinen am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Lufthansa-Maschinen am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) haben sich auf langfristige Tarifverträge geeinigt. Die unterzeichneten Verträge entsprächen der im März erzielten Grundsatzvereinbarung, teilten beide Seiten am Dienstag mit. Die Annahme des Vertragspaketes steht nun noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die VC-Mitglieder.

Die Urabstimmung wird voraussichtlich bis Mitte Dezember dauern. Unter anderem wurden neue Vergütungs- und Manteltarifverträge sowie Verträge zur Alters- und Übergangsversorgung mit einer Laufzeit bis mindestens Juni 2022 geschlossen. Piloten von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings erhalten zeitlich gestaffelte Gehaltserhöhungen von insgesamt 10,3 Prozent und eine Einmalzahlung von bis zu 1,8 Monatsgehältern für eine Laufzeit von Mai 2012 bis Juni 2022. Die Einstiegs- und möglichen Endvergütungen für zukünftige Mitarbeiter sollen sich am heutigen Niveau orientieren. “Wir haben mit dem Tarifabschluss die Grundlage für eine neu gelebte Sozialpartnerschaft mit der VC gelegt”, sagte Bettina Volkens, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Lufthansa. “Wir schaffen gemeinsam einen nachhaltigen Tariffrieden bis 2022. Dieser Kompromiss ermöglicht Karriereperspektiven für unsere Pilotinnen und Piloten und er leistet einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens.” Der Einigung waren jahrelange Auseinandersetzungen und mehrere Streikrunden vorausgegangen.

Okt 10

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der DAX nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.949,25 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,21 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Am Abend wird eine Rede des Chefs der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont, vor dem Parlament in Katalonien erwartet.

Dabei könnte er die Unabhängigkeit Kataloniens ausrufen. Vom Dow kamen unterdessen positive Vorgaben. Am Nachmittag wurde der Index mit 22.795,30 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,15 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagnachmittag stärker. Ein Euro kostete 1,1812 US-Dollar (+0,60 Prozent). Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 1.292,87 US-Dollar gezahlt (+0,75 Prozent). Das entspricht einem Preis von 35,19 Euro pro Gramm.

Okt 10

Computer-Nutzerin auf Facebook, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Computer-Nutzerin auf Facebook, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die sozialen Medien sind für Oliver Pocher nicht mehr so reizvoll: “Ich spüre bei mir inzwischen eine Social-Media-Müdigkeit”, sagte der Moderator, der sich auch als Produzent von Webvideos einen Namen gemacht hat und sein Bühnenprogramm mit “aus dem Leben einer Social-Media-Bitch” untertitelt hat, der Zeitschrift “Emotion” (Ausgabe 11/17). Auch das Fernsehen verliert seiner Ansicht nach “massiv” an Bedeutung. “Ich nutze es selber nicht mehr so intensiv wie früher”, sagte er weiter.

Okt 10

Arnsberg (dts Nachrichtenagentur) – Einer der beiden Geiselnehmer von Gladbeck, Dieter Degowski, soll in den kommenden Monaten freikommen. Das beschloss das Landgericht Arnsberg am Dienstag. Die zuständige Große Strafvollstreckungskammer habe “nach umfassender Prüfung festgestellt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Strafaussetzung zur Bewährung nunmehr – nach fast 30 Jahren Haft – vorliegen”, teilte das Gericht mit.

Zur Vorbereitung der Entscheidung seien unter anderem das Gutachten eines renommierten Sachverständigen eingeholt worden, auch sei der Betroffene persönlich angehört worden. Die Kammer habe sich im Ergebnis den positiven Prognosen des Sachverständigen und der zuständigen Justizvollzugsanstalt Werl angeschlossen. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Degowski hatte im August 1988 gemeinsam mit einem Komplizen eine Bankfiliale im nordrhein-westfälischen Gladbeck überfallen. Im Anschluss nahmen sie mehrmals Geiseln und flüchteten mit ihnen zwei Tage lang durch Deutschland und die Niederlande. Insgesamt starben drei Menschen.

Okt 10

Galeria Kaufhof, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Galeria Kaufhof, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Kampf um die Zukunft der Warenhauskette Kaufhof hat Unternehmenschef Wolfgang Link auch Beiträge des Managements in Aussicht gestellt: “Dieses Thema wird nicht einseitig auf Basis der Beschäftigten ausgetragen. Wir werden sehen, was das Management und die Stakeholder beitragen können”, sagte Link der “Welt” (Mittwoch). Details müssten im Zuge eines Gesamtpakets ausgehandelt werden.

Man sei noch ganz am Anfang des Verhandlungsprozesses, strebe aber eine möglichst zügige Lösung an. “Es wäre schön, wenn bis Weihnachten in den Grundzügen Klarheit herrschte”, so Link. Das sei auch im Sinne der Beschäftigten wünschenswert. Link schloss nicht aus, dass es zur Schließung einzelner Häuser kommt. “Es ist denkbar, dass wir an einigen Standorten keine Beschäftigungssicherung geben können, an denen Mietverträge auslaufen”, sagte er der “Welt”. Ziel sei aber insgesamt die Sicherung möglichst vieler Arbeitsplätze. Dabei unterstrich der Kaufhof-Chef, dass es der Tochter des kanadischen HBC-Konzerns nicht um einen Ausstieg aus dem deutschen Tarifvertragssystem gehe. Kaufhof sei vielmehr einer der letzten großen Textilhändler, die überhaupt noch nach Handelstarif bezahlten, während Online-Händler sich durchweg nach dem niedrigeren Logistik-Tarif richteten oder überhaupt nicht mehr tarifgebunden seien. Dasselbe gelte auch für viele stationäre Textilketten. “Wir wollen eine moderne Vereinbarung, die uns fairen Wettbewerb ermöglicht”, sagte Link.