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Okt 06

Flüchtlinge auf der Balkanroute, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flüchtlinge auf der Balkanroute, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, hat die anhaltende Debatte um eine Obergrenze für Flüchtlinge scharf kritisiert: “Die Union führt gerade eine von der Realität völlig losgelöste Phantomdiskussion. So als hätte es die zwei Jahre Abschottungspolitik und den Flüchtlingsdeal mit der Türkei nicht gegeben”, sagte Burkhardt der “Heilbronner Stimme” (Samstag). Eine Obergrenze sei ein Verstoß gegen Artikel 3 der europäischen Menschenrechtskonvention.

“Menschenrechte kennen keine Obergrenze”, erklärte Burkhardt. Er kündigte an: “Wir unterstützen Flüchtlinge auch juristisch dabei, wenn sie vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte klagen.”

Okt 06

Polizeiauto (Archiv), über dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizeiauto (Archiv), über dts Nachrichtenagentur

Berlin/Manchester (dts Nachrichtenagentur) – Fünf Monate nach dem Bombenanschlag bei einem Konzert in Manchester verfolgen britische und deutsche Staatsschützer offenbar auch eine Spur nach Deutschland. Wie der “Kölner Stadt-Anzeiger” (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtet, reiste der jüngere Bruder und mutmaßliche Komplize des Manchester-Attentäters zwei Mal nach Leipzig und Weißenfels. So kontrollierte die Bundespolizei den 20-Jährigen am 17. Dezember 2016 ohne Fahrkarte im Zug von Weißenfels nach Leipzig.

Dabei habe sich der Brite mit libyschen Wurzeln, der seinem älteren Bruder Salman den Sprengstoff beschafft und ihn logistisch unterstützt haben soll, gegenüber den Beamten mit seinem britischen Führerschein ausgewiesen. Er soll den Erkenntnissen zufolge drei libysche Geschäftsleute in Sachsen-Anhalt und Leipzig kontaktiert haben, die unter anderem in Weißenfels Dutzende Wohnungen angekauft haben, schreibt die Zeitung. Alle drei Investoren seien als Geldwäscher eingestuft, informierten britische Geheimdienstbehörden demnach kurz nach dem Bombenanschlag ihre deutschen Kollegen. Die Staatsanwaltschaft Halle durchsuchte laut “Kölner Stadt-Anzeiger” vergangenen Juli die Geschäftsräume eines der drei Unternehmer in Weißenfels und Leipzig. Es gehe um Steuerhinterziehung und illegale Beschäftigung von Arbeitskräften. Nähere Einzelheiten waren der Zeitung zufolge nicht zu erfahren. Nach Hinweisen der Special Branch von Scotland Yard und des britischen Geheimdienstes MI5 gingen die deutschen Behörden dem Verdacht nach, die Reisetätigkeiten des 20-Jährigen könnten auf einen libyschen Zirkel zur Terrorfinanzierung in Deutschland hindeuten. Er wurde nach dem Manchester-Attentat in seiner libyschen Heimat festgenommen. Er räumte ein, von den Anschlagsplänen seines Bruders gewusst zu haben. Bei dem Anschlag im Mai starben 22 Besucher eines Pop-Konzerts sowie der Bombenleger.

Okt 06

Container, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Container, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr deutlich angehoben. Statt einem Plus von 1,5 Prozent erwarten die Experten im Bundeswirtschaftsministerium nun ein Wachstum von 1,9 Prozent, berichtet das “Handelsblatt” (Samstag) unter Berufung auf Regierungskreise. Auch für 2018 sind die Konjunkturexperten demnach optimistischer.

Statt 1,6 Prozent rechnen sie mit einem Wachstum von zwei Prozent. Deutschland profitiere spürbar von der weltwirtschaftlichen Entwicklung, die deutlich besser sei als noch im Frühjahr erwartet, hieß es. Ebenso lägen die Inlandsinvestitionen über den damaligen Erwartungen. Auch habe das Statistische Bundesamt erneut Angleichungen vorgenommen, die die Zahlen nach oben schieben. Nicht auszuschließen sei, dass die Bundesregierung nach den guten Konjunkturindikatoren wie den steigenden Auftragseingängen in dieser Woche die Prognose für das laufende Jahr noch auf 2,0 Prozent anhebe, hieß es. Darüber werde die Abteilungsleiter-Runde unter Federführung des Bundeswirtschaftsministeriums am Montag entscheiden. Vergangene Woche hatten bereits die führenden Wirtschaftsinstitute ihre Prognose identisch nach oben revidiert. Sie erwarten für dieses Jahr ein Plus von 1,9 und für das nächste Jahr von zwei Prozent. Die Prognose der Bundesregierung bildet auch die Grundlage für die Steuerschätzung Anfang November, die damit spürbar nach oben revidiert werden dürfte.

Okt 06

Reisende bei der Bahn, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Reisende bei der Bahn, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Sturmtief “Xavier” rechnet die Bahn noch bis Mittwoch mit Behinderungen auf einzelnen Streckenabschnitten. Zwar sei die Strecke Berlin – Leipzig ist seit dem Vormittag mit Einschränkungen wieder befahrbar, teilte die Bahn am Freitag mit. Die Strecken Hannover – Berlin, Hamburg – Hannover, Berlin – Dresden sowie Hamburg – Kiel – Westerland (Sylt) könnten nach derzeitigen Prognosen erst am Samstag wieder genutzt werden, die Strecke Bremen – Hannover ab Sonntag.

Die Strecken Hamburg – Berlin, Osnabrück – Hamburg und Hannover – Magdeburg – Berlin seien voraussichtlich ab Montag wieder befahrbar, die Strecke Leer – Oldenburg – Bremen jedoch wohl erst ab Mittwoch. Fernverkehrszüge von Berlin Richtung Frankfurt – Mannheim – München/Basel werden laut Bahn weiträumig umgeleitet, halten jedoch nicht in Kassel-Wilhelmshöhe, Göttingen, Hildesheim, Braunschweig und Wolfsburg. “An mehreren hundert Stellen versperren Bäume, Äste und Dutzende umgeknickte Masten für Signale und Oberleitungen die Gleise”, teilte das Unternehmen mit. “Besonders stark betroffen ist die Strecke Berlin – Hamburg, auf der die Oberleitungen über eine Länge von sechs Kilometern massiv beschädigt ist und nun neu gebaut werden muss.” Zugtickets für die betroffenen Strecken gelten der Bahn zufolge vorsorglich bis einschließlich 15. Oktober. Diese Regelung gelte auch für Tickets mit Zugbindung. Bei Reiseverzicht könnten Tickets ohne Gebühr zurückgeben werden.

Okt 06

Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Fußball-Weltmeister Per Mertesacker kritisiert das Verhalten vieler Jungprofis: Es gebe “heutzutage immer mehr Individualisten. Immer mehr ich, ich, ich”, sagte Mertesacker in der aktuellen Ausgabe des “Spiegel”. “Die Mentalität vieler junger Spieler ist, erst einmal die Hand aufzuhalten, bevor man überhaupt ein Spiel in der ersten Liga gemacht hat.”

Der 104-fache Nationalspieler hatte 2014 seinen Abschied aus der Nationalmannschaft erklärt. Als Kapitän des FC Arsenal in London bestreitet der Innenverteidiger seine letzte Profisaison. Im kommenden Sommer übernimmt er die Leitung der Nachwuchsakademie von Arsenal. Auf der anderen Seite sorgt sich Mertesacker um die Zukunft vieler Nachwuchsspieler. Aus der Akademie bei Arsenal werde nicht mehr als ein Prozent der Fußballer den Sprung nach oben schaffen: “Das ist atemberaubend. Man muss sich auch um die kümmern, die vor dem Nichts stehen.” 80 Prozent derjenigen, die mit 16 einen Vertrag hätten, seien später arbeitslos. Mertesacker kritisiert zudem die Fixierung auf die Nachwuchszentren. “Ich würde auch mal behaupten, dass ich es nicht geschafft hätte in einem solchen System”, so Mertesacker. Er sei mit 13 Jahren wegen Wachstumsproblemen weggeschickt worden. “Wenn man heute als Teenager ein Jahr verletzt ist, kommt man nie wieder ins System rein.”

Okt 06

Journalisten im Bundestag, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Journalisten im Bundestag, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – ARD-Moderator Frank Plasberg verteidigt sich gegen Vorwürfe, die Polittalkshows hätten zum Wahlerfolg der AfD beigetragen. “Niemand kann eine Partei groß machen, wenn es dafür in der Bevölkerung nicht ein Bedürfnis gibt”, sagte Plasberg dem “Spiegel”. “Es ist nicht die Aufgabe von Journalisten, Parteien kleinzuhalten. Das ist, bitte schön, der Job der politischen Konkurrenz. Wir sind nicht dazu da, den Schulterschluss mit den vermeintlich richtig guten Demokraten zu üben, um im Gegenzug das niederzukartätschen, was am rechten Rand entsteht.”

Seine Arbeit als Journalist verstehe er anders. “Ich habe keinen volkspädagogischen Auftrag. Ich will auch nicht die Demokratie heilen, sondern nehme mir die Freiheit heraus, auf keinen Fall zu überlegen, wie eine Wahrheit wirkt – denn sonst ist man schnell dabei, Wahrheiten zurechtzubiegen.” Über das Verhalten von AfD-Politikern in Talkshows sagte Plasberg: “Sie wollen nicht einmal mit den anderen Gästen diskutieren, lieber setzen sie sich mit dem Moderator auseinander, weil so die Opferrolle schneller herstellbar ist. Und das ist ein Dilemma, denn als Moderator müssen Sie sich sehr beherrschen, in der Sache angemessen und konsequent zu fragen, aber kein Tribunal herzustellen.”

Okt 06

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenausklang hat der DAX kaum verändert geschlossen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.955,94 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,09 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Schlusslicht der Kursliste sind die Papiere von Thyssenkrupp.

Zuvor hatte sich die Baader Bank skeptisch zu den Aussichten des Industriekonzerns geäußert. Der Dow verzeichnete unterdessen kaum Kursveränderungen. Am Nachmittag wurde der Index mit 22.757,31 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,08 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagnachmittag etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1721 US-Dollar (+0,09 Prozent). Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 1.271,69 US-Dollar gezahlt (+0,27 Prozent). Das entspricht einem Preis von 34,88 Euro pro Gramm.

Okt 06

Robert Habeck, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Robert Habeck, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck, der auch Mitglied der Sondierungsgruppe der Grünen für ein Jamaika-Bündnis im Bund ist, hat die Bedeutung des Begriffs Heimat unterstrichen: “Ich bin sehr dafür, dass wir Grüne Begriffe wie Heimat und Deutschland nicht der AfD überlassen. Wir müssen sie mit unseren Geschichten füllen”, sagte er der F.A.Z. (Samstag). Er habe es im unmittelbaren Gespräch häufig erlebt, dass Leute sich über die Tradition ihrer Orte, ihres Berufs, ihrer Heimat definierten.

“Da verbietet sich jede Form von Verächtlichkeit”, so Habeck. “Wir müssen uns trauen, über Begriffe wie Heimat und Patriotismus zu reden, sie für uns zu reklamieren und sie definieren. Heimat ist der Raum, in dem wir leben und den wir gestalten, gleich, woher wir kommen. Heimat ist unser Zusammenleben.” Nur zu sagen, “wählt nicht die AfD”, helfe nicht – “im Gegenteil”. “Also müssen wir uns mal was Neues ausdenken”, sagte der Grünen-Politiker. Dass so viele Menschen im Osten die AfD gewählt hätten, sei kein Transferproblem. “Es ist ein Problem von fehlender Anerkennung. Von Verlorensein in einer Welt, die sich rasant ändert. Deswegen greift es zu kurz, das Problem durch mehr Geld allein lösen zu wollen. Es geht nicht um neue Straßen, sondern um die Menschen”, sagte Habeck der Zeitung. Man müsse Modelle schaffen, die sie einbänden und ihnen das Gefühl gäben, dass sie gehört werden. Das sei auch eine Antwort auf die Flüchtlingskrise. Für die Grünen sei es ein “immenses Risiko”, in eine Jamaika-Koalition einzutreten. “Es gibt keine Garantie, dass die Grünen da heile herauskommen. Aber es gibt die Chance.” Habeck kritisierte die Union, weil sie erst nach der Wahl in Niedersachsen sondieren wolle. “Das signalisiert den Menschen, wir trauen uns nicht an die Konflikte heran.” Jeder wisse, dass Jamaika schwierig sei. “Trotzdem erwartet man, dass wir das nun klären. Wir müssen da hin, wo es weh tut.”

Okt 06

Sigmar Gabriel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Sigmar Gabriel, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) zum Friedensnobelpreis gratuliert: “Ich freue mich mit ICAN über die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis. Dieser Preis ist Ausdruck der Anerkennung für die Arbeit von ICAN und allen anderen Organisationen, die sich für eine nuklearwaffenfreie Welt einsetzen”, sagte Gabriel am Freitag. Die Bundesregierung teile mit all diesen Organisationen das Engagement für Abrüstung und das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen.

“Dabei sind wir nicht immer der gleichen Auffassung, über die Wege, wie wir dieses Ziel erreichen können”, so der Außenminister. Klar sei aber, dass die Welt derzeit vor einer Spirale neuer atomarer Aufrüstung stehe. Die Verleihung des Friedensnobelpreises an ICAN zeige, wie sehr das Nobelpreiskomitee sich dieser wachsenden Gefahr bewusst sei.

Okt 06

Radio, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Radio, über dts Nachrichtenagentur

Baden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Kool Savas und Sido stehen mit “Royal Bunker” an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. An zweiter Stelle folgt David Gilmour mit dem Live-Konzert-Mitschnitt “Live At Pompeii”, auf Rang drei liegt Rapper Capital mit “Blyat”.

In den Single-Charts liegen die Rapper Kollegah und Farid Bang mit “Sturmmaske Auf” auf Platz eins, gefolgt von Post Malone feat. 21 Savage mit dem Lied “rockstar”. Der Song “Señorita” von Kay One feat. Pietro Lombardi kommt auf Rang drei. Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.