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Aug 10

US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die USA haben ihre Reisewarnung für Nordkorea verschärft und die Möglichkeit, als US-Bürger dorthin zu reisen, deutlich eingeschränkt. US-Pässe seien ab 1. September für Reisen nach oder durch Nordkorea nur noch mit einer Sondergenehmigung gültig, teilte das US-Außenministerium am Donnerstag mit. Solche Genehmigungen würden nur unter sehr seltenen Umständen erteilt, hieß es ergänzend weiter.

Erst wenige Minuten zuvor hatte US-Präsident Donald Trump im verbalen Schlagabtausch mit Nordkorea nachgelegt. “Things will happen to them like they never thought possible”, sagte Trump vor Journalisten mit Bezug zu Nordkorea, sollte das Land die USA oder seine Alliierten angreifen. Seine Drohung vom Dienstag, wonach die USA mit “fire and fury” zuschlagen würden, sei offenbar nicht hart genug gewesen.

Aug 10

Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der verbale Schlagabtausch zwischen Nordkorea und den USA macht die Börsen weiterhin nervös. Zum Handelsende in New York wurde der Dow mit 21.844,01 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,93 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Noch stärker ließ der breiter gefasste S&P 500 nach, der kurz vor Handelsende mit rund 2.435 Punkten im Minus war (-1,42 Prozent).

Die Technologiebörse Nasdaq verbuchte im Nasdaq 100 sogar mit rund 5.790 Punkten einen Abschlag von über zwei Prozent. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagabend etwas stärker. Ein Euro kostete 1,1772 US-Dollar (+0,11 Prozent). Die Krisenwährung Gold konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 1.285,92 US-Dollar gezahlt (+0,68 Prozent). Das entspricht einem Preis von 35,12 Euro pro Gramm.

Aug 10

Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat im verbalen Schlagabtausch mit Nordkorea auch am Donnerstag wieder nachgelegt. “Things will happen to them like they never thought possible”, sagte Trump vor Reportern mit Bezug zu Nordkorea, sollte das Land die USA oder seine Alliierten angreifen. Seine Drohung vom Dienstag, wonach die USA mit “fire and fury” zuschlagen würden, sei offenbar nicht hart genug gewesen.

An alle besorgten Bürger gerichtet sagte Trump jedoch weiter, er habe die Lage “unter Kontrolle”. Die USA und Nordkorea liefern sich seit Tagen einen zunehmenden Wettlauf um immer schärfere Formulierungen. Kaum 24 Stunden vor Trumps neuesten Äußerungen hatte Nordkorea verlautbart, bereits einen Plan für einen Angriff auf die US-Insel Guam vorzubereiten.

Aug 10

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Michael “Bully” Herbig möchte mit Klamaukfilmen aufhören. “Bullyparade – Der Film”, in dem noch mal all seine früheren TV-Figuren auftauchen werden, von Winnetou bis zur österreichischen Kaiserin Sissi, soll die letzte Parodie sein, sagte Herbig dem “Handelsblatt” (Freitag). “Man kann sicher nachvollziehen, dass ich mit 50 in keine Frauenklamotten mehr steigen und ‚Frrranz‘ rufen will. Als Regisseur interessieren mich jetzt halt auch mal andere Genres. Obwohl ich ja schon ein paar angetäuscht habe… aber eben unter dem Deckmantel der Parodie. Anders wäre es nicht gegangen. Die Parodie war quasi meine ‚Tarnung‘”, sagte der Münchner.

Tatsächlich hat er sich über viele Jahre höchst erfolgreich an Sujets wie Western (“Schuh des Manitu”), Science-Fiction (“(T)Raumschiff Surprise”), Animation (“Lissi und der wilde Kaiser”) und Kinderfilm (“Wickie und die starken Männer”) versucht. Sein erstes ernstes Projekt ist bereits in Planung: Die Neuverfilmung der Flucht zweier DDR-Familien im Heißluftballon über die deutsch-deutsche Grenze. Ein schwerer Stoff, aber laut Herbig “unfassbar spannend bis zur letzten Sekunde”. Herbig glaubt, dass Netflix und Co. auch das hiesige Filmgeschäft revolutionieren werden: “Die Streamingdienste sind ganz allgemein für Filmemacher extrem interessant”, so Herbig. “Und sie beflügeln auch das Fernsehen und das Kino. Ich finde diese Entwicklung sehr spannend und inspirierend” – selbst in einem Land wie Deutschland, in dem “viele Produzenten gar nicht davon ausgehen, dass sie mit ihren Filmen auch Geld verdienen. Einige meiden sogar das Unterhaltungskino”, so Herbig.

Aug 10

Deutscher Bundestag, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Deutscher Bundestag, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Bundestag hat jahrelang für mehr als 100 Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsarbeit und beim Besucherdienst keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt und sie damit quasi als Scheinselbständige beschäftigt. Die Bundestagsverwaltung musste deshalb bislang fast 3,5 Millionen Euro an Sozialbeiträgen an die Deutsche Rentenversicherung (DRV) nachzahlen. Diese Summe nannte ein Bundestagssprecher auf Anfrage der “Süddeutschen Zeitung” (Freitagsausgabe).

In einem Musterfall hat jetzt das Landessozialgericht Berlin-Brandenburg der DRV Recht gegeben: Der Bundestag hätte demnach eine Honorarkraft als Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig anstellen müssen. Der Mitarbeiter des Bundestags habe “kein Unternehmerrisiko” getragen und kein “eigenes Kapital oder eigene Arbeitsmittel” eingesetzt. “Gegenstand, Ort und Zeit der Tätigkeit” seien einseitig durch die Bundestagsverwaltung vorgegeben. Insofern spreche “mehr für eine abhängige Beschäftigung als eine selbständige Tätigkeit”, heißt es in dem Urteil. Eine Revision vor dem Bundesssozialgericht ließen die Richter nicht zu. Der Bundestag prüft nun, dagegen Beschwerde einzulegen. Weder Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), noch die Vizepräsidentinnen Ulla Schmidt (SPD) und Petra Pau (Linke) wollten sich deshalb zu dem Fall äußern. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Katja Keul, sprach sich dafür aus, die betroffenen Mitarbeiter schleunigst sozialversicherungspflichtig anzustellen. “Der Bundestag muss als Arbeitgeber ein Vorbild sein, wenn es darum geht, sich an die eigenen Gesetze zu halten.” Dem sei die Bundestagsverwaltung in den beanstandeten Fällen nicht gerecht geworden. “Dieses Verhalten hat dem Ansehen des Bundestags erheblich geschadet”, sagte Keul der SZ. Die Betriebsprüfer der Rentenversicherung kontrollieren, ob Arbeitgeber wie vorgeschrieben für nicht selbständige Beschäftigte Beiträge zur Kranken-, Renten-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlen. Nach den Erkenntnissen der Prüfer hätte der Bundestag sowohl die Besucherführer im Reichstagsgebäude genauso wie Besucherbetreuer und mobile Arbeitskräfte, die etwa bei Messen und Wanderausstellungen über die Arbeit des Parlaments informieren, nicht als Freiberufler sondern als Angestellte beschäftigen müssen. Bislang bekannt war, dass der Bundestag deshalb für die Jahre 2006 bis 2010 knapp 2,5 Millionen Euro an Sozialbeiträgen nachzahlen musste. Eine weitere Million wurde nach Angaben des Bundestags für etwa 60 Mitarbeiter in der mobilen Öffentlichkeitsarbeit für den Zeitraum 2010 bis 2013 fällig. Diesen Bescheid bekam der Bundestag nach eigenen Angaben Anfang 2017.

Aug 10

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts der Spannungen zwischen den USA und Nordkorea hat der DAX am Donnerstag deutlich nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.014,30 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,15 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Wie schon am Vortag gehörten Finanztitel zu den größten Verlierern, Deutsche Bank und Münchener Rück waren am Ende der Kursliste zu finden.

Die größten Abschläge gab es allerdings bis kurz vor Handelsschluss bei der Aktie von Henkel. Der Konsumgüterkonzern hatte am Morgen seine Quartalszahlen vorgelegt und dank Zukäufen und guter Geschäfte mit Klebstoffen seinen Umsatz um knapp zehn Prozent auf 5,1 Milliarden Euro verbessert. Aus eigener Kraft wuchs Henkel aber lediglich um 2,2 Prozent. Anleger reagierten enttäuscht. Ganz anders war die Reaktion auf die ebenfalls veröffentlichten Quartalszahlen von ThyssenKrupp. Der Konzern hat sich durch gute Geschäfte mit Komponenten und Aufzügen und aufgrund höherer Stahlpreise weiter erholt. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte um 41 Prozent auf 620 Millionen Euro zu – stärker als von vielen Anlegern erwartet. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagnachmittag fast unverändert. Ein Euro kostete 1,1754 US-Dollar (-0,05 Prozent). Der Goldpreis konnte weiterhin deutlich von der Nordkorea-Krise profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 1.286,02 US-Dollar gezahlt (+0,69 Prozent). Das entspricht einem Preis von 35,18 Euro pro Gramm.

Aug 10

Berliner Funkturm und Fernsehturm, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Berliner Funkturm und Fernsehturm, über dts Nachrichtenagentur

Karlsruhe (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen der Entführung des Vietnamesen Xuan Thanh Trinh und seiner Begleiterin von der Staatsanwaltschaft Berlin übernommen. Das teilte der Generalbundesanwalt am Donnerstag mit. Nach den bisherigen Erkenntnissen seien die beiden Personen am 23. Juli in Berlin auf offener Straße in einen Transporter gezerrt, in die vietnamesische Botschaft in Berlin und von dort aus nach Vietnam verbracht worden.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt nach eigenen Angaben nun wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit und der Freiheitsberaubung. Trinh wird in seinem Herkunftsland vorgeworfen, als Geschäftsführer eines Staatsunternehmens einen Geldbetrag in dreistelliger Millionenhöhe unterschlagen und sich anschließend ins Ausland abgesetzt zu haben. Den deutschen Behörden wurde von der Sozialistischen Republik Vietnam ein Auslieferungsersuchen übermittelt, über das noch nicht entschieden worden war. Von vietnamesischer Seite soll ein erhebliches Interesse an der Auslieferung von Trinh bestanden haben, so der Generalbundesanwalt. Das Auslieferungsersuchen sei inzwischen zurückgenommen worden. Der mutmaßlich aus Berlin Entführte trat bereits wieder im vietnamesischen Staatsfernsehen VTV auf. Dort verlas er eine Erklärung, in der er davon sprach, dass er freiwillig nach Vietnam gereist sei und nicht entführt wurde. “Ich bin zurück, um der Wahrheit ins Auge zu sehen. Und ich will hohe Führer treffen, um mich zu entschuldigen”, sagte er.

Aug 10

Eier, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Eier, über dts Nachrichtenagentur

Amsterdam (dts Nachrichtenagentur) – Im Fipronil-Skandal sind am Donnerstag zwei verdächtige Männer von niederländischen Ermittlern festgenommen worden. Das teilte die niederländische Staatsanwaltschaft mit. Es handele sich um zwei Manager des Unternehmens, welches das Pflanzenschutzmittel verbotenerweise im Zusammenhang mit Geflügel verwendet haben soll.

Es seien insgesamt acht Standorte in den Niederlanden, aber in Zusammenarbeit mit belgischen Behörden auch in Belgien durchsucht worden. Auch die Privathäuser der Verdächtigen in den Gemeinden Barneveld und Zaltbommel seien durchsucht worden. Die Ermittler vermuten, dass Fipronil in Ställen verwendet wurde, um Milbenbefall zu bekämpfen. Daraufhin wurde seit Juni in Hühnereiern, Hühnerfleisch und Hühnerkot aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland Fipronil nachgewiesen, obwohl die Verwendung des Insektizids bei Tieren, die der Lebensmittelerzeugung dienen, verboten ist.

Aug 10

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Der Spitzenkandidat der CDU und Landesvorsitzende in Niedersachsen, Bernd Althusmann, hat den Umstand verteidigt, dass sich auch die CDU-FDP-geführte Landesregierung mit Volkswagen kommunikativ abgestimmt hat. “Es möge der Hinweis gestattet sein, dass dies in relativ rosigen Zeiten unspektakulär ist, da es sich um übliche rechtliche oder technische Abstimmungen handelte”, sagte Althusmann dem “Handelsblatt”. Dies sei “ein völlig normaler Vorgang”.

Zu der Amtszeit von David McAllister sei die Geschäftsentwicklung des Unternehmens, an dem Volkswagen 20 Prozent der stimmberechtigten Anteile hält, positiv gewesen. “In einer existenziellen Krise jedoch muss zur Aufklärung erheblichster Vorwürfe gegen VW-Vorstände die notwendige Distanz zwischen Aufsichtsrat und Vorstand gewahrt werden”, sagte Althusmann mit Blick auf die amtierende rot-grüne Landesregierung. “Die zwingend notwendige Kontrolldistanz war in der Krise offenbar nicht mehr gegeben, stattdessen wurde der Kontrolleur zum Kontrollierten.” Als Ministerpräsident würde er sich “alle Vorgänge rund um den Dieselskandal in voller Unabhängigkeit und Neutralität als Vertreter des Landes und seiner Bürger vorlegen lassen”, so Althusmann. “Nur mit dem konsequenten Willen zur Aufklärung und voll umfänglicher Transparenz kann der jetzt dringende Kulturwandel zügig eingeleitet werden.”

Aug 10

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – In Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der Schüler deutlich gestiegen, die bereits nach der Erprobungsstufe das Gymnasium verlassen. Das berichtet die “Rheinische Post” (Donnerstag) unter Berufung auf Zahlen des Schulministeriums. 2016 wechselten demnach 2.773 Jungen und Mädchen nach Klasse 6 an eine andere Schulform.

Das waren 27 Prozent mehr als im Jahr 2011 (2.186 Schüler). Mehr als zwei Drittel der Schulformwechsler nach der Erprobungsstufe besuchten danach eine Realschule, berichtete die Zeitung weiter unter Berufung auf Daten des Landesbetriebs IT NRW. “Wir werden darüber reden müssen, ob am Gymnasium manche Kinder überfordert sind”, sagte NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) der Zeitung. Das habe auch mit “mangelnder gesellschaftlicher Anerkennung für andere Abschlüsse als das Abitur” zu tun. Gebauer fügte hinzu: “Wir müssen weg vom Akademisierungswahn.” Es gehe nun darum, Eltern besser bei der Wahl der weiterführenden Schule zu beraten.