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Jul 18

Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben am Dienstag uneinheitlich geschlossen. Der Dow wurde zum Handelsende in New York mit 21.574,73 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,25 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.455 Punkten leicht im Plus gewesen (+0,03 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt hingegen mit rund 5.875 Punkten um deutliche 0,63 Prozent kräftiger als am Vortag.

Als Grund für den durchwachsenen Börsenhandel wurde unter anderem genannt, dass US-Präsident Trump überraschend mit seiner Gesundheitsreform im Senat am Widerstand aus den eigenen Reihen gescheitert war. Dies weckt Zweifel, ob Trump seine versprochenen Infrastruktur-Programme und Steuererleichterungen noch durchsetzen kann. Die europäische Gemeinschaftswährung setzte unterdessen am Dienstagabend ihren Höhenflug fort. Ein Euro kostete 1,1554 US-Dollar (+0,65 Prozent). Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 1.242,25 US-Dollar gezahlt (+0,64 Prozent). Das entspricht einem Preis von 34,57 Euro pro Gramm.

Jul 18

Banken-Hochhäuser, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Banken-Hochhäuser, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Drohende Rückzahlungsforderungen im Falle von dubiosen “Cum-Cum”-Aktiengeschäften alarmieren die Finanzaufsicht Bafin. Nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” (Mittwochsausgabe) hat die Behörde am Dienstag an alle rund 1.800 deutschen Banken und Sparkassen Fragebögen zum Thema “Cum-Cum” verschickt, welche die Institute spätestens bis Ende Oktober beantworten müssen. Für die Aufseher stehen weniger steuerliche Fragen im Vordergrund als vielmehr die Finanzstabilität.

Die Bafin will wissen, mit welchen Rückzahlungen die Banken rechnen, ob ihre Stabilität dadurch gefährdet sein könnte und was sie in diesem Fall zu tun gedenken. Die Aufseher fürchten offenbar, dass tatsächlich einige kleine Banken in Schwierigkeiten geraten könnten, sollten sie mit hohen Nachzahlungen konfrontiert werden. Die betroffenen größeren Geldhäuser hingegen dürften die Rückzahlungen ohne Weiteres leisten können. Insgesamt müssen die Institute wohl mindestens eine Milliarde Euro an den Fiskus nachzahlen. Beteiligt waren nicht nur Privatbanken, sondern wohl auch Volksbanken sowie Landesbanken und Sparkassen. Auslöser der Umfrage ist ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums von dieser Woche zur Aufarbeitung der “Cum-Cum”-Geschäfte. Zwar wurde dieses Steuerschlupfloch Anfang 2016 geschlossen. Die Finanzämter hatten bislang jedoch keine Anleitung, wie sie mit Transaktionen vor 2016 umgehen sollen. Bund und Länder konnten sich zunächst nicht darauf einigen, wann diese Geschäfte wirklich missbräuchlich sind. Ähnlich wie bei “Cum-Ex” werden bei “Cum-Cum” Wertpapiere rund um den Dividendenstichtag gehandelt. Durch solche Transaktionen können Investoren aus dem Ausland Steuern auf Dividenden vermeiden, die sie in der Regel zahlen müssen. Dabei verleihen sie ihre Aktien über den Ausschüttungstermin hinweg für einige Tage an deutsche Banken. Diese können sich die Steuer im Gegensatz zu den ausländischen Investoren zurückholen. Nach Abschluss teilen sich das deutsche Geldhaus und der ausländische Aktionär die erstattete Steuer.

Jul 18

Ryanair, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Ryanair, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat den Berliner Senat aufgefordert, mit Planungen für einen weiteren Flughafen zu beginnen – neben dem BER/Schönefeld und dem Flughafen Tegel. Sein Unternehmen gehe davon aus, dass das Passagieraufkommen in Berlin bis zum Jahr 2050 auf mehr als 90 Millionen Reisende steigen werde, sagte Ryanair-Manager Kenny Jacobs dem “Tagesspiegel” am Dienstag. 2016 wurden in Tegel und Schönefeld 33 Millionen abgefertigt.

“Der Senat soll sich lieber Gedanken über den Bau eines dritten Flughafens machen”, regte Jacobs an. Nach bisheriger Planung soll Tegel automatisch geschlossen werden, kurz nachdem der neue Flughafen BER eines Tages eröffnet ist und den Betrieb aufgenommen hat. Wann das ist, ist aber nicht absehbar.

Jul 18

Mercedes-Stern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mercedes-Stern, über dts Nachrichtenagentur

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Der Autobauer Daimler will drei Millionen Diesel-Autos umrüsten. Der Vorstand habe einen entsprechenden Beschluss gefasst, teilte der Konzern am Dienstag mit. Damit solle das Vertrauen in die Antriebstechnologie gestärkt werden, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche.

“Wir sind davon überzeugt, dass der Diesel nicht zuletzt wegen seiner niedrigen CO2-Emissionen auch künftig ein fester Bestandteil im Antriebsmix sein wird”, hieß es. Die Maßnahmen für nahezu alle EU5- und EU6-Fahrzeuge in Europa würden “in enger Zusammenarbeit mit den deutschen Zulassungsbehörden durchgeführt”, so Daimler weiter. Das Unternehmen investiert dafür nach eigenen Angaben einen Betrag von rund 220 Millionen Euro, für die Autoinhaber entstünden keine Kosten. Mit der Umsetzung werde in den nächsten Wochen begonnen. Daimler war zuletzt verstärkt in den Fokus von Ermittlungen geraten. So wird dem Unternehmen ähnlich wie bei Volkswagen vorgeworfen, mit einer mutmaßlich illegalen Abgassoftware manipuliert zu haben.

Jul 18

CDU auf Stimmzettel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: CDU auf Stimmzettel, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Union liegt in der aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach bei knapp 40 Prozent. Bei der “Sonntagsfrage” gaben 39,5 Prozent an, sie würden CDU/CSU wählen, die SPD käme auf 25 Prozent. Die FDP und Die Linke erreichen jeweils 9 Prozent.

Jeweils 7 Prozent entfallen derzeit auf Die Grünen und die AfD. In der ersten Junihälfte kamen Union und FDP noch zusammen auf 50,5 Prozent, jetzt sind es nur noch 48,5 Prozent. Allensbach hatte im Auftrag der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Mittwochausgabe) zwischen dem 1. und 12. Juli insgesamt 1.403 Personen befragt. Nach Angaben des Instituts ist die Umfrage “repräsentativ”.

Jul 18

Helmut Kohl, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Helmut Kohl, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine Mehrheit von 66 Prozent der Deutschen zählt Helmut Kohl zu den “ganz großen Männern des 20. Jahrhunderts”. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach, die in der Mittwochausgabe der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (F.A.Z) erscheint. Bei der Frage zu den bedeutendsten Kanzlern der Bundesrepublik nannten – Mehrfachnennungen waren möglich – 60 Prozent Konrad Adenauer, 57 Prozent Kohl und 46 Prozent Willy Brandt.

Sowohl im Westen als auch im Osten Deutschland sagten jeweils 57 Prozent, Kohl sei einer der bedeutendsten Kanzler. Abgesehen von der deutschen Einheit halten sich positive und negative Einschätzungen Kohls die Waage, berichtet die F.A.Z. 50 Prozent der Befragten halten jedoch die deutsche Einheit für eine große Leistung, 28 Prozent gaben andererseits an, jede Regierung hätte sie schaffen könne. Bei den Anhängern aller Parteien überwiegen die positiven Aspekte Kohls über die negativen. Selbst bei den Anhängern der Grünen sagen 63 Prozent, die positiven Aspekte würden überwiegen. Noch höher war die Zustimmung bei den Anhängern aller anderen Parteien. Mehr als alle anderen Politiker gilt Helmut Kohl den Befragten als “typisch deutsch”. Mit 70 Prozent steht Kohl an erster Stelle einer Liste von 16 gegenwärtigen und früheren Politikern, gefolgt von Konrad Adenauer (67 Prozent), Helmut Schmidt (63 Prozent) und Angela Merkel (62 Prozent). Allensbach hatte zwischen dem 1. und 12. Juli insgesamt 1.403 Personen befragt. Nach Angaben des Instituts ist die Umfrage “repräsentativ”.

Jul 18

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Am Dienstag hat der DAX kräftig nachgelassen. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 12.430,39 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 1,25 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Bankentitel wie Deutsche Bank und Commerzbank gehörten zu den größten Kursverlierern, mit einem moderaten Minus war Vonovia kurz vor Handelsschluss an der Spitze der Kursliste.

Aus den USA kamen keine klaren Vorgaben. Der Dow war am Nachmittag deutscher Zeit im Minus, die Nasdaq im Plus. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Dienstagnachmittag stärker. Ein Euro kostete 1,1570 US-Dollar (+0,80 Prozent). Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 1.241,77 US-Dollar gezahlt (+0,60 Prozent). Das entspricht einem Preis von 34,51 Euro pro Gramm.

Jul 18

Smartphone-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Smartphone-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – 71 Prozent der Berufstätigen sind im diesjährigen Sommerurlaub beruflich erreichbar und damit vier Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus einer Umfrage von Bitkom Research hervor. Mit 37 Prozent bei den 14- bis 29-Jährigen sind überdurchschnittliche viele junge Berufstätige im Urlaub nicht erreichbar.

In der Gruppe der Über-30-Jährigen ist es nur jeder Vierte, so das Ergebnis der Umfrage. 59 Prozent lesen im Urlaub berufliche Kurznachrichten über Dienste wie iMessage und WhatsApp, 58 Prozent sind telefonisch erreichbar, 38 Prozent lesen geschäftliche E-Mails. Laut Umfrage sind es mit einem Anteil von 61 Prozent vor allem die Kollegen, die sich während des Urlaubs melden. In 23 Prozent der Fälle nahm der Chef Kontakt auf. Kunden meldeten sich nur bei 13 Prozent der Berufstätigen. Jeder Vierte (24 Prozent) blieb trotz erklärter Erreichbarkeit im Urlaub ungestört. Für die Umfrage wurden 1.013 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt, darunter 532 Berufstätige, von denen 346 im Sommer Urlaub haben. Nach Angaben von Bitkom soll die Auswahl der Befragten “repräsentativ” sein. Die Fragen lauteten: “Sind Sie im Sommerurlaub in diesem Jahr beruflich per E-Mail, telefonisch oder per Kurznachricht erreichbar?”, “Waren Sie im vergangenen Jahr im Sommerurlaub beruflich per E-Mail, telefonisch oder per Kurznachricht erreichbar?” und “Wurden Sie damals von Ihrem Vorgesetzten, von Kollegen oder von Kunden kontaktiert?”

Jul 18

Polizist beim NSU-Prozess vor dem Strafjustizzentrum München, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizist beim NSU-Prozess vor dem Strafjustizzentrum München, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Nach mehr als vier Jahren und über 370 Verhandlungstagen sollen ab Mittwoch die Plädoyers in Münchener NSU-Prozess gehalten werden. Das teilte das Oberlandesgericht München am Dienstag mit. Das Plädoyer der Bundesanwaltschaft soll schätzungsweise 22 Stunden dauern.

Danach sollen erst die Nebenkläger das Wort erhalten und zum Schluss die Verteidiger. Das wird aber mit hoher Wahrscheinlichkeit erst nach der Sommerpause passieren. Der Prozess war am 6. Mai 2013 in München vor dem 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts München gestartet. Angeklagt sind Beate Z. sowie vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer. Z. muss sich unter anderem wegen Mittäterschaft in zehn Mordfällen, besonders schwerer Brandstiftung und Gründung und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verantworten.

Jul 18

Katarina Barley, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Katarina Barley, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) ist zuversichtlich, dass ihre Partei wieder aus dem Umfragetief kommt. Drei Monate vor der Wahl seien Umfragen nicht das Papier wert, auf dem sie stehen, sagte Barley am Dienstag im RBB-“Inforadio”. Auf die lange Sicht komme bei den Wählern gut an, wenn eine Partei einen Plan habe.

“Ich erwarte nicht, dass jetzt von heute auf morgen die Umfragen in die Höhe springen. Aber die CDU verweigert bisher den Wahlkampf komplett, sie bietet überhaupt keine Inhalte an. Ich glaube, dass das am Ende die Wählerinnen und Wähler nicht goutieren werden.” Außerdem sei es wichtig, dass die SPD ihre Wahlversprechen halte. “Wir haben den Mindestlohn, die Rente mit 63, das Elterngeld Plus, eine Bafög-Reform und eine Pflege-Reform versprochen – und haben all das erreicht. Deswegen ist es für uns keine Lösung, zu sagen, warum kommt das in den Umfragen nicht durch – darauf kommt es doch nicht an.” Die Ergebnisse kämen bei den Menschen an. “Das ist das, worum es geht, und nicht Zahlen, die irgendwelche Institute erheben”, so die SPD-Politikerin.