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Jul 08

Polizei bei Anti-G20-Protest in Hamburg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizei bei Anti-G20-Protest in Hamburg, über dts Nachrichtenagentur

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Schauspieler Til Schweiger hat sich in die Debatte um die Gewaltexzesse während des G20-Gipfels eingeschaltet und sich bei den Polizisten in Hamburg bedankt. “Unsere Demokratie braucht Polizei um die Werte der Demokratie zu beschützen”, sagte Schweiger in einer Videobotschaft, die von der Pressestelle der Hamburger Polizei selbst aufgenommen und verbreitet wurde. Seine Tochter habe in Hamburg gesehen, dass Leute die Polizisten aktiv geschubst hätten und als sie zurückgeschubst wurden dann “Bullenschweine” gerufen hätten.

Indem man Polizisten angreife, tue man gar nichts für die Welt, sondern schaffe nur Gewalt und Chaos, so der Schauspieler. Diese Botschaft komme bei den gewaltbereiten Demonstranten aber vermutlich nicht an. “Ihr checkt das sowieso nicht, weil ihr so vernagelt in der Birne seid, dass man euch sowieso nicht helfen kann”, so Schweiger.

Jul 08

Randale in Hamburg in der Nacht auf den 08.07.2017, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Randale in Hamburg in der Nacht auf den 08.07.2017, über dts Nachrichtenagentur

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Im Zuge der Proteste gegen den G20-Gipfel ist es am Samstagabend die vierte Nacht in Folge zu Ausschreitungen gekommen. Im Bereich Neuer Pferdemarkt seien Einsatzkräfte aus einer größeren Personengruppe angegriffen worden, teilte die Polizei mit. Mehrere Personen wurden festgenommen, darunter ein Randalierer, der mit einer Zwille auf Polizisten geschossen hatte.

Auch eine italienische EU-Abgeordnete wurde von Einsatzkräften in Gewahrsam genommen, später aber wieder entlassen. Weitere Details gab die Polizei dazu nicht bekannt. Zuvor hatten rund 50.000 Menschen weitestgehend friedlich unter dem Motto “G20 not welcome” protestiert. Lediglich seien auf dem geplanten Marschweg in Höhe Millerntorplatz wiedererkannte Straftäter von Einsatzkräften aus dem Aufzug geholt worden, so die Polizei. Einzelne gewaltbereite Demonstranten warfen daraufhin mit Flaschen auf Polizisten, worauf die Einsatzkräfte mit Schlagstöcken und Wasserwerfern antworteten. Vier Beamte zogen sich dabei leichte Verletzungen zu, blieben jedoch dienstfähig. Ob und wie viele Protestler verletzt wurden, war erneut unklar.

Jul 08

Recep Tayyip Erdogan, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Recep Tayyip Erdogan, über dts Nachrichtenagentur

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Die Türkei will das Pariser Klimaschutzabkommen doch nicht ratifizieren. “Solange die Versprechen, die man uns gegeben hat, nicht gehalten werden, werden wir das in unserem Parlament auch nicht ratifizieren”, sagte Staatspräsident Recep Erdogan auf der Abschlusspressekonferenz. Demnach sei ihm durch den damaligen französischen Präsidenten Hollande zugesichert worden, dass die Türkei bei der Umsetzung des Abkommens nicht in die Gruppe der Industriestaaten eingestuft werde.

Auch andere Staaten, so Erdogan, stünden nicht mehr voll hinter dem Abkommen. “Insofern geht nach diesem Schritt von Amerika unser Standpunkt im Moment in die Richtung, dass es vom Parlament nicht ratifiziert wird.”

Jul 08

G20-Gipfel in Hamburg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: G20-Gipfel in Hamburg, über dts Nachrichtenagentur

Berlin/Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Für den deutschen und europäischen Mittelstandspräsidenten Mario Ohoven war der G20-Gipfel von Hamburg eine vergebene Gelegenheit. “Hamburg war der Gipfel der vertanen Chancen. Die Bilanz des G20 Treffens fällt enttäuschend aus: Ob Freihandel, Russland-Sanktionen, Migration, Klimaschutz oder Finanzmarkt-Regulierung, auf keinem der für den Wirtschaftsstandort Deutschland wichtigen Felder gab es konkrete Ergebnisse”, so Ohoven am Samstag.

Es sei “erschreckend”, wie wenige Gemeinsamkeiten sichtbar geworden wären. “Aus diesem Grund ist es höchste Zeit, dass künftig der Mittelstand in die Vorbereitung weltweiter wirtschaftspolitischer Treffen eingebunden wird”, forderte Ohoven. Klein- und Mittelbetriebe bildeten das Rückgrat der Wirtschaft, nicht nur in Deutschland. “Dies muss die Politik berücksichtigen. Ohne Beteiligung des Mittelstands ist das Scheitern von Treffen dieser Art programmiert.”

Jul 08

Lotto-Spieler, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Lotto-Spieler, über dts Nachrichtenagentur

Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Samstags-Ausspielung von “6 aus 49″ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 2, 3, 17, 23, 27, 40, die Superzahl ist die 2. Der Gewinnzahlenblock im “Spiel77″ lautet 3245478. Im Spiel “Super 6″ wurde der Zahlenblock 025159 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. Nach unterschiedlichen Statistiken spielen rund 10-20 Millionen Deutsche jede Woche Lotto. Innerhalb eines Jahres beteiligen sich rund 25 Millionen Deutsche mindestens einmal an dem Gewinnspiel.

Jul 08

G20-Gipfel beendet

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G20-Gipfel in Hamburg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: G20-Gipfel in Hamburg, über dts Nachrichtenagentur

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Der G20-Gipfel in Hamburg ist beendet. US-Präsident Donald Trump reiste als einer der ersten ab, er verzichtete zudem auf eine Abschlusspressekonferenz. Die Staats- und Regierungschefs der zwanzig größten Industrie- und Entwicklungsländer hatten bis zuletzt um Fortschritte gerungen.

Während bei den Thematiken Handel und internationaler Terrorismus Durchbrüche erzielt werden konnten, wurde bei Klimaschutz keine Einigkeit erreicht: Die abweichende Haltung der USA zum Klimawandel findet sich auch im Abschlussdokument der G20 wieder, ein Novum. Dagegen betonten die übrigen 19 Nationen ihre Einigkeit: “Das Übereinkommen von Paris ist unumkehrbar”, hieß es dazu im Abschlussdokument. Der französische Präsident Macron lud zu einem Sondergipfel für Klimafragen noch in diesem Jahr in sein Land ein. Am Rande des Gipfels hatte zudem bei einem Treffen zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Putin ein Waffenstillstand für Teile Syriens erreicht werden können. Zudem vereinbarten die G20 Maßnahmen gegen Menschenhändler, um so Flüchtlingsströme einzudämmen. Begleitet wurde das Gipfeltreffen von massiven Protesten, die immer wieder auch gewaltsam eskalierten: Vor allem in der Nacht auf Samstag lieferten sich Linksextreme Straßenschlachten mit der Polizei. Dabei kam es zu Plünderungen und Verwüstungen im Schanzenviertel. Erst nach Stunden konnten Spezialeinheiten der Polizei die Eskalation der Gewalt beenden. Dutzende Beamte wurden verletzt, viele Personen wurden festgenommen. Auch für die Nacht auf Sonntag rechnet die Hamburger Polizei trotz eines Großaufgebots mit neuen Ausschreitungen.

Jul 08

Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir, über dts Nachrichtenagentur

Berlin/Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Die Spitzenkandidaten der Grünen, Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir, haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) Versagen beim G20-Gipfel vorgeworfen. “Kanzlerin Merkel hat es nicht geschafft, den G20-Gipfel zum Erfolg zu führen”, so beide in einer Pressemitteilung. Das Abschlusspapier sei nicht Ausdruck neuer globaler Ambitionen, sondern verfestige die Spaltung, die sich spätestens durch Trumps Alleingänge angedeutet habe.

“Für das Weltklima ist der Gipfel ein Rückschritt”, so Özdemir und Göring-Eckardt weiter. Es sei Merkel und den anderen Gipfelteilnehmern nicht gelungen, Trump beim Klimaschutz Zugeständnisse abzutrotzen. Merkels “Sonntagsreden” beim Umweltschutz hätten sich nun gerächt: “Man kann nicht andere zum Klimaschutz auffordern, wenn man selber untätig bleibt”, schrieb das grüne Spitzenduo weiter. Beide verurteilten die Eskalation der Proteste gegen den Gipfel: “Die gewalttätigen Ausschreitungen in Hamburg verurteilen wir auf das Schärfste. Diese Gewaltexzesse sind keine Protestform. Brutale und sinnlose Zerstörung ist schlicht kriminell, gemeingefährlich und verantwortungslos und muss als solche konsequent strafrechtlich verfolgt werden.”

Jul 08

Abgebrannte Mülltonne bei Anti-G20-Protest in Hamburg , über dts Nachrichtenagentur
Foto: Abgebrannte Mülltonne bei Anti-G20-Protest in Hamburg , über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach den Krawallen am Rande des G20-Gipfeltreffens in Hamburg fordert die CDU ein hartes Vorgehen gegen die Gewalttäter und verteidigt die Polizei gegen Vorwürfe. “Niemand hat das Recht, für die Durchsetzung seiner politischen Ziele Gewalt anzuwenden und schon gar nicht marodierend durch eine Stadt zu ziehen”, sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) dem “Tagesspiegel” (Sonntagausgabe). Alle Demokraten müssten nun zusammenstehen, um die “unerträglichen Gewaltexzesse auf das Schärfste zu verurteilen”.

Der CDU-Politiker kritisierte insbesondere das Verhalten von Grünen und Linkspartei. Deren Kritik an der Polizei könne er “nur schäbig” nennen. Wer in Hamburg Menschen und Eigentum angegriffen habe und den Staat handlungsunfähig machen wollte, müssen “ohne Wenn und Aber verurteilt werden”, sagte Kauder. Wer massive Rechtsbrüche, wie sie in Hamburg zu beobachten waren, relativiere, untergrabe den Rechtsstaat. Die Polizei verteidigte Kauder. Sie könne nicht tatenlos zusehen, wenn Autos angezündet und Scheiben eingeschlagen werden.

Jul 08

Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – Der Deutsche Wetterdienst hat vor schweren Gewittern im Süden des Landes gewarnt. Betroffen seien vor allem Bayern und Baden-Württemberg, teilte der Wetterdienst am Samstag mit. Durch das Unwetter könnte es zu Überflutungen von Kellern und Straßen sowie zu Schäden an Gebäuden, Autos und landwirtschaftlichen Kulturen durch Hagelschlag kommen.

Örtlich seien Blitzschäden möglich. Die Warnung gilt zunächst bis zum Abend. Eine Verlängerung der Warnungen und eine Ausdehnung auf weitere Gebiete sind möglich.

Jul 08

Polizei bei Anti-G20-Protest in Hamburg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizei bei Anti-G20-Protest in Hamburg, über dts Nachrichtenagentur

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat Teilen der CDU vorgeworfen, die Ausschreitungen beim G20-Gipfel im Bundestagswahlkampf zu instrumentalisieren. Er wundere sich über Wortmeldungen aus Reihen der Union, “die jetzt den Hamburger Senat verantwortlich machen”, sagte Pistorius, der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz beim Thema Innere Sicherheit berät, der “Welt am Sonntag”. Dies sei “kleinkarierter parteipolitischer Streit – sehr durchschaubar ein paar Wochen vor der Bundestagswahl”, so Pistorius.

Stattdessen forderte der SPD-Politiker: “Jetzt müssen alle demokratischen Parteien für diesen Rechtsstaat eintreten und sich vor unsere Polizei stellen.” Zuvor hatte beispielsweise die CDU-Opposition in der Hamburger Bürgerschaft SPD-Bürgermeister Olaf Scholz vorgeworfen, bei der Einschätzung der Sicherheitslage versagt zu haben. Pistorius verurteilte die gewalttätigen Proteste scharf: “Hier geht es einigen tausend Gewalttätern und Brandstiftern um pure Anarchie, bodenlosen Hass und grenzenlose Gewalt nicht nur gegen die Polizei, sondern gegen alles und jeden”, sagte er. Pistorius unterstützte Forderungen nach einem Fonds der Bundesregierung für jene, “die unverschuldet zu Opfern des Hamburger Mobs geworden sind”. Hier dürfe sich der Staat “nicht zieren, schnell und unkompliziert zu helfen”.