preload
Mai 07

Schiedsrichter mit Freistoßspray, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Schiedsrichter mit Freistoßspray, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der DFL-Schiedsrichtermanager Hellmut Krug ist der Meinung, dass eine Vielzahl von Fehlentscheidungen in der Fußball-Bundesliga hätte verhindert werden können, wenn der Videobeweis eingeführt worden wäre. “Bis zum 31. Spieltag hat es 95 spielrelevante Fehlentscheidungen gegeben. 72 davon hätten mit Hilfe des Videoschiedsrichters korrigiert werden können”, sagte Krug dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Montagsausgabe).

Die Technik wurde am vergangenen Samstag in Köln offline getestet. Die Fußball-Bundesliga ist die erste Profiliga, in der das System ab der kommenden Saison flächendeckend eingeführt wird. Das hänge auch mit der Vielzahl klarer Fehlentscheidungen in der Saison 2015/16 zusammen, erklärte Krug. Seinerzeit waren die Schiedsrichter massiv unter Druck geraten. “Die Technik vermindert die Fehlerquote und verringert so auch den Druck für die Schiedsrichter.” Am 32. Spieltag wären mit Hilfe der Videoschiedsrichter mehrere Schiedsrichter-Entscheidungen korrigiert worden: Beim 1:0 von Dortmunds Marco Reus gegen Hoffenheim hatte Schiedsrichter Felix Brych eine Abseitsstellung Reus` übersehen. In der zweiten Halbzeit war Hoffenheim ein Elfmeter versagt worden, obwohl Hoffenheims Sandro Wagner von Dortmunds Sokratis im Strafraum am Trikot festgehalten wurde. “Der Fußball wird durch die Einführung der Videoassistenten gerechter”, sagte Krug. “Wir werden allerdings nicht alle Fehler korrigieren können. Stammtischdiskussionen wird es also weiter geben.” Die Videoassistenten, ausgebildete Bundesligaschiedsrichter, überprüfen mit Hilfe eines Videotechnikers und mehr als einem Dutzend Kameraeinstellungen nur Aktionen, die im direkten Zusammenhang mit einem Tor, einem Elfmeterpfiff und einer Roten Karte stehen. Auch wenn versehentlich der falsche Spieler eine Gelbe oder Rote Karte erhält, greifen die Videoassistenten, die in Kellerräumen des Cologne-Broadcasting-Centers in Köln-Deutz sitzen, ein. Der Schiedsrichter auf dem Rasen kann den Videobeobachter auch bitten, sich eine Szene am Spielfeldrand noch einmal anzuschauen. Die Technik wird auch bei der U-20-Weltmeisterschaft in Südkorea und beim FIFA-Konföderationen-Pokal in Russland getestet.

Mai 07

Ralf Stegner, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Ralf Stegner, über dts Nachrichtenagentur

Kiel (dts Nachrichtenagentur) – Der Landesvorsitzende der schleswig-holsteinischen SPD, Ralf Stegner, hat sich nach der Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl am Sonntag gegen eine Große Koalition im Kieler Landtag ausgesprochen. “Eine Große Koalition wünschen wir uns überhaupt nicht”, sagte er am Sonntag in den ARD-“Tagesthemen”. Er machte noch einmal deutlich, dass die SPD der Wahlverlierer sei.

Dennoch werde man mit allen demokratischen Parteien Gespräche führen, so Stegner. Laut Hochrechnungen von ARD und ZDF von gegen 22 Uhr kommt die CDU in Schleswig-Holstein im Mittel auf 32,6 Prozent, die SPD auf 26,8 Prozent, die Grünen auf 12,9 Prozent, die FDP auf 11,25 Prozent und die AfD auf 5,85. Die Linkspartei ist mit im Mittel 3,65 Prozent nicht im Landtag vertreten. Der von der Fünf-Prozent-Hürde befreiten SSW kommt im Mittel auf 3,45 Prozent.

Mai 07

EU-Kommission in Brüssel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: EU-Kommission in Brüssel, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat den Wahlsieg des pro-europäischen Kandidaten Emmanuel Macron bei der französischen Präsidentenwahl begrüßt. “Der Wahlsieg Macrons hat den Populisten zumindest den Wind aus den Segeln genommen”, sagte der Juncker der “Rheinischen Post” (Montagsausgabe). “Macron ist überzeugter Europäer und ein Politiker mit Visionen”, sagte Juncker weiter.

Er verfolge mit dem neuen französischen Präsidenten “gemeinsame Ziele: eine europäische Verteidigungspolitik, ein sozialeres Europa und eine Stärkung der Währungs- und Wirtschaftsunion”. Der oberste Brüsseler Beamte freut sich deshalb, “Hand in Hand mit dem künftigen Präsidenten Macron an der Verwirklichung dieser Ziele zu arbeiten und unseren europäischen Kurs gemeinsam fortzusetzen”. Macron sei der erste Politiker, den Juncker nach seiner Wahl zum Kommissionspräsidenten noch vor seinem Amtsantritt getroffen habe. Mit der Wahl des Pro-Europäers Macron seien nun auch weitere Vertiefungsschritte möglich. “Wir werden Ende Mai ein Reflexionspapier zur Zukunft der Wirtschafts- und Währungsunion vorlegen”, sagte Juncker. Darin werde von der Einführung eines euroraumweiten Schatzamts und dessen Voraussetzungen die Rede sein. Im Bericht der fünf Präsidenten der Kommission, des Europäischen Parlaments, des Europäischen Rates, der Europäischen Zentralbank und der Eurogruppe sei dieses euroraumweite Schatzamt vorgeschlagen worden. “Bevor aber ein solches Schatzamt den Rahmen dafür bieten kann, müssten eine Reihe anderer Integrationsschritte erfolgen. Wir brauchen mehr ökonomische Konvergenz und mehr Politik-Konvergenz, vor allem in der Arbeitsmarktpolitik und bei der Organisation der Sozialversicherungssysteme”, sagte Juncker. Ein EU-Finanzminister, so der EU-Kommissionspräsident, bräuchte eine gesamteuropäische Haushaltsgewalt und müsste parlamentarisch kontrolliert werden. “Es bedürfte dafür deutlicher Vertragsänderungen”, sagte Juncker.

Mai 07

Angela Merkel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Angela Merkel, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Emmanuel Macron am Abend telefonisch zu seinem Sieg bei den französischen Präsidentschaftswahlen gratuliert. Merkel habe Macrons Eintreten im Wahlkampf für eine geeinte und weltoffene Europäische Union gewürdigt, teilte der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, mit. Die Bundeskanzlerin freue sich darauf, “im Geist der traditionell engen deutsch-französischen Freundschaft vertrauensvoll mit dem neuen Präsidenten zusammenzuarbeiten”.

Nach einer aktuellen Hochrechnung kommt Macron auf rund 62,4 Prozent der Stimmen, seine Kontrahentin Marine Le Pen auf rund 37,6 Prozent, teilte das französische Innenministerium mit.

Mai 07

Frauke Petry, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frauke Petry, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – AfD-Chefin Frauke Petry hat der französischen Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen trotz deren Niederlage bei der Stichwahl gratuliert: “Marine Le Pen ist trotz massiver Anfeindungen ein beeindruckendes Wahlergebnis gelungen, zu dem ich herzlich gratulieren möchte, auch wenn es am Ende leider nicht für den Sieg gereicht hat”, sagte Petry der “Welt”. Le Pens Niederlage, so Petry weiter, sei “umso bedauerlicher”, als dass Le Pen “mit ihrem Sachverstand, klaren Thesen und einer realistischen Vision über die richtigen Antworten verfügt, Stagnation und übertriebene politische Korrektheit zu beenden”. Petry hatte Le Pen während deren Kandidatur für die französische Präsidentschaft offen unterstützt und sich mehrfach mit der Französin getroffen.

Nach Ansicht von Petry hätte Le Pen die Möglichkeit eröffnet, Frankreich “aus der Umklammerung einer moralisierenden Elite zu befreien”. Deren “peinliche Begleitmusik”, so Petry, hätten deutsche Politiker geliefert, darunter Außenminister Sigmar Gabriel (SPD). Der Außenminister “sollte sich schämen, eine französische Präsidentschaftskandidatin in der Stichwahl als `Rattenfängerin` zu beschimpfen”, sagte Petry der Zeitung.

Mai 07

Emmanuel Macron, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Emmanuel Macron, über dts Nachrichtenagentur

Paris (dts Nachrichtenagentur) – Der Sieger bei der französischen Präsidentschaftswahl, Emmanuel Macron, will als neuer Präsident die soziale Spaltung Frankreichs beenden. “Ich werde gegen die Spaltung kämpfen”, sagte Macron in einer Ansprache am Sonntagabend. Er werde alles tun, was im Bereich des Machbaren liege, um die Interessen der Bürger zu vertreten.

Er bedankte sich auch bei seiner Gegenkandidatin Marine Le Pen. Er wisse, warum viele Bürger für die “extreme Bewegung” Le Pens gestimmt hätten. Macron versprach, die “schwächsten Mitglieder der Gesellschaft” zu schützen. Le Pen hatte ihre Niederlage zuvor eingeräumt. Sie habe Macron angerufen, ihm zum Wahlsieg gratuliert und Erfolg gewünscht, sagte Le Pen in Paris. Einer aktuellen Hochrechnung des öffentlich-rechtlichen Senders “France 2″ zufolge kommt Macron in der Stichwahl auf 65,5 Prozent der Stimmen, Le Pen auf 34,5 Prozent.

Mai 07

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – In Hannover sind am Sonntag drei Blindgänger erfolgreich entschärft worden. “Die Zünder der Bomben konnten um 17:55 Uhr erfolgreich vor Ort gesprengt werden”, teilte die Stadtverwaltung am Sonntagabend mit. Eine Fünf-Zentner- und eine Zehn-Zentner-Bombe konnten ohne Probleme manuell entschärft werden.

Eine weitere Fünf-Zentner-Bombe war so stark beschädigt, dass ein Wasserschneidgerät zur Entschärfung eingesetzt werden musste. Ursprünglich war man von fünf Sprengkörpern ausgegangen. Rund 50.000 Personen mussten wegen des Bombenfunds in den Stadtteilen Vahrenwald, List und Nordstadt ihre Wohnungen verlassen. Es war nach Angaben der Stadtverwaltung die größte Kampfmittelbeseitigung in der Geschichte Hannovers. Auf Deutschland bezogen war es die zweitgrößte Evakuierung seit Ende des Zweiten Weltkriegs.

Mai 07

Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Emmanuel Macron zu seiner Wahl zum nächsten Präsidenten Frankreichs gratuliert. “Ich freue mich, dass sich die französischen Wähler mit Ihrer Wahl mehrheitlich für Weltoffenheit, ein vereinigtes Europa und die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland entschieden haben”, schreibt Steinmeier am Sonntag. “Deutschland will und braucht ein starkes Frankreich.”

Er sei zuversichtlich, dass Deutschland und Frankreich in den kommenden Jahren “eng, vertrauensvoll und erfolgreich” zusammenarbeiten werden, so Steinmeier weiter. Auch die Bundesregierung zeigte sich über die Wahl Macrons erfreut. “Ihr Sieg ist ein Sieg für ein starkes geeintes Europa + für die deutsch-französische Freundschaft”, teilte der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. “Dies ist ein guter Tag für Frankreich! Und es ist ein guter Tag für Europa und für Deutschland!”, sagte Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) kurz nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen zur Präsidenten-Stichwahl in Frankreich. Die unterlegene Front-National-Chefin Marine Le Pen räumte unterdessen ihre Niederlage ein. Sie habe Macron angerufen, ihm zum Wahlsieg gratuliert und Erfolg gewünscht, sagte Le Pen in Paris. Einer aktuellen Hochrechnung des öffentlich-rechtlichen Senders “France 2″ zufolge kommt Macron in der Stichwahl auf 65,5 Prozent der Stimmen, Le Pen auf 34,5 Prozent.

Mai 07

Peter Harry Carstensen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Peter Harry Carstensen, über dts Nachrichtenagentur

Kiel (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Ministerpräsident Schleswig-Holsteins, Peter Harry Carstensen (CDU), sieht Chancen für eine Jamaika-Koalition im Kieler Landtag. “Ich sehe inhaltlich große Schnittmengen zwischen CDU und Grünen, unter anderem in der Finanzpolitik”, sagte Carstensen den “Kieler Nachrichten” (Online-Ausgabe). Den Grund für die SPD-Niederlage bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein sieht er in “schweren Fehlern” von Ministerpräsident Torsten Albig (SPD): “Albigs Interview in der `Bunten` zu seinem Privatleben war unerhört”.

Carstensen sagte weiter, Albig sei dem direkten Duell mit Herausforderer Daniel Günther (CDU) zu oft ausgewichen und habe den SPD-Landesvorsitzenden Ralf Stegner “vorgeschickt”. Das habe dem Bürger den Eindruck vermittelt: “Wer Albig wählt, wählt Stegner.” Laut Hochrechnungen von ARD und ZDF von gegen 20 Uhr Uhr kommt die CDU in Schleswig-Holstein im Mittel auf 32,95 Prozent, die SPD auf 26,7 Prozent, die Grünen auf 12,95 Prozent, die FDP auf 11,2 Prozent und die AfD auf 5,8. Die Linkspartei ist mit im Mittel 3,5 Prozent nicht im Landtag vertreten. Der von der Fünf-Prozent-Hürde befreiten SSW kommt im Mittel auf 3,4 Prozent.

Mai 07

Sigmar Gabriel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Sigmar Gabriel, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) hat sich erfreut über die Wahl Emmanuel Macrons zum nächsten Präsidenten Frankreichs geäußert: “Dies ist ein guter Tag für Frankreich! Und es ist ein guter Tag für Europa und für Deutschland!”, sagte Gabriel kurz nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnungen zur Präsidenten-Stichwahl in Frankreich. Demnach hat Macron die Wahl klar gewonnen. “Die Franzosen haben sich für Optimismus, Reformen und Weltoffenheit entschieden – für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und gegen Abschottung, Zynismus und Hass”, so Gabriel.

Der Wahlsieg Macrons sei aber auch ein “Auftrag an uns in Deutschland”: Macron müsse Erfolg haben. “Wenn er scheitert, wird Frau Le Pen in fünf Jahren Präsidentin und das europäische Projekt ginge vor die Hunde”, so der Außenminister weiter. Man müsse Macron bei der Umsetzung von Reformen unterstützen.