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Apr 03

Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Börsen haben zum Wochenstart etwas nachgelassen. Zum Handelsschluss in New York wurde der Dow-Jones-Index mit 20.650,21 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,06 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.355 Punkten im Minus gewesen (-0,19 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 5.430 Punkten (-0,07 Prozent).

Der Nikkei-Index hatte zuletzt zugelegt und mit einem Stand von 18.983,23 Punkten geschlossen (+0,39 Prozent). Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagabend etwas stärker. Ein Euro kostete 1,0669 US-Dollar (+0,05 Prozent). Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 1.252,86 US-Dollar gezahlt (+0,30 Prozent). Das entspricht einem Preis von 37,75 Euro pro Gramm.

Apr 03

Fluss Newa bei St. Petersburg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fluss Newa bei St. Petersburg, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Explosion in einer U-Bahn in St. Petersburg mit mindestens zehn Toten und zahlreichen Verletzten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dem russischen Präsidenten Wladimir Putin kondoliert. “Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass es sich um einen feigen Anschlag gehandelt hat”, so Merkel in einem Kondolenztelegramm. “Sollte sich dies bewahrheiten, so wäre dies ein barbarischer Akt, den ich aufs Schärfste verurteile und dessen Drahtzieher ermittelt und zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Meine Gedanken sind bei den Familien der Todesopfer und bei den Verletzten, denen ich rasche Genesung wünsche.”

Am Montagnachtmittag war zwischen den Haltestellen Technologisches Institut und Sennaya-Platz ein Sprengsatz in einer U-Bahn detoniert, in der Metrostation Ploschtschad Wosstanija wurde nach Behördenangaben ein weiterer Sprengsatz entdeckt und entschärft. Medienberichten zufolge suchen die Behörden nach zwei Verdächtigen.

Apr 03

Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur

London (dts Nachrichtenagentur) – Der britisch-indische Schriftsteller Salman Rushdie lehnt einen Dialog mit den Beratern von US-Präsident Donald Trump grundsätzlich ab: “Das sind Rassisten und Heuchler, ich glaube nicht, dass wir uns mit denen treffen sollten”, sagte Rushdie der “Welt” im Rahmen eines Interviews für die europäische Zeitungsallianz LENA. Er halte es auch nicht für wichtig, die Wähler Trumps “zu verstehen oder sich mit ihnen zu versöhnen”, so Rushdie weiter. Interessant sei, dass “die jungen Leute, die zweimal Obama gewählt haben”, diesmal zu Hause geblieben seien. “Wir müssen deshalb herausfinden, wie wir diese Menschen wieder mobilisieren können”, sagte der Autor.

An die Adresse der Medien und der Intellektuellen sagte Rushdie: “Wir haben diesen irrationalen Hass gegen Hillary Clinton nicht begriffen, die Tatsache, dass viele keinen weiblichen Präsidenten wollten, und schon gar nicht Clinton.” Er habe erlebt, wie bei der “New York Times” “noch drei Stunden vor dem Wahlsieg von Trump” über Hillary als Präsidentin diskutiert worden sei. Der Titel der Morgenausgabe habe schon festgestanden: “Madame President”. Rushdie weiter: “Es ist schon ungewöhnlich, dass es so kurz vorher wirklich niemand hat kommen sehen.”

Apr 03

Seismograph bei der Aufzeichnung eines Erdbebens, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Seismograph bei der Aufzeichnung eines Erdbebens, über dts Nachrichtenagentur

Gaborone (dts Nachrichtenagentur) – In Botswana hat sich am Montag ein Erdbeben mittlerer Stärke ereignet. Geologen gaben zunächst eine Stärke von 6,8 an. Diese Werte werden oft später korrigiert.

Das Beben ereignete sich um 19:40 Uhr etwa 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Gaborone. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor. Beben dieser Stärke können regelmäßig im Umkreis von bis zu 70 Kilometern Schäden anrichten.

Apr 03

Metro St. Petersburg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Metro St. Petersburg, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich entsetzt über die Explosion in einer U-Bahn in der russischen Stadt St. Petersburg geäußert. “Unsere Gedanken sind bei den Menschen in Russland”, so Steinmeier am Montagabend. “Unser besonderes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Ich wünsche den Verletzten rasche Genesung.”

Am Nachtmittag war zwischen den Haltestellen Technologisches Institut und Sennaya-Platz ein Sprengsatz detoniert, nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Moskau wurden dabei mindestens zehn Menschen getötet und etwa 40 weitere verletzt. In der Metrostation Ploschtschad Wosstanija wurde nach Behördenangaben ein weiterer Sprengsatz entdeckt und entschärft. Alle U-Bahnstationen wurden gesperrt. Die zuständigen Behörden nahmen Ermittlungen wegen eines möglichen Terroranschlags auf, andere Hintergründe werden jedoch weiter geprüft.

Apr 03

Jens Stoltenberg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Jens Stoltenberg, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zeigt sich zuversichtlich, dass die anstehenden Brexit-Verhandlungen das Verteidigungsbündnis nicht belasten werden. “Die Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien sind eine gewaltige Herausforderung, die ich keineswegs unterschätze”, sagte er dem “Handelsblatt”. Negative Rückwirkungen auf die Nato befürchte er aber nicht.

“Der Austritt Großbritanniens aus der EU wird das Verhältnis zur Nato nicht ändern.” Die britische Premierministerin Theresa May hatte in ihrem Brief mit dem Austrittswunsch vergangene Woche angekündigt, die Handels- und Sicherheitsbeziehungen in den Brexit-Gesprächen verknüpfen zu wollen. Dies hatte in anderen EU-Staaten scharfe Kritik ausgelöst.

Apr 03

Jens Stoltenberg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Jens Stoltenberg, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat Deutschland und andere europäische Verbündete eindringlich dazu aufgerufen, im eigenen Interesse mehr in die Verteidigung zu investieren: “Es geht nicht darum, die Vereinigten Staaten zufriedenzustellen. Es geht um Europas Sicherheit”, sagte er dem “Handelsblatt”. “Europa liegt viel näher an den Krisen und Bedrohungen als die USA, näher an Russland, näher an Syrien und dem Irak.”

Die Konflikte im Nahen Osten hätten die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg ausgelöst – in Europa. Stoltenberg erhöht damit den Druck auf die Bundesregierung, die Verteidigungsausgaben von derzeit 1,2 Prozent der Wirtschaftsleistung in Richtung der Zielmarke von zwei Prozent zu erhöhen. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hatte es zuvor bei einem Treffen mit seinen Nato-Kollegen als “völlig unrealistisch” bezeichnet, dass Deutschland seinen Militärhaushalt fast verdopple. Stoltenberg erinnerte aber daran, dass dies kein Novum sei: “Deutschland und andere europäische Staaten haben während des Kalten Krieges mehr als zwei Prozent für Verteidigung ausgegeben, viele Jahre sogar drei Prozent”, sagte er. Die Allianz verhandelt derzeit auf Drängen der US-Regierung, ob jedes Land einen verbindlichen Plan vorlegen muss, wie die Vorgaben erreicht werden sollen. Laut Stoltenberg müssten solche Pläne auf jeden Bündnispartner zugeschnitten sein: “Jedes Land hat sein eigenes politisches System und seine eigenen Wege”, sagte er. Polen etwa habe bereits Gesetze erlassen, die die Regierung auf die zwei Prozent verpflichteten. Andere hätten das parteiübergreifend vereinbart oder entsprechende Pläne der Regierung vorgelegt.

Apr 03

Vater, Mutter, Kind, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Vater, Mutter, Kind, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CDU und CSU wollen nach der Bundestagswahl Familien mit Kindern massiv unterstützen: “Es ist das Ziel, die Familienförderung mit fünf Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich auszustatten”, sagte der Finanz- und Mittelstandspolitiker der Unionsfraktion im Bundestag, Hans Michelbach, dem “Handelsblatt”. Er bestätigte damit entsprechende Pläne, die in der Vorstandssitzung der CSU am Montag in München besprochen wurden. Mit dem Geld solle die Eigentumsbildung von Familien sowie deren Förderung finanziert werden, etwa über Beitragssenkungen bei Bildungseinrichtungen oder geringere Sozialversicherungsbeiträge.

Einzelne Maßnahmen hatte zuvor bereits CSU-Chef Horst Seehofer öffentlich angekündigt. Das Vorhaben wird in der CDU unterstützt, auch wenn Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nach Informationen aus Parteikreisen zunächst nur weniger zusätzliches Geld einplanen wollte, schreibt die Zeitung. “Eltern leisten einen unbezahlbaren Beitrag für die Zukunft unseres Landes”, sagte CDU-Präsidiumsmitglied Karl-Josef Laumann dem “Handelsblatt”. Er warb dafür, Familien beim Wohneigentum zu unterstützen. “Egal, ob mit einem Baukindergeld, Steueranreizen oder KfW-Krediten: Wir müssen über konkrete Hilfen nachdenken, damit Wohneigentum für möglichst viele Menschen mit mittlerem Einkommen ein erreichbares Ziel bleibt”, sagte Laumann. Zuvor hatte auch Kanzlerin Angele Merkel erklärt, Familien und Kinder würden in der kommenden Wahlperiode im Fokus der Förderung stehen. Generalsekretär Peter Tauber sagte am Montag in Berlin: “Uns ist wichtig, dass junge Familien beim Traum der eigenen vier Wände unterstützt werden.”

Apr 03

Metro St. Petersburg, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Metro St. Petersburg, über dts Nachrichtenagentur

Berlin/St. Petersburg (dts Nachrichtenagentur) – Das Auswärtige Amt mahnt Reisende in der russischen Stadt Sankt Petersburg zur Vorsicht: “In Sankt Petersburg wurden am Nachmittag des 3. April 2017 ein oder mehrere Anschläge gegen die Metro verübt”, heißt es auf der Webseite des Ministeriums. “Reisenden wird geraten, vorerst in ihren Unterkünften zu verbleiben und die Lageentwicklung über die Medien und diese Reise- und Sicherheitshinweise zu verfolgen. Den Anweisungen der Sicherheitskräfte ist unbedingt Folge zu leisten.”

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel äußerte sich bestürzt über die Meldungen aus Russland. “Noch wissen wir nicht, was genau sich ereignet hat und kennen die Hintergründe nicht. Vieles aber deutet derzeit darauf hin, dass es sich um einen hinterhältigen Anschlag auf unschuldige Menschen handelt, die einfach nur ihrem Alltag nachgegangen sind”, erklärte Gabriel am Rande des Rates für Auswärtige Beziehungen in Luxemburg. “Ein solcher verbrecherischer Akt wäre durch nichts zu rechtfertigen. In diesen dunklen Stunden sind wir in Gedanken bei unseren Freunden in Russland, den Opfern und ihren Familien.” Der russische Generalstaatsanwalt sprach unterdessen offiziell von einem Terrorakt. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor erklärt, die Hintergründe des Vorfalls seien noch unklar, es würden alle Möglichkeiten in Betracht gezogen. Bei der Explosion in einer U-Bahn waren am Nachmittag mindestens neun Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Zunächst hatte es Berichte über mindestens zwei Detonationen gegeben. Der Nachrichtenagentur Interfax zufolge wurde ein weiterer, nicht detonierter Sprengsatz in der Metrostation Ploschtschad Wosstanija gefunden. Mittlerweile wurden alle U-Bahnstationen in der Stadt gesperrt. Zu den Anschlägen bekannte sich bisher niemand.

Apr 03

Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Gläubige Muslime beim Gebet in einer Moschee, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Integrationsbeauftragte der Unionsfraktion, Cemile Giousouf, lehnt das von Teilen ihrer Partei geforderte Islamgesetz als verfassungswidrig ab. “Der Staat muss alle Religionsgemeinschaften nach den gleichen Kriterien behandeln”, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. “Deshalb wäre ein Sondergesetz nur für Muslime verfassungswidrig. Wenn wir keine Auslandsfinanzierung mehr zulassen wollen, müsste das auch für die Kardinäle und Rabbiner gelten. Das wollen wir nicht.”

Auch das Signal, das von einem solchen Gesetz ausgehen würde, wäre “problematisch”, so Giousouf. “Gerade mit Blick auf die Türkei diskutieren wir derzeit über emotionale Heimatverbundenheit bei Deutsch-Türken. Mit einem solchen Gesetz signalisiert man: Ihr seid eine Sondergruppe.” Aus der CDU waren zuletzt Forderungen nach einem Islamgesetz laut geworden. Es solle etwa die Finanzierung von muslimischen Organisationen aus dem Ausland verbieten sowie Anspruch auf muslimische Seelsorger in Gefängnissen und Krankenhäusern festschreiben. Das Vorhaben stieß sowohl bei der SPD als auch bei Islamverbänden auf Ablehnung. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte am Montag, die Bundesregierung habe derzeit keine Pläne für ein Islamgesetz. Er wies auf die Bedeutung der Religionsfreiheit als “eines der zentralen Freiheitsversprechen unseres Grundgesetzes” hin.