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Aug 04

Straßenszene in Syrien, dts Nachrichtenagentur
Foto: Straßenszene in Syrien, dts Nachrichtenagentur

Damaskus (dts Nachrichtenagentur) – Milizen des Assad-Regimes sollen in einer kleinen Ortschaft südwestlich von Damaskus drei Massaker mit insgesamt mehr als 60 Opfern angerichtet haben. Bewohner der Ortschaft Dschdaidat Artus berichteten der “Süddeutschen Zeitung” und dem “ARD”-Fernsehen von mindestens 64 Opfern, die von regimetreuen Shabiha-Milizen erschossen worden seien. Vor zwei Tagen waren bereits erste Berichte über das Massaker in Dschdaidat Artus erschienen.

In dem Bericht der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London war aber die Rede von 43 getöteten jungen Männern, die von Sicherheitskräften festgenommen, gefoltert und später einzeln oder in Gruppen getötet worden seien. Vor Ort berichteten Anwohner der Zeitung und der ARD sowie einem Team von UN-Beobachtern nun von mindestens 20 weiteren Opfern bei diesem und zwei weiteren Massakern. Zudem würden mehrere Männer aus dem Ort vermisst. Die Angaben der Anwohner lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Sie stimmten im Tenor aber überein; demnach seien Assad-Milizen für die Bluttaten verantwortlich. Allerdings beschuldigen sich in Syrien das Regime und die Aufständischen regelmäßig gegenseitig, für solche Bluttaten verantwortlich zu sein. Das syrische Staatsfernsehen hatte laut dem US-Sender ABC von einer Militäroperation in Dschdaidat Artus berichtet, bei der “Dutzende Terroristen” bei der Erstürmung einer Farm getötet worden seien. Die Truppen seien an dem Bauernhof von einer großen Anzahl Kämpfer beschossen worden. Man habe viele Waffen sichergestellt. Den Berichten der Einwohner zufolge war die 20.000-Einwohner-Ortschaft am Dienstag von Elite-Einheiten der syrischen Armee mit Panzern umstellt und für drei Tage abgeriegelt worden. Es seien Razzien durchgeführt und gezielt junge Männer festgenommen worden. Für die Exekutionen machten die meisten der befragten Anwohner nicht die Armee selbst verantwortlich, sondern alawitische Shabiha-Milizionäre, die der selben Religionsgemeinschaft angehören wie Präsident Assad. Shabiha-Milizen sind fast immer an Armeeeinsätzen beteiligt. Die Opfer der Erschießungen seien Einwohner von Dschdaidat Artus gewesen, erklärten die Anwohner, und gehörten zu mehreren Familien. Sie seien keine Kämpfer der aufständischen Freien Syrischen Armee gewesen. Ein Bewohner sprach allerdings auch von einzelnen “Aktivisten” unter den Opfern. In einem Olivenhain einer Farm am Ortsrand im Gebiet al-Sirai war ein angebliches Massengrab für acht Opfer aus einer Familie namens al-Boukai zu sehen, das aber bereits zugeschüttet war. Im Nachbarhaus fanden sich mehrere Blutlachen und Einschüsse in den Wänden sowie Patronenhülsen von Sturmgewehren. An der Wand des Hauses stand “Assads Männer”, an einer anderen Hauswand in der Nähe das Graffiti: “Assad oder der Untergang Syriens”. Derartige Slogans stehen oft auf Fahrzeugen der syrischen Armee. In einem ausgebrannten Haus im selben Teil der Ortschaft waren angeblich mehrere Leichen verbrannt worden. Auch hier waren Einschüsse und Blutlachen zu sehen sowie Rückstände verbrannter Kleider. In Dschdaidat Artus zeigten zahlreiche Häuser Spuren von Beschuss. Der Asphalt der Straßen war von Panzerketten aufgerissen, ein Personenwagen war von einem Panzer überrollt worden. An der Hauswand dahinter stand: “Hier ist Assads Armee vorbei gekommen”. Alle befragten Bewohner bestritten, dass Kämpfer der aufständischen Freien Syrischen Armee überhaupt in Dschdaidat Artus gewesen seien. Es sei jedoch im Ort immer wieder zu Anti-Assad-Demonstrationen gekommen. Zumindest die umliegenden Ortschaften rund um die Kleinstadt gelten jedoch ausdrücklich als Rebellengebiet. Im Ortskern von Dschdaidat Artus waren die Wände zahlloser Gebäude mit Assad-feindlichen Parolen besprüht. Die meisten der Bewohner haben den Ort inzwischen angeblich verlassen.

Aug 04

New York (dts Nachrichtenagentur) – Mit einer Kuss-Aktion haben Schwule und Lesben in den USA gegen homosexuellen-feindliche Äußerungen eines Fast-Food-Ketten-Chefs protestiert. Innerhalb von zwei Tagen fanden sich Tausende vor den Filialen der Hähnchenbrater-Kette Chick-fil-A ein, um sich zu küssen. Die Organisatoren hatten auf Online-Netzwerken zu den Aktionen aufgerufen, etwa 15.000 Menschen sagten zu.

Der Chef der Fast-Food-Kette, Dan Cathy, hatte vor einigen Tagen in einem Interview von der “biblischen Definition der Familie” gesprochen. “Ich glaube, dass wir Gott dazu einladen, über uns zu richten, wenn wir unsere Faust ihm gegenüber schütteln und sagen `Wir wissen besser als du, was eine Ehe ausmacht`”, so Cathy. Inzwischen hat Chick-fil-A versucht, die Wogen zu glätten: “Die Kultur und Service-Tradition in unseren Restaurants ist, jeden Menschen mit Ehre, Würde und Respekt zu behandeln – ungeachtet seines Glaubens, seiner Herkunft, seiner sexuellen Orientierung oder seines Geschlechts”, erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Aug 04

Kim Kardashian, dts Nachrichtenagentur
Foto: Kim Kardashian, dts Nachrichtenagentur

Los Angeles (dts Nachrichtenagentur) – Der US-TV-Star Kim Kardashian hat ein recht spezielles Fitnessprogramm: Wie Verwandte der 31-Jährigen dem “National Enquirer” verrieten, nimmt sie durch viel Sex ab. “Wir nennen es spaßeshalber die Sex-Diät. Wenn man Sex hat, verbrennt man Kalorien und zügelt seinen Appetit. Sieben Pfund in sieben Tagen zu verlieren bedeutet, dass man ein sehr freches Mädchen war”, so die Quelle.

Kardashians aktueller Partner, US-Rapper Kanye West, dürfte dieser Diät aber nicht sehr viel abgewinnen können: “Kanye liebt ihre Kurven und sagt ihr immer wieder, dass sie nicht zu dünn werden soll. Er ermuntert sie ständig, einfach glücklich und gesund zu sein.”

Aug 04

Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – In der Nacht zum Sonntag zieht von Südwesten her Bewölkung auf und im Süden und Südwesten beginnt es gebietsweise zu regnen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 19 und 13 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Am Sonntag bleibt es vielerorts wechselhaft und es kommt besonders vom Südwesten bis zum östlichen Mittelgebirgsraum verbreitet, später auch im Norden vereinzelt zu schauerartigem Regen und teils kräftigen Gewittern.

Im Alpenvorland und am Alpenrand bleibt es noch längere Zeit trocken, bevor auch dort teils kräftige Gewitter aufziehen. Unwetterartige Entwicklungen sind möglich. Die Temperaturen steigen auf 22 bis 28 Grad, in Südostbayern und in der Lausitz bis 30 Grad. Es weht schwacher bis mäßiger, in Schauern und Gewittern stark böiger Süd- bis Südwestwind. Am Montag kommt es bei wechselnder bis starker Bewölkung zu Schauern und Gewittern, die auch kräftig sein können. Die Temperatur steigt auf 20 Grad an der Nordseeküste und bis 29 Grad im Osten. Abseits der Schauer und Gewitter weht schwacher bis mäßiger West- bis Südwestwind.

Aug 04

Hans-Peter Friedrich, Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde,  Text: dts Nachrichtenagentur
Foto: Hans-Peter Friedrich, Deutscher Bundestag / Lichtblick / Achim Melde, Text: dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) plant keinen Umzug des Bundesamts für Verfassungsschutz nach Berlin. “Ich mache die Leute jetzt nicht verrückt, ein Umzug ist nicht das Primäre”, sagte er dem “Spiegel”. Stattdessen will der Bayer bei einem Sondertreffen der Innenminister von Bund und Ländern auf mehr Kompetenzen für das Bundesamt drängen.

Denkbar wäre etwa eine ähnliche Regelung wie beim Bundeskriminalamt, nach der das Bundesamt in besonderen Situationen Fälle an sich ziehen kann, oder das zentrale Führen von V-Leuten. Friedrich vespricht für die Zukunft eine verstärkte Kontrolle des Verfassungsschutzes durch den Bundestag. “Ich will die Transparenz gegenüber dem Parlament verstärken und weitere Möglichkeiten schaffen, die Arbeit der Geheimdienste zu begleiten”, kündigte der Minister an. “Da werden wir mehr machen.” Zugleich erteilte er Fusionsplänen der Bundespolizei mit dem Bundeskriminalamt eine Absage. “Es gibt keinen Masterplan, die Bundespolizei näher an das Innenministerium zu rücken, das ist Unfug”, sagte er. “Auch eine Fusion von Bundeskriminalamt und Bundespolizei wird es nicht geben. Ich kenne niemanden, der so etwas auch nur ernsthaft erwägt.”

Aug 04

Volkswagen-Werk, dts Nachrichtenagentur
Foto: Volkswagen-Werk, dts Nachrichtenagentur

Wolfsburg (dts Nachrichtenagentur) – Nach mehr als drei Jahren sind die polizeilichen Ermittlungen im Fall der versuchten Übernahme des Autoriesen Volkswagen durch den Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche abgeschlossen. Das berichtet das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft will nach derzeitigem Stand Anklage gegen den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Ex-Finanzchef Holger Härter zumindest wegen Marktmanipulation erheben.

Die beiden ehemaligen Vorstände sollen den Finanzmarkt durch falsche Informationen oder das Verschweigen von Informationen über die Porsche-Pläne beim VW-Einstieg getäuscht haben. Die Ermittler haben den Verteidigern der Manager mitgeteilt, dass sie ihnen die letzten Akten zustellen wollen. Anschließend hätten die Anwälte, die die Vorwürfe zurückweisen, ausreichend Zeit für eine Stellungnahme. Danach will die Staatsanwaltschaft endgültig entscheiden.

Aug 04

Polizisten, dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizisten, dts Nachrichtenagentur

Dortmund (dts Nachrichtenagentur) – Im Fall der Familientragödie in Dortmund ist am Samstag die Freundin des Vaters der getöteten Kinder verhaftet worden. Die Frau stehe nach Angaben der Polizei und der Staatsanwaltschaft in Dortmund unter Mordverdacht. Außerdem ist gegen sie Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung erlassen worden.

Die 29-Jährige habe die Vorwürfe abgestritten. Am frühen Freitagmorgen waren nach einem Wohnungsbrand in Dortmund die Leichen eines vier- und eines zwölfjährigen Kindes gefunden worden. Ein zehnjähriger Junge starb später im Krankenhaus. Zu den genauen Todesursachen der Kinder machten die Ermittler bis zum Samstagnachmittag keine Angaben. Den Ergebnissen der Obduktion zufolge seien aber alle drei Kinder durch eine Gewalttat gestorben. Gegen den 41-jährigen Vater der Kinder besteht kein Tatverdacht.

Aug 04

Fußball, dts Nachrichtenagentur
Foto: Fußball, dts Nachrichtenagentur

Bochum (dts Nachrichtenagentur) – Der VfL Bochum hat Dynamo Dresden in der zweiten Samstagspartie der 2. Fußballbundesliga mit 2:1 (0:1) geschlagen. Bochum hatte ein druckvolles Spiel gezeigt, an der Spitze fehlte es zunächst allerdings an der nötigen Durchschlagskraft. Die Dresdner nutzen daraufhin eine der raren Chancen, Poté schob in der 28. Minute einen Ball von Koch locker am Bochumer Keeper vorbei ins Tor und erzielte so die 1:0-Führung.

In der zweiten Hälfte antworteten die Hausherren auf die Vorlage: Nach einer Freistoßflanke von Iashvili bugsierte Goretzka die Kugel halb mit dem Kopf und halb mit der Schulter ins Netz und holte so den 1:1-Ausgleich. Kurz vor Ende der Partie machte schließlich Freier den Sieg für die Hausherren mit dem 2:1 perfekt (85.). Zuvor hatte der TSV 1860 München mit 1:0 gegen Jahn Regensburg gesiegt. Bereits am Freitag trennten sich der FC Ingolstadt 04 und Energie Cottbus 2:2, Erzgebirge Aue und der FC St. Pauli 0:0 und Hertha BSC und der SC Paderborn 07 2:2. Am Sonntag folgen die Partien MSV Duisburg – VfR Aalen, SV Sandhausen – FSV Frankfurt und Eintracht Braunschweig – 1. FC Köln. Am Montag trifft der 1. FC Kaiserslautern schließlich auf den 1. FC Union Berlin.

Aug 04

Straßenszene in Syrien, dts Nachrichtenagentur
Foto: Straßenszene in Syrien, dts Nachrichtenagentur

Aleppo (dts Nachrichtenagentur) – In Syrien haben in der Nacht zum Samstag Rebellen das Gebäude des Staatsfernsehens in Aleppo angegriffen. Berichten der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge hatten die Aufständischen rund um das Rundfunkgebäude Sprengsätze angebracht und anschließend versucht, das Gebäude zu stürmen. Dabei seien sie jedoch von der syrischen Luftwaffe beschossen worden.

In den Staatsmedien war von “Terroristen” die Rede, die bei dem Vorfall getötet worden seien. Die Regierung bezeichnet mit dem Begriff “Terroristen” sowohl Demonstranten als auch Aufständische im Land. Auch in den restlichen Stadtteilen Aleppos sei es erneut zu heftigen Kämpfen gekommen. Zuvor war bekannt geworden, dass die syrische Führung ihren Verbündeten Russland um Wirtschafts- und Finanzhilfe gebeten hat. Der stellvertretende syrische Regierungschef Kadri Dschamil habe bei Gesprächen in Moskau insbesondere einen Mangel an Treibstoffen beklagt. Syrien wolle nun seine gesamte Rohölproduktion von rund 200.000 Barrel pro Tag an Russland verkaufen, um im Gegenzug Benzin und Diesel von Moskau zu erhalten, so Dschamil. Zudem habe die Führung um Präsident Baschar al-Assad um einen Kredit gebeten, um die syrischen Währungsreserven aufzufüllen. Eine konkrete Summe nannte der stellvertretende syrische Regierungschef allerdings nicht. Nach Informationen von Menschenrechtsaktivisten kamen bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Opposition und den Sicherheitskräften seit März 2011 bislang knapp 20.000 Menschen ums Leben. Die Flüchtlingslager in den benachbarten Ländern sind überfüllt.

Aug 04

Pjöngjang (dts Nachrichtenagentur) – Nach den heftigen Unwettern in Nordkorea ist die Zahl der Todesopfer am Samstag stark angestiegen. Berichten der nordkoreanischen Staatsmedien zufolge kamen insgesamt 169 Menschen ums Leben. 400 Menschen würden zudem vermisst, mehr als 212.000 Nordkoreaner wurden obdachlos.

Ende Juni und im Juli war es in dem Land zu heftigen Niederschlägen gekommen, die zu schweren Überschwemmungen führten. Nordkorea muss seitdem mit verunreinigtem Trinkwasser und Nahrungsmittelknappheit kämpfen. Das Welternährungsprogramm der Uno sendete Hilfslieferungen nach Nordkorea, wovon jedem betroffenen Menschen über zwei Wochen lang eine Tagesration von je 400 Gramm Mais zukommen soll.