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Jul 17

Kairo (dts Nachrichtenagentur) – Die Arabische Liga (AL) hat am Dienstag entschieden, eine unabhängige Kommission einzurichten, die den Tod des früheren Palästinenser-Präsidenten Jassir Arafat untersuchen soll. Die Kommission wird mit der palästinensischen Seite sowie mit arabischen und internationalen Gremien zusammenarbeiten, um die Hintergründe des Todes von Arafat zu enthüllen, hieß es in einer Erklärung der AL am Dienstag. Demnach drängt die AL insbesondere palästinensische Ermittler dazu, alle Informationen zur Verfügung zu stellen.

Auch Frankreich solle die Arbeit der Kommission unterstützen, hieß es in der Erklärung weiter. Arafat war im November 2004 in einem Militärkrankenhaus in Paris gestorben, nachdem er drei Wochen zuvor aus seinem Hauptquartier im Westjordanland ausgeflogen worden war. Der Nachfolger von Arafat, Mahmud Abbas, hatte eine Untersuchung zu den Umständen des Todes seines Amtsvorgängers angeordnet, nachdem der arabische Fernsehsender Al Jazeera einen Bericht ausgestrahlt hatte, in dem eine mögliche Vergiftung Arafats durch radioaktives Polonium thematisiert worden war.

Jul 17

Polizeistreife im Einsatz, dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizeistreife im Einsatz, dts Nachrichtenagentur

Seeheim-Jugenheim (dts Nachrichtenagentur) – In der hessischen Gemeinde Seeheim-Jugenheim ist am Dienstag ein 78-jähriger Mann ums Leben gekommen, nachdem er während der Fahrt mit seinem Auto einen Schlaganfall erlitten hatte. Wie die örtliche Polizei mitteilte, erlitt der Autofahrer offensichtlich einen Schlaganfall, kam zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß gegen eine dort befindliche Warnbake. Im weiteren Verlauf kam es nach Polizeiangaben zu einer seitlichen Berührung mit dem Auto einer entgegenkommenden 20-jährigen Frau, nachdem der Pkw des Mannes zurück auf die Fahrbahn gelangt war.

Das Fahrzeug des 78-Jährigen fuhr die gerade und abschüssige Fahrbahn nach der Berührung hinab und kam letztendlich ungebremst in einer am Ende der Straße gelegenen und offen stehenden Garage zum Stehen. Der Fahrer erlitt bei dem Aufprall derart schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Jul 17

Barcelona (dts Nachrichtenagentur) – Der FC Barcelona hat einen neunjährigen irischen Jungen für seine Talentschmiede verpflichtet. Zak Gilsenan aus dem Dubliner Vorort Casleknock wird bereits jetzt als Wunderkind gefeiert und von der Presse als “Irish Messi” bezeichnet. Er setzte sich in einem Ausscheidungsverfahren gegen 400 andere Kinder durch und überzeugte die Scouts der Katalanen mit sieben Treffern in einem Spiel.

Für die mögliche Karriere des Sohnes wird die Familie nun nach Spanien umziehen. Bereits in der Vergangenheit hatten die Klubverantwortlichen mit den Transfers von Kindern ein glückliches Händchen: Serien-Weltfußballer Lionel Messi war im Alter von zwölf Jahren auf die Fußballschule von Barcelona gekommen, auch Welt- und Europameister Andres Iniesta hatte im selben Alter angefangen, die Talentschmiede des FC Barcelona zu besuchen.

Jul 17

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Der geplante Stellenabbau beim Versicherer Axa Deutschland könnte größer ausfallen als bisher bekannt. “Die Marke von 328 Millionen Euro Kostenersparnis ist derzeit gesetzt”, sagte Jacques de Vaucleroy, Aufsichtsratschef der deutschen Axa, dem “Kölner Stadt-Anzeiger”. Auch die Zahl von 1.600 abzubauenden Vollzeitstellen sei im Rahmen eines Sparprogramms definiert.

Der Plan basiere jedoch auf normalen Marktbedingungen. Vor allem das aktuelle Niedrigzinsumfeld stelle ein Risiko für diese Pläne dar. “Wenn das Marktumfeld außergewöhnlich bleibt, könnten die Dinge anders liegen”, sagte de Vaucleroy. Der Maßnahmen-Katalog zur Verbesserung der Effizienz sei “noch nicht vollständig abgeschlossen”. Im vergangenen Oktober war bekannt geworden, dass Axa Deutschland im Rahmen eines weltweiten Sparprogramm des französischen Mutterkonzerns umfassende Einschnitte plant. Im März diesen Jahres hatten sich Vorstand und Betriebsräte auf Eckpunkte eines Sparprogramms geeinigt. Im Gegenzug sollten betriebsbedingte Kündigungen bei dem Versicherer mit Hauptsitz in Köln mindestens bis Ende 2015 ausgeschlossen werden. Diese Zusage steht aber unter dem Vorbehalt, dass alle Details des Sparprogramms bis Ende September vereinbart sind. Gegenüber der Zeitung bekräftigte de Vaucleroy die Absicht, einen sozialverträglichen Weg zu wählen. “Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir auf jeden Fall vermeiden”, sagte der Aufsichtsratschef. Allerdings schränkten niedrige Zinsen und damit schwache Gewinne aus den eigenen Anlagen die Möglichkeiten für die Konzernführung ein. “Früher konnten Versicherer sich darauf verlassen, dass höhere Erträge aus ihren Kapitalanlagen Spielraum schufen. Das funktioniert im Moment nicht mehr.” Für Axa Deutschland arbeiten derzeit etwa 10.800 Beschäftigte. Mit Erlösen von 10,6 Milliarden Euro gehört das Unternehmen zu den größten Versicherungen in Deutschland.

Jul 17

Blake Lively, David Shankbone, Lizenz: dts-news.de/cc-by
Foto: Blake Lively, David Shankbone, Lizenz: dts-news.de/cc-by

Los Angeles (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Schauspielerin Blake Lively kann es kaum erwarten, Mutter zu werden. Die insbesondere durch die Erfolgsserie “Gossip Girl” bekannt gewordene Schauspielerin ist zwar bereits mehrfache Tante, will aber nach eigener Aussage bald selbst Kinder in die Welt setzen: “Ich will eines Tages Mutter werden”, sagte die 24-Jährige dem “more!”-Magazin. Auch über die Qualitäten des künftigen Vaters gab die Schauspielerin, die derzeit mit ihrem Kollegen Ryan Reynolds zusammen ist, Auskunft.

“Er muss mein bester Freund sein und er muss mich zum Lachen bringen können. Ich mag Menschen mit denen es Spaß macht, zusammen zu sein”, verriet Lively im Gespräch. Als weitere Voraussetzungen nannte die Schauspielerin, dass der künftige Vater ihrer Kinder “nett, geduldig und einfühlsam” sein müsse. “Und natürlich muss er das Essen, was ich koche, lieben”, betonte die 24-Jährige.

Jul 17

Europaflagge, dts Nachrichtenagentur
Foto: Europaflagge, dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Wirtschaftsweise Claudia Buch hält die Hoffnung vieler Politiker auf eine vertiefte “politische Union” zur Lösung der Euro-Krise für unrealistisch und plädiert für eine Beibehaltung der nationalen Souveränität in Finanzfragen. “Eurobonds im Rahmen einer politischen Union, also mit gemeinsamer Kontrolle und einer Abtretung fiskalischer Kompetenzen, wären langfristig theoretisch eine Alternative”, sagte die Wirtschaftsprofessorin in einem Interview mit der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Mittwochausgabe). Dieser Weg sei aber “politisch nicht durchsetzbar”, warnte die Ökonomin, die seit März im Sachverständigenrat sitzt.

“Denn Bedingung wäre, dass alle Staaten ihre Souveränität in elementaren Fragen wie dem Budgetrecht abgeben müssten. Bestimmte Steuern und Ausgaben würden von Brüssel bestimmt”, gab Buch zu bedenken. Als realistischeren und besseren Weg sieht die Tübinger Professorin eine Rückkehr zu den Bestimmungen des Maastricht-Vertrages. Sie plädierte für die “Nicht-Beistandsklausel” (“No bailout”-Klausel) für fremde Schulden und die Beibehaltung der nationalen Souveränität in Finanzfragen. Um die Altschulden abzubauen, warb Buch für den Vorschlag eines “Schuldentilgungspaktes” des Sachverständigenrats. Dieser wäre “eine begrenzte Vergemeinschaftung der Schulden, aber mit strikten Konditionen und Auflagen zur Tilgung”. Eine Bankenunion, wie sie auf dem jüngsten Brüsseler Gipfel beschlossen wurde, sei zwar sinnvoll. Sie werde aber wohl erst in Jahren kommen.

Jul 17

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt vor einem starken Zulauf für radikale Islamisten. Die Salafisten bildeten demnach die “dynamischste Bewegung” beim Ausländerextremismus. Das geht nach Informationen der Tageszeitung “Die Welt” (Mittwochausgabe) aus dem Verfassungsschutzbericht 2011 hervor, der an diesem Mittwoch in Berlin vorgestellt wird.

Demnach beläuft sich die Zahl der Salafisten in Deutschland inzwischen auf rund 3.800. Laut Kölner Sicherheitskreisen gibt es bundesweit 225 rechtsextremistische Organisationen, sechs weniger als 2010. Die Zahl der Rechtsextremisten ging demnach von rund 25.000 auf 22.400 zurück. Bei den rechtsextremistisch motivierten Straftaten gab es hingegen einen Anstieg um drei Prozent von 16.375 auf 16.873. Im linken Spektrum waren es 8.687 Straftaten (Vorjahr: 6.898), ein Plus von knapp 26 Prozent. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) und Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm wollen den Bericht in Berlin präsentieren. Für Fromm ist es ein Abschied, da er zum Monatsende in den Ruhestand geht. Er zieht damit die Konsequenzen aus den Aktenvernichtungen im Zuge der Ermittlungen zu den zehn Morden der Zwickauer Neonazizelle NSU.

Jul 17

Frankfurt am Main (dts Nachrichtenagentur) – Der EZB-Ökonom Marcel Fratzscher soll neuer Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin werden. Diesen Vorschlag wird die Findungskommission einvernehmlich dem Kuratorium machen. Das erfuhr das “Handelsblatt” aus informierten Kreisen.

Die nächsten Schritte gelten als Formsache: Das Kuratorium wird zeitnah, vermutlich Anfang August, tagen und die Personalie formal beschließen, heißt es im Bericht der Zeitung weiter. Das DIW, welches bereits im Jahr 1925 gegründet wurde, gilt als das größte Wirtschaftsforschungsinstitut Deutschlands.

Jul 17

Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – Heute Abend bleibt es wechselnd bewölkt und es fallen einzelne Schauer, auch einzelne Gewitter sind nicht ganz ausgeschlossen. Im Süden und zur Nordseeküste hin bleibt es freundlicher und die Sonne lässt sich dort häufiger blicken, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Es ist windig mit starken bis stürmischen Böen an der Küste und auf den Bergen aus südwestlicher bis westlicher Richtung.

In der Nacht zum Mittwoch zieht von Nordwesten starke Bewölkung auf, im weiteren Verlauf fängt es auch an zu regnen. Nach Osten und Süden hin bleibt es zunächst aufgelockert und meist trocken. Die Luft kühlt sich ab auf Werte zwischen 16 Grad im Westen und 12 Grad im Osten. Am Mittwoch bleibt es vor allem in der Nordhälfte von Deutschland meist stark bewölkt und anfangs auch regnerisch. Zum Nachmittag hin lassen die Niederschläge etwas nach, mit Schauern oder auch einzelnen Gewittern muss aber dennoch gerechnet werden. Nach Süden hin bleibt es meist heiter oder wolkig und überwiegend trocken. Die Temperatur erreicht Werte zwischen 17 Grad an der Küste und 26 Grad südlich der Donau und entlang des Rheins. Der Wind weht im Süden schwach, im Norden meist mäßig und teils stark böig. Am Donnerstag bleibt es meist wechselhaft und vor allem im Norden und Nordwesten kommt es immer wieder zu teils kräftigen Schauern und Gewittern. Nach Süden hin bleibt es zunächst freundlich, erst am Nachmittag und am Abend sind auch dort und vor allem in Alpennähe Schauer und Gewitter möglich. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 17 Grad im Nordwesten und 27 Grad, wobei die höchsten Werte in Südostbayern auftreten. Der Wind ist schwach bis mäßig, im Norden zeitweise auch frisch bis stark böig aus südwestlichen Richtungen.

Jul 17

Windräder, dts Nachrichtenagentur
Foto: Windräder, dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frühere Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Werner Marnette (CDU), hat massive Zweifel an den Regierungsplänen für die Energiewende geäußert und Konsequenzen gefordert. “Damit die Energiewende mehr als die schöne Fassade eines aus machtpolitischen Gründen errichteten Potemkin‘schen Dorfes ist, bedarf es eines sofortigen Stopps. Und es darf erst dann weitergearbeitet werden, wenn alle handwerklichen Fehler behoben wurden und ein echtes energiepolitisches Konzept vorliegt, dass diese Bezeichnung auch verdient”, schreibt Marnette in einem Gastbeitrag für “Handelsblatt-Online”.

Der frühere CDU-Politiker beklagt zahlreiche “handwerkliche Fehler” bei der Energiewende. So seien wichtige Grundprinzipien des Energiemarktes “auf den Kopf gestellt” worden. “Nicht der tatsächliche Bedarf soll in Zukunft die erzeugte Strommenge bestimmen, sondern das schwankende Angebot von Wind- und Sonnenenergie. Und dies hochsubventioniert und zu nichtwettbewerbsfähigen Herstellungskosten”, kritisiert er. Dadurch würden die ohnehin zu hohen Strompreise einen weiteren kräftigen Schub bekommen und die hart erarbeiteten Erfolge im Klimaschutz zunichte gemacht. “Dies wird an der deutschen Wirtschaft, insbesondere an der Industrie, nicht mehr spurlos vorbei gehen”, warnt Marnette. “Es droht der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätzen, und die Energiewende könnte sich zum Brandbeschleuniger einer fallenden Konjunktur entwickeln.” Es drohe überdies sozialer Sprengstoff. “Die deutschen Privathaushalte werden zukünftig über 1.200 Euro jährlich alleine für die Stromrechnung zu zahlen haben. Dies ist für viele Familien mehr als ein Nettomonatseinkommen und ist damit nicht mehr verkraftbar.”