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Jul 16

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Nach Ansicht des Chefvolkswirtes der Deka Bank, Ulrich Kater, sind weiter steigende Löhne notwendig, um die gerade anziehende Binnennachfrage in Deutschland zu unterstützen. “Wir könnten durchaus noch ein bisschen stärkere Lohnerhöhungen brauchen und auch verkraften”, sagte er im Interview mit der “Mitteldeutschen Zeitung” (Dienstag-Ausgabe). Eine Stärkung der Nachfrage sei auch gut für Europa, weil sie dem Abbau von Ungleichgewichten diene.

Kater: “Wenn der Trend der letzten Lohnabschlüsse sich noch ein wenig fortsetzt, sind wir auf dem richtigen Weg.” Denn Grund der guten deutschen Konjunktur, die sich erfolgreich vom Geschehen im Euro-Raum absetzt, sieht Kater in den “Angebotsbedingungen: Angefangen von der Infrastruktur über die Ausbildung der Menschen bis hin zum institutionellen Rahmen, also der Wettbewerbsordnung und flexiblen Güter- und Arbeitsmärkten”. Kurzum sei Deutschland “einer der besten Orte in Europa, um zu produzieren”.

Jul 16

Nashville (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Countrysängerin Kitty Wells ist tot. Wie mehrere US-Medien unter Berufung auf die Familie der Sängerin berichten, sei die 92-Jährige am Montagmorgen in ihrem Haus in Nashville verstorben. Wells, die auch als “Queen of Country Music” bezeichnet worden ist, trat seit den späten 1930er Jahren gemeinsam mit ihren Mann Johnny Wright und seiner Schwester als “Johnny Wright and the Harmony Girls” auf.

Ihren Durchbruch als Solo-Künstlerin hatte sie 1952 mit dem Song “It Wasn`t God Who Made Honky Tonk Angels”. Im Jahr 1991 erhielt sie einen Grammy für ihr Lebenswerk. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und Manager, der im September 2011 gestorben ist, war Kitty Wells über 60 Jahre lang in der Country-Musik aktiv. Am 31. Dezember 2000 gab das Ehepaar gemeinsam mit Sohn Bobby in Nashville das endgültige Abschiedskonzert.

Jul 16

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Berliner Unternehmer Eric Schweitzer, Präsident der lokalen Industrie- und Handelskammer, hat gute Aussichten, Hans-Heinrich Driftmann als Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zu folgen. Zwar läuft das Suchverfahren noch bis zur Vollversammlung am 15. November in Dresden. Doch verdichten sich in der Organisation die Hinweise auf Schweitzer, den Mitinhaber des privaten Entsorgungskonzerns Alba.

“Es läuft wohl auf Schweitzer hinaus”, sagten Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Dienstagausgabe). Allerdings müsse der zuvor Anfang September wieder in das Berliner IHK-Präsidium gewählt werden. Chancen werden auch dem 59 Jahre alten Kölner IHK-Präsidenten und DIHK-Vizepräsident, Paul Bauwens-Adenauer, einem Immobilienunternehmer und Enkel des ehemaligen Bundeskanzlers Konrad Adenauer (CDU), zugeschrieben. Der DIHK wollte sich unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern. Der Wechsel im Präsidentenamt steht im März 2013 an.

Jul 16

Kofi Annan, UN Photo/Paulo Filgueiras,  Text: dts Nachrichtenagentur
Foto: Kofi Annan, UN Photo/Paulo Filgueiras, Text: dts Nachrichtenagentur

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen (UN) und der Arabischen Liga, Kofi Annan, befindet sich seit Montag für Gespräche hinsichtlich des Syrien-Konflikts in Russland. Wie die Nachrichtenagentur Ria Novosti berichtet, hat Annan am Montagabend zunächst mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow gesprochen. Bei den Verhandlungen ging es unter anderem um die Konditionen für eine Verlängerung der UN-Mission in Syrien, die am 20. Juli ausläuft.

Konkrete Ergebnisse wurden bislang nicht mitgeteilt. Am Dienstag wird Annan noch mit Russlands Präsident Wladimir Putin zusammen treffen. Die Gewalt in Syrien hält derweil unvermittelt an. Zuletzt war von schweren Gefechten in der syrischen Hauptstadt Damaskus berichtet worden. Laut der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte feuere die syrische Armee bereits seit Sonntag Mörsergranaten auf Stadtteile, in denen sich Kämpfer der aus Deserteuren zusammengesetzten Freien Syrischen Armee verschanzt hätten. Es seien die heftigsten Kämpfe seit Beginn der Proteste im März 2011. UN-Angaben zufolge starben bislang bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Opposition und den Sicherheitskräften mehr als 17.000 Menschen. Eine UN-Resolution, die auch den Einsatz militärischer Mittel zur Beilegung des Protests ermöglichen würde, scheiterte bislang am Veto von China und Russland. Beide Länder lehnen eine Einmischung von außen ab und beharren auf einer diplomatischen Lösung des Konflikts.

Jul 16

Joseph Blatter, dts Nachrichtenagentur
Foto: Joseph Blatter, dts Nachrichtenagentur

Zürich (dts Nachrichtenagentur) – Fifa-Präsident Joseph Blatter hat seine Aussagen bezüglich der Vergabe der Fußball-WM 2006 an Deutschland erklärt. In einem Brief, der am Dienstag in der “Bild”-Zeitung abgedruckt wird, schreibt Blatter, dass er mit seinen Worten darauf hinweisen wollte, “dass man immer einen Vorwand finden kann, um die Rechtmäßigkeit eines Entscheides zu bezweifeln.” Bei WM-Vergaben würden immer “irgendwelche Verschwörungstheorien” gesponnen, “sogar im Zusammenhang mit Deutschland, das eine perfekte WM lieferte.”

Er selbst glaube aber nicht an Verschwörungstheorien, sondern nur an Fakten, so Blatter weiter. Die Kernaussage seiner Botschaft sei: “Solange keine konkreten Beweise vorliegen, dass bei irgendeiner WM-Vergabe etwas schief gelaufen ist, muss und soll man an der Rechtmäßigkeit der Wahl festhalten. Dies gilt für Deutschland ebenso wie für alle anderen Länder.” Der wegen eines Schmiergeld-Skandals zuletzt stark in die Kritik geratene Blatter hatte in einem Interview mit dem Schweizer “SonntagsBlick” auf eine Frage zu Korruptionsvorwürfen bei der WM-Vergabe an Russland 2018 und Katar 2022 darauf hingewiesen, dass selbst bei der WM-Vergabe an Deutschland 2006 solche Vorwürfe erhoben worden waren. Für seine Aussagen ist der Fifa-Chef unter anderem von Franz Beckenbauer, dem ehemaligen Präsidenten des Organisationskomitees für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, kritisiert worden.

Jul 16

Karstadt, dts Nachrichtenagentur
Foto: Karstadt, dts Nachrichtenagentur

Essen (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Warenhauskette Karstadt will bis Ende 2014 2.000 Stellen abbauen. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Demnach sei der Stellenabbau notwendig, um den Verwaltungsaufwand weiter zu verringern und die Organisationsstrukturen im Unternehmen neu auszurichten.

Der Stellenabbau soll “nach Zustimmung des Aufsichtsrats und unter Einbeziehung der Sozialpartner so sozialverträglich wie möglich umgesetzt werden”, so das Unternehmen. Primär soll der Abbau so über Frühpensionierungen, Nichtverlängerung von befristeten Verträgen sowie freiwilligen Austritt erfolgen. Das Unternehmen wolle sich mit den Maßnahmen “auf ein belastbares Fundament stellen”. Zudem wolle der Konzern zum 1. September dieses Jahres zum Flächentarifvertrag des Einzelhandels zurückkehren.

Jul 16

London (dts Nachrichtenagentur) – Das Gründungsmitglied der britischen Rockband Deep Purple, Jon Lord, ist am Montag im Alter von 71 Jahren gestorben. Wie britische Medien berichten, verstarb der Keyboard-Spieler in einer Londoner Klinik im Kreise seiner Familie. Lord hatte Deep Purple im Jahr 1986 gemeinsam mit Sänger Rod Evans, Gitarrist Ritchie Blackmore, Bassist Nick Simper und Schlagzeuger Ian Paice gegründet.

Der Musiker schrieb auch viele Songs der Band, darunter den Hit “Smoke On The Water”, mit dem der Band der Durchbruch gelang. Lord hatte sich im Jahr 2002 aus dem Musikgeschäft zurückgezogen. Der Brite litt bereits seit längerer Zeit an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Mit dem Tod Lords ist Paice das letzte lebende Gründungsmitglied der Band.

Jul 16

Sarah Jessica Parker, Rubenstein, Lizenz: dts-news.de/cc-by
Foto: Sarah Jessica Parker, Rubenstein, Lizenz: dts-news.de/cc-by

Los Angeles (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Schauspielerin Sarah Jessica Parker wird demnächst als Journalisten des Modemagazins “Vogue” in der Fernsehsendung “Glee” zu sehen sein. Wie der Produzent der Musical-Comedy-Serie Ian Brennan bestätigte, werde Parker eine “verwirrte und exzentrische” Onlineredakteurin spielen, die sich selbst für “wahnsinnig witzig” halte. “Es wird toll werden”, zeigte sich Brennan zuversichtlich.

“Glee” läuft seit 2009 in den USA und ist dort sehr erfolgreich. Seit Beginn wurde die Serie drei Jahre in Folge mit einem Golden Globe Award als beste Serie ihres Genres ausgezeichnet. Die US-Sängerinnen Britney Spears und Lindsay Lohan sind zwei von vielen US-Stars, die bereits einen Gastauftritt in der Serie hatten.

Jul 16

Bonn (dts Nachrichtenagentur) – Ein Lastwagenfahrer hat einen toten Säugling auf einem Autobahnrastplatz bei Bonn entdeckt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, hatte der Fahrer das tote Kind am Sonntag zufällig unter einem neben ihm geparkten Lastzug auf dem Rastplatz Peppenhoven-Ost an der A61 gefunden. Das Baby habe zwischen Zugmaschine und Anhänger gelegen, sodass es beim Anfahren überfahren worden wäre.

Bei dem Säugling handele es sich um einen Jungen, der den Ergebnissen der Obduktion zufolge nach der Geburt am Leben war. Es sei “zweifelsfrei von einem Tötungsdelikt auszugehen”, so Polizeisprecher Frank Piontek. Genaue Angaben zur Todesursache und dem Alter des Kindes machte die Polizei allerdings nicht.

Jul 16

Paris (dts Nachrichtenagentur) – Frankreichs Zentralbankchef Christian Noyer hält die Schaffung einer europäischen Bankenunion für einen der wichtigsten Ansätze zur Lösung der Euro-Krise. “Wir müssen das Problem an der Wurzel beheben. Die Verbindung zwischen Banken und Staaten muss durchtrennt werden” sagte Noyer im Interview mit dem “Handelsblatt” (Dienstagausgabe).

Die Europäische Zentralbank könne nicht auf Dauer Staatsanleihen ankaufen oder die Geschäftsbanken mit zusätzlicher Liquidität ausstatten. Damit die Geldpolitik in der Euro-Zone einheitlich funktioniere, müsse es eine “wirkliche Vereinheitlichung des Bankensystems geben”, sagte Noyer. Der seit dem Jahr 2002 amtierende Chef der Banque de France, der auch dem Rat der EZB angehört, zeigt Verständnis für die Bedenken mancher Deutscher gegen eine gemeinsame Einlagensicherung: “Doch wir müssen gewährleisten, dass es ein integriertes System mit einem gleichen Niveau an Sicherheit gibt.” Zunächst könne man einen Fonds als Rückversicherung einrichten, der hinter den nationalen Einlagensicherungen stehe, sagte er. Noyer wendet sich gegen Aufforderungen amerikanischer Ökonomen, die EZB solle noch mehr Geld ins Bankensystem pumpen und mehr Inflation zulassen: “Der Wachstumseffekt ist negativ.” Mit Bundesbank-Präsident Jens Weidmann stimme er da vollkommen überein. Europas Politiker fordert Noyer auf, “den Willen der Gründungsväter wie Jean Monnet oder Konrad Adenauer wiederzuentdecken.” Die heutigen Politiker müssten “der ganzen Welt beweisen, dass sie ein politisches Europa wollen, dass sie in Richtung auf ein föderales System vorangehen wollen.”