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Jul 01

EM-Endspiel Spanien-Italien am 1.7.2012, Pressefoto Ulmer, dts Nachrichtenagentur
Foto: EM-Endspiel Spanien-Italien am 1.7.2012, Pressefoto Ulmer, dts Nachrichtenagentur

Kiew (dts Nachrichtenagentur) – Im Finale der Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine hat die spanische Nationalmannschaft Italien deutlich mit 4:0 geschlagen und somit ihren Titel aus dem Jahr 2008 erfolgreich verteidigt. Die Spanier zeigten von Beginn an eine couragierte Leistung und waren nach wenigen Minuten das spielbestimmende Team. Nach einigen guten Chancen spielt Xavi in der 14. Minute einen Steilpass auf Fabregas und überrumpelt damit die italienische Defensivreihe.

Fabregas zeigt Übersicht und flankt den Ball von der Grundlinie in die Mitte. Dort steht Silva goldrichtig und kann zum 1:0 für die Iberer einnetzen. Auch nach dem Treffer für Spanien fand Italien nicht so recht ins Spiel und tauchte nur selten vor dem spanischen Schlussmann Casillas auf. Kurz vor dem Pausenpfiff bedient erneut Xavi seinen Mitspieler Alba genau im richtigen Moment. Der lässt Buffon im Tor der Italiener keine Chance und schießt den Ball in der 41. Minute zum 2:0 für Spanien in die Maschen. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel drängten die Italiener zunächst auf den Anschlusstreffer, Casillas hielt seinen Kasten jedoch sauber. In der 49. Minute schlägt der überragende Xavi einen Freistoß auf den Kopf von Ramos, der Ball landet allerdings an der Hand eines Italieners. Der Unparteiische verweigert den Spaniern jedoch einen Elfmeter. Trotz des 0:2-Rückstands gaben sich die Italiener nicht auf, sondern versuchten alles, um einen Treffer zu erzielen, waren dabei aber insgesamt nicht gefährlich genug. Die spanische Mannschaft verlegte sich ihrerseits darauf, auf Konter zu lauern und blieb mit dieser Taktik torgefährlich. In der 61. Minute sinkt der vier Minuten zuvor eingewechselte Motta zu Boden und muss mit einer Trage vom Platz gebracht werden. Da Italiens Trainer Prandelli sein Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, musste sein Team die verbleibenden gut 30 Spielminuten in Unterzahl bestreiten. Durch die verletzungsbedingte Unterzahl-Situation verloren die Italiener auch noch den letzten Funken Hoffnung, gegen die Spanier bestehen zu können. Während Italiens Offensive kaum noch zu Abschlüssen kam, spielten die Spanier die Zeit locker runter. In der 84. Minute erzielt der eingewechselte Torres den Treffer zum 3:0, ehe der ebenfalls eingewechselte Mata in der 88. Minute zum 4:0-Endstand trifft und den spanischen Triumph perfekt macht. Mit dem Sieg schreiben die Spanier Sportgeschichte: Noch nie zuvor ist es einer Fußballmannschaft gelungen, drei große Titel in Folge zu gewinnen. Dieses Kunststück ist den Iberern nun geglückt, nachdem sie sich 2008 den EM-Titel und 2010 den WM-Titel gesichert hatten.

Jul 01

Kiew (dts Nachrichtenagentur) – Die spanische Nationalmannschaft hat im EM-Finale Italien mit 4:0 geschlagen und damit ihren Titel aus dem Jahr 2008 verteidigt. Die Treffer für Spanien erzielten Silva (14.), Alba (41.), Torres (84.) und Mata (88.). Die dts Nachrichtenagentur sendet gleich weitere Details direkt aus Kiew.

Jul 01

Helsinki (dts Nachrichtenagentur) – Sebastian Bayer hat sich bei der Europameisterschaft in Helsinki den Freiluft-Titel im Weitsprung gesichert. Der 26-Jährige ist bereits Hallen-Europameister und konnte sich in Helsinki gegen seine Konkurrenten mit einem 8,34 Meter weiten Sprung durchsetzen. Bayer tritt damit die Nachfolge von Christian Reif an, der in Helsinki verletzungsbedingt fehlte.

Zweiter wurde Felipe Méliz aus Spanien, Bronze ging an den Schweden Michael Tornéus. Zuvor hatte sich die deutsche Sprint-Staffel der Frauen den Europameisterschaftstitel gesichert: Mit 42,51 Sekunden verwiesen Leena Günther, Anne Cibis, Tatjana Pinto und Verena Sailer die Teams aus den Niederlanden mit 42,80 Sekunden und Polen mit 43,06 Sekunden auf den zweiten beziehungsweise dritten Platz.

Jul 01

Polizeistreife im Einsatz, dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizeistreife im Einsatz, dts Nachrichtenagentur

Reichshof (dts Nachrichtenagentur) – Im nordrhein-westfälischen Reichshof ist ein 67-jähriger Mann bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Wie die örtliche Polizei mitteilte, befuhr der 67-Jährige eine Bundesstraße, auf der ihm ein 20-jähriger Autofahrer entgegenkam. Der 20-Jährige kam in einer Rechtskurve zunächst nach rechts von der Fahrbahn ab und schleuderte mit seinem Fahrzeug anschließend in den Gegenverkehr, sodass es zu einem Frontalzusammenstoß mit dem Pkw des 67-Jährigen kam.

Dabei erlitt der 67-jährige Mann so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der 20-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert.

Jul 01

Polizeistreife im Einsatz, dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizeistreife im Einsatz, dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – In der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden haben Rettungskräfte neun Hundewelpen aus einer verwahrlosten Wohnung befreit. Wie die örtlichen Behörden am Sonntag mitteilten, habe sich eine besorgte Nachbarin bei der Polizei gemeldet und erklärt, dass sie aus einem gegenüberliegenden Haus seit Tagen Hundegebell höre. Eine Polizeistreife lokalisierte die Wohnung in der Wiesbadener Innenstadt, konnte diese jedoch erst betreten, als die Feuerwehr zur Unterstützung anrückte.

Die Wohnungsinhaberin war während des Einsatzes nicht zu Hause, stattdessen fanden die Einsatzkräfte eine verwahrloste Wohnung vor, die nach Polizeiangaben mit Hundekot übersät war. Neben zwei ausgewachsenen Hunden fanden die Einsatzkräfte in einem eingeschlossenen Zimmer schließlich die neun Welpen, die erst wenige Wochen alt sind. Die Tiere wurden zur Untersuchung in eine nahegelegene Tierklinik gebracht.

Jul 01

Reichstagsgebäude, dts Nachrichtenagentur
Foto: Reichstagsgebäude, dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach den Worten von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) verstehen “manche Nachbarländer” Deutschlands die parlamentarische Mitwirkung des Deutschen Bundestages bei europäischen Fragen als eine “lästige Verlangsamung und Komplizierung von Entscheidungsprozessen”. Dies sagte Lammert im “Bericht aus Berlin” (ARD). Nirgendwo in Europa sei die Mitwirkung des nationalen Parlaments ausgeprägter als in Deutschland, betonte der Bundestagspräsident.

Dies sei Lammert zufolge auch “absolut gut so”, allerdings seien die hohen Ansprüche hinsichtlich einer Beteiligung des Bundestages auch dafür verantwortlich, dass die deutsche Diskussionslage “für einen Großteil unserer Nachbarländer schon unverständlich” sei, so Lammert weiter. Am vergangenen Freitag hatte der Bundestag nach langwierigen Verhandlungen zwischen Regierung und Opposition mit einer Zweidrittelmehrheit den europäischen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin sowie das Gesetz zum dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM verabschiedet. Kurz nach der Verabschiedung der Gesetze in Bundestag und Bundesrat reichten mehrere Kläger, darunter die Linkspartei und der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler, ihre Klageschriften beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ein. Sie sehen in den verabschiedeten Gesetzen eine massive Beschneidung parlamentarischer Rechte, die mit dem Grundgesetz nicht zu vereinbaren sei.

Jul 01

Angela Merkel, dts Nachrichtenagentur
Foto: Angela Merkel, dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) stellt sich voll hinter die Euro-Rettungsmaßnahmen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). “Die Bundesregierung bleibt ihrer Philosophie treu: keine Leistung ohne Gegenleistung”, sagte BDI-Hauptgeschäftsführer Markus Kerber dem “Handelsblatt” (Montagausgabe). Finanzzusagen ohne Gegenleistungen in Form von Strukturveränderungen seien ausgeschlossen, Blankoschecks werde es nicht geben, betonte Kerber mit Blick auf die EU-Rettungsbeschlüsse.

Der Grund für die harte Haltung liegt für den BDI in der Umsetzung der Strukturveränderungen in den Empfängerländern: “Man kann schon den Eindruck gewinnen, dass das Reformtempo nachlässt”, so der BDI-Hauptgeschäftsführer. Laut Kerber darf nur mit einer wirklich unabhängigen europäischen Bankenaufsicht unter Beteiligung der Europäischen Zentralbank (EZB) oder besser dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM sowie strikten Auflagen eine direkte Rekapitalisierung von Banken durch den ESM erwogen werden, sofern alle Staaten zustimmen. “Die Aufgabe des bevorzugten Gläubigerstatus des ESM im Falle Spaniens muss eine Ausnahme bleiben”, sagte Kerber. Bei der Konkretisierung der EU-Beschlüsse sei unbedingt darauf zu achten, die Kongruenz von Haftung und Kontrolle zu wahren. “Und wer Banken stützen will, der muss das Eigentum an diesen Banken auf die Stützenden übertragen. Anders funktioniert das nicht”, sagte der BDI-Hauptgeschäftsführer. Zentral für weitere Integrationsschritte sei zudem die Übertragung grundlegender Elemente der nationalen Wirtschafts- und Finanzpolitik auf die europäische Ebene. “Die Festlegung von Obergrenzen für die nationale Kreditaufnahme wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Entscheidend ist, dass bei Verstößen automatisch der europäischen Ebene die Kompetenz zufällt, einzugreifen”, betonte Kerber.

Jul 01

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die führenden Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland rechnen für 2013 mit einem Umsatzrückgang um zwei Prozent. Das berichtet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” in ihrer Montagausgabe. Vor allem im Bereich der Helfertätigkeiten werde der Markt “einbrechen”, heißt es in einer Umfrage unter den 25 umsatzstärksten Unternehmen der Branche, die das Marktforschungsinstitut Lünendonk durchgeführt hat und die der Zeitung vorliegt.

Grund dafür sind die Tarifvereinbarungen über die Gleichbezahlung von Zeit- und Stamm-Mitarbeitern, welche die Branchenverbände auf politischen Druck hin mit den Metall- und Chemiegewerkschaften geschlossen haben. Vor den Abschlüssen hatten die Befragten noch mit einem Wachstum von knapp acht Prozent für das kommende Jahr gerechnet. Doch durch die in den vergangenen Wochen erzielten Einigungen werde Zeitarbeit vor allem im Bereich der Geringqualifizierten für die Kunden zu teuer. “Die Regelungen führen zu steigendem Administrationsaufwand und sinkender Profitabilität”, heißt es nach Informationen der Zeitung in der Umfrage. Die erwarteten Folgen seien, dass Arbeitsplätze in der Produktion ins Ausland verlagert werden und die Kundenunternehmen auf Werkverträge oder auf Outsourcing umsteigen. Im qualifizierten Bereich erwarten die befragten Anbieter hingegen eine steigende Nachfrage nach Zeitarbeit. Dadurch werde die Branche attraktiver und könnte eine höhere gesellschaftliche Anerkennung erfahren. Dieses Plus reiche jedoch nicht aus, um den Einbruch im Helfersegment zu kompensieren.

Jul 01

Euromünzen, dts Nachrichtenagentur
Foto: Euromünzen, dts Nachrichtenagentur

Frankfurt (dts Nachrichtenagentur) – Die Euro-Rettung ist durch den EU-Gipfel aus Sicht von Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn nicht vorangekommen – Deutschland werde aber zugleich immer stärker in die Krise hineingezogen. “Wall Street, die City of London und die Pariser Banken wurden gerettet. Wir stehen nun für die Rückzahlung der Schulden der südeuropäischen Banken ein”, sagte der Ökonom dem “Handelsblatt” (Montagausgabe).

“Der deutsche Staat wird immer tiefer in die südeuropäische Krise hineingezogen, und die Investoren aus aller Welt, die sich verspekuliert haben, können sich noch in letzter Minute aus dem Strudel befreien”, sagte Sinn. Die Finanzmärkte seien nun beruhigt, ja geradezu euphorisch, weil ein Weg gefunden wurde, das deutsche Vermögen zu verbrauchen. “Die finanzielle Stabilität Deutschlands ist indes gefährdet”, warnte Sinn. Auf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sei vom Ausland mehr Druck ausgeübt worden, als je zuvor ein deutscher Kanzler nach dem Krieg habe aushalten müssen. “Es wurde ein Kesseltreiben veranstaltet. Um an unser Geld zu kommen, hat man Deutschland imperiale Gelüste vorgeworfen und uns den Hass der Völker prophezeit”, sagte Sinn. Dem Druck habe Merkel nicht mehr widerstehen können und sei eingeknickt. “Jetzt können die Bürger, an deren Vermögen man will, nur noch auf das Verfassungsgericht hoffen.” Dass Kredite, die der ESM vergibt, künftig nicht vorrangig, sondern gleichrangig bedient werden sollen, trägt laut Sinn zur Gefährdung bei. “Der Vorrang des Retters ist das Wesen einer jeden Konkursordnung”, sagte er. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) helfe nur unter dieser Bedingung. Deutschlands Position sei es gewesen, die Rettung immer nur mit dem IWF und nach dessen Regeln zu organisieren. “Die Bedingung, dass wir nur Geld geben, wenn der IWF es tut, wurde schon im ESM-Vertrag gekippt.” Nun sei auch noch die Bedingung gefallen, dass wir wenigstens nach den IWF-Regeln helfen. “Die europäischen Verträge veralten, bevor ihre Tinte getrocknet ist”, kritisierte Sinn. Auch den Fiskalpakt sieht der Ökonom nicht als Schutz vor Vermögensverlusten: “Der Pakt wird nur in Deutschland ernst genommen”, sagte der Ifo-Chef. “Er ist ein Placebo – wie seinerzeit der Stabilitäts- und Wachstumspakt”. Ländern, denen der Kapitalmarkt misstraue, brauche man keine politischen Schuldengrenzen zu setzen. “Wenn man ihre Kreditaufnahme begrenzen will, reicht es, ihnen weniger öffentlichen Kredit zu geben.”

Jul 01

Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – In der Nacht zum Montag klingen die Schauer und Gewitter ab, gebietsweise klart es auf. Das teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Die Minima liegen zwischen 18 Grad im Südosten und 9 Grad in den westlichen Mittelgebirgen.

Am Montag ist es im Westen und Norden heiter bis wolkig und trocken. Im Süden ist es teils stärker bewölkt mit Schauern und Gewittern. Gebietsweise kann es auch länger anhaltend regnen. Die Höchsttemperaturen liegen meist zwischen 20 und 25 Grad, im Südosten bei bis zu 29 Grad. Abseits von Gewittern weht schwacher bis mäßiger Wind. In der Nacht zum Dienstag verlagern sich die teils länger anhaltenden Niederschläge in den Osten Deutschlands. Die Luft kühlt auf 17 bis 10 Grad ab. Es weht schwacher bis mäßiger, allmählich auf nördliche bis östliche Richtungen drehender Wind. Am Dienstag zeigt sich in der südöstlichen Hälfte Deutschlands vielfach stärkere Bewölkung und es regnet zeitweise, nachmittags und abends sind besonders in Bayern und Sachsen auch kräftige Gewitter möglich. In der Nordwesthälfte ist es meist heiter bis wolkig und trocken. Die Temperaturen steigen meist auf 22 bis 26 Grad, etwas kühler bleibt es an der See und in höheren Berglagen mit Werten um 20 Grad. Von Gewitterböen abgesehen bleibt es meist schwachwindig. In der Nacht zum Mittwoch klart es gebietsweise auf, im Südosten sind noch einzelne Schauer und Gewitter möglich. Die Tiefsttemperaturen liegen je nach Bewölkung zwischen 16 und 11 Grad.