preload
Jun 05

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Im Berliner Stadtteil Kreuzberg haben sich am Dienstagabend hunderte Menschen zu einer Mahnwache für die getötete sechsfache Mutter Semanur S. zusammengefunden. Die Trauernden hatten sich im Hof des Wohnhauses, in dem die Frau ermordet wurde, versammelt, Kerzen angezündet und Kränze niedergelegt. Unter ihnen befanden sich viele Frauen und Kinder.

Der 32-jährige Ehemann der Getöteten hatte seine zwei Jahre jüngere Frau in der Nacht zum Montag in ihrer Wohnung erstochen, im Anschluss schnitt er ihr die rechte Brust und den Kopf ab. Das Paar soll zuvor lautstark gestritten haben. Während der Tat befanden sich auch die sechs Kinder des Ehepaares in der Wohnung. Der Mann hat die Tat inzwischen gestanden. Gegenüber den Ermittlern habe er zudem angegeben, “nichts zu bereuen”. Der 32-Jährige soll nun in eine psychiatrische Klinik eingewiesen werden. Zuvor hatten Untersuchungen ergeben, dass er nicht oder nur eingeschränkt schuldfähig sei. Medienberichten unter Berufung auf Aussagen von Personen aus dem Umfeld des Paares zufolge leide der mutmaßliche Täter unter Schizophrenie und nehme Medikamente. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Berichte bislang nicht. Die Kinder des Paares, vier Jungen und zwei Mädchen im Alter von einem bis 13 Jahren sollen zunächst in einem Heim untergebracht werden. Noch sei unklar, “ob und wie viel die Kinder von dem Geschehen mitbekommen haben”, erklärte die Bezirksstadträtin für Familie, Monika Herrmann. Man arbeite derzeit an einer umfassenden psychologischen Betreuung.

Jun 05

Google-Nutzer am Computer, dts Nachrichtenagentur
Foto: Google-Nutzer am Computer, dts Nachrichtenagentur

Mountain View (dts Nachrichtenagentur) – Der Onlineriese Google will seine Nutzer mit einem neuen Feature vor möglichen Cyberangriffen warnen. Wie das Unternehmen auf seinem Blog mitteilte, wird die Funktion zukünftig für alle Nutzer, die über einen Google-Account verfügen, bereit stehen. Wenn Google nun eine mögliche Gefährdung des Nutzers vermutet, erscheint am oberen Rand der angezeigten Internetseite ein rotes Banner, das vor einem mutmaßlichen Cyberangriff warnt.

Dabei muss nicht unbedingt ein tatsächlicher Angriff, wie etwa Phishing oder das Installieren von Schadsoftware vorliegen, so das Unternehmen. Das Feature richte sich vor allem gegen von Staaten motivierte Angriffe, erklärte Google weiter. Genauere Informationen zu dieser Art von Cyberangriffen wollte das Unternehmen allerdings nicht geben.

Jun 05

Hilary Duff, Thom Puiman, Lizenz: dts-news.de/cc-by
Foto: Hilary Duff, Thom Puiman, Lizenz: dts-news.de/cc-by

Los Angeles (dts Nachrichtenagentur) – Das Baby der US-Schauspielerin Hilary Duff ist seiner Mutter bereits jetzt eine große Hilfe: Wie die 24-Jährige dem Online-Promidienst “Hollyscoop” verriet, stärke ihr zehn Monate alter Sohn Luca Cruz ihre Ehe mit dem Eishockey-Spieler Mike Comrie. “Ein Kind zu haben ist harte Arbeit und man ist sehr voneinander abhängig”, erzählte die Schauspielerin. “Da ist so viel Liebe… man kann es sich nicht vorstellen, bis es passiert und dann sieht man seinen Ehemann an und denkt sich; `Wir haben das gemeinsam geschafft.`” Ein gemeinsames Kind habe sehr viel für ihre Beziehung getan, so Duff.

“Mike und ich waren schon vorher verheiratet und es war toll aber ein Kind zu haben und diese Verbindung zu spüren, diese Einigkeit, ist eine unbeschreibliche Erfahrung.” Der Texanerin gelang im Jahr 2001 der Durchbruch mit der Hauptrolle in der Disney-Serie “Lizzy McGuire”. Neben ihrer Schauspielkarriere steht Duff auch als Sängerin auf der Bühne.

Jun 05

Osama Bin Laden, dts Nachrichtenagentur
Foto: Osama Bin Laden, dts Nachrichtenagentur

Islamabad/Washington (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem Drohnenangriff des US-Militärs in Pakistan ist offenbar ein hochrangiges Mitglied des Terrornetzwerks Al-Kaida getötet worden. Medienberichten unter Berufung auf pakistanische Geheimdienst- sowie US-Regierungskreise zufolge, handele es sich dabei um Abu Jahja al-Libi, der als möglicher Nachfolger des ehemaligen Al-Kaida-Anführers Osama Bin Laden galt. Damit sei dem US-Militär der schwerste Schlag gegen das Terrornetzwerk seit der Tötung von Bin Laden im Mai letzten Jahres gelungen.

Al Libi sei demnach bereits am Montag bei einem Drohenangriff im Nordwesten Pakistans nahe der Grenze zu Afghanistan zunächst schwer verletzt worden und später in einer Privatklinik gestorben. Das Al-Kaida-Mitglied war im Jahr 2005 gemeinsam mit weiteren Terroristen aus dem US-Militärgefängnis im afghanischen Bagram geflohen. Seitdem habe Al Libi in der Vergangenheit bereits mehrere Angriffe überlebt und war wiederholt fälschlicherweise für tot erklärt worden. Die US-Regierung sei Medienberichten nach “äußerst sicher”, dass Al Libi bei dem jüngsten Angriff getötet worden sei. Ein weiteres Al-Kaida-Mitglied dementierte die Berichte allerdings und erklärte, Al Libi sei am Leben. Die “Nummer zwei” des Terrornetzwerks hatte zuletzt nach US-Informationen die Aktionen einer der Kerntruppen von Al-Kaida in den pakistanischen Stammesgebieten geleitet. Zudem habe Al Libi die Beziehungen zu Ablegern des Netzwerks außerhalb Pakistans organisiert.

Jun 05

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende Anführer der Terrororganisation Al Kaida, Abu Jahia al Libi, soll am Montag von einer US-Drohne in Pakistan getötet worden sein. Das bestätigte laut US-Medienberichten ein Sprecher der CIA in Washington am Dienstag. Demnach sei unter den rund 15 Toten, die bei einem am Montag durchgeführten Drohnenangriff im pakistanischen Stammesgebiet der Al Kaida in Nord-Wasiristan ums Leben kamen, auch der Libyer Libi.

Auf ihn war ein Kopfgeld in Höhe von einer Million US-Dollar ausgesetzt. Schon oft war Libi fälschlicherweise für tot erklärt worden. Libi galt als Militärstratege des Terrornetzwerkes.

Jun 05

Köln/Marburg (dts Nachrichtenagentur) – Deutschlands zweitgrößter Kabelkonzern Unitymedia wird nach der Übernahme von Kabel BW 232 Arbeitsplätze abbauen. Das sind neun Prozent aller Beschäftigten. Neben den Standorten Heidelberg, Kerpen und Bochum ist insbesondere Marburg betroffen.

Wie Unitymedia-Chef Lutz Schüler dem “Handelsblatt” (Mittwochsausgabe) sagte, werde das Kundenzentrum in der nordhessischen Stadt verkauft. “Marburg ist der einzige Standort, von dem wir uns komplett trennen”, sagte der Manager. Die Beschäftigten würden eine zweijährige Gehalts- und Beschäftigungsgarantie sowie eine Prämie von bis zu 15.000 Euro für die Zustimmung zum Betriebsübergang erhalten. In Marburg beschäftigt Unitymedia derzeit 100 Mitarbeiter. Schüler teilte die Entscheidung den Beschäftigten am Dienstag mit. Auch die ehemalige Zentrale von Kabel BW in Heidelberg ist vom Stellenabbau betroffen. “Wir bauen nach der Fusion deutlich weniger als zehn Prozent der Belegschaft ab. Das ist durchaus als Erfolg zu bewerten”, sagte Schüler dem “Handelsblatt”. “Wir haben uns so flexibel wie möglich gezeigt.” Insider gingen bisher von weit mehr Stellenkürzungen aus. Unitymedia beschäftigt insgesamt 2.500 Mitarbeiter bundesweit. Aus der Sicht von Schüler lohnt sich die Übernahme von Kabel BW. “Wir haben ein Wachstum von über zehn Prozent”, sagte der frühere Telefónica-Manager. Vor allem die anhaltend hohe Nachfrage nach schnellem Internet und hochauflösendem Fernsehen sorge für steigende Erlöse. “Mit einer Verschlankung der Organisation wollen wir uns das Momentum des Wachstums erhalten.” Unitymedia hatte zuletzt Wachstumskurs fortgesetzt. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 431 Millionen Euro. Der fusionierte Konzern wird von Köln aus mit 500 Mitarbeitern geleitet, betonte Schüler. Dennoch bleibe Heidelberg, die frühere Kabel BW-Zentrale, mit 400 Mitarbeitern ein wichtiger Standort. Der dortige Mietvertrag werde um weitere drei Jahre verlängert. Das Kölner Unternehmen gehört zum Kabelimperium des Medien-Tycoons John Malone. Sein börsennotierter Konzern Liberty Global, Mutter des Kabelnetzbetreibers Unitymedia, durfte den Anbieter Kabel BW übernehmen. Das entschied das Bundeskartellamt im Dezember 2011. Liberty Global zahlte für die Übernahme des Kabelnetzbetreibers 3,16 Milliarden Euro. Für Malone erfüllte sich damit ein lang gehegter Traum. Bereits vor über zehn Jahren wollte er zum Herr über das Kabel in Deutschland aufsteigen. Damals scheiterte er allerdings an den Wettbewerbsbehörden.

Jun 05

Danzig (dts Nachrichtenagentur) – Nationalspieler Holger Badstuber träumt zwar selbst vom Titel, hält aber auch Frankreich für einen Favoriten bei der diesjährigen Fußball-Europameisterschaft. “Ich glaube, dass man auch mit den Franzosen rechnen muss. Sie haben sich verändert, im Vergleich zu vor zwei Jahren hat sich im französischen Spiel einiges getan”, sagte der Innenverteidiger im Interview mit “DFB.de” am Dienstag.

“Die Handschrift des Trainers ist zu erkennen. Das Team ist als Mannschaft nicht schlecht und hat sehr viele gute Einzelspieler. Für mich gehören die Franzosen auf jeden Fall zu den Anwärtern auf den Titel.” Auf die Frage, wie wichtig er das Spiel am Samstag gegen Portugal einschätzt, sagte Badstuber: “Man muss sich ja nur die Konstellation in unserer Gruppe anschauen, um zu wissen, dass man sich keinen Ausrutscher erlauben darf. Wir sind topmotiviert, wir wissen, dass es schon im Spiel gegen Portugal um sehr viel geht. Ich finde das persönlich sehr gut. Wir sind von Anfang an gefordert, dass kann im weiteren Verlauf ein Vorteil sein.”

Jun 05

Euromünze, dts Nachrichtenagentur
Foto: Euromünze, dts Nachrichtenagentur

Brüssel/ Madrid (dts Nachrichtenagentur) – Spanien könnte eine vorsorgliche Hilfsmaßnahme aus dem Euro-Rettungsschirm erhalten. Nach Informationen der Tageszeitung “Die Welt” (Mittwochausgabe) wird geprüft, ob für Spanien eine vorsorgliche Kreditlinie aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF bereitgestellt werden soll. Dies sei eine Option, über die diskutiert werde, bestätigten mehrere Quellen.

Die angespannte Finanzlage in Spanien sorgt zunehmend für Unruhe in Europa. Eine vorsorgliche Hilfsmaßnahme könnte Spanien noch vor der Wahl in Griechenland und der Vorlage eines Berichts zum Zustand der spanischen Banken beantragen, hieß es. Dann stünde das Geld bereit für den Fall, dass es zu Turbulenzen kommt. Zudem müsste die vorsorgliche Kreditlinie später nur in dem Maß in Anspruch genommen werden, in dem Spanien das Geld für die Bankenrettung nicht selbst aufbringen kann. Spanien weigert sich bisher, wie Portugal und Irland komplett unter den Rettungsschirm zu gehen. Stattdessen wurde zuletzt gefordert, dass der Rettungsschirm direkt den spanischen Banken helfen soll. Das ist aber nach den bisherigen Regeln nicht möglich. Eine Änderung wäre zeitaufwendig. Zudem lehnt die Bundesregierung sie ab. Die vorsorgliche Kreditlinie könnte ein möglicher Kompromiss sein zwischen Berlin und Madrid. Das Instrument wurde bisher noch nicht angewendet. Es wurde erst vergangenen Herbst im Rahmen von Änderungen beim EFSF eingeführt.

Jun 05

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der wirtschaftspolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Joachim Pfeiffer, hat sich für die Abschaffung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ausgesprochen. Zugleich lobte er Bundespräsident Joachim Gauck, der wegen der Milliardenausgaben für die Förderung erneuerbarer Energien davor gewarnt hatte, die Energiewende per Planwirtschaft umzusetzen. Die Förderung der Solarbranche müsse “deutlich” verringert werden, sagte Pfeiffer “Handelsblatt-Online”.

“Denn Photovoltaik ist nicht die Kuh, die am meisten Milch gibt – vielmehr frisst sie den Stromverbrauchern das letzte Haar vom Kopf.” Es müsse daher “klar sein, dass das EEG endlich ist und nicht zur Sektsteuer in Potenz wird”. Der Umbau des Energiesystems werde nur mit dem Markt erfolgreich sein, so Pfeiffer. In Anlehnung an Gauck sagte er weiter, der Staat sei nicht der bessere Unternehmer, er müsse sich vielmehr auf seine originäre Rolle konzentrieren: die Setzung von Rahmenbedingungen. “Seine Aufgabe ist es, vom Mitspieler wieder zum Schiedsrichter zu werden”, so Pfeiffer. “Statt einer schleichenden Ausweitung der Staatswirtschaft ist eine stringente Rückzugsstrategie notwendig.” Mit dem steigenden Anteil der Erneuerbaren am Energiemix müssten diese “schneller und wirkungsvoller sukzessive in den Markt geführt werden”. Widerspruch kommt von der SPD und den Grünen. Zwar stimmt auch SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber mit der Auffassung des Bundespräsidenten überein, dass es möglichst viel Wettbewerb und möglichst wenige Subventionen beim Umbau der Energieversorgung geben sollte. “Die Gegner der Förderung der Erneuerbaren Energien sollten dem Bundespräsidenten aber ganz zuhören, wenn er davon spricht, dass die Preise auch die ökologische Wahrheit sagen müssen”, sagte Kelber “Handelsblatt-Online”. “Und hier wird Strom aus Kohle und Gas gegenüber Erneuerbaren massiv subventioniert.” Die Vize-Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Bärbel Höhn, kritisierte die Subventionsdebatte als unglaubwürdig, zumal der Auf- und Ausbau der Kernenergie in Deutschland staatlicherseits ja ebenfalls mit Milliarden-Subventionen betrieben worden sei. “Bei den fossilen Kraftwerken beherrschen vier Konzerne den Markt, hier fehlt es an Wettbewerb zu Lasten der Verbraucher”, sagte Höhn “Handelsblatt-Online”. Der Erfolg des EEG gründe sich dagegen auf die darin eingesetzten Marktinstrumente. Durch die vielen privaten Investitionen seien dann auch jeweils die Prognosen für den Ausbau übertroffen worden. “Die Erneuerbaren Energien tragen gegenwärtig schon zur Senkung der Preise an der Strombörse und damit für die Wirtschaft bei”, unterstrich Höhn. “Was die EEG-Umlage für die Verbraucher so teuer macht, sind die von der Bundesregierung beschlossenen Ausnahmen für die großen Unternehmen.” Dessen ungeachtet riet der CDU-Politiker Pfeiffer dazu, Energiepolitik auch europäisch zu denken, weil die Energieversorgung über nationale Grenzen hinweg durch Faktoren wie den Klimawandel und die Ressourcenkonkurrenz beeinflusst werde. “Deshalb sind die Vollendung des Binnenmarktes für Energie sowie die Formulierung und Umsetzung einer europäischen Energieaußenpolitik aus einem Guss unerlässlich.”

Jun 05

Smartphone-Nutzerin, dts Nachrichtenagentur
Foto: Smartphone-Nutzerin, dts Nachrichtenagentur

Stockholm (dts Nachrichtenagentur) – Für viele Menschen auf der Erde bietet das Mobiltelefon den einzigen Zugang ins Internet. Nach dem zweiten Traffic and Market Report “On the Pulse of the Networked Society”, der am Dienstag von dem schwedischen Unternehmen Ericsson veröffentlicht wurde, werden bis zum Jahr 2017 etwa 85 Prozent der Weltbevölkerung via 3G-Mobilfunknetzen mobil aufs Internet zugreifen können. Ericsson erwartet, dass es bis dahin insgesamt rund 9 Milliarden Mobilfunkanschlüsse auf der Erde geben wird, davon werden fünf Milliarden mobile Breitbandanschlüsse sein.

Ende 2011 lagen die entsprechenden Zahlen bei sechs Milliarden beziehungsweise einer Milliarde. Douglas Gilstrap, Senior Vice President und Leiter Strategy bei Ericsson: “Für die Menschen ist heute ein Internetzugang ein selbstverständlicher Bestandteil jedes Gerätes. Daraus entsteht ein wachsendes Interesse an mobilen Breitbanddiensten und ein Anstieg des mobilen Datenverkehrs. Die Netzbetreiber versuchen diese Geschäftschance zu nutzen und passen ihre technische Infrastruktur diesen Bedürfnissen an. Aktuell sind daher bereits rund 75 Prozent aller HSPA-Netze weltweit auf Datenraten von bis zu 7,2 Mbit/s oder mehr aufgerüstet worden, etwa 40 Prozent sogar auf bis zu 21 Mbit/s.”