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Jun 03

Lagos (dts Nachrichtenagentur) – In der größten nigerianischen Stadt Lagos ist am Sonntag ein Passagierflugzeug in ein Gebäude gestürzt. Dies bestätigten Regierungsbeamte den örtlichen Medien. Demnach war die Maschine der Dana Air auf dem Weg von Lagos nach Abuja, der Hauptstadt des Landes.

An Bord der Maschine sollen sich ersten Berichten zufolge 153 Passagiere befunden haben. Über mögliche Opfer des Flugzeugabsturzes war zunächst nichts bekannt.

Jun 03

Halle (dts Nachrichtenagentur) – Für das Präsidentenamt im Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) bewerben sich Informationen der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Montagausgabe) zufolge einige hochkarätige Ökonomen, unter ihnen der Wettbewerbsökonom Justus Haucap, der derzeit das Düsseldorfer Institute for Competition Ecomomics (DICE) leitet und zudem Vorsitzender der Monopolkommission ist. Haucap bewirbt sich nach Informationen des Blatts für den Lehrstuhl an der Universität Magdeburg, der mit dem IWH-Präsidentenamt gekoppelt ist. Zweiter bekannter Bewerber ist Hilmar Schneider.

Schneider ist Arbeitsmarktökonom und Direktor des entsprechenden Bereichs am Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA). Als dritte Kandidatin hat sich in Magdeburg die Finanzmarktexpertin Dorothea Schäfer gemeldet, die bislang Forschungsdirektorin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist. Überraschend ist, dass alle Kandidaten nicht zum bisherigen Profil des Hallenser Instituts mit der Ausrichtung auf Transformationsökonomik in Mittel- und Osteuropa passen. Dem Institut könnte also eine inhaltliche Neuausrichtung bevorstehen. Das IWH steckt in einer Krise: In den vergangenen Jahren hat die Leibniz-Wissensgemeinschaft dem Hallenser Institut zweimal eine gelbe Karte bei Evaluierungen gezeigt, weil seine wissenschaftlichen Leistungen nicht ausreichten und die Ausrichtung und Organisation des Instituts nicht überzeugten. Im vergangenen September musste der langjährige IWH-Präsident Ulrich Blum unter dem Druck der Wissenschaftsministerin Wolff sein Amt niederlegen, der das Profil des IWH und seine Forschung über Transformationsfragen geprägt hat. Es fehle dem Institut “an Spitzenforschern, die in den Journalen oder auf Tagungen präsent sind”, gab nun auch einer der Kandidaten für den Präsidentenposten gegenüber der Zeitung zu. Das IWH mit seinen etwa 80 Mitarbeitern, darunter gut die Hälfte Wissenschaftler, gehört zu den mittelgroßen deutschen Wirtschaftsforschungsinstituten. Sein Etat wird jeweils zur Hälfte vom Bund und dem Land Sachsen-Anhalt finanziert.

Jun 03

Wien (dts Nachrichtenagentur) – Die FPÖ-Parlamentarierin Susanne Winter hat den österreichischen Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) dazu aufgerufen, die Gesprächsthemen und -Inhalte der diesjährigen Bilderberg-Konferenz in Chantilly nahe Washington offenzulegen. “Angesichts der desaströsen Finanzlage Griechenlands, verbunden mit einem möglichen Euro-Kollaps, ist es nicht hinzunehmen, dass ein erlesener Machtzirkel Geheimpläne über die Köpfe der Menschen hinweg schmiedet. Damit wird das demokratische Prinzip ad absurdum geführt”, erklärte Winter am Sonntag.

Gerade in Zeiten von “Schuldenbergen und Wirtschaftskrisen innerhalb des Euroraumes” müsse von den politischen Verantwortungsträgern “vollste Transparenz” ihres Handelns eingefordert werden, so die FPÖ-Politikerin weiter. Die Bilderberg-Konferenz ist ein jährliches Privattreffen von einflussreichen Personen aus Wirtschaft, Militär, Medien, Adel und Politik. An der diesjährigen Konferenz nahm laut Teilnehmerliste auch der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Jürgen Trittin, teil.

Jun 03

Mutter mit Kinderwagen, dts Nachrichtenagentur
Foto: Mutter mit Kinderwagen, dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Frauen aus der “Babyboomer”-Generation werden enttäuschend wenig Rente bekommen. Frauen der Jahrgänge 1956 bis 1965 haben mehr gearbeitet als die Frauen früherer Generationen – doch ihre Renten werden trotzdem kaum höher ausfallen, berichtet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” unter Berufung auf eine unveröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in ihrer Montagsausgabe. “Insgesamt steigt die Frauenerwerbstätigkeit, aber das schlägt sich nicht in steigenden Entgeltpunkten nieder”, sagte Studien-Mitautor Markus Grabka der Zeitung.

Grund sei, dass viele Frauen nur in Teilzeit oder in geringfügiger Beschäftigung arbeiteten. Eine typische westdeutsche Frau aus der Generation der “Babyboomer” werde beim Renteneintritt nur 23,9 Rentenpunkte haben, berichtet das Blatt. Frauen aus den Jahrgängen 1936 bis 1945 hatten noch 23,4 Punkte. Beim heutigen Rentenstand würden die “Babyboomer”-Frauen rund 657 Euro im Monat bekommen. Die zitierten Zahlen beziehen sich auf den Median, den mittleren Wert. Die Untersuchung zeigt auch, wie sehr die Arbeitslosigkeit in Ostdeutschland auf die Renten der Männer schlägt: Ost-”Babyboomer” bekommen 32,6 Entgeltpunkte – die Kriegsgeneration (Jahrgänge 1936 bis 1945) hatte noch 42,8 Punkte gesammelt.

Jun 03

Euroscheine, dts Nachrichtenagentur
Foto: Euroscheine, dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), Elke König, hat angekündigt, die Regulierung der sogenannten Schattenbanken vorantreiben zu wollen. “Wir können uns mit der Regulierung von Schattenbanken keine Zeit mehr lassen”, sagte König dem “Handelsblatt” (Montagausgabe). Denn dort könnten Risiken aufgebaut werden, “die zu einer Gefahr für die Stabilität des gesamten Finanzsystems” werden könnten.

Schattenbanken sind Institute, die bankähnliche Aufgaben wie Finanzierungen erledigen, ohne der Bankaufsicht zu unterliegen. Dabei handelt es sich vorrangig um Hedge Fonds, Geldmarktfonds, aber auch Zweckgesellschaften — Institute also, die bekannt sind für ihre riskanten Geschäfte. Nach Expertenschätzungen hat sich das Finanzvolumen der Schattenbanken zwischen 2002 und 2010 auf 46 Billionen Euro mehr als verdoppelt. Und die schärfere Überwachung von “normalen” Banken bietet zusätzliche Anreize, Geschäfte in den kaum regulierten Schattenbankensektor zu verlagern. Deshalb warnt König: “Wenn wir nicht bald wesentliche Fortschritte erzielen, ist es nur eine Frage der Zeit, dass sich Krisenherde außerhalb unseres Radars bilden.”

Jun 03

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Manager hierzulande blicken trotz Schuldenkrise ungebrochen optimistisch auf die kommenden Monate. Laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young, die der Tageszeitung “Die Welt” (Montagausgabe) vorliegt, erwarten mehr als zwei Drittel der Manager, dass die Weltwirtschaft sich in den kommenden Monaten positiv entwickelt. Drei von fünf (59 Prozent) der Managern rechnen damit, dass die deutsche Wirtschaft weiter wächst und nur neun Prozent erwarten, dass sich die wirtschaftliche Lage verschlechtert.

Damit zählen deutsche Unternehmenslenker zu den Optimisten in der globalen Umfrage; weltweit rechnet nur jeder zweite Befragte damit, dass sich der Heimatmarkt positiv entwickelt. Einzig in den USA blicken die Manager noch positiver auf ihren Heimatmarkt: Dort rechnen fast 70 Prozent der Befragten damit, dass es mit der heimischen Wirtschaft aufwärts geht. Knapp die Hälfte der Unternehmen plant, in den kommenden zwölf Monaten zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. Nur elf Prozent wollen ihre Belegschaften reduzieren. Die Ergebnisse versprechen eine Fortsetzung des deutschen Job-Wunders, das zuletzt etwas ins Stocken geraten war. Während die Großunternehmen hierzulande einstellen wollen, droht sich die Arbeitsmarktlage laut der Untersuchung in den kriselnden Volkswirtschaften der Euro-Zone weiter zu verschärfen: Demnach wollen 35 Prozent der spanischen Großunternehmen Personal abbauen und nur 26 Prozent neue Mitarbeiter einstellen. In Italien ist das Verhältnis ähnlich kritisch. Ernst & Young hatte im April weltweit 1600 Manager aus Großunternehmen befragt, 84 davon kamen aus Deutschland. Damit sind die Ergebnisse zwar nicht so aussagekräftig wie beispielsweise der Ifo-Index für den 7000 Unternehmen befragt werden, geben aber einen guten Eindruck von der Stimmung und den längerfristigen Erwartungen in den Großunternehmen hierzulande und weltweit.

Jun 03

Polizei, dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizei, dts Nachrichtenagentur

Bayreuth (dts Nachrichtenagentur) – In Bayreuth hat die Polizei in der Nacht zum Sonntag ein dreieinhalbjähriges Mädchen aufgegriffen, das sich allein auf den Weg in die Stadt gemacht hatte. Wie die Polizei mitteilte, war das Kind auf seinem nächtlichen Spaziergang zunächst einem Taxifahrer aufgefallen. Das Mädchen verriet der Polizei zwar bereitwillig ihren Vornamen, dennoch war es nicht so einfach das Zuhause der Dreieinhalbjährigen ausfindig zu machen.

Nach umfangreichen Recherchen konnte schließlich die Wohnung des Kindes ermittelt werden. An dem Wohnhaus standen sowohl die Haustüre, als auch die Wohnungstüre sperrangelweit offen. Die Großeltern der Nachtwanderin schliefen beide fest, was die Kleine wohl rigoros ausgenutzt hatte.

Jun 03

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der frisch gewählte Linken-Vorsitzende Bernd Riexinger übt im parteiinternen Richtungsstreit Selbstkritik im Umgang mit dem ostdeutschen Reformflügel. “Vielleicht würdigt die Gesamtpartei die Arbeit dort zu wenig”, sagte er den “Stuttgarter Nachrichten” (Montagausgabe). “Die Ost-Kollegen haben ungeheuer viel Arbeit in Kommunen gesteckt und sind bis in die Landtage hinein verankert. Sie sind wichtiger Bestandteil des Parteiaufbaus. Es geht nicht nur um Anerkennung, sondern auch darum, von ihnen zu lernen.”

Darum werde er zuerst in die ostdeutschen Verbände gehen “und mit den Akteuren reden. Katja Kipping und ich machen das gemeinsam. Wir werden zuhören, was sie uns sagen. Wir werden die Gräben zuschütten.” Die Gefahr einer Spaltung hält er für gebannt. “Alle Akteure müssen sich darauf besinnen, dass unsere Partei 80 Prozent Übereinstimmung in ihren politischen Kernfragen hat und keine fundamentalen Differenzen. Als politisch ernst zu nehmende Kraft muss es uns gelingen, die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund zu stellen.” Die 20 Prozent Zoff wiederum müssten “im fairen, bereichernden Meinungsstreit produktiv ausgeräumt werden. Die Gemeinsamkeiten sind größer als die Differenzen.” Auch schließt der 56-jährige Verdi-Gewerkschafter und baden-württembergische Landesvorsitzende aus, dass Vertreter des Reformerflügels wie sein Gegenkandidat Dietmar Bartsch oder Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi Konsequenzen ziehen und hinwerfen. “Die beiden mögen enttäuscht sein, nachdem sie enorm viel Energie in ihre Überzeugungsarbeit gelegt haben.” Das gehöre zum Streit um die Richtung dazu. “Gysi hat alles versucht, die Strömungen vor allem in der Bundestagsfraktion beisammen zu halten. Er ist daran schier verzweifelt, das müssen wir erkennen. Aber jeder muss wissen, wo er gebraucht wird. Und Gregor Gysi ist für uns das wichtigste Aushängeschild.”

Jun 03

Mats Hummels (Borussia Dortmund), dts Nachrichtenagentur
Foto: Mats Hummels (Borussia Dortmund), dts Nachrichtenagentur

Dortmund (dts Nachrichtenagentur) – Borussia Dortmund hat einen weiteren Spieler des Meisterkaders der vergangenen beiden Spielzeiten langfristig an sich gebunden: Wie der Verein mitteilte, unterschrieb Innenverteidiger Mats Hummels am Sonntag in Dortmund einen bis zum 30. Juni 2017 datierten Vertrag beim Double-Sieger. “Als der Verein an mich herantrat und fragte, ob ich verlängern möchte, war für mich sofort klar, dass ich an dieser Mannschaft, die so erfolgreich ist und so viel Spaß verbreitet, weiter teilhaben will”, sagte der 23-Jährige. Hummels war im Jahr 2008 vom FC Bayern München zum BVB gewechselt.

Im Mai 2010 absolvierte er sein erstes von bis heute 14 Länderspielen für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft, mit der er am Montag ins EM-Quartier nach Polen reist.

Jun 03

Schweizer Flagge, dts Nachrichtenagentur
Foto: Schweizer Flagge, dts Nachrichtenagentur

Bern (dts Nachrichtenagentur) – Die Schweiz hat in den letzten Wochen Vermögenswerte aus Syrien im Umfang von 20 Millionen Franken gesperrt, die aus dem Umfeld des Präsidenten Baschar al-Assad stammen sollen. Das teilte die Sprecherin des für die Sperrungen zuständigen Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) mit. Bisher waren in der Schweiz rund 50 Millionen Franken aus Syrien eingefroren gewesen.

Grundlage für die Sperrung der Gelder sind Sanktionen gegen Assad sowie dessen Umfeld, Minister und Geschäftspartner. Seit dem März 2011 kommt es in Syrien zu Massenprotesten gegen die Regierung um Präsident Assad. UN-Angaben zufolge starben bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Opposition und den Sicherheitskräften bislang mindestens 10.000 Menschen.