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Jun 01

Miami (dts Nachrichtenagentur) – Im Fall der tödlichen Schüsse auf den afroamerikanischen US-Teenager Trayvon Martin hat ein Gericht die Freilassung des mutmaßlichen Todesschützen auf Kaution widerrufen. Das berichten US-Medien unter Berufung auf die Richter in Sanford. Er soll die Justiz über seine finanzielle Situation getäuscht haben, hieß es zur Begründung.

Zudem soll der 28-Jährige über einen zweiten Pass verfügen. Er muss sich nun innerhalb von 48 Stunden der Polizei stellen. Der mutmaßliche Täter George Z. wurde im April gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 150.000 US-Dollar aus dem Gefängnis entlassen. Am 29. Mai wurde schließlich die Anklageschrift verlesen. Der 28-Jährige gibt an, den Teenager im Februar in Notwehr erschossen zu haben. Bei dem Toten wurde jedoch keine Waffe gefunden. Der Fall hatte für großes Aufsehen in den USA gesorgt. Bei einer Verurteilung droht dem 28-Jährigen lebenslange Haft.

Jun 01

Paris (dts Nachrichtenagentur) – Die Tennis-Weltranglisten-Zehnte Angelique Kerber hat bei den French Open das Achtelfinale erreicht. Nach 1:55 Stunden verwandelte die Kielerin ihren ersten Matchball und bezwang die an Nummer 18 gesetzte Italienerin Flavia Pennetta mit 4:6, 6:3 und 6:2. Kerber trifft nun als nächstes auf die Kroatin Petra Martic. Auch Roger Federer und Stanislas Wawrinka stehen in den Achtelfinals der French Open.

Federer setzte sich in vier hart umkämpften Sätzen mit 6:3, 4:6, 6:2 und 7:5 gegen Nicolas Mahut durch. Im Achtelfinale trifft Federer auf den Belgier David Goffin (ATP 109), der als Lucky Loser der Reihe nach Radek Stepanek, Arnaud Clément und Lukasz Kubot ausschalten konnte. Stanislas Wawrinka bezwang nach viereinhalb Stunden den Franzosen Gilles Simon mit 7:5, 6:7 (5:7), 6:7 (3:7), 6:3, 6:2. Er trifft nun mit Jo-Wilfried Tsonga auf einen weiteren Franzosen.

Jun 01

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Vertreter der Europäischen Union haben Irlands Zustimmung zum EU-Fiskalpakt begrüßt. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy lobte das Ergebnis als “Schritt in Richtung Aufschwung und Stabilität.” Bundeskanzlerin Merkel nannte die Zustimmung eine gute Nachricht für Irland und Europa.

“Die Zustimmung Irlands zum EU-Fiskalpakt ist eine Bestätigung auf dem Weg zu einer dauerhaften Stabilitätsunion in Europa”, so Merkel. Finanzminister Wolfgang Schäuble erklärte, das Votum sei ein Beleg dafür, dass die europäische Strategie in der Krise richtig und erfolgreich sei. Nach offiziellen Angaben stimmten 60,3 Prozent der Iren dem Vertrag für mehr Haushaltsdisziplin zu.

Jun 01

Ban Ki Moon, dts Nachrichtenagentur
Foto: Ban Ki Moon, dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die internationale Gemeinschaft zu einem entschiedeneren Vorgehen im Syrienkonflikt aufgefordert. “Wenn die eskalierende Gewalt eines zeigt, dann dass man mutigere Schritte benötigt”, sagte Ban am Freitag in Istanbul. Zudem forderte er das Regime von Baschar al-Assad erneut auf, den Verpflichtungen aus dem Friedensplan des internationalen Sondergesandten Kofi Annan nachzugehen.

Auch der Sondergesandte der Vereinten Nationen für Syrien, Kofi Annan, zeigte sich “ungehalten und frustriert” über das Andauern der Gewalt im Land. Zuvor verurteilte der UNO-Menschenrechtsrat das Massaker in der Stadt Hula. Die Regierung in Damaskus habe ihre Pflicht zur Einstellung aller Gewaltakte verletzt, heißt es in einer in Genf verabschiedeten Resolution. Der Rat fordert zudem eine umfassende unabhängige Untersuchung der Bluttat sowie Gerichtsverfahren gegen die mutmaßlichen Verantwortlichen. Russland, China und Kuba kritisierten den Text als einseitige Schuldzuweisung an die Regierung in Damaskus und stimmten gegen die Entschließung. In Syrien sind seit Beginn des Konflikts vor 15 Monaten laut Schätzungen der Vereinten Nationen mehr als 9.000 Menschen getötet worden.

Jun 01

Joachim Gauck, dts Nachrichtenagentur
Foto: Joachim Gauck, dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit Unverständnis und Enttäuschung reagieren deutsche Muslime auf die Aussage des Bundespräsidenten Joachim Gauck, nicht der Islam, nur die Muslime gehörten zu Deutschland. “Das ist Wortklauberei”, sagte Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin und Vorsitzende des Liberal-islamischen Bundes der WAZ-Mediengruppe. Sie werde das Gefühl nicht los, dass hier eine “Scheindebatte” geführt werde, bei der es um Populismus und Stimmenfang geht.

“Schon wieder wird auf Kosten des Islams Meinungsmache betrieben.” Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, hält die Aussage Gaucks für symptomatisch für eine Debatte, die der Abgrenzung diene. Dabei gehe es hier wohl vielmehr um eine Identitätskrise der Deutschen. Mazyek zur WAZ-Mediengruppe: “Gerade in Zeiten des Umbruchs ist die Diskussion über den anderen und wie er hierhin passt immer auch die Frage nach der eigenen kulturellen und nationalen Identität.” Güner Deniz, Vorsitzender der Türkischen Gemeinde NRW, geht noch weiter und bezeichnet Gaucks Statement als “Blödsinn”. Es werfe die Integrationsdebatte um zwei Schritte zurück. Gauck hatte sich von der These seines Vorgängers Christian Wulff distanziert, wonach der Islam zu Deutschland gehöre. Er hätte den Satz anders formuliert und gesagt: “Die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland.”

Jun 01

Christian Wulff, dts Nachrichtenagentur
Foto: Christian Wulff, dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Berliner Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren gegen den Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff wegen Vorteilsannahme eingestellt. Es gebe keinen Anfangsverdacht für ein strafbares Verhalten von Wulff, erklärte ein Sprecher der Justizbehörde. Zwar seien Vorteile gewährt worden, politische Einflussnahme habe es aber nicht gegeben, hieß es von Seiten der Staatsanwaltschaft.

Bei den Ermittlungen ging es unter anderem um ein geschenktes “Bobby-Car” sowie Kleider-Sponsoring für Wullfs Ehefrau. Indessen gehen die Ermittlungen gegen den früheren Bundespräsidenten in Hannover wegen des Verdachts der Vorteilsnahme weiter. Hier rechne man frühestens im Sommer mit einem Ende des Verfahrens.

Jun 01

Tokio (dts Nachrichtenagentur) – Die Japanische Athletin Maya Nakanishi hat mit ihrer Beinprothese für einen Kalender posiert, um sich so eine Teilnahme an den Paralympics in London zu finanzieren. Die Sprinterin zeigt sich auf den Fotos zumeist nackt, wobei der Fokus stets auf ihrer Prothese liegt. Nun hofft die Sportlerin auf diese Weise genügend Geld für die Reise nach London einzunehmen und sich so ihren Traum von den Olympischen Spielen zu erfüllen.

Bereits 2008 startete Nakanishi bei den Paralympics in Peking als erste japanische Frau bei einem 100-Meter-Rennen. Mit 13.93 Sekunden lief sie ihre persönliche Bestzeit und wurde Sechste. Im 200-Meter-Rennen landete sie sogar auf Platz vier. Vor ihrem tragischen Unfall in einem Farbgeschäft, bei dem ihr ein Tonnen schwerer Stahlrahmen das Bein zertrümmerte, war Nakanishi eine herausragende Spielerin im Softball-Tennis.

Jun 01

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesliga-Klubs wehren sich gegen die Ankündigung von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, in deutschen Stadien notfalls nur noch Sitzplätze zuzulassen. “Der Wegfall der Stehplätze würde für uns – mit der weltweit größten Stehplatz-Tribüne – ein fußballkulturelles Desaster bedeuten. Borussia muss alles dafür tun, seine Stehplatz-Kultur zu bewahren”, sagte Dortmunds Chef Hans-Joachim Watzke zu “Bild”.

Zugleich kündigte er drastische Maßnahmen an: “Keine Gewalt, keine Pyrotechnik! Dem müssen sich auch Ultras unterordnen, sonst gibt es keine gemeinsame Basis mehr.” Auch Werder-Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer setzt sich zu Wehr. “Nur weil wir 12.000 Bekloppte haben, darf es keine Bestrafung von 54 Millionen Fußballfans geben”, sagte er der “Bild”. Drastische Worte fand auch Augsburg-Boss Walther Seinsch: “Wir sind aus vielen guten Gründen strikt gegen die Abschaffung der Stehplätze und verwahren uns gegen die dümmlichen Aussagen von Polizei-Gewerkschaftern und gegen die Kurzsichtigkeit von einigen Innenministern, die alles mit Verboten regeln wollen.” DFB-Präsident Wolfgang Niersbach zog gegenüber der “Bild” eine traurige Bilanz: “Die jüngsten Ausschreitungen machen auf traurige Weise deutlich, dass die bisherigen Konzepte und Maßnahmen alleine nicht ausreichen. Der Fußball wird deshalb seine Möglichkeiten im Kampf gegen Gewalt völlig ausschöpfen und vertraut auf die Konsequenz und Entschlossenheit der staatlichen Stellen.”

Jun 01

London (dts Nachrichtenagentur) – Fußball-Star David Beckham hat die Familienplanung noch nicht abgeschlossen und wünscht sich zwei weitere Kinder. “Wir sind sehr froh vier gesunde Kinder zu haben. Aber ein oder zwei mehr fänd ich schön”, verriet Beckahm in der Show “This Morning”.

Doch der Familienvater sei sich sicher, dass seine Frau von der Idee nicht sehr begeistert wäre. “Die Vorstellung, noch zwei Kinder zu haben, würde Victoria bestimmt Angst machen. Wir genießen jeden Augenblick mit den Kindern und werden das auch in Zukunft tun. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt”, erklärte der 37-Jährige. Die drei Jungs halten Beckahm von morgens bis abends in Bewegung. Töchterchen Harper sei hingegen das komplette Gegenteil. “Harper ist anders. Sie ist relaxed und schon jetzt sehr feminin. Es ist großartig ein Mädchen zu haben”, sagte Beckham stolz.

Jun 01

Guido Westerwelle, dts Nachrichtenagentur
Foto: Guido Westerwelle, dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Außenminister Guido Westerwelle hat die Resolution des UN-Menschenrechtsrates zu Syrien begrüßt. “Mit dem Beschluss zur Untersuchung der jüngsten Greueltaten in Syrien sendet der Menschenrechtsrat das unmissverständliche Signal: Wer Verbrechen wie in Hula zulässt, muss sich vor der internationalen Gemeinschaft verantworten”, sagte Westerwelle in Berlin. Man werde weiter alle verfügbaren politischen und diplomatischen Instrumente nutzen, damit das Assad-Regime einlenke und der Friedensplan von Kofi Annan endlich umgesetzt werde.

Die Resolution zu Syrien wurde mit 41 Stimmen angenommen, drei stimmten dagegen, 2 enthielten sich. Der UN-Menschenrechtsrat fordert darin ein sofortiges Ende der vom syrischen Regime ausgehenden Menschenrechtsverletzungen. Gleichzeitig sollen diejenigen zur Verantwortung gezogen werden, die für schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich sind.