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Nov 10

Morgen um kurz nach 20 Uhr stellen wir die CD “Kurt Tucholsky – Nachgeladen” in unserem Central FM Spezial vor. Also … Radio einschalten!!

EIN TUCHOLSKY-ALBUM … Warum, weshalb, wieso

Kurt Tucholsky für eine neue Generation. Ein nicht einfaches Vorhaben. Aber interessant, fesselnd, zuweilen erschütternd und gerade heute vielleicht auch besonders nötig, wie wir finden. Aber fangen wir vorne an. Stefan Ziethen und ich nahmen 2005 mit Robert Kreis als eine Art Zugabe im Rahmen eines anderen Projektes den Titel “Eine Frage”, dessen Text von Kurt Tucholsky stammt, auf. Die unverschämte Aktualität des Textes ließ sich nicht leugnen und hinterließ nicht nur bei uns eine bohrende Unbehaglichkeit. Es wurde schließlich die Idee geboren, Kurt Tucholsky mit neuer Musik aus allen passenden Genres des Pop heute im 21. Jahrhundert erneut eine Bühne zu geben. So können wir heute erleben, wie gut Tucholsky bereits vor fast hundert Jahren seine Zeit und die Menschen verstand und wie treffend und zeitlos er dies in Texten zum Ausdruck brachte. Mit erstauntem Entsetzen bleibt festzustellen, wie wenig sich seit den 20er- und 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts verändert hat.

Es sollten fast zwei Jahre ins Land ziehen, ehe wir neben einer kreativverückten Gruppe von Komponisten auch das Label Melodia, hier insbesondere Silke Volgmann, die von dem Projekt überzeugt war, gewinnen konnten. Und schließlich fanden wir eine Vielzahl von besonderen Interpreten, die alle engagiert und mit Spaß und Enthusiasmus an der Sache gearbeitet haben.
Thematische Schwerpunkte sind gesellschaftskritische Aspekte und der wunderbare Themenbereich des allgemein Menschlichen. Dies Alles wurde mal theatralisch, mal atmosphärisch, mal ein wenig extravagant, mal parodistisch und mal eher “unverdächtig” vertont. Stilistisch geht die Reise durch fast alle Genres der Popmusik bis hin zum Chanson.
Dabei heraus kommt ein abenteuerliches und musikalisch gewagt gemischtes Album, das sicher auf seine Art ein Experiment ist, aber doch von Tucholskys großartigen Texten zusammengehalten wird.

Quelle: www.tucholsky-nachgeladen.de