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Okt 22

Ebola-Hinweisplakat, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Ebola-Hinweisplakat, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die USA verschärfen die Kontrollen für Reisende aus den von Ebola betroffenen Staaten in Westafrika weiter. Diese sollen von der Einreise an 21 Tage lang überwacht werden, teilte die US-Seuchenschutzbehörde CDC am Mittwoch mit. Betroffene erhielten Informationsmaterial und ein Fieberthermometer und müssten täglich mit den Behörden Kontakt aufnehmen.

Auch über Reisepläne innerhalb der USA während der Überwachungszeit müssten die Behörden informiert werden. Mit den neuen Maßnahmen, die ab Montag umgesetzt werden sollen, soll eine schnellere Isolierung im Falle eines Ebola-Verdachts sichergestellt werden. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden inzwischen 9.936 Ebola-Fälle registriert. Die Zahl der Toten stieg demnach auf 4.877.

Okt 22

Jerusalem (dts Nachrichtenagentur) – In Jerusalem ist bei Mittwoch bei einem Anschlag ein Baby getötet worden. Sieben Menschen wurden verletzt, berichtet die “Jerusalem Post” auf ihrer Internetseite. Die Opfer seien in der Nähe einer Stadtbahnhaltestelle von einem Auto erfasst worden.

Der Fahrer habe daraufhin versucht zu fliehen, sei jedoch von der Polizei niedergeschossen worden. Es handele sich um einen Palästinenser aus Ost-Jerusalem, der bereits wegen “terroristischer Aktivitäten” inhaftiert gewesen sei. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Okt 22

Recep Tayyip Erdogan, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Recep Tayyip Erdogan, über dts Nachrichtenagentur

Ankara (dts Nachrichtenagentur) – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den Abwurf von Waffen für die syrischen Kurden in der umkämpften Stadt Kobane kritisiert. Hilfe für Kämpfer der syrisch-kurdischen Partei PYD sei zugleich Hilfe für die kurdische Arbeiterpartei PKK in der Türkei, erklärte Erdogan am Mittwoch. Dies sei für die Türkei nicht hinnehmbar.

Einige der abgeworfenen Waffen seien zudem in die Hände von Kämpfern der Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) geraten. Ihm falle es schwer zu verstehen, warum Kobane eine so große strategische Bedeutung für die USA habe, so Erdogan weiter. Es gebe dort keine Zivilisten mehr. Das US-Militär hatte die kurdischen Kämpfer in Kobane am Wochenende aus der Luft mit Waffen, Munition und medizinischem Material versorgt. Erdogan hatte eine Bewaffnung der Kämpfer der PYD, die mit der PKK verbunden ist, wiederholt abgelehnt.

Okt 22

Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Laut einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jeden Tag rund 4.100 Menschen an Tuberkulose. Das geht aus dem globalen Tuberkulose-Bericht 2014 hervor, den die WHO am Mittwoch veröffentlicht hat. Demnach habe es zwar in den vergangenen Jahren aufgrund besserer Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten weltweit deutliche Fortschritte im Kampf gegen die Infektionskrankheit gegeben.

Doch im Jahr 2013 erkrankten noch immer neun Millionen Menschen daran. “Tuberkulose ist weltweit nach Aids die zweittödlichste Infektionskrankheit”, sagte Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. “Dabei wären die meisten Todesfälle vermeidbar, wenn mehr in die Forschung und Entwicklung von wirksamen Impfstoffen, verbesserten Mitteln zur Diagnose und Medikamenten investiert würde.” Die Bundesregierung müsse zu ihrer internationalen Verantwortung stehen und deutlich mehr Mittel für die Stärkung von Gesundheitssystemen in Entwicklungsländern bereitstellen, forderte die Geschäftsführerin der international tätigen Entwicklungsorganisation.

Okt 21

Gasofen, Steven Depolo, Lizenztext: dts-news.de/cc-by
Foto: Gasofen, Steven Depolo, Lizenztext: dts-news.de/cc-by

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Nach Ansicht des scheidenden EU-Energiekommissars Günther Oettinger sind bei den Verhandlungen im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine am Dienstag “wichtige Fortschritte” erreicht worden. Er hoffe, dass bei einem Treffen am kommenden Mittwoch eine Einigung für ein Winterpaket erzielt werden könne, sagte Oettinger nach Verhandlungen mit Vertretern Russlands und der Ukraine in Brüssel. Russland wolle weiterhin nur gegen Vorkasse liefern, die Finanzierung der von der Ukraine benötigten Gasmenge für den Winter sei jedoch nicht gesichert.

Der ukrainische Energiekonzern Naftogaz hat sich laut Oettinger allerdings verpflichtet, bis Ende Dezember offene Gasrechnungen in Höhe von 3,1 Milliarden US-Dollar zu zahlen. Zudem habe man einen Gaspreis von 385 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter für Lieferungen bis Ende März vereinbart. Kiew und Moskau streiten bereits seit Monaten über den Gaspreis und über die Bezahlung früherer Gaslieferungen.

Okt 21

Fahne von Kanada, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fahne von Kanada, über dts Nachrichtenagentur

Winnipeg (dts Nachrichtenagentur) – In einem Lagerraum in der Stadt Winnipeg in der kanadischen Provinz Manitoba sind vier Babyleichen gefunden worden. Ein Mitarbeiter der Umzugsfirma, die die Lagerräume vermiete, habe die unterschiedlich stark verwesten Leichen entdeckt und die Behörden informiert, teilte die örtliche Polizei mit. Wie lange sich die toten Kinder in dem Lagerraum befunden hätten, sei noch unklar.

Auch die Todesursache sei noch nicht geklärt. Die Kinder seien offenbar nicht als vermisst gemeldet worden. Verdächtige gebe es bisher nicht.

Okt 21

Straßburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Gynäkologe Denis Mukwege aus der Demokratischen Republik Kongo wird in diesem Jahr mit dem Sacharow-Preis für geistige Freiheit des Europaparlaments ausgezeichnet. Die Fraktionsvorsitzenden hätten sich einstimmig darauf geeinigt Mukwege für seinen Kampf für den Schutz von Frauen auszuzeichnen, erklärte Parlamentspräsident Martin Schulz. In einem von ihm gegründeten Krankenhaus in der kongolesischen Stadt Bukavu behandelt der 59-jährige Gynäkologe Frauen und Mädchen, die Opfer von sexueller Gewalt wurden.

Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird am 26. November in Straßburg übergeben. Das Europäische Parlament vergibt den Sacharow-Preis seit 1988 an Menschen oder Organisationen, die sich für Menschenrechte und Grundfreiheiten einsetzen. Im vergangenen Jahr wurde die Pakistanerin Malala Yousafzai für ihre Bemühungen im Bildungsbereich ausgezeichnet.

Okt 21

Kinder, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Kinder, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Alle fünf Minuten stirbt nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef weltweit ein Kind an den Folgen von Gewalt. Nur eine Minderheit davon kommt in Kriegsgebieten ums Leben, heißt es in einem am Dienstag vorgestellten Bericht der Organisation. Über 75 Prozent der Todesfälle sei nicht auf bewaffnete Konflikte, sondern auf interpersonelle Gewalt zurückzuführen.

Millionen Kinder würden zu Hause, in der Schule oder innerhalb der Gemeinde Opfer von physischer, sexueller oder emotionaler Gewalt. Kinder aus ärmeren Familien seien besonders häufig betroffen. Unicef rief die Regierungen weltweit dazu auf, mehr gegen Gewalt gegen Kinder zu tun. Der Organisation zufolge ist Gewalt gegen Kinder in nur 41 Staaten ausdrücklich verboten, in nur zwei Prozent der Staaten gebe es staatliche Maßnahmen zur Gewaltprävention.

Okt 21

Pjöngjang (dts Nachrichtenagentur) – Nordkorea hat einen von drei gefangenen US-Bürgern freigelassen. Das berichten zahlreiche US-Medien unter Berufung auf die US-Regierung. Dem Mann wurde vorgeworfen, Anfang Mai in einem Klub für ausländische Seeleute eine Bibel auf einer Toilette zurückgelassen zu haben.

Zuvor war er als Tourist mehrere Tage durch Nordkorea gereist. Drei Tage später wurde er am Flughafen von Pjöngjang verhaftet, als er das Land verlassen wollte. Die nordkoreanischen Behörden hatten ihn identifizieren können, weil er in die Bibel seinen Namen und seine Telefonnummer geschrieben hatte. Damit befinden sich jetzt noch zwei weitere US-Bürger in nordkoreanischem Gewahrsam. Im vergangenen Jahr hatte ein Gericht einen 45-Jährigen wegen angeblicher Umsturzversuche zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Okt 21

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew hat nach dem Tod von Christophe de Margerie, Chef des Mineralölkonzerns Total, eine schnelle Aufklärung des Unglücks versprochen. “Wir werden alles Notwendige für die schnellstmögliche Aufklärung der Umstände dieser Katastrophe tun”, sagte Medwedew am Dienstag. Der russische Regierungschef hatte erst am Montag mit dem Total-Chef über Investitionen und ein breiteres Engagement von Total in Russland gesprochen.

Laut Medwedew sei de Margerie ein Freund Russlands gewesen. Der Chef des französischen Ölkonzerns Total war in der Nacht auf Dienstag bei einem Flugzeugunfall in Moskau ums Leben gekommen. Das Flugzeug von de Margerie war auf dem Flughafen Wnukowo mit einem Schneepflug kollidiert und laut russischen Medienberichten anschließend ausgebrannt. Der Fahrer des Schneepflugs soll zum Zeitpunkt des Unglücks alkoholisiert gewesen sein. Neben de Margerie, der mit dem Flugzeug nach Paris fliegen wollte, kamen bei dem Unglück auch drei Crew-Mitglieder ums Leben, die mit dem Total-Chef an Bord der Maschine waren.