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Dez 16

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der Schriftsteller Salman Rushdie fühlt sich nicht länger von der Fatwa gegen ihn bedroht. Dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Sonnabendausgaben) sagte er: “Das Todesurteil spielt seit 20 Jahren keine Rolle mehr in meinem Alltag. Diese Wolke ist an meinem Leben vorbeigezogen.”

Die Weigerung des Iran vor zwei Jahren, wegen Rushdies Auftritt an der Frankfurter Buchmesse teilzunehmen, bezeichnete der Autor als “deren Problem, nicht meines”. Der britisch-indische Schriftsteller lebt in den USA. 1988 hatte er das umstrittene Werk “Die satanischen Verse” veröffentlicht. Im darauffolgenden Jahr rief der iranische Revolutionsführer Ajatollah Khomeini Muslime in aller Welt dazu auf, Rushdie zu ermorden, weil die “Verse” Blasphemie seien. Zuletzt erschien Rushdies amerikanischer Gesellschaftsroman “Golden House”.

Dez 15

Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der Dow hat am Freitag zugelegt. Zum Handelsende in New York wurde der Index mit 24.651,74 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,58 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.675 Punkten im Plus gewesen (+0,88 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 6.460 Punkten (+1,15 Prozent).

Die größten Gewinne verzeichneten die Aktien von Intel bis kurz vor Handelsschluss mit über drei Prozent im Plus. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagabend etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,1756 US-Dollar (-0,08 Prozent). Der Goldpreis stieg leicht an, am Abend wurden für eine Feinunze 1.256,01 US-Dollar gezahlt (+0,13 Prozent). Das entspricht einem Preis von 34,35 Euro pro Gramm.

Dez 15

Sebastian Kurz, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Sebastian Kurz, über dts Nachrichtenagentur

Wien (dts Nachrichtenagentur) – Zwei Monate nach der Wahl in Österreich steht eine Koalition von ÖVP und FPÖ. “Es gibt eine türkis-blaue Einigung”, sagte der künftige Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Freitagabend in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in Wien. Das Regierungsprogramm, auf das man sich geeinigt habe, sei die Basis für die nächsten fünf Jahre, so Kurz.

Gleich morgen früh werde man den Bundespräsidenten informieren. Der ÖVP-Chef Kurz wird damit der 13. Bundeskanzler in der Zweiten Republik. Mit seinen 31 Jahren wird Kurz damit der europaweit jüngste Regierungschef.

Dez 15

Seismograph bei der Aufzeichnung eines Erdbebens, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Seismograph bei der Aufzeichnung eines Erdbebens, über dts Nachrichtenagentur

Jakarta (dts Nachrichtenagentur) – Vor der indonesischen Insel Java hat sich am Freitag ein Seebeben mittlerer Stärke ereignet. Geologen gaben zunächst eine Stärke von 6,8 an. Diese Werte werden oft später korrigiert.

Das Beben ereignete sich um 23:47 Uhr Ortszeit (17:47 deutscher Zeit) circa 280 Kilometer entfernt von der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) hat eine Tsunamiwarnung für die Region herausgegeben. Berichte über Schäden oder Opfer lagen zunächst nicht vor.

Dez 15

Fahnen von EU und Großbritannien, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fahnen von EU und Großbritannien, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die EU will in die zweite Phase der Verhandlungen um den Austritt Großbritanniens aus der Gemeinschaft eintreten. Beim EU-Gipfel stellten die anderen 27 Länder am Freitag offiziell fest, dass es in den bisherigen Gesprächen ausreichende Fortschritte gegeben habe. Zuletzt hatten die britische Premierministerin Theresa May und EU-Kommissionspräsident Juncker ausgemacht, dass die im Vereinigten Königreich lebenden EU-Bürger und die in der EU-27 lebenden Briten ihre heutigen Rechte unverändert behalten.

Was die finanzielle Seite angeht, hat sich das Vereinigte Königreich damit einverstanden erklärt, dass die von der EU-28 eingegangenen Verpflichtungen auch von der EU-28 erfüllt werden müssen – und dies schließt das Vereinigte Königreich ein. Aus dem eigenen Land hatte May dafür Kritik einstecken müssen. Die Gespräche sollen bis Herbst 2018 abgeschlossen sein, damit das Austrittsabkommen noch rechtzeitig vor dem 29. März 2019 verabschiedet werden kann. Dann will Großbritannien die EU verlassen. Erst diese Woche hatte sich das britische Parlament noch ein Veto-Recht für das Brexit-Abkommen mit der Europäischen Union gesichert.

Dez 15

Mond, Mond bei Tageslicht, blauer Himmel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mond, Mond bei Tageslicht, blauer Himmel, über dts Nachrichtenagentur

Toulouse (dts Nachrichtenagentur) – Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus hofft, vom neuen Mond- und Marsprogramm der NASA profitieren zu können. Dem Nachrichtenmagazin Focus sagte der für die Sparte Defence and Space zuständige Airbus-Vorstand Dirk Hoke: “Wir sind überzeugt, dass wir auch für dieses ambitionierte Vorhaben einen wichtigen Beitrag leisten können.” Airbus zähle in der Raumfahrt zu “den weltweit führenden Unternehmen. Deshalb vertrauen uns Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA”, erklärte Hoke: “Der Weltraum wird zum Hotspot der Zukunft.”

Nach Einschätzung des Airbus-Managers wird es aber noch mehr als zehn Jahre dauern, bis ein Flug zum Mars möglich ist. Auf die Frage, wann die erste Airbus-Rakete zum Mars fliege, sagte Hoke gegenüber Focus: “Vielleicht Ende des nächsten Jahrzehnts. Aber dafür brauchen wir noch ein paar Technologiesprünge.” Derzeit baue Airbus das Antriebs- und Servicemodul für die Orion. Es sei “das derzeit einzige Raumfahrzeug, das Astronauten seit dem Ende des Apollo-Programms über den Mond hinaus in die Tiefen des Alls fliegen wird”, erklärte Hoke. US-Präsident Donald Trump hatte diese Woche erklärt, die NASA werde auf dem Mond eine Basisstation für künftige Flüge zum Mars einrichten. Die Pläne des US-Investors Elon Musk, bereits ab 2025 zum Mars fliegen zu können, hält Hoke dagegen für unrealistisch: “Ich glaube nicht, dass es 2025 schon klappt”, sagte der Airbus-Manager. “Auch wenn sieben Jahre lang klingen mögen, so ist das in der Raumfahrt ein sehr sportlicher Zeitrahmen für eine solche Mission.” Grund sei die dafür fehlende Technik.

Dez 14

Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der Dow hat am Donnerstag nachgelassen. Zum Handelsende in New York wurde der Index mit 24.508,66 Punkten berechnet, ein Minus in Höhe von 0,31 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.650 Punkten im Minus gewesen (-0,37 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 6.385 Punkten (-0,08 Prozent).

Die größten Gewinne verzeichnete die Aktien von Walt Disney. Die Papiere standen kurz vor Handelsschluss mit über drei Prozent im Plus. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Donnerstagabend schwächer. Ein Euro kostete 1,1788 US-Dollar (-0,32 Prozent). Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Abend wurden für eine Feinunze 1.253,01 US-Dollar gezahlt (-0,21 Prozent). Das entspricht einem Preis von 34,17 Euro pro Gramm.

Dez 14

EU-Kommission in Brüssel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: EU-Kommission in Brüssel, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Die Europäische Union steht kurz vor einer Eskalation im Verhältnis zu ihrem Mitgliedsland Polen. Die EU-Kommission bereitet sich darauf vor, kommende Woche erstmals in der Geschichte der Gemeinschaft nach Artikel 7 des EU-Vertrags ein Verfahren wegen der “eindeutigen Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung” der Rechtsstaatlichkeit in die Wege zu leiten, berichtet die “Süddeutsche Zeitung”. Der Beschluss soll am Mittwoch ergehen, sollte Polens neuer Ministerpräsident Mateusz Morawiecki im Konflikt um die polnische Justizreform keine Umkehr zusagen.

“In einer Gemeinschaft souveräner Staaten, wie die EU es ist, müssen die Staaten das Recht haben, ihre Justiz zu reformieren”, sagte Morawiecki am Donnerstag vor Beginn eines EU-Gipfels in Brüssel. Das Verfahren empfinde Polen als “ungerecht”. Die EU-Kommission sieht durch Gesetzesänderungen eine “systematische Gefährdung der Rechtsstaatlichkeit” in Polen und hatte die nationalkonservative Regierung in Warschau mehrmals vergeblich zu Korrekturen aufgefordert. Trotzdem waren Gesetze beschlossen worden, die die Unabhängigkeit des Obersten Gerichtes aushöhlen und die Richterbestellung unter die Kontrolle der Parlamentsmehrheit bringen. Die beiden umstrittenen Gesetze könnten kommende Woche von Präsident Andrzej Duda unterzeichnet werden. “Es gibt bisher keine Anzeichen, dass die rote Linie nicht überschritten wird”, sagte ein EU-Diplomat. Für diesen Fall hat die EU-Kommission angedroht, ein Verfahren nach Artikel 7 des EU-Vertrages zu beantragen. Dem müssten vier Fünftel der EU-Staaten zustimmen, was in Brüssel als möglich gilt. Schon dies würde als empfindliche Strafe für Polen gewertet, weil noch nie ein EU-Mitglied derart an den Pranger gestellt worden ist. Nicht befürchten muss die Regierung in Warschau allerdings, ihre Stimmrechte zu verlieren. Dem müssten – mit Ausnahme Polens – alle Mitgliedsländer zustimmen. Ungarns Premier Viktor Orbán hat schon sein Veto angekündigt.

Dez 14

EU-Fahne, über dts Nachrichtenagentur
Foto: EU-Fahne, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Laut eines Berichts wird der Niederländer Hans Vijlbrief neuer Chef der Euro Working Group. Das Euro-Spitzengremium, dem Finanzstaatssekretäre der Euro-Staaten angehören, wolle Vijlbrief am Freitag in einer Telefonkonferenz zum Vorsitzenden wählen, sagten hochrangige EU-Diplomaten dem “Handelsblatt”. Vijlbrief folgt auf den Österreicher Thomas Wieser, der nach fünf Jahren an der Spitze der Euro Working Group Ende des Jahres in den Ruhestand geht.

Vijlbrief gilt als Vertrauter des scheidenden Euro-Gruppen-Chefs Jeroen Dijsselbloem. Dijsselbloem übergibt den Euro-Gruppen-Vorsitz Mitte Januar an den portugiesischen Finanzminister Mario Centeno.

Dez 14

Schiene, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Schiene, über dts Nachrichtenagentur

Perpignan (dts Nachrichtenagentur) – In Südfrankreich sind am Donnerstag bei einem Zugunglück mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Zwölf weitere Menschen seien verletzt worden, berichtet die französische Tageszeitung Le Figaro auf ihrer Internetseite. Das Unglück ereignete sich an einem Bahnübergang in der Nähe der Stadt Perpignan.

Ein Zug und ein Schulbus waren zusammengestoßen. Der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer brachte auf Twitter seine “immense Trauer” nach dem Unfall zum Ausdruck. Weitere Hintergründe waren zunächst nicht bekannt.