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Mai 29

LSD, über dts Nachrichtenagentur
Foto: LSD, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der Gründer der Internetplattform “Silk Road”, Ross Ulbricht, ist am Freitag von einem US-Bundesgericht in New York zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Silk Road war ein als sogenannter “Hidden Service” im Tor-Netzwerk betriebener virtueller Schwarzmarkt. Insbesondere wurden dort illegale Drogen wie Heroin, LSD, Kokain und MDMA, aber auch digitale Güter gehandelt, wobei als einziges Zahlungsmittel die Kryptowährung Bitcoin zum Einsatz kam.

Die erste Version von Silk Road war im Januar 2011 in Betrieb gegangen. 2013 konnte durch ein Datenleck im Login-Bildschirm der Server in einem Datenzentrum in Island lokalisiert werden, was im Oktober 2013 in San Francisco zur Verhaftung des damals 29-jährigen Ulbricht führte. Unter dem Pseudonym Dread Pirate Roberts soll dieser die Plattform betrieben oder mitbetrieben haben. Bei der Verhaftung waren Bitcoins im Gegenwert von mehr als 3 Millionen US-Dollar beschlagnahmt worden. Mit dem Urteil ging das Gericht über die Mindeststrafe, die bei 20 Jahren Haft gelegen hätte.

Mai 29

Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – An der New Yorker Börse hat der Dow-Jones-Index am Freitag mit Kursverlusten geschlossen: Zum Handelsende wurde der Index mit 18.010,68 Punkten berechnet. Das entspricht einem Minus von 0,64 Prozent oder 115,44 Punkten im Vergleich zum Handelsschluss vom Vortag. Der DAX hatte zum Wochenende mit kräftigen Verlusten geschlossen: Zum Ende des Xetra-Handels wurde das Börsenbarometer mit 11.413,82 Punkten berechnet.

Das entspricht einem Minus von 2,26 Prozent im Vergleich zum Handelsschluss vom Donnerstag.

Mai 29

Islamabad (dts Nachrichtenagentur) – Bewaffnete Angreifer haben am Freitag im Südwesten Pakistans zwei Busse angegriffen und mindestens 19 Menschen erschossen. Laut örtlichen Medienberichten bewarfen die Angreifer die Busse in der Provinz Belutschistan zunächst mit Steinen, ehe sie das Feuer auf die Fahrzeuge eröffneten. Augenzeugen sagten gegenüber pakistanischen Medien, dass gut zwei Dutzend Angreifer die beiden Busse stürmten, nachdem die Fahrer angehalten hatten, und mehrere Passagiere entführten.

Der Innenminister der pakistanischen Provinz Belutschistan erklärte, dass 19 der 20 Geiseln erschossen wurden.

Mai 29

Mauer des Kreml in Moskau, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mauer des Kreml in Moskau, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Firmen aus den Vereinigten Staaten profitieren laut eines “Spiegel”-Berichts von den EU-Sanktionen gegen Russland. Im vergangenen Jahr legte der Warenaustausch zwischen den USA und Russland laut russischen Statistiken um knapp sechs Prozent zu, während der Handel mit den EU-Staaten um fast zehn Prozent schrumpfte. In den ersten beiden Monaten 2015 brach der Außenhandel der EU mit Russland gegenüber dem Vorjahreszeitraum sogar um ein Drittel ein.

“Die Amerikaner haben erst großen Druck auf Europa ausgeübt, harte Sanktionen zu verhängen”, sagte Frank Schauff, Geschäftsführer der Association of European Business in Moskau. “Dass sie selbst ihren Handel mit Russland im vergangenen Jahr ausbauten, ist bemerkenswert.”

Mai 29

US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die Vereinigten Staaten haben Kuba nach Jahrzehnten von ihrer Liste der staatlichen Unterstützer des Terrorismus gestrichen. Das teilte das US-Außenministerium am Freitag mit. US-Präsident Barack Obama hatte die Streichung Kubas von der Terrorliste bereits im April angekündigt.

Die USA hatten Kuba seit 1984 Jahren als “Schurkenstaat” betrachtet, also als Land, das den Terrorismus unterstützt. Neben Kuba standen bis zuletzt Syrien, der Iran und der Sudan auf der Liste. Zwischen den USA und Kuba hatte sich das politische Klima in den letzten Monaten spürbar verbessert, nachdem beide Länder im Dezember 2014 nach anderthalbjährigen Verhandlungen eine grundlegende Neuausrichtung ihrer Beziehungen bekanntgegeben hatten.

Mai 29

Genf (dts Nachrichtenagentur) – Sabine Kehm, Managerin des ehemaligen Rennfahrers Michael Schumacher, hat in der ganzen Zeit seit dem Unfall nie überlegen müssen, wie Schumacher selbst über den Umgang mit Medienvertretern entschieden hätte. “Michael hatte feste Regeln, die wir gemeinsam erarbeitet haben. Privates hat er streng vom Job getrennt, davon ist er nie abgewichen”, sagte Kehm dem Magazin “Der Spiegel”.

“Es gab nie eine Homestory, und kein Journalist hat jemals seine Handynummer bekommen.” Schumacher war im Dezember 2013 beim Skifahren gestürzt und mit dem Kopf auf einen Stein geprallt. Vergangenen September wurde er aus dem Krankenhaus entlassen. Bis heute lauern immer wieder Fotografen rund um Schumachers Villa am Genfer See. Sie verstecken sich im Wald oder fotografieren aus tieffliegenden Helikoptern. Alles, was um Schumacher herum geschieht, klopfen Familie und Mitarbeiter daraufhin ab, ob jemand einen Blick auf ihn erhaschen könnte. Kehm sagt: “Entspannt ist es nie, weil dies eine permanente Belastung darstellt.” In ihrem Einsatz für Schumachers Privatsphäre wird Kehm unterstützt vom Frankfurter Medienanwalt Felix Damm. Der sagte dem “Spiegel”: “Die Privatsphäre muss man sich wie eine Insel vorstellen, die im Meer der Boulevardmedien schwimmt.” Erst plätschere es schön, doch wenn permanent Wasser anschwemme, werde die Insel schnell kleiner. “Plötzlich kann man sich kaum noch bewegen. Es ist schwer, wieder Sand nachzukippen. Also ist es besser, gleich zu Anfang für ausreichend hohe Kaimauern zu sorgen.”

Mai 29

Leserin, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Leserin, über dts Nachrichtenagentur

Salzburg (dts Nachrichtenagentur) – Schriftstellerin Hera Lind liest gern – nur als Jugendliche hatte sie noch nicht verstanden wie wertvoll Bücher sein können. “Ich habe in meiner jugendlichen Arroganz gesagt: Ich lebe, da muss ich doch nicht lesen”, sagte die 57-Jährige im “hr1-Talk”. “Heute weiß ich, dass Lesen etwas sehr Bereicherndes ist. Je älter ich werde, desto lieber lese ich.”

Ihrem Debütroman, mit dem sie Ende der achtziger Jahre schlagartig berühmt wurde, hatte sie ursprünglich den Titel “Magerquark und Schweinehund” gegeben. “Ich fand das ganz toll, aber die Lektorin nicht. Ich kam dann auf die Idee `Ein Mann für jede Tonart`, und wie man weiß, war das ein guter Titel.” Hera Lind hat 25 Romane geschrieben. Zuletzt erschien “Tausendundein Tag” (2014) im Diana Verlag.

Mai 29

Fahne von Großbritannien, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fahne von Großbritannien, über dts Nachrichtenagentur

Brüssel/ London (dts Nachrichtenagentur) – Großbritanniens Premier David Cameron bekommt für seine Forderung nach weitreichenden Zugeständnissen für den Verbleib seines Landes in der Europäischen Union heftigen Gegenwind von konservativen Europaparlamentariern. “Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass London ganz Europa für seine Ziele immer wieder in Geiselhaft nimmt”, sagte der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber (CSU), dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Er habe zwar großes Interesse daran, dass Großbritannien in der EU bleibe, so Weber, “aber das Referendum muss das Verhältnis Großbritanniens zur EU langfristig klären”.

In den vergangenen Tagen hat Cameron in mehreren europäischen Hauptstädten für seine Reformvorschläge geworben, darunter auch in Berlin. Die Briten wollen unter anderem erreichen, dass Sozialleistungen an EU-Ausländer künftig erst ausgezahlt werden müssen, wenn sie sich mehrere Jahre in Großbritannien aufhalten und dort auch Beiträge gezahlt haben. Außerdem drängt Cameron auf schärfere Regeln gegen den Zuzug von EU-Ausländern. In einem gemeinsamen Positionspapier widersprechen die deutsche und die französische Regierung Camerons Vorschlägen. Sie fordern eine “Unterstützung der Mobilität von Arbeitnehmern”, berichtet der “Spiegel”. Zudem machen sich Berlin und Paris für eine bessere Abstimmung in der Wirtschafts- und Finanzpolitik stark – allerdings ohne die von den Briten gewünschte Vertragsänderung.

Mai 29

Europaflagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Europaflagge, über dts Nachrichtenagentur

Straßburg (dts Nachrichtenagentur) – Griechenland steuert nach Ansicht des CSU-Europa-Politikers Markus Ferber auf eine Staatspleite und den Austritt aus dem Euro zu. Ferber sagte am Freitag im rbb-Inforadio, die Lage sei äußerst ernst. Er warf Athen vor, zu feilschen statt ein überzeugendes Reformprogramm zu präsentieren.

“Eine Regierung, die sich nicht darum kümmert, ein Programm vorzulegen, das die Geldgeber überzeugt, ihr nochmal Geld zu geben, ist nicht in der Lage ihre Aufgaben zu erfüllen – und darum würde ich schon den Schwarzen Peter nach Griechenland schieben”, erklärte Ferber. Vor diesem Hintergrund forderte der stellvertretende Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im EU-Parlament die griechischen Regierungspolitiker auf, jetzt endlich zu handeln. Wenn die Griechen jetzt nicht “den großen Sprung” machten und bereit seien, Reformen, die die alte Regierung schon zugesagt hatte, wieder einzuführen, “wird es kein Geld von der Gemeinschaft geben und dann gibt es leider keine Alternative, als aus dem Euro auszuscheiden”, so der CSU-Politiker.

Mai 29

Griechisches Parlament, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Griechisches Parlament, über dts Nachrichtenagentur

Luxemburg (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Euro-Rettungsfonds (ESM), Klaus Regling, hat an die griechische Regierung appelliert, sich mit ihren Geldgebern auf ein Reformpaket zu einigen. Dann könne die Regierung in Athen noch auf 7,2 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds, Zentralbankgewinnen und dem IWF zurückgreifen, schrieb Regling in einem Gastbeitrag für das Nachrichtenmagazin Focus. “Premier Alexis Tsipras sollte an den Erfolgen bis 2014 anknüpfen. Verweigert sich die griechische Regierung dem Reformprozess, spielt sie mit der Zukunft des Landes. Das Risiko ist dann groß, dass die Opfer der Griechen umsonst gewesen sind.”

Griechenland hat nach den Worten von Regling für die Krisendarlehen des ersten Rettungsschirms EFSF in Höhe von 130,9 Milliarden Euro strenge Reformauflagen erfüllt. Haushaltssanierung, Lohn- und Rentensenkungen seien schmerzhaft, aber unumgänglich gewesen, um Fehlentwicklungen zu korrigieren. Die Anstrengungen hätten sich aber ausgezahlt, so Regling: “Die Wirtschaft sprang an, Jobs ent­standen, Anleger kauften Mitte 2014 erstmals wieder griechische Staatsanleihen.” Diese Erfolge seien in der deutschen Öffentlichkeit lange unterschätzt worden. Das Prinzip “Kredite gegen Reformen” habe auch in anderen Euro-Krisenländern funktioniert. In Griechenland seien die Probleme größer. Deshalb dauere der Reform­prozess länger.