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Jan 21

US-Polizeiauto, über dts Nachrichtenagentur
Foto: US-Polizeiauto, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Während der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Donald Trump am Freitag ist es zu Krawallen gekommen. Die Polizei nahm 217 Randalierer fest, teilte der Polizeichef der Hauptstadt mit. Sechs Beamte seien bei Zusammenstößen mit Demonstranten leicht verletzt worden.

Die Polizei setzte Blendgranaten und Pfefferspray ein. Randalierer zündeten Gegenstände an, schlugen Schaufensterscheiben ein und setzten ein Auto in Brand. Die Veranstaltung selbst, zu der mehrere hunderttausend Menschen gekommen waren, blieb bis auf Zwischenrufe friedlich. Rund 28.000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz, um die feierliche Vereidigung Trumps zu sichern.

Jan 21

Banjul (dts Nachrichtenagentur) – Die schwere diplomatische Krise in Westafrika um den langjährigen Machthaber von Gambia, Yahya Jammeh, ist gelöst. In einer landesweiten Fernsehansprache kündigte er seinen Rücktritt an. “Ich denke, dass es nicht nötig ist, auch nur einen Tropfen Blut zu vergießen”, sagte Jammeh.

Zuvor hatten Truppen aus dem Senegal und der Staatengemeinschaft ECOWAS mit Billigung der Vereinten Nationen die Grenze überschritten, um einen Machtwechsel durchsetzen. Zuletzt hatten sich auch die Streitkräfte gegen Jammeh gestellt und erklärt, die eindringenden Verbände nicht zu bekämpfen. Jammeh, der das Land seit einem Militärputsch vor 22 Jahren regierte, hatte Anfang Dezember Wahlen gegen seinen Herausforderer Adama Barrow verloren. Nachdem er die Niederlage zunächst eingestanden hatte, änderte er später seine Meinung und forderte eine Wiederholung des Wahlganges. Barrow war später aus dem Land geflohen und am Donnerstag in der gambischen Botschaft in der senegalesischen Hauptstadt Dakar vereidigt worden.

Jan 21

Wien (dts Nachrichtenagentur) – Die österreichischen Behörden wollen einen Terroranschlag in Wien verhindert haben. Die Polizei nahm am Freitag einen 18-jährigen Mann fest, der ein Attentat in der Landeshauptstadt geplant haben soll, teilte Innenminister Sobotka mit. Ausländische Geheimdienste hätten die österreichischen Behörden auf den jungen Mann hingewiesen.

Er sei zunächst überwacht und schließlich am Freitag durch ein Sondereinsatzkommando der Polizei im Stadtteil Favoriten festgenommen worden. “Es haben sich in den vergangenen Tagen Hinweise auf einen geplanten Anschlag in der Bundeshauptstadt verdichtet”, so ein Polizeisprecher. Österreichische Medien berichten, der Mann habe einen Sprengstoffanschlag in der zweiten Januar-Hälfte geplant gehabt. Die Polizei forderte die Bürger zu erhöhter Wachsamkeit, vor allem an stark frequentierten Orten, auf.

Jan 21

Italienische Polizei, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Italienische Polizei, über dts Nachrichtenagentur

Verona (dts Nachrichtenagentur) – In Italien ist am Freitagabend ein Schulbus verunglückt. Dabei kamen mindestens 16 Menschen ums Leben, teilte die Feuerwehr über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das Unglück ereignete sich in der Nähe der Stadt Verona im Norden des Landes.

39 weitere Personen wurden verletzt. Der Bus mit Schulkindern aus Ungarn sei bei der Abfahrt von einer Autobahn mit einem Pfeiler kollidiert und in Flammen aufgegangen. Unter den Opfern soll auch der französische Busfahrer und dessen Familie sein. Die Unglücksursache war zunächst unklar.

Jan 21

Türkische Flagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Türkische Flagge, über dts Nachrichtenagentur

Ankara (dts Nachrichtenagentur) – Das türkische Parlament hat am Samstag die umstrittene und von Präsident Erdogan angestrebte Verfassungsreform gebilligt. 339 Abgeordnete stimmten für den Vorschlag, 142 dagegen. Die geplanten Änderungen sehen den schrittweisen Umbau der Türkei zu einem Präsidialsystem vor, in dem der Präsident deutlich mehr Macht erhält.

Zugleich würden die Kompetenzen des Parlamentes reduziert. Erdogan würde bei einer Umsetzung der Änderungen Staats- und Regierungschef zugleich sein, zudem hätte er deutlich größere Möglichkeiten, per Dekret zu regieren. Durch die Annahme der 18 Artikel durch das Parlament muss jetzt die Bevölkerung zustimmen. Ende März plant die türkische Regierung dazu ein landesweites Referendum.

Jan 20

Donald Trump am 20.01.2017, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Donald Trump am 20.01.2017, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Koordinator für Transatlantische Beziehungen im Auswärtigen Amt, Jürgen Hardt (CDU), glaubt, dass der neue US-Präsident Donald Trump mit dem in seiner Antrittsrede skizzierten Kurs ein Risiko eingeht. “Er geht mit diesem Kurs ein großes Wagnis ein”, sagte Hardt der “Welt”. “Amerikas Wohlstand und Weltgeltung werden nicht wachsen, sondern schwinden, wenn das Land sich abschottet.”

Immerhin habe Trump sich dazu bekannt, Allianzen zu stärken. Hardt kritisierte, dass Trump in der Rede “seine Wahlkampfrhetorik mit unverhohlen nationalistischen Tönen wiederholt” habe. Und: Auch die erste Rede als Präsident habe keine Klarheit darüber gebracht, wie Trumps Politik konkret aussehen soll. “Ich nehme ihm ab, dass er Amerikas Volk wieder einen will. Dies würde aber scheitern, wenn die Amtszeit Präsident Trumps für die Menschen zu viele Enttäuschungen mit sich bringt, weil er auch mit seiner Rede heute die Erwartungen zu hoch gesetzt hat.” Der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Henning Otte (CDU), sieht die Rede als Zeichen dafür, dass sich Europa sicherheitspolitisch stärker engagieren müsse. “Europa wird mehr sicherheitspolitische Verantwortung übernehmen müssen. Mit einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben legen wir die Grundlage hierfür”, sagte Otte. “Diesen Weg setzen wir fort.” Starke transatlantische Beziehungen blieben einer der wichtigsten Pfeiler der europäischen Sicherheitspolitik. Die Union ermutige die USA, sich weiterhin stark in der Nato und einer gemeinsamen Sicherheitspolitik einzubringen.

Jan 20

Parade mit Donald Trump am 20.01.2017, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Parade mit Donald Trump am 20.01.2017, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat am Freitagnachmittag in Washington die traditionelle Parade auf der Pennsylvania Avenue absolviert – vorbei an seinem eigenen Hotel, an jubelnden Anhängern aber auch an Protestlern. Am Rande der Parade waren Plakate zu sehen, die beispielsweise Trump mit einem Hakenkreuz zeigten. Wie es bei den vergangenen Amtseinführungen üblich war, stieg auch der 45. US-Präsident zwischenzeitlich aus dem “The Beast” genannten Fahrzeug aus und lief einige Schritte, begleitet wurde er dabei von seiner Frau und seinem Sohn.

Am Abend stehen noch drei Bälle auf dem Terminplan von Donald und Melania Trump.

Jan 20

Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet in New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump hat der Dow mit einem Plus geschlossen, während der Antrittsrede aber etwas geschwächelt. Während Trump eine äußerst “nationale” Rede hielt, trennten sich Anleger von Papieren, später wurde der Verlust aber wieder ausgeglichen. Zum Handelsende in New York wurde der Index mit 19.827,25 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,48 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss.

Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.265 Punkten im Plus gewesen (+0,22 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 5.055 Punkten (+0,12 Prozent). Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Freitagabend stärker. Ein Euro kostete 1,07 US-Dollar (+0,28 Prozent). Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 1.208,12 US-Dollar gezahlt (+0,28 Prozent). Das entspricht einem Preis von 36,33 Euro pro Gramm.

Jan 20

Kapitol in Washington, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Kapitol in Washington, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Bei den Protesten am Rande der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump sind mindestens drei Polizisten verletzt worden. Rund 100 Protestler seien festgenommen worden, berichten US-Medien. In schwarzer Kleidung vermummte Personen hatten im Innenstadtbereich von Washington unter anderem Scheiben eingeschmissen und Fahrzeuge beschädigt.

Auch kleinere brennenden Straßenbarrikaden wurden vereinzelt gesichtet. Die Sicherheitskräfte griffen durch und setzten unter anderem kleinere Wasserwerfer ein. Trump hatte um Punkt 12 Uhr Ortszeit (18 Uhr Ortszeit) den Amtseid abgelegt und ist von dem Moment an der 45. Präsident der Vereinigten Staaten.

Jan 20

Donald Trump am 20.01.2017, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Donald Trump am 20.01.2017, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – US-Präsident Donald Trump hat eine Stunde nach seiner Amtsübernahme die ersten “Presidential Orders” unterschrieben. Nancy Pelosi, Vorsitzende der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus war dabei anwesend, ebenso wie der Sprecher des Repräsentantenhauses, der Republikaner Paul Ryan, der ebenfalls als Trump-Kritiker gilt. Bei den unterzeichneten Dokumenten handelte es sich dem Vernehmen nach um Routineanweisungen, die unter anderem das Personal im Weißen Haus und das Kabinett betreffen.

Trump hatte auch angekündigt, Obamacare so schnell wie möglich zu stoppen und durch ein anderes Gesundheitssystem zu ersetzen. Wann er dies tun will, war aber noch unklar. Die Obamas verließen unterdessen mit einem Hubschrauber die US-Hauptstadt. Bei einem Zwischenstopp auf der Andrews Air Force Base südöstlich von Washington wandte sich Obama in einer Rede an seine früheren Mitarbeiter, bevor er in den Urlaub weiterflog.