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Jul 24

Gaza-Stadt (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem Angriff der israelischen Armee auf eine Schule im Norden des Gazastreifens sind am Donnerstag mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Zahlreiche weitere Menschen seien verletzt worden, berichtet die “Jerusalem Post” unter Berufung auf das palästinensische Gesundheitsministerium. Es handele sich um eine Schule des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA), die Flüchtlingen Schutz biete.

Unterdessen setzte die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas ihren Raketenbeschuss auf Israel fort. Seit dem Beginn der gewaltsamen Auseinandersetzungen kamen im Gazastreifen über 700 Menschen ums Leben. Auf der israelischen Seite starben bislang mindestens 32 Soldaten und mindestens drei Zivilisten.

Jul 24

Bagdad (dts Nachrichtenagentur) – Das irakische Parlament hat am Donnerstag einen neuen Präsidenten gewählt: Der Kurde Fuad Massum erhielt insgesamt 221 von 228 gültigen Stimmen. Massum hat nun zwei Wochen Zeit, um die Regierungsbildung in Auftrag zu geben. Nach irakischem Recht müssen die Ämter des Parlamentspräsidenten, des Staatspräsidenten und des Ministerpräsidenten mit einem Sunniten, einem Kurden und einem Schiiten besetzt sein.

Bereits in der vergangenen Woche war der Sunnit Salim al-Dschaburi zum neuen Parlamentspräsidenten gewählt worden. Der bisherige Ministerpräsident Nuri al-Maliki besteht auf eine weitere Amtszeit, ist jedoch umstritten.

Jul 24

Bamako (dts Nachrichtenagentur) – Die vermisste Passagiermaschine der Fluglinie Air Algérie ist nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) in dem westafrikanischen Staat Mali abgestürzt. Die Maschine sei im Nordwesten des Landes zwischen den Städten Gao und Tessalit, unweit der algerischen Grenze abgestürzt, sagte Brigadegeneral Koko Essien von der UN-Mission in Mali laut der britischen BBC. Zum Zeitpunkt des Unglücks habe es schlechte Wetterbedingungen gegeben, so der Brigadegeneral weiter.

Die Maschine war von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou aus gestartet und sollte in der algerischen Hauptstadt Algier landen. 116 Menschen sollen an Bord der Maschine gewesen sein, berichtet die Nachrichtenagentur APS unter Berufung auf die algerische Luftfahrtbehörde. Demnach war der Kontakt zu der Maschine gut 50 Minuten nach dem Start abgebrochen.

Jul 24

Kiew (dts Nachrichtenagentur) – Am Donnerstag haben Militärtransporter aus den Niederlanden und Australien 74 weitere Leichen von den Opfern des Absturzes von Flug MH17 aus der Ukraine ausgeflogen. Die Militärmaschinen sollen am Donnerstagnachmittag in Eindhoven landen. Dort waren bereits am Mittwoch die ersten 40 Toten eingetroffen.

Bis zum Freitag sollen alle bislang geborgenen sterblichen Überreste in die Niederlande gebracht werden. Dort werden die Toten von 75 Gerichtsmedizinern identifiziert. Bei dem mutmaßlichen Abschuss von MH17 waren vor einer Woche alle 298 Menschen an Bord der Maschine ums Leben gekommen, 193 von ihnen stammten aus den Niederlanden. Kiew und die Separatisten in der Ostukraine weisen sich gegenseitig die Verantwortung für den mutmaßlichen Abschuss des Passagierflugzeugs zu.

Jul 24

Ouagadougou (dts Nachrichtenagentur) – Die Fluggesellschaft Air Algérie hat offenbar den Kontakt zu einer Passagiermaschine verloren, die in der burkinischen Hauptstadt Ouagadougou gestartet war. Der Kontakt mit der Flugüberwachung sei am Donnerstag gut 50 Minuten nach dem Start abgerissen, heißt es laut übereinstimmenden Medienberichten in einer Mitteilung der staatlichen Fluglinie. Den Berichten zufolge habe sich das Flugzeug auf dem Weg nach Algier, der Hauptstadt Algeriens, befunden.

Weitere Hintergründe wurden zunächst nicht bekannt.

Jul 24

Rom (dts Nachrichtenagentur) – Die 26-jährige Sudanesin, die wegen ihrer Hochzeit mit einem Christen zum Tode durch den Strang verurteilt worden war, ist nach Italien ausgereist. Am Donnerstag traf die Frau gemeinsam mit ihrer Familie und in Begleitung des italienischen Vize-Außenministers Lapo Pistelli in Rom ein. Ein Berufungsgericht hatte das Todesurteil gegen die 26-Jährige zwar aufgehoben, die daraufhin aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Als sie zusammen mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in die USA ausreisen wollte, wurde die Sudanesin am Flughafen von Khartum aber erneut festgenommen. Im weiteren Verlauf flüchtete die Frau nach Todesdrohungen in die US-Botschaft im Sudan. Laut der sudanesischen Auslegung der Scharia darf eine muslimische Frau keinen Christen heiraten. Tut sie es dennoch, wird dies als Ehebruch gewertet.

Jul 24

Flagge der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flagge der Ukraine, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Die Ukraine-Krise wird in zunehmendem Maße zu einer Belastung für die Weltwirtschaft. Das ergibt sich laut eines Berichts der “Süddeutschen Zeitung” (Donnerstagsausgabe) aus dem neuen Konjunkturausblick des Internationalen Währungsfonds (IWF), der an diesem Donnerstag vorgelegt wird. Demnach könnten die stark gewachsenen “geopolitischen Risiken” zu einem deutlichen Anstieg der Energiepreise führen.

So soll allein in den USA das Wachstum in diesem Jahr mit 1,7 Prozent um über einen Punkt niedriger ausfallen als bisher erwartet. Dabei spielen allerdings auch andere Faktoren wie der lange Winter eine Rolle. Für die Euro-Zone nahm der IWF seine Prognose demnach um 0,1 Punkte auf 1,1 Prozent zurück, für Deutschland erhöhte er sie leicht von 1,7 auf 1,9 Prozent.

Jul 23

Katar (dts Nachrichtenagentur) – Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas ist offenbar bereit zu einer humanitären Waffenruhe. Bedingung sei jedoch, dass Israel die Belagerung des Gazastreifen beende, erklärte Chalid Maschal, ein politischer Führer der Hamas am Mittwoch in Katar. Ein dauerhafter Waffenstillstand könne erreicht werden, wenn auf die palästinensischen Forderungen eingegangen werde.

Israel äußerte sich dazu bisher nicht. Unterdessen forderte der UN-Menschenrechtsrat eine internationale Untersuchung möglicher Kriegsverbrechen bei den Angriffen auf den Gazastreifen. Der UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay zufolge sind seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive über 600 Palästinenser getötet worden, darunter mindestens 147 Kinder. Nach vorläufigen Zahlen der UN sind rund 74 Prozent der bislang Getöteten Zivilisten.

Jul 23

Genf (dts Nachrichtenagentur) – Der UN-Menschenrechtsrat hat sich am Mittwoch für eine internationale Untersuchung der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen ausgesprochen. In einer Resolution, die mit 29 Ja-Stimmen, 17 Enthaltungen und einer Nein-Stimme aus den USA angenommen wurde, verurteilte das Gremium die “systematische und schwere Verletzung” von Menschenrechten im Gazastreifen. Eine UN-Ermittlerkommission soll mögliche Kriegsverbrechen untersuchen.

Darüber hinaus wurden die Konfliktparteien aufgerufen, bei den Kämpfen die Zivilbevölkerung zu schützen. Der UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay zufolge sind seit dem Beginn der israelischen Militäroffensive über 600 Palästinenser getötet worden, darunter mindestens 147 Kinder. Nach vorläufigen Zahlen der UN sind rund 74 Prozent der bislang Getöteten Zivilisten.

Jul 23

Melilla (dts Nachrichtenagentur) – Rund 1.000 afrikanische Flüchtlinge sind am Mittwoch daran gehindert worden, in die spanische Exklave Melilla einzudringen. Marokkanische und spanische Sicherheitskräfte hätten durch ihr rasches Eingreifen verhindert, dass die Migranten den Hochsicherheitszaun überwinden, sagte ein Sprecher der Verwaltung von Melilla. Bereits am Dienstag hätten etwa 150 bis 200 Flüchtlinge versucht, auf diesem Wege in die EU zu gelangen.

Seitdem sogenannte Antiklettermaschen angebracht wurden, sei die Zahl der Migranten, die die Zäune überwinden jedoch deutlich zurückgegangen, erklärte der spanische Innenminister Fernández Díaz.