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Okt 31

Luxemburg (dts Nachrichtenagentur) – Im Euroraum hat die Arbeitslosenquote im September 2014 bei 11,5 Prozent gelegen. Das ist ein Rückgang von 0,5 Prozent im Vergleich zum September 2013, teilte das Statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) am Freitag mit. In der EU28 habe die Arbeitslosenquote im September im bei 10,1 Prozent gelegen.

Insgesamt seien rund 24,5 Millionen Menschen in der EU arbeitslos gewesen, davon 18,3 Millionen im Euroraum. Die niedrigsten Arbeitslosenquoten seien in Deutschland (fünf Prozent) und in Österreich (5,1 Prozent) verzeichnet worden, die höchsten Quoten wurden Eurostat zufolge in Griechenland (26,4 Prozent im Juli 2014) und Spanien (24 Prozent) verzeichnet. Die Jugendarbeitslosigkeit fiel in der Eurozone von 24 Prozent im September 2013 auf 23,3 Prozent im September 2014, in der EU28 fiel die Quote von 23,5 Prozent auf 21,6 Prozent.

Okt 31

Ouagadougou (dts Nachrichtenagentur) – Der Präsident des westafrikanischen Staats Burkina Faso, Blaise Compaoré, ist zurückgetreten. In einer im Fernsehen verlesenen Erklärung sprach er sich für Neuwahlen innerhalb von 90 Tagen aus. Armeechef Honoré Traoré teilte kurz darauf mit, er habe die Staatsgeschäfte übernommen.

Bereits am Donnerstagabend hatte Traoré erklärt, die Regierung sei abgesetzt und das Parlament aufgelöst worden. Compaoré hatte einen Rücktritt jedoch zunächst abgelehnt. Regierungsgegner waren seit Tagen gegen Compaoré, der bereits im Jahr 1987 durch einen Putsch an die Macht gekommen war, auf die Straße gegangen. Hintergrund war eine geplante Verfassungsänderung, die Compaoré eine weitere Präsidentschaftskandidatur ermöglichen sollte. Am Donnerstag hatten Demonstranten dann das Parlament gestürmt und Feuer gelegt. Mehrere Menschen kamen bei den Protesten ums Leben.

Okt 31

Paris (dts Nachrichtenagentur) – Am Sitz von Radio France in Paris soll es laut örtlichen Medienberichten mehrere Explosionen gegeben haben. Das berichtet eine Korrespondentin von “France 3″ am Mittag. Aus den oberen Etagen des Gebäudes dringt dichter Rauch: Auf Bildern, die auf Twitter veröffentlicht wurden, sind zudem Flammen zu sehen.

Laut örtlichen Medienberichten wird das Gebäude momentan evakuiert. Die Feuerwehr kämpfe derzeit gegen die Ausbreitung der Flammen, wie “FranceTVInfo” berichtet. Die Polizei hat demnach die umliegenden Straßen abgeriegelt. Zu den Gründen für das Feuer und den Explosionen wurde zunächst nichts bekannt.

Okt 31

Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Russland und die Ukraine haben ihren Streit um Gaslieferungen beigelegt. Das sagte der scheidende EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso nach Verhandlungen in Brüssel. “Ich bin glücklich, dass politische Verantwortung, die Logik der Zusammenarbeit und einfacher ökonomischer Sachverstand obsiegt haben”, so Barroso.

“Nun gibt es keinen Grund mehr, warum es für die Menschen in Europa im Winter kalt bleiben sollte.” Die Einigung sieht vor, dass Kiew bis zum Jahresende Schulden in Höhe von 2,5 Milliarden Euro beim russischen Gasversorger Gazprom begleicht. Russland sicherte im Gegenzug einen Gaspreis von 380 US-Dollar für 1.000 Kubikmeter zu. Einzige Bedingung sei laut des russischen Energieministers Alexander Nowak, dass die Ukraine in Vorkasse gehen muss. “Das ist unser Beitrag zu dem Kompromiss, damit es zu einer stabileren Lage in der Ukraine kommt, es im Herbst und Winter keine Schwierigkeiten gibt und die Lieferungen an die europäischen Verbraucher stabil gehalten werden können.” Wie die finanziell angeschlagene Ukraine die Schulden begleichen will, blieb bis zuletzt offen. EU-Energiekommissar Günther Oettinger (CDU) sagte, Kiew habe “im Haushalt Mittel für den Gaseinkauf bereitgestellt”. Er verwies zudem auf die EU-Hilfen und die Hilfen des Internationalen Währungsfonds (IWF) für das Land.

Okt 30

Ouagadougou (dts Nachrichtenagentur) – Die Armee in Burkina Faso hat die Regierung abgesetzt und das Parlament aufgelöst. Das erklärte Armeechef Honoré Traoré am Donnerstagabend. Für einen Zeitraum von maximal zwölf Monaten solle eine Übergangsregierung gebildet werden.

Es sei eine nächtliche Ausgangssperre verhängt worden. Zuvor hatten Regierungsgegner das Parlamentsgebäude gestürmt und in Brand gesetzt. Sie hatten gegen eine weitere Amtszeit des Präsidenten Blaise Compaoré, der bereits im Jahr 1987 durch einen Putsch an die Macht gekommen war, protestiert. Im Parlament sollte am Donnerstag über eine Verfassungsänderung abgestimmt werden, die Compaoré eine weitere Präsidentschaftskandidatur ermöglichen sollte. Bei den Protesten sollen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen sein.

Okt 30

Ebola-Übung, Tânia Rêgo/Agência Brasil, Lizenztext: dts-news.de/cc-by
Foto: Ebola-Übung, Tânia Rêgo/Agência Brasil, Lizenztext: dts-news.de/cc-by

Pjöngjang (dts Nachrichtenagentur) – Aus Angst vor Ebola stellt Nordkorea ab sofort alle Einreisenden für 21 Tage unter Quarantäne. Das Auswärtige Amt erklärte auf seiner Internetseite, man rate daher bis auf Weiteres von allen Reisen nach Nordkorea ab. Die Quarantäne gelte ausdrücklich nicht nur für Reisende aus den von Ebola betroffenen Gebieten, sondern unabhängig vom Herkunftsland.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation wurden seit dem Beginn der Epidemie rund 13.700 Ebola-Fälle registriert, bisher starben mehr als 5.000 Menschen an dem Virus. Am stärksten betroffen sind die westafrikanischen Staaten Sierra Leone, Guinea und Liberia.

Okt 30

New York (dts Nachrichtenagentur) – Die Menschenrechtsrechtsorganisation Human Rights Watch wirft der Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) vor, ein Massaker an Häftlingen in einem Gefängnis in der nordirakischen Stadt Mossul verübt zu haben. Anfang Juni habe der IS das Gefängnis erobert und die Insassen nach Religionszugehörigkeit getrennt, berichtet die Organisation unter Berufung auf Überlebende. Dann seien rund 600 schiitische Männer erschossen worden.

Auch mehrere Kurden und Jesiden seien getötet worden. Derartige Massenhinrichtungen kämen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleich, so die Menschenrechtsrechtsorganisation. Sie forderte die irakische Regierung und die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Vorfälle aufzuklären.

Okt 30

Ouagadougou (dts Nachrichtenagentur) – In Burkina Faso hat Präsident Blaise Compaoré den Notstand ausgerufen, nachdem Regierungsgegner am Donnerstag das Parlament gestürmt und in Brand gesetzt hatten. Zudem erklärte Compaoré Medienberichten zufolge, er habe die Regierung aufgelöst. Darüber hinaus habe er sich zu Verhandlungen mit der Opposition bereit erklärt.

Die Regierungsgegner protestierten gegen eine weitere Amtszeit des Präsidenten, der bereits im Jahr 1987 durch einen Putsch an die Macht gekommen war. Im Parlament sollte am Donnerstag über eine Verfassungsänderung abgestimmt werden, die Compaoré eine weitere Präsidentschaftskandidatur ermöglichen sollte. Die Abstimmung wurde offenbar abgesagt. Bei den Protesten sollen mindestens drei Menschen ums Leben gekommen sein. Der UN-Sondergesandte für Westafrika, Mohamed Ibn Chambas, kündigte für Freitag eine Reise nach Burkina Faso an.

Okt 30

US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur

Wichita (dts Nachrichtenagentur) – Bei einem Flugzeugunglück in der Stadt Wichita im US-Bundesstaat Kansas sind am Donnerstag mindestens vier Menschen ums Leben gekommen, mindestens fünf weitere wurden verletzt. Vier Menschen würden noch vermisst, berichtet der Lokalsender KAKE. Der Pilot einer zweimotorigen Maschine, die sich auf dem Weg von Wichita in die Stadt Mena im Bundesstaat Arkansas befunden habe, habe kurz nach dem Start gegen 09:50 Uhr Ortszeit (15:50 deutscher Zeit) notlanden wollen, nachdem es offenbar Probleme mit einem der Triebwerke gegeben habe. Dabei sei das Flugzeug in ein Flughafengebäude gestürzt, in dem sich zum Unglückszeitpunkt rund 100 Menschen befunden hätten.

Ab Bord der Maschine habe sich nur der Pilot befunden.

Okt 30

Banken-Hochhäuser, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Banken-Hochhäuser, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) sind die Aufräumarbeiten im europäischen Bankensektor noch lange nicht abgeschlossen. Der Chef der Kapitalmarkt-Abteilung beim IWF, José Viñals, begrüßte im Interview mit dem “Handelsblatt” (Freitagsausgabe) den Stresstest der Europäischen Zentralbank (EZB). “Das war eine harte und glaubwürdige Untersuchung, die die Transparenz verbessert hat”, sagte er.

Zugleich betonte der IWF-Direktor aber, dass dies nur der Beginn einer langen Genesung sei. “Die Profitabilität der europäischen Banken ist zu gering”, sagte der IWF-Direktor, “die Finanzinstitute haben es bislang nicht geschafft, ihr Geschäftsmodell dem stark veränderten Umfeld nach der Krise anzupassen.” Vor der Krise habe die Eigenkapitalrendite der Banken zwischen 15 und 20 Prozent gelegen, da die Institute exzessive Risiken eingegangen seien. Heute verharre die Rendite in den USA bei etwa neun, in der Euro-Zone aber unter fünf Prozent. “Auf mittlere Sicht sollte auch in Europa die Rendite näher bei neun bis zehn Prozent liegen, das wäre angemessen”, sagte Viñals. Da nicht alle Institute diese Marke erreichen können, fordert er eine Marktbereinigung. In Europa gebe zu viele Banken, so Viñals. Eine Konsolidierung sei überfällig. Durch die Bankenunion würden nicht nur Zusammenschlüsse und Übernahmen erleichtert, sondern auch die Abwicklung von Banken. Zu den oft übersehenen Gefahren für Europas Banken zählt Viñals die faulen Kredite. Durch den Stresstest seien sie um 136 Milliarden auf 900 Milliarden Euro gestiegen. Darum müsse man sich auf nationaler Ebene kümmern, forderte der Spanier. Eine Genesung der Institute ist für den IWF eine Voraussetzung dafür, dass Europas Volkswirtschaften ihre Wachstumsschwäche überwinden. Viñals sprach sich für Strukturreformen, aber auch für verstärkte Investitionen in die Infrastruktur aus. “Das würde heute die Nachfrage stärken und morgen die Angebotsseite verbessern.”