preload
Apr 17

Mexiko-Stadt. (dts Nachrichtenagentur) – Der kolumbianische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Gabriel García Márquez ist offenbar gestorben. Das berichtet die kolumbianusche Zeitung “El Tiempo”. Márquez sei im Alter von 87 Jahren am Donnerstag in Mexiko verstorben.

Der Schriftsteller, der an Demenz erkrankt war, war Anfang April wegen einer Atemwegserkrankung in ein Krankenhaus in Mexiko-Stadt eingeliefert worden, war jedoch am 8. April wieder entlassen worden. Für sein bekanntestes Werk “Hundert Jahre Einsamkeit” war Márquez im Jahr 1982 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt.

Apr 17

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Eine internationale Forschergruppe hat mit Hilfe des Weltraumteleskops “Kepler” offenbar einen erdgroßen Planeten in einer bewohnbaren Zone entdeckt. Der Planet befinde sich in einer Entfernung von seinem Zentralgestirn, in der – sollte eine erdähnliche Atmosphäre vorhanden sein – Wasser in flüssiger Form vorkommen könnte, so die Forscher in der neuen Ausgabe des US-Fachmagazins “Science”. Flüssiges Wasser gilt als Voraussetzung für Leben, wie es auf der Erde vorkommt.

Der Planet “Kepler-186f” sei einer von fünf erdgroßen Planeten, die um ein gemeinsames Zentralgestirn kreisen. “Kepler-186f” sei dabei der einzige, der sich in der so genannten “habitablen Zone” befinde. “Kepler” ist ein Weltraumteleskop der US-Raumfahrtbehörde NASA, das im März 2009 gestartet wurde, um nach so genannten Exoplaneten zu suchen.

Apr 17

Seoul (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der gefundenen Toten nach dem Fährunglück vor der Küste Südkoreas ist am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) auf 20 gestiegen. Die Suche nach den noch fast 300 Vermissten gestalte sich aufgrund der schlechten Wetterbedingungen und der starken Strömung schwierig, berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Unter den Vermissten befinden sich hauptsächlich Schüler, die sich auf einem Ausflug befanden.

Die Rettungskräfte vor Ort gehen davon aus, dass sich ein Großteil von ihnen noch im Schiff befindet. Die Chancen, noch Überlebende des Unglücks zu finden, lägen bei “fast Null”, sagte ein Sprecher der Küstenwache. 179 Menschen konnten bislang gerettet werden. Die Ursache für das Unglück ist weiterhin unklar.

Apr 17

Genf (dts Nachrichtenagentur) – Bei dem Krisentreffen zur Situation in der Ukraine ist es Vertretern Russlands, der ukrainischen Übergangsregierung, der EU und der USA offenbar gelungen, Vereinbarungen zur Deeskalation zu treffen. Man sei sich einig, dass die “illegalen militärischen Einheiten” in der Ukraine entwaffnet werden müssten, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag nach dem Treffen in Genf. Außerdem müssten sie alle besetzten Gebäude verlassen.

An den Beratungen hatten auch US-Außenminister John Kerry, der Außenminister der ukrainischen Übergangsregierung, Andrij Deschtschyzja, und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton teilgenommen. Russland hatte im Vorfeld mehrfach damit gedroht, das Treffen platzen zu lassen.

Apr 17

Riga (dts Nachrichtenagentur) – Die lettische Regierung fürchtet eine Ausweitung der Ukraine-Krise auf die baltischen Staaten. Das sagte der lettische Wirtschaftsminister Vjaceslavs Dombrovskis im Gespräch mit der “Welt”. “Wenn die Krise in der Ukraine sich zu einem Bürgerkrieg entwickelt, wären alle Länder der Region betroffen, auch Lettland und die anderen baltischen Staaten. Wir hätten dann einen Bürgerkrieg direkt vor der Haustür”, sagte Dombrovskis.

“Alles, was solch einen Konflikt verhindern kann, sollte in Erwägung gezogen werden, notfalls sogar Sanktionen.” Dazu ist die lettische Regierung offenbar auch zu Opfern bereit, denn europäische Sanktionen gegen Russland würden die lettische Wirtschaft besonders hart treffen. Russland ist der größte Handelspartner Lettlands und 80 Prozent der Güter, die in Lettland umgeschlagen werden, gehen nach Russland. Zudem kommt das gesamte in Lettland verbrauchte Erdgas aus Russland. “Alles in allem dürfte es in Europa kaum ein anderes Land geben, dass von Sanktionen gegen Russland härter getroffen wäre als Lettland”, sagte Dombrovskis der “Welt”. Trotzdem sei Lettland im Notfall zu Sanktionen bereit. Dombrovskis sagte, die lettische Bevölkerung fühle sich durch die Entwicklung auf der Krim-Halbsinsel sehr bedroht. “Die Ereignisse auf der Krim rufen sehr schmerzhafte Erinnerungen an die Annektierung Lettlands in den 40er-Jahren wach. Vieles lief damals ähnlich ab, beispielsweise gab es auch ein Referendum”, sagte Dombrovskis der “Welt”. “Die baltischen Staaten waren lange Teil der Sowjetunion und wir haben keinerlei Bedürfnis diese Erfahrung zu wiederholen.” Die Sorgen würden noch verstärkt dadurch, dass sowohl in Lettland als auch in Estland große und kaum integrierte russische Minderheiten lebten.

Apr 17

London (dts Nachrichtenagentur) – Die Mitarbeiter der Londoner U-Bahn planen einen erneuten Streik. Wie die BBC berichtet, plant die Gewerkschaft RMT einen Ausstand von zwei Tagen ab dem 28. April und weiteren drei Tagen ab dem 5. Mai. Die Verhandlungen mit der Nahverkehrsgesellschaft Transport for London (TfL) seien kaum vorangekommen, begründete ein Sprecher der Gewerkschaft RMT den Streik.

Es sei noch kein akzeptables Angebot vorgelegt worden. Bereits im Februar hatte ein breit angelegter Streik des U-Bahn-Personals hunderttausende Berufspendler getroffen und für ein Verkehrschaos in der britischen Hauptstadt gesorgt. Hintergrund der Streiks ist die Schließung von Fahrkartenschaltern in den Bahnhöfen und der Abbau von Arbeitsplätzen.

Apr 17

Wladimir Putin, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wladimir Putin, über dts Nachrichtenagentur

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Russlands Präsident Wladimir Putin schließt einen Militäreinsatz in der Ukraine nicht aus. “Der Föderationsrat hat mir das Mandat für eine Entsendung von Truppen in die Ukraine gegeben. Ich hoffe sehr, dass ich nicht gezwungen sein werde, das zu tun”, sagte Putin am Donnerstag in der TV-Fragestunde “Direkter Draht”.

Die russische Regierung werde alles tun, um die Rechte der russischsprachigen Minderheit in der Ukraine zu schützen, sagte Putin. Zugleich betonte der russische Präsident, dass der Konflikt nur durch Verhandlungen gelöst werden könne: Weder Panzer noch Flugzeuge könnten die Krise lösen, so der Kreml-Chef. Mit Blick auf etwaige Wirtschaftssanktionen gegen sein Land erklärte der russische Präsident, Europa sei auf die Gas-Importe aus Russland angewiesen. “Sie beziehen 30 bis 35 Prozent ihres Bedarfs von uns. Können Sie den Import aus Russland stoppen? Ich halte das für unmöglich.” Zudem forderte Putin die Ukraine auf, ausstehende Gasrechnungen innerhalb eines Monats zu bezahlen. Andernfalls werde Moskau künftig Vorkasse verlangen. In der Fragestunde hatte Putin auch Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen sich russische Truppen in der Ukraine aufhalten würden. “Es gibt keine russischen Truppen in der Ukraine. Das sind alles ukrainische Bürger, die sich selbst bewaffnet haben”, sagte Putin. Die Vorwürfe des Westens seien “Unsinn”.

Apr 17

Wladimir Putin, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wladimir Putin, über dts Nachrichtenagentur

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Russlands Präsident Wladimir Putin hat Vorwürfe zurückgewiesen, nach denen sich russische Truppen in der Ukraine aufhalten würden. “Es gibt keine russischen Truppen in der Ukraine. Das sind alles ukrainische Bürger, die sich selbst bewaffnet haben”, sagte Putin am Donnerstag in einer Fernseh-Fragestunde mit Blick auf die separatistische Bewegung in der Ost-Ukraine.

Die Vorwürfe des Westens seien “Unsinn”, so der russische Präsident weiter. In dem Gespräch machte Putin der Übergangsregierung in Kiew schwere Vorwürfe: Die Entsendung von Panzern in den Südosten der Ukraine sei ein Verbrechen, sagte der Kreml-Chef. Pro-russische Aktivisten hatten in der Ost-Ukraine zuletzt zahlreiche staatliche Gebäude unter ihre Kontrolle gebracht, woraufhin die Übergangsregierung der Ukraine einen “Anti-Terror”-Einsatz startete.

Apr 17

Seoul (dts Nachrichtenagentur) – Einen Tag nach dem Fähr-Unglück vor der Küste Südkoreas werden weiterhin etwa 290 Menschen vermisst. Laut örtlichen Medienberichten stieg die Zahl der Todesopfer auf mindestens neun. Unter den Vermissten befinden sich hauptsächlich Schüler, die sich auf einem Ausflug befanden.

Die Rettungskräfte vor Ort gehen davon aus, dass sich ein Großteil von ihnen noch im Schiff befindet. Die Chancen, noch Überlebende des Unglücks zu finden, lägen bei “fast Null”, sagte ein Sprecher der Küstenwache. 179 Menschen konnten bislang gerettet werden. Die Rettungsmaßnahmen wurden zuletzt durch starke Strömung und schlechte Sicht erschwert. Die Ursache für das Unglück ist weiterhin unklar.

Apr 17

Wladimir Putin, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wladimir Putin, über dts Nachrichtenagentur

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Der CDU-Bundestagsabgeordnete Gunther Krichbaum hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen, den Konflikt in der Ukraine zu schüren. “Russland schürt den Konflikt ganz maßgeblich. Herr Putin schürt diesen Konflikt”, sagte Krichbaum, der bis zum Mittwoch im Osten der Ukraine war, am Donnerstag im “Deutschlandfunk”.

Der CDU-Politiker kritisierte allerdings auch die ukrainische Übergangsregierung: “Ich denke, dass bei der ukrainischen Führung auch ein gewisses Unvermögen dabei ist”, sagte Krichbaum mit Blick auf das letzte Ultimatum der Regierung in Kiew. Auch das umstrittene Sprachen-Gesetz kritisierte der CDU-Politiker, da dieses die Stimmung in der Ost-Ukraine “aufgeheizt” habe. “Es ist am Ende des Tages jetzt nicht in Kraft getreten, weil der Präsident nicht unterzeichnet hat. Aber als erste Amtshandlung gleich die ukrainische Sprache als einzige Amtssprache in der Ukraine nur zuzulassen, das Russische sozusagen wegzuradieren, ist sicherlich keine kluge Entscheidung gewesen”, so Krichbaum, der sich für “handfeste Wirtschaftssanktionen” gegen Russland aussprach. “Wir wollen das nicht, aber wenn wir nicht anders weiterkommen, müssen auch hier Taten folgen.”