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Jun 29

Tastatur, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Tastatur, über dts Nachrichtenagentur

Den Haag (dts Nachrichtenagentur) – Angesichts fortlaufender Cyberangriffe hat der Chef der europäischen Polizeibehörde Europol, Rob Wainwright, Konzernen weltweit Nachlässigkeit vorgeworfen. “Viele internationale Konzerne haben ihre Computersysteme noch nicht einmal grundlegend gesichert”, sagte ser Europol-Direktor der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Donnerstag). Schon der Angriff mit der Schadsoftware “WannaCry” vor sechs Wochen sei ein Beispiel dafür gewesen, wie Konzerne digital erpresst wurden.

Dies sei durchaus vermeidbar gewesen: “WannaCry war kein High-Tech-Angriff”, betonte Wainwright. Unternehmen müssten nun dringend nachrüsten. “Die Attacken sind eine Warnung für alle Unternehmen auf der ganzen Welt, ihre Hausaufgaben zu machen”, forderte der Europol-Chef. Wainwright rechnet künftig mit noch aggressiveren weltweiten Hackerattacken auf Firmen: “Das könnte jederzeit wieder passieren. Und auch noch schlimmer als bisher.” Der Europol-Chef äußerte sich unmittelbar vor der jüngsten Hackerattacke auf Konzerne in aller Welt. Zu dem aktuellen Cyberangriff wollte er der Zeitung zufolge keine Stellung nehmen.

Jun 29

Botschaft von Russland, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Botschaft von Russland, über dts Nachrichtenagentur

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Moskau hat die geplante Erhöhung der Verteidigungsausgaben in den europäischen Nato-Staaten und Kanada in diesem Jahr scharf kritisiert. “Allein die Verteidigungsausgaben der Europäer sind in der Summe vier Mal höher als das Budget Russlands”, sagte der russische Nato-Botschafter, Alexander Grushko, der “Welt”. US-Präsident Trump fordere jetzt die Umsetzung des Zwei-Prozent-Ziels.

“Die erste Frage, die uns in den Sinn kommt, lautet, warum 250 Milliarden US-Dollar – das ist die Summe der Verteidigungsausgaben der europäischen Länder – nicht genug sind?” Er fügte hinzu: “Wir sehen einen sehr gefährlichen Trend zu einer Militarisierung der internationalen Beziehungen. Das kann zu einem neuen Rüstungswettlauf führen.” Hintergrund: Am Donnerstag treffen sich die Verteidigungsminister der Allianz, um über die künftige Entwicklung der Ausgaben zu beraten. Nach jüngsten Schätzungen der Nato werden die europäischen Alliierten und Kanada im Jahr 2017 rund zwölf Milliarden US-Dollar mehr für das Militär ausgeben als im Vorjahr. Es sei das dritte Jahr in Folge mit Fortschritten bei den Verteidigungsausgaben, teilte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch fest. Die Nato hatte 2014 beschlossen, die Verteidigungsausgaben binnen eines Jahrzehnts “Richtung zwei Prozent” der Wirtschaftsleistung zu steigern. Der russische Spitzendiplomat kritisierte ebenfalls die Entsendung von vier jeweils 1000 Mann starken multinationalen Kampftruppen nach Polen und in das Baltikum, die aus Sicht der Allianz als Abschreckung dienen sollen. Deutschland stellt 450 Soldaten in Litauen und führt den Nato-Kampfverband in dem baltischen Land an. “Mit diesen militärischen Schritten und Verstärkungen an der Ostflanke schafft die Nato eine neue Sicherheitslage, die wir nicht ignorieren können und auf die wir mit unseren eigenen militärischen Mitteln antworten werden”, sagte Grushko der “Welt”. Man werde seine Militärplanungen darauf einstellen, erklärte der Spitzendiplomat. Eine Bedrohung durch Russland an den Ostgrenzen des Bündnisses wies Grushko entschieden zurück: “Russland steht im Zentrum eines Propagandakriegs der Nato-Länder. Wir sehen derzeit eine unglaubliche Dämonisierung Russlands. Die Nato erweckt nahezu täglich den Eindruck, dass Russland morgen Polen und die baltischen Länder einnehmen wird.” Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus bot Grushko der Verteidigungsallianz in Ländern wie Afghanistan und Syrien erneut eine Zusammenarbeit an: “Wir haben klar gesagt, dass wir bereit sind mit allen zu kooperieren, die zu unserem gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus beitragen wollen. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Islamischen Staat (IS) zu besiegen. Alle Partner sollten sich daran beteiligen, ohne künstliche Trennungslinien zwischen ihnen. Das schließt auch die Nato ein.” Moskau wisse, dass der IS ein Kalifat errichten wolle, dass auch Gebiete Russlands umfasst, erklärte Grushko in der “Welt”.

Jun 28

Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Der Dow hat am Mittwoch zugelegt. Zum Handelsende in New York wurde der Index mit 21.454,61 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,68 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Wenige Minuten zuvor war der breiter gefasste S&P 500 mit rund 2.440 Punkten im Plus gewesen (+0,92 Prozent), die Technologiebörse Nasdaq berechnete den Nasdaq 100 zu diesem Zeitpunkt mit rund 5.755 Punkten (+1,48 Prozent).

Der Nikkei-Index hatte zuletzt nachgelassen und mit einem Stand von 20.130,41 Punkten geschlossen (-0,47 Prozent). Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Mittwochabend stärker. Ein Euro kostete 1,1383 US-Dollar (+0,42 Prozent). Der Goldpreis konnte profitieren, am Abend wurden für eine Feinunze 1.249,90 US-Dollar gezahlt (+0,22 Prozent). Das entspricht einem Preis von 35,30 Euro pro Gramm.

Jun 28

Flüchtlingslager, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flüchtlingslager, über dts Nachrichtenagentur

Rom (dts Nachrichtenagentur) – Im Kampf gegen die Flüchtlingskrise hat Italien in Brüssel um eine zusätzliche finanzielle Unterstützung gebeten. Italiens Premierminister Gentiloni hatte demnach bereits am vergangenen Freitag während des EU-Gipfels in Brüssel die zunehmende Belastung seines Landes durch die Aufnahme von Flüchtlingen auf den Tisch gebracht, berichtet die “Welt” in ihrer Donnerstagausgabe unter Berufung auf hohe EU-Kreise, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Er forderte, die “frontline states” zu entlasten.

Die EU-Kommission sagte zu, die Situation zu prüfen. Gentiloni deutete am vergangenen Freitag an, dass eine Möglichkeit der Entlastung für Italien darin bestünde, sein Land ähnlich wie die Türkei, finanziell stärker zu unterstützen. Das Thema spielte auch beim Gespräch zwischen Italiens EU-Botschafter Massari und EU-Innenkommissar Avramopoulos an diesem Mittwoch eine Rolle. Dabei ging es Gentiloni aber nur um einen Bruchteil der insgesamt sechs Milliarden Euro, die die EU zur Unterstützung von Flüchtlingen in der Türkei in den kommenden Jahren bereit stellen will. Die Rede ist laut Angaben aus EU-Kreisen von etwa fünf Prozent. Denkbar wäre auch, hieß es in Brüssel, die Flüchtlinge an die maltesische oder französische Küste zu bringen. Das wurde von Gentiloni aber ausdrücklich nicht gefordert, er hatte diesen Vorschlag am vergangenen Freitag auch nicht ins Spiel gebracht. Gentiloni führte während des Treffens der EU-Staats- und Regierungschefs aus, dass 14 verschiedene Nichtregierungsorganisationen mithelfen würden, Flüchtlinge nach Sizilien zu bringen. Sein Land werde immer mehr zum Zielland und immer weniger zum Transitland, beklagte der Italiener. Er betonte zugleich, dass eine Übertragung des Türkei-Deals auf Libyen derzeit völlig unrealistisch sei. “Es müssen andere Lösungen gefunden werden”, so Gentiloni. Hintergrund: Italien drohte am Mittwoch, Schiffen von Hilfsorganisationen mit geretteten Migranten die Einfahrt in italienische Häfen zu verwehren, falls dem Land nicht ein Teil der Last abgenommen wird.

Jun 28

EU-Flüchtlingszahlen 01/2013-05/2017, über dts Nachrichtenagentur
Foto: EU-Flüchtlingszahlen 01/2013-05/2017, über dts Nachrichtenagentur

Rom (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Flüchtlinge, die in Italien über das Mittelmeer einreisen, steigt stark an – EU-weit liegen die Zahlen aber auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Im Mai kamen 22.900 Flüchtlinge über die zentrale Mittelmeer Route und damit 77 Prozent mehr als noch im April. Gleichzeitig verzeichnete Italien damit etwa zehn Prozent mehr Flüchtlinge als im Mai letzten Jahres, wie aus Zahlen der Grenzschutzagentur Frontex von Ende Juni hervorgeht.

Nigeria, Bangladesch und Elfenbeinküste waren die häufigsten Herkunftsländer. Noch neuere Zahlen zeigen allerdings, dass die Zahl im Juni nochmals angestiegen sein dürfte. So wurden allein in den letzten vier Tagen seit Sonntag 10.000 Flüchtlinge bei Dutzenden Schiffseinsätzen im zentralen Mittelmeer gerettet, teilte Frontex mit. Italien drohte deswegen schon damit, die Häfen für bestimmte Schiffe von Hilfsorganisationen zu sperren, wie am Mittwoch bekannt wurde. Auf den anderen Flüchtlingsrouten herrschte dagegen in den letzten Wochen vergleichsweise wenig Andrang. In Griechenland kamen im Mai 2.240 Flüchtlinge an. Hier waren Syrien und Irak die häufigsten Herkunftsländer. Über das westliche Mittelmeer reisten nur knapp über 500 Flüchtlinge ein. Insgesamt verzeichnete Frontex im Mai rund 27.000 “illegale Grenzübertritte” und damit etwa so viele wie im Mai 2016. Damit liegen die Zahlen aber weiter deutlich unter den Werten der Periode Mai 2015 bis Februar 2016, als jeweils über 50.000 Menschen in einem Monat in der EU ankamen und in der Spitze im Oktober 2015 sogar über 430.000 Grenzübertritte von Flüchtlingen in einem Monat verzeichnet wurden.

Jun 28

Flüchtlinge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flüchtlinge, über dts Nachrichtenagentur

Ankara (dts Nachrichtenagentur) – Die Zahl der Flüchtlinge in der Türkei ist auf 3,2 Millionen gestiegen. Das geht aus Zahlen der EU-Kommission vom Stand April 2017 hervor. In der vorherigen Erhebung Stand Januar war von 3 Millionen Flüchtlingen die Rede.

Das Gesamtbudget in Höhe von drei Milliarden Euro, die 2016 und 2017 für die Flüchtlingshilfe in die Türkei fließen sollten, ist unterdessen weitestgehend verteilt – allerdings noch nicht ausgezahlt. 2,9 Milliarden Euro seien bereits von der EU zugewiesen worden, hieß es am Mittwoch in Brüssel. Als Beispiel wurde das Programm “Emergency Social Safety Net” (Soziales Sicherheitsnetz für Notsituationen – ESSN) genannt. Darüber sind nach EU-Angaben bislang 680.000 Flüchtlinge der 3,2 Millionen Flüchtlinge erreicht worden. “Die im Mai freigegebenen zusätzlichen Mittel werden uns ermöglichen, bis Ende des Jahres 1,3 Millionen Flüchtlingen zu helfen”, sagte Christos Stylianides, EU-Kommissar für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement am Mittwoch. Darüber hinaus seien beispielsweise durch an bestimmte Bedingungen geknüpfte Geldzuweisungen für Bildungsleistungen rund 56.000 Kinder aus Flüchtlingsfamilien unterstützt worden. Von insgesamt 48 unterzeichneten Verträgen im Volumen von über 1,6 Milliarden Euro sind allerdings erst 811 Millionen Euro tatsächlich ausgezahlt. Die Türkei hatte immer wieder bemängelt, dass zugesagte Gelder nur spärlich flössen. Das wies die EU wiederholt zurück, so auch wieder am Mittwoch: “Wir sind unseren Verpflichtungen treu geblieben”, sagte Stylianides.

Jun 28

London (dts Nachrichtenagentur) – Der britische Kinderbuchautor Michael Bond ist tot. Der Schriftsteller sei am Dienstag im Alter von 91 Jahren nach kurzer Krankheit in seinem Haus gestorben, teilte sein Verlag am Mittwoch mit. Bekannt wurde Bond mit den Geschichten über Paddington Bär.

Die ersten Erzählungen um den Bären erschienen im Jahr 1958. Ab dem Jahr 1983 veröffentlichte er zudem mehrere Kriminalromane. 1997 wurde Bond der Verdienstorden “Order of the British Empire” verliehen.

Jun 28

Euro- und Dollarscheine, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Euro- und Dollarscheine, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – Private Investoren sollen nach dem Willen von Weltbank-Präsident Jim Yong Kim in Zukunft die staatliche Entwicklungshilfe unterstützen. “Die offizielle Entwicklungshilfe kann das Problem nicht lösen, dafür fehlt einfach das Geld”, sagte er der Wochenzeitung “Die Zeit”. “Privatkapital muss her”, so Kim.

“Wir müssen den globalen Marktkapitalismus so ausrichten, dass er den Armen hilft.” Die Weltbank wolle künftig nicht nur selbst Kredite vergeben, sondern auch mit privaten Investoren Hand in Hand arbeiten, um die Infrastruktur in armen Ländern zu verbessern und Jobs zu schaffen. Wichtig, so Kim, sei außerdem ein offener Welthandel. “Wir stehen für ein offenes und freies Handelssystem, das gerade den ärmsten Ländern am meisten geholfen hat”, erklärt der Weltbank-Präsident.

Jun 28

Facebook, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Facebook, über dts Nachrichtenagentur

Menlo Park (dts Nachrichtenagentur) – Facebook-Chefin Sheryl Sandberg hat sich für eine neue Fehlerkultur in Firmen ausgesprochen. “Auch Firmen können Resilienz lernen”, sagte sie der Wochenzeitung “Die Zeit”. “Viele Unternehmen behaupten, sie würden aus Fehlschlägen lernen, aber die wenigsten tun es.”

Man müsse sich nach jedem Misserfolg zusammensetzen und ihn analysieren. Ehrlichkeit sei dabei wichtig. “Ich habe beispielsweise meine Mitarbeiter aufgefordert: Führt brutal ehrliche Gespräche mit Kollegen, mindestens einmal im Monat.”

Jun 28


Foto: Celine Dion in “Wetten, dass..?” am 09.11.2013 in Halle (Saale), über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die kanadische Sängerin Céline Dion gedenkt ihres verstorbenen Ehemannes Réne durch ihre Konzerte: “Wenn ich heute auf der Bühne stehe, habe ich das Gefühl, dass ich sein Lebenswerk ehre”, sagte sie der “Gala”. “Solche großen Shows waren von Anfang an unser gemeinsamer Lebenstraum”, so Dion, die im Juli zwei Konzerte in Berlin gibt. “Berlin war während meiner Tournee 2008 quasi unsere zweite Heimat”, erinnert sie sich an die deutsche Hauptstadt.

An freien Tagen hätten sie gemeinsam die Stadt erkundet: “Ich habe es geliebt, mit René in Berlin spazieren zu gehen”.