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Feb 10

Horst Seehofer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Horst Seehofer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt hat Bayerns Ministerpräsidenten Horst Seehofer (ebenfalls CSU) gegen Kritik verteidigt, Aussagen über die “Herrschaft des Unrechts” in Deutschland zugleich aber als “nicht besonders glücklich” bezeichnet. Dem CSU-Vorsitzenden Geschichtsvergessenheit vorzuwerfen, sei “Unsinn”, sagte Hasselfeldt in einem Gespräch mit der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Donnerstag). Seine Formulierungen hätten keine historischen Bezüge.

“Horst Seehofer betont zugespitzt, was wir seit Monaten fordern: eine Reduzierung der Flüchtlingszahlen und geordnete Verfahren an den Grenzen inklusive Zurückweisungen”, sagte die Vorsitzende der CSU-Abgeordneten im Bundestag. Allerdings lade die Äußerung des CSU-Chefs zu Fehlinterpretationen ein. “Wir alle sollten uns nun aber nicht einen Kampf um Worte liefern, das hilft niemandem und bringt uns der Lösung des Problems nicht näher”, unterstrich Hasselfeldt. Seehofer hatte von einer “Herrschaft des Unrechts” gesprochen, weil Flüchtlinge ungehindert ins Land kommen dürften. Als “Unrechtsstaat” hatte die CSU früher unter anderem die DDR bezeichnet.

Feb 10

Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Donald Trump, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Koordinator der Bundesregierung für die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den USA, Jürgen Hardt (CDU), befürchtet Nachteile für die transatlantische Kooperation, sollte US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ins Weiße Haus einziehen: “Das könnte für die internationale Zusammenarbeit ein Problem werden”, sagte Hardt der “Saarbrücker Zeitung” (Donnerstagsausgabe). Trump bediene vor allem jene, “die meinen, die USA müssten sich mehr auf sich selbst konzentrieren”, erläuterte Hardt. Gleichwohl habe Deutschland bisher mit jedem US-Präsidenten einen Weg gefunden, die transatlantische Partnerschaft fortzuentwickeln.

Zugleich erklärte Hardt: “Was ein Kandidat macht, um im Wahlkampf erfolgreich zu sein, und was er hinterher machen würde, wenn er Präsident wäre, sind zwei verschiedene Paar Schuhe.” Trump habe vor allem Erfolg, weil er einfache Antworten auf komplizierte Fragen gibt. “Leider sind diese Antworten häufig falsch.”

Feb 10

Joachim Gauck, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Joachim Gauck, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Linkspartei hält Bundespräsident Joachim Gauck vor, mit seinem selbst gesetzten Anspruch, für mehr Freiheit zu sorgen, gescheitert zu sein. “Mein Fazit aus der bisherigen Amtszeit: Es hat sich einiges verschlechtert”, sagte Petra Sitte, Parlamentarische Geschäftsführerin der Linken-Bundestagsfraktion, dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland”. Sie verwies auf den wachsenden Rechtsextremismus in Deutschland und auf Gaucks Appell zur verstärkten Teilnahme Deutschlands an internationalen Militäreinsätzen.

“Die politische Kultur in diesem Land ist in den letzten zwei Jahren nicht freiheitlicher geworden.” Die Linke nehme “interessiert zur Kenntnis”, dass Joachim Gauck offenbar eine zweite Amtszeit anstrebe. Eine klare Ansage vom Bundespräsidenten in eigener Sache wolle ihre Partei abwarten, aber, so hob Sitte hervor: “Die Linke ist bislang bei jeder Wahl mit eigenen Kandidaten angetreten.” Das werde ihre Partei auch 2017 “ernsthaft in Erwägung ziehen”.

Feb 10

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Börse in Frankfurt hat am Mittwochmittag zunächst kräftige Kursgewinne verzeichnet. Kurz vor 12:30 Uhr wurde der Deutsche Aktienindex mit 9.089,62 Punkten berechnet. Dies entspricht einem Plus von 2,37 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag.

An der Spitze der Kursliste stehen die Anteilsscheine der Deutschen Bank, der Commerzbank und von ThyssenKrupp. Die Aktien von SAP, Daimler und Eon bilden die Schlusslichter der Liste. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte unterdessen schwächer. Ein Euro kostete 1,1261 US-Dollar (-0,24 Prozent). Der Goldpreis zeigte sich schwächer, am Mittag wurden für eine Feinunze 1.183,30 US-Dollar gezahlt (-0,47 Prozent). Das entspricht einem Preis von 33,78 Euro pro Gramm. Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochmittag 31,12 US-Dollar (+1,20 Prozent).

Feb 10

Youtube-Nutzer am Computer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Youtube-Nutzer am Computer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – YouTube-Star Torge Oelrich alias “Freshtorge” kritisiert, dass es auf der Plattform kein installiertes Bezahlsystem gibt: Viele professionelle Inhalte würden nicht mehr lange laufen, wenn sich an dem Bezahlsystem nichts ändere, sagte er im Gespräch mit “Zeit Campus”. “Für die meisten YouTuber fällt zu wenig ab. Die Einnahmen aus der Werbung reichen häufig nicht und schwanken stark”, so Oelrich.

“YouTube wird es auch noch in fünf Jahren geben. Aber ich glaube, wenn die Plattform die Spitzenposition unter den Videoportalen halten will, müssen die Betreiber sich etwas einfallen lassen.” Oelrich schlägt zum Beispiel ein Monatshonorar für erfolgversprechende Filmer vor. “Und ganz sicher werden das klassische Fernsehen und YouTube noch mehr miteinander verschmelzen”, so der 27-Jährige. Grund dafür sei, dass man als YouTuber im TV zusätzlich Geld verdienen könne. Außerdem wachse die Anzahl der Fernsehsender, die eigene YouTube-Kanäle eröffnen. Oelrich, der seit 2009 seinen eigenen YouTube-Kanal “Freshtorge” mit über 1,5 Millionen Abonnenten und mehr als 320 Millionen Klicks betreibt, sieht seiner eigenen YouTube-Zukunft ungewiss entgegen: “Auf jeden Fall wird es immer schwieriger, mit seinen Ideen aufzufallen.”

Feb 10

Orthodoxer Jude, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Orthodoxer Jude, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Antisemitische Kriminalität hat im vergangenen Jahr offenbar etwas nachgelassen. Die Polizei registrierte nach vorläufigen Erkenntnissen insgesamt 740 Straftaten gegen Juden, darunter 18 Gewaltdelikte, berichtet der “Tagesspiegel” (Donnerstagsausgabe) unter Berufung auf Antworten der Bundesregierung zu quartalsweisen Anfragen von Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau und ihrer Linksfraktion. 691 – davon 15 Gewaltdelikte – werden demnach Neonazis und anderen Rechten zugerechnet.

Bei 31 Delikten -darunter drei Gewalttaten – seien ausländische Judenfeinde die Tatverdächtigen. 2014 hatte die Polizei nach vorläufigen Erkenntnissen 864 antisemitische Delikte gemeldet, darunter 25 Gewalttaten.

Feb 10

Menschen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Menschen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Eine Mehrheit der Deutschen sind gegen eine Obergrenze für Bargeldzahlungen. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung im Auftrag des Bankenverbandes. Auf die Frage, wie sie es fänden, wenn größere Geldbeträge – etwa ab 1.000 Euro – nicht mehr bar bezahlt werden könnten, antworten 58 Prozent “nicht so gut” oder “schlecht”.

37 Prozent stehen dem Vorschlag positiv gegenüber. Eine vollständige Abschaffung des Bargelds lehnt eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung von 91 Prozent ab. “Das Ergebnis zeigt deutlich, wie viele Emotionen die Bürger mit dem Bargeld verbinden”, erklärte Michael Kemmer, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes. “Mehr als die Hälfte aller Waren und Dienstleistungen werden heute in Deutschland bar bezahlt”, so Kemmer. “Und dies, obwohl bereits seit Jahrzehnten auch bargeldlose Bezahlverfahren zur Verfügung stehen.” Gerade viele kleine Unternehmen bevorzugen für die Abwicklung ihrer Geschäfte weiterhin Bargeld. “Das Bargeld ist auf absehbare Zeit nicht wegzudenken, auch wenn es effizientere Zahlungsverfahren gibt”, betonte Kemmer. Dabei ist nicht jede Form des Bargeldes gleich beliebt. Auf die Frage, ob sie für oder gegen eine Abschaffung der 500-Euro-Banknote seien, spricht sich eine relative Mehrheit von 45 Prozent für die Abschaffung aus. Lediglich ein Drittel ist dagegen (34 Prozent) und 21 Prozent sind unentschieden. Noch deutlicher ist das Ergebnis bei den Ein- und Zwei-Cent Münzen: 62 Prozent der Bundesbürger befürworten eine Abschaffung der kleinen Münzen; 34 Prozent würden sie gerne behalten.

Feb 10

Studentin in einer Universität, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Studentin in einer Universität, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die gefragtesten Akademiker auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind 2015 die Absolventen von Fächern wie Sozialpädagogik oder Soziale Arbeit. Sie werden für die Versorgung und Betreuung von Flüchtlingen gebraucht. Parallel zur Entwicklung der Flüchtlingszahlen sind die Engpässe bei sozialen Berufen von Januar bis Dezember 2015 kontinuierlich gestiegen.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft, die der Wochenzeitung “Die Zeit” exklusiv vorliegt. “Die klassische Ordnung der Engpassberufe wurde 2015 auf den Kopf gestellt”, so Oliver Koppel, Arbeitsmarktforscher beim Institut der deutschen Wirtschaft in Köln. “Durch die Zuwanderung der Flüchtlinge sind bei den sozialen Expertenberufen viele neue Stellen entstanden.”

Feb 10

Flüchtlinge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Flüchtlinge, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Nato-Verband an der Meerpassage zwischen der Türkei und Griechenland, der womöglich gegen Schlepperbanden eingesetzt werden soll, steht turnusgemäß unter deutscher Führung. In ihm seien aktuell auch türkische und griechische Schiffe eingebunden, sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen der Wochenzeitung “Die Zeit”. “Die Strukturen zur nahtlosen Abstimmung stehen und sind eingeübt”, so die Ministerin.

“Eine Präsenz der Nato-Schiffe (…) wäre ein ganz entscheidender Schritt, um den Schlepperbanden das Geschäft zu erschweren”. Die Außengrenze der EU könne an dieser Stelle “wirksamer als bisher” kontrolliert werden. An diesem Mittwoch werden die Nato-Staaten das Vorhaben besprechen. Scharf kritisiert von der Leyen jüngste Äußerungen von AfD-Politikern. “Die Idee, wehrlose Menschen mit Waffengewalt vom Grenzübertritt abhalten zu wollen, zeigt die Ohnmacht und Plumpheit dieser Partei”, sagt die Ministerin. Kassandra könne die AfD spielen: “Aber in der Rubrik Lösungen fällt ihr nichts Perfideres ein, als auf Flüchtlinge zu schießen.” Das unterscheide die CDU fundamental von der AfD: “Wir spielen nicht Sicherheit gegen Menschenwürde aus. Wir wollen beides.” Von der Leyen wirft dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, in der Syrienpolitik ein doppeltes Spiel zu spielen. Einerseits überziehe er die Bevölkerung von Aleppo mit einem Bombenteppich – und gleichzeitig setze er sich bei den Wiener Friedensgesprächen dafür ein, dass in Syrien nicht jede staatliche Ordnung verloren gehe. “Das ist zynisch”, sagt die Verteidigungsministerin. “Russland sollte aufhören zu bomben und die Zukunft Syriens am Verhandlungstisch klären.” Indirekt droht von der Leyen neue Sanktionen an: “Russland soll nicht glauben, es könne die Zivilbevölkerung in Syrien traktieren und ansonsten business as usual betreiben.” Wirtschaftsbeziehungen seien nicht unabhängig von politischem Verhalten.

Feb 10

Smartphone-Nutzerinnen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Smartphone-Nutzerinnen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Das Smartphone ist bereits heute für jeden Fünften Deutschen im privaten Leben das Hauptzugangsgerät zum Internet – und damit beliebter als der stationäre Computer: Einer repräsentativen Studie im Auftrag des Digitalverbands Bitkom zufolge nennen nur noch 16 Prozent der Internetnutzer den Desktop-PC als das Gerät, mit dem sie außerhalb der Arbeitszeit hauptsächlich ins Internet gehen. Spitzenreiter ist der Laptop mit durchschnittlich 43 Prozent. Schon auf dem zweiten Platz folgt das Smartphone mit 20 Prozent.

18 Prozent erklären, dass sie privat vor allem das Tablet zum Surfen nutzen. “Mit dem Smartphone hat man das Internet praktisch immer in der Hosentasche, Laptop und Tablet bieten ebenfalls große Flexibilität beim Surfen”, sagte Johannes Weicksel, Bereichsleiter Telekommunikation beim Bitkom. “Befördert wird der Trend zur mobilen Internetnutzung zudem von der Professionalisierung bei mobilen Websites. Responsive Design ist inzwischen fast selbstverständlich und sorgt dafür, dass sich die Inhalte automatisch an die Bildschirmgröße anpassen”, so Weicksel weiter. “Das riesige Angebot an mobilen Anwendungen – von der News- bis zur Fitness-App – trägt ebenfalls zum Boom mobiler Internetnutzung bei.” Eine stetig steigende Qualität der Netze sowie die Verbreitung von Flatrate-Tarifen sorgten darüber hinaus dafür, dass die mobile Internetnutzung immer beliebter werde. Dabei ist das Smartphone für die private Internetnutzung bei den 14- bis 64 Jährigen durchweg ähnlich beliebt. Die Befragten ab 65 Jahren nutzen dagegen vor allem den Desktop-PC (46 Prozent), lediglich fünf Prozent von ihnen surfen privat hauptsächlich mit dem Smartphone.