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Jul 01

Silvia Neid, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Silvia Neid, über dts Nachrichtenagentur

Montraal (dts Nachrichtenagentur) – Bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen hat das Team von Bundestrainerin Silvia Neid am Dienstagabend (Ortszeit) im Halbfinale gegen die USA mit 0:2 verloren. Carli Lloyd traf in der 69. Minute per Foulelfmeter, Kelley O`Hara legte in der 84. Minute nach. Celia Sasic hatte zuvor einen Strafstoß für das deutsche Team vergeben.

Deutschland spielt nun am Samstag in Edmonton um Platz drei. Gegner ist der Verlierer der anderen Halbfinalpartie zwischen Japan und England.

Jun 30

Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit Fassungslosigkeit hat Diskuswerfer Robert Harting auf die Vergabe der europäischen Fernsehrechte an den Olympischen Spielen von 2018 bis 2024 an das US-Unternehmen Discovery reagiert. “Ich glaube nicht, dass diese Entscheidung mit logischem Gedankengut getroffen wurde”, sagte der Olympiasieger und Weltmeister der “Welt”. “Ich bin entsetzt!” Er treffe seine Feststellung nicht als Sportler aus einer Randgruppe, sondern als Fernsehzuschauer, sagte der Berliner.

Gleichzeitig kritisierte Harting die ARD und das ZDF, die erstmals in ihrer Historie beim Wettbieten um olympische Übertragungsrechte ausgebootet worden sind. “Damit zerlegen sich die Öffentlich-Rechtlichen ja ihre eigene Legitimation nun völlig”, sagte der Star unter den deutschen Leichtathleten.

Jun 29

Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung, über dts Nachrichtenagentur

Mainz (dts Nachrichtenagentur) – Der Fernsehsender Eurosport hat sich im Duell um die TV-Rechte für die Olympischen Spiele 2018 bis 2024 gegen ARD und ZDF durchgesetzt. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) teilte am Montag mit, alle TV- und Multi-Plattform-Übertragungsrechte für Europa seien für die vier betreffenden Olympiaden an Discovery Communications gegangen, womit Eurosport verbunden ist. Das Volumen soll 1,3 Milliarden Euro umfassen.

Mindestens 200 Stunden bei den Sommerspielen und mindestens 100 Stunden bei den Winterspielen sollen im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein. In Deutschland wäre das ohnehin kein Problem, da Eurosport hier im Gegensatz zu anderen Ländern kein Pay-TV ist. Beobachter rechnen aber trotzdem damit, dass Eurosport auch in Deutschland Übertragungsrechte an ARD und ZDF unterlizenzieren wird.

Jun 27

Jogi Löw (Deutsche Nationalmannschaft), Pressefoto Ulmer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Jogi Löw (Deutsche Nationalmannschaft), Pressefoto Ulmer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ein Jahr nach dem Titelgewinn bei der Weltmeisterschaft in Brasilien sieht Joachim Löw etliche Baustellen bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. “Wir müssen viel besser von hinten heraus spielen”, so der Bundestrainer zur “Welt am Sonntag.” “Wenn es mal nicht gut gelaufen ist und uns der Gegner tief in unserer Hälfte attackiert hat, haben wir die Bälle oft planlos nach vorn geschlagen.” Der Chefcoach beklagte zudem eine zuletzt fehlende Zielstrebigkeit in der Offensive.

“Wir müssen den Ball auch mal wieder in die Tiefe spielen und nicht nur auf den Fuß des anderen”, so Löw. Die dritte Problematik sei das Spiel im letzten Drittel. “Der letzte Pass ist oftmals nicht gut. Da müssen wir noch mehr Qualität erreichen.” Nach den Rücktritten von Philipp Lahm, Per Mertesacker und Miroslav Klose, die als wichtige Korsettstangen die deutsche Nationalmannschaft über Jahre hinweg geprägt hätten, sei es nur allzu verständlich, dass sich im Team etwas verändert habe. “Es gibt zwar keine Hierarchiekämpfe, dennoch muss sich ein Team erst wieder finden”, erklärte der Bundestrainer. Bis zur EM-Endrunde in einem Jahr in Frankreich müssten folgende Fragen beantwortet werden: “Wer übernimmt in schwierigen Phasen Verantwortung? Auf wen hört die Mannschaft? An wem können sich junge Spieler orientieren? Wer sind die, die vorne weg marschieren?” Es dauere ein wenig, bis sich so etwas herauskristallisiere. Man sehe inzwischen aber schon “immer mehr, wie Bastian Schweinsteiger, Jérôme Boateng, Manuel Neuer, Sami Khedira, Mats Hummels, Toni Kross und Thomas Müller, diese Rolle annehmen. Und das machen sie gut”, sagte Löw. Zufrieden zeigt sich der Bundestrainer mit der Entwicklung im deutschen Nachwuchs. Aber “nicht gänzlich”, wie er gegenüber der “Welt am Sonntag” betonte. “Es gibt schon einige Spieler, die ihren Weg gehen werden. Aber wir haben Positionen, auf denen ich, wenn ich mal auf die U-Teams schaue, noch nicht den Weltklasse-Spieler heranwachsen sehe. Wir müssen ja keinen Hehl daraus machen, dass wir auf den Außenverteidigerpositionen noch Nachholbedarf haben. Ich sehe derzeit keinen Spieler, der so gut ist, dass ich ihn sofort zu uns holen müsste.” Im Sturm sei der deutsche Kader mit einem Spieler wie beispielsweise Mario Götze zwar sehr variabel. “Aber ich frage mich schon manchmal”, so der Bundestrainer, “wo denn der nächste Miro Klose ist? Wo ist ein Stürmer, der im Zentrum spielt, der schnell ist, kopfballstark und dazu noch torgefährlich? Wir haben in einzelnen Bereichen also durchaus noch Potenzial nach oben.” Lukas Podolski, den Löw seit 2004 kennt, bezeichnete der Trainer als einen wichtigen Teil der Nationalmannschaft, weil er ein positiv denkender Mensch sei, der dem Team durch seine Art einfach gut tue. Allerdings habe ihm in den vergangenen Monaten die nötige Physis gefehlt, so der Bundestrainer.

Jun 26

Rad-Rennfahrer mit Fahrradhelm, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Rad-Rennfahrer mit Fahrradhelm, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – John Degenkolb hat angesichts zahlreicher Dopingskandale die neue Generation der Radsportler dazu aufgerufen, wieder Vertrauen aufzubauen: “Das Wichtigste ist, dass wir wieder einen sauberen Sport vorlegen”, sagte der Radrennfahrer im “hr1-Talk”. Für den “Generalverdacht” gegenüber dem Radsport hat Degenkolb Verständnis. Er könne nachvollziehen, dass “außergewöhnliche” Leistungen “mit Doping in Verbindung” gebracht würden.

Viele Radsportler hätten “den Journalisten, den Fans eiskalt ins Gesicht gelogen. Die Journalisten haben uns gegenüber genauso Angst, dass wir dasselbe machen.” Die Deutsche Radsportmeisterschaft in Bensheim am kommenden Sonntag will Degenkolb unbedingt gewinnen. “Die deutsche Meisterschaft ist immer ein ganz spezielles Rennen. Man hat nach dem Sieg den Anspruch, ein Jahr im deutschen Meistertrikot alle Rennen zu bestreiten”, sagte er. “Es wäre natürlich superschön, wenn man mit einem nigelnagelneuen Trikot mit schwarz-rot-goldenen Streifen nach Holland fährt, um dort die Tour de France zu beginnen.” Degenkolb war am Donnerstag zum Teamchef anstelle des an einer Viruserkrankung leidenden Marcel Kittel ernannt worden.

Jun 26

Fans im Fußballstadion, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fans im Fußballstadion, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert im Kampf gegen Gewalt in Fußballstadien personalisierte Eintrittskarten für Auswärtsfans bei Spielen mit hoher Sicherheitsstufe. “Eine Reduzierung von Gästekarten macht nur dann Sinn, wenn man weiß, wer die verbliebenen Tickets bekommen hat”, sagte Arnold Plickert, stellvertretender Vorsitzender der GdP, im Gespräch mit der “Rheinischen Post” (Samstagsausgabe). “Bei Hochrisikospielen wäre diese Maßnahme auf jeden Fall sinnvoll.”

Plickert nimmt damit Bezug auf einen Vorstoß der Innenminister der Länder, die mit den Vereinen über derartige Sanktionierungen sprechen wollen.

Jun 26

Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Nur noch sieben Wochen, dann trifft der FC Bayern München zum Saisonauftakt der 1. Bundesliga auf den Hamburger SV. Das teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Freitag mit. Das Spiel findet am 14. August 2015 statt – Anpfiff ist 20:30 Uhr. Die weiteren Begegnungen: Dortmund empfängt Gladbach, Hoffenheim ist zu Gast in Leverkusen, Wolfsburg spielt zu Hause gegen Frankfurt, Stuttgart empfängt Köln, Augsburg muss im ersten Heimspiel gegen Hertha ran, Schalke fährt nach Bremen, Mainz erwartet Ingolstadt und Hannover spielt auswärts in Darmstadt.

In der kommenden Saison soll es nur zwei “englische Wochen” geben. Die letzten Spiele finden im Mai 2016 statt.

Jun 26

Aggressive Fans im Stadion, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Aggressive Fans im Stadion, über dts Nachrichtenagentur

Düsseldorf (dts Nachrichtenagentur) – Um Gewaltausbrüche bei hochriskanten Fußballspielen künftig wirksamer zu verhindern, will der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger (SPD), bei Derbys weniger Gästetickets verkaufen lassen. Wenn die Innenminister auf ihrer Konferenz in Mainz am Freitag für die Initiative des NRW-Innenminister stimmen, will Jäger anschließend “schnellstmöglich” mit dem Deutschen Fußball-Bund und den Vereinen der ersten drei Fußball-Ligen sprechen, sagte Jäger der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” (Freitagausgabe). Der SPD-Politiker will vor allem die Sicherheit bei Fußballspielen verbessern.

Die Reduzierung der Gästekarten sei “ein Mittel, um die Gewalt bei Hochrisikospielen einzudämmen”, so Jäger. “Weniger Gästefans bedeuten weniger Konflikte auf Anreisewegen und rund um die Stadien.” Als Hochrisikospiele gelten etwa die Begegnungen Schalke gegen Dortmund oder Köln gegen Gladbach. Bisher stehen Gästefans und Fans der Heimmannschaft nur durch einen Zaun getrennt direkt nebeneinander. Mit der Einrichtung einer Pufferzone, so ein weitere Punkt, wäre es zum Beispiel schwerer, Gegenstände über den Zaun hinweg in den Block des Gegners zu werfen. Jäger betonte, dass die meisten Fans nicht gewaltbereit seien. “Wir haben in Deutschland eine einmalige Fußballkultur und eine Superstimmung in den Stadien”, sagte Jäger. “Beides will ich als Fußballfan auch bei Hochrisikospielen erhalten.” Bisher werden zehn Prozent der Tickets an die Fans der Gästemannschaft verkauft. Um wie viel Prozent das Kartenkontingent der Gäste schrumpfen soll, steht noch nicht fest. Hier sollen die Gespräche mit den Vereinen zu einem Konsens führen. Die finanziellen Ausfälle, die die Vereine dadurch hinnehmen müssten, dass sie weniger Karten verkaufen, sollen übrigens nicht vom Land oder vom Staat kompensiert werden.

Jun 24

Fußball liegt vor Freistoßspray, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fußball liegt vor Freistoßspray, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Fußballprofi Frank Mill hat Verständnis für die Bestrebungen von Philipp Lahm und Per Mertesacker, 2016 beim Olympischen Fußballturnier in Rio anzutreten: Olympia sei ein besonderes Erlebnis, “diese Eindrücke vergisst du nicht”, sagte der Kapitän der bundesdeutschen Olympia-Fußballmannschaft von 1988 dem “Tagesspiegel” (Donnerstagsausgabe). “Lahm hat im Fußball alles erreicht, aber das Erlebnis Olympia fehlt ihm noch. Das will man natürlich gerne mitnehmen. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Lahm und Mertesacker würden zwei Jungs, die die Qualifikation geschafft hätten, den Platz wegnehmen. Aber der lange Hrubesch wird schon wissen, was er macht.”

Mill schätzt den dritten Platz der Bundesrepublik 1988 für sich sogar höher ein als den WM-Triumph von Rom zwei Jahre später. “Kein Fußballer spielt gerne um Platz drei – aber bei Olympia ist das was anderes. Für mich persönlich ist die Bronzemedaille von Seoul sogar mehr wert als der WM-Titel zwei Jahre später. 1990 in Italien bin ich nicht zum Einsatz gekommen, 1988 bei Olympia war ich Kapitän und habe gespielt. Das ist der Unterschied.”

Jun 22

London (dts Nachrichtenagentur) – Jackie Stewart glaubt, dass die aktuellen Formel-1-Fahrer sich zu sicher fühlen und zu wenig für ihre Sicherheit tun. “Sie haben kein Gespür mehr für Gefahr”, sagte der dreimalige Formel-1-Weltmeister im Interview mit dem “Tagesspiegel”. Beispielsweise würden die heutigen Piloten zwar feuerfeste Overalls tragen, aber keine feuerfeste Unterwäsche mehr.

“Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen, trotz der modernen Tanks, ist ein Feuer nicht ausgeschlossen. Erst in dem Moment, in dem es wieder ein großes Feuer gibt, werden sie umdenken. Aber dann ist es zu spät.” Die meisten Piloten “leben ein Leben, das unglaublich ist. Sie wohnen in Monte Carlo, haben Privatflugzeuge, kriegen enorme Gehälter und werden behütet und abgeschirmt. Sie kennen keine Schattenseiten mehr, wie wir sie kannten.” Am Unfall des Franzosen Bianchi, der immer noch im Koma liegt, zeige sich, dass die Sorglosigkeit gerade wegen der hohen Sicherheitsstandards die größte Gefahr für die Formel-1-Fahrer sei. “Es will ja niemand sagen, und ich möchte auch nicht, dass man das in den falschen Hals kriegt, aber: Der Unfall war zum Großteil Bianchis eigene Schuld”, so Stewart. “Es wurden doppelt Gelbe Flaggen geschwenkt, das heißt: Bereitmachen zum Anhalten. Er wollte einen Vorteil aus der Situation ziehen, indem er nicht verlangsamte. Die Fahrer fühlen sich zu sicher. Ihre größte Angst ist nicht, dass sie sterben könnten. Sondern die, dass sie ihr Cockpit verlieren.”