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Jun 27

FIFA-Logo, über dts Nachrichtenagentur
Foto: FIFA-Logo, über dts Nachrichtenagentur

Zürich (dts Nachrichtenagentur) – Die FIFA hat den sogenannten Garcia-Bericht zum Download auf ihre Internetseite gestellt. Die neuen Vorsitzenden der Untersuchungskammer und der rechtsprechenden Kammer der Ethikkommission, Maria Claudia Rojas und Vassilios Skouris, hätten beschlossen, den Bericht über die Untersuchung des Bewerbungsverfahrens für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaften 2018 und 2022 zu veröffentlichen, teilte die FIFA am Dienstag mit. Dies habe FIFA-Präsident Gianni Infantino bereits in der Vergangenheit verschiedentlich verlangt und er sei auch spätestens seit Mai 2016 vom FIFA-Rat unterstützt worden.

Die früheren Vorsitzenden der Ethikkommission, Cornel Borbély und Hans-Joachim Eckert, hätten sich jedoch stets geweigert, den Bericht zu veröffentlichen. Die Ethikkommission wollte angeblich in der kommenden Woche erstmals in Vollbesetzung und unter dem neuen Vorsitz die Veröffentlichung des Berichts “diskutieren”, so die FIFA. “Da nun aber das Dokument illegal einer deutschen Zeitung zugespielt wurde, verlangten die neuen Vorsitzenden die sofortige Veröffentlichung des gesamten Berichts”. Damit ist die “Bild”-Zeitung gemeint, die über das Dokument am Dienstag ausführlich berichtete. Seit Dienstagabend ist der Bericht auf der Internetseite der FIFA in drei Teilen downloadbar.

Jun 27

Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Kölns Sportvorstand Jörg Schmadtke warnt vor einer Überhitzung des Transfermarkts. “Wir müssen aufpassen, dass wir uns mit diesen irrsinnigen Summen nicht zu sehr von der Basis entfernen. Das ist nie gut”, sagte Schmadtke der “Rheinischen Post” (Mittwochsausgabe).

“Wir müssen die Menschen schon ernst nehmen.” Köln könnte aktuell allerdings von dieser Entwicklung profitieren. Zu einem möglichen Wechsel von Stürmer Anthony Modeste zum chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian stehen sagte Schmadtke: “Fakt ist, es gibt noch keine Einigung zwischen den relevanten Parteien.”

Jun 26

FIFA-Logo, über dts Nachrichtenagentur
Foto: FIFA-Logo, über dts Nachrichtenagentur

Zürich (dts Nachrichtenagentur) – Seit fast drei Jahren verweigert die FIFA trotz weltweiter Proteste die Veröffentlichung des Garcia-Berichts zur umstrittenen WM-Vergabe an Russland (2018) und Katar (2022) – jetzt ist er unter der Hand an Journalisten durchgereicht worden. Die “Bild” berichtet in ihrer Dienstagausgabe, ihr liege der 430-seitige Untersuchungsreport vor. Der Garcia-Bericht war Grundlage für internationale Haftbefehle und spektakuläre Festnahmen von sechs FIFA-Funktionären im Mai 2015 in Zürich und führte zu zahlreichen Sperren von Spitzenvertretern des Fußballweltverbandes.

Erst vor zwei Wochen schockierte die Festnahme des Ex-Präsidenten des FC Barcelona, Sandro Rosell, der im Garcia-Report eine bedeutende Rolle spielt. Bei den Garcia-Ermittlungen sind auch Franz Beckenbauer und sein Vertrauter Fedor Radmann ins Fadenkreuz der Fahnder geraten. Allein ihre “Machenschaften” füllen angeblich 20 Seiten, so die Zeitung. Nach “Bild”-Angaben enthüllt der Untersuchungsbericht, wie drei stimmberechtigte Exekutivmitglieder vor der Abstimmung in einem Privatflieger des katarischen Fußballverbandes zu einer Sause nach Rio geflogen wurden. Ein ehemaliges Exekutivmitglied habe Katar-Funktionären unmittelbar nach der Wahl zur WM gratuliert und sich per Mail für die Überweisung von mehreren Hunderttausend Euro bedankt. Zwei Millionen Dollar mit unbekannter Herkunft seien auf dem Sparbuch der 10-jährigen Tochter eines FIFA-Funktionärs gelandet. Eine Schlüsselrolle bei den Ermittlungen spiele laut “Bild” die katarische “Aspire Academy”, das größte Sportzentrum der Welt. Der Trainings-Tempel soll maßgeblich an der Manipulation der stimmberechtigten Funktionäre beteiligt gewesen sein. Vor fünf Jahren hatte die FIFA den ehemaligen US-Bundesstaatsanwalt Michael J. Garcia beauftragt, die dubiosen Umstände rund um die Vergabe der Fußball-WM nach Russland und Katar zu untersuchen. Bei der Vergabe zwei Jahre zuvor hatte es massive Hinweise darauf gegeben, dass die beiden Länder bei der geheimen Abstimmung über den Austragungsort Stimmen von FIFA-Exekutivmitgliedern gekauft haben sollen. Garcia trat 2014 als Chefermittler zurück, weil die Fifa den Report nicht veröffentlichen wollte. Er ist heute Richter am Berufungsgericht in New York.

Jun 25

Timo Werner beim Confed Cup 2017, Pressefoto Ulmer/Markus Ulmer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Timo Werner beim Confed Cup 2017, Pressefoto Ulmer/Markus Ulmer, über dts Nachrichtenagentur

Sotschi (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland hat beim Confed Cup das dritte und letzte Spiel in Vorrundengruppe B mit 3:1 gegen Kamerun gewonnen und zieht ins Halbfinale ein. Dort wartet am 29. Juni Mexiko. Die Partie gegen Kamerun startete mit einer schwachen und torlosen ersten Halbzeit.

Deutschland hatte nur zwei wirklich gute Torchancen, konnte aber gegen offensiv agierende Kameruner nicht abschließen. Die zweite Hälfte wurde dafür ereignisreicher: Kerem Demirbay erzielte bei seinem zweiten Länderspieleinsatz in der 48. Minute sein erstes Tor für Deutschland, Timo Werner legte in der 66. und 81. Minute nach. Ein Treffer durch Kameruns Vincent Aboubakar in der 79. Minute belohnte das Offensivspiel der Afrikaner. Die parallel ausgetragene Partie zwischen Chile und Australien endete 1:1. Chile muss damit im ersten Halbfinale am 28. Juni gegen Portugal antreten.

Jun 25

Sotschi (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland hat beim Confed Cup in Russland mit 3:1 gegen Kamerun gewonnen und zieht ins Halbfinale ein. Dort wartet am 29. Juni Mexiko. Die dts Nachrichtenagentur sendet in wenigen Momenten weitere Details.

Jun 25

Baku (dts Nachrichtenagentur) – Daniel Ricciardo hat im Red Bull den Großen Preis von Aserbaidschan gewonnen. Die dts Nachrichtenagentur sendet in Kürze weitere Details.

Jun 25

Baku (dts Nachrichtenagentur) – Daniel Ricciardo hat im Red Bull den Großen Preis von Aserbaidschan gewonnen. Der Sieg wurde möglich, nachdem Vettel und Hamilton sich durch Rangeleien gegenseitig nach hinten geworfen hatten. Auch der neue Williams-Pilot Lance Stroll bekam durch den Vorfall die Chance, erstmals auf Platz zwei zu fahren – er wurde aber noch auf der Zielgeraden von Valtteri Bottas im Mercedes überholt.

Die Streithähne Vettel und Hamilton kamen erst auf Platz vier und fünf ins Ziel. In der 22. Runde musste das Rennen per Roter Flagge unterbrochen werden, weil zu viele Trümmerteile auf der Strecke lagen. Kurz zuvor kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Vettel und Hamilton. Hamilton bremste verdächtig stark ab, worauf Vettel offensichtlich aus Ärger seinem Kontrahenten seitlich ins Auto fuhr. Dafür gab es später eine 10-Sekunden-Strafe für den Deutschen. Auch Hamilton musste sein Fahrzeug reparieren lassen, bekam für sein Bremsmanöver aber keine Strafe. Für Hulkenberg war das Rennen bereits in der 25. von 51 Runden zu Ende, nachdem die Aufhängung an seinem Renault gebrochen war. Fast sichere WM-Punkte gingen ihm dadurch verloren.

Jun 24

Zuschauer bei Confed Cup 2017, Pressefoto Ulmer/Markus Ulmer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Zuschauer bei Confed Cup 2017, Pressefoto Ulmer/Markus Ulmer, über dts Nachrichtenagentur

Kasan (dts Nachrichtenagentur) – Russland ist beim Confed Cup im eigenen Land in der Vorrunde ausgeschieden. Die Gastgeber unterlagen in Kasan dem Team aus Mexiko mit 1:2. Nachdem die Russen durch Samedov in der 24. Minute zunächst verdient in Führung gegangen waren, konnten die Mexikaner durch Treffer von Araujo (31. Minute) und Lozano (52. Minute) die Partie drehen.

Die parallel in St. Petersburg ausgetragene Partie zwischen Neuseeland und Portugal endete nach Treffern von Ronaldo (33. Minute), Bernardo Silva (37. Minute), André Silva (80. Minute) und Nani (91. Minute) mit 0:4. Damit zieht Portugal als Erster der Gruppe A ins Halbfinale, Mexiko kommt als Gruppenzweiter weiter. Für Neuseeland ist das Turnier hingegen als Gruppenletzter ebenfalls beendet.

Jun 24

Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Trotz der umstrittenen Politik Russlands hat DFB-Präsident Reinhard Grindel die WM-Vergabe an das Land für 2018 verteidigt: “Eine WM in ein Land wie Russland zu vergeben und als Weltmeister dann auch daran teilzunehmen, birgt doch viel größere Chancen als ein Boykott”, sagte Grindel der “Welt”. “Ich sehe die große Möglichkeit, hier zivilgesellschaftliche Brücken zu bauen, die wir uns nicht nehmen lassen sollten”, so Grindel weiter. Es solle eine WM “der Menschen werden, nicht der Mächtigen”, so Grindel weiter.

Der DFB-Präsident setzt in Bezug auf das Turnier in Russland auf einen intensiven Austausch zwischen Hunderttausenden ausländischen Fans aus demokratischen Ländern mit Einheimischen. “Sie werden sich vernetzen und über digitale Medien den Kontakt auch über die WM hinaus halten. Dieser Einfluss kann ein Land verändern. Wir erleben doch aktuell, wie die außerparlamentarische Opposition den Bürgerprotest insbesondere über digitale Medien organisiert”, sagte der DFB-Präsident und fügte hinzu: “Ich würde darum, bei allem Verständnis für kritische Stimmen, die positiven Auswirkungen der WM auf die politische Debatte in Russland nicht unterschätzen.” In Hinblick auf die zunehmende Kritik von den Teilen deutscher Fußball-Anhänger an steigenden Gehältern, Ablösesummen und einer Überkommerzialisierung meinte Grindel, dass der Fußball auch weiterhin im Mittelpunkt stehen müsse: “Aber wirtschaftlicher Erfolg darf nicht verteufelt werden, sondern ist die Grundlage, um konkurrenzfähig zu sein. Die Fans wollen, dass unsere Mannschaften auch international weit kommen. Wenn wir über die Landesgrenzen schauen, sehen wir, dass es andernorts längst normal ist, dass Spiele im Pay-TV laufen. Bei uns führt das zur Diskussion, ob wir uns zu weit vom Fan entfernen. Davon kann nicht die Rede sein.” So habe man in Deutschland immer noch die vergleichsweise moderatesten Eintrittspreise.

Jun 23

Rad-Rennfahrer mit Fahrradhelm, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Rad-Rennfahrer mit Fahrradhelm, über dts Nachrichtenagentur

Paris (dts Nachrichtenagentur) – Für den Direktor der Tour de France, Christian Prudhomme, ist der Radsport der Gegenwart “keine perfekte Welt”. “Aber: Es gibt einen wirklichen Wandel im Radsport”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Samstagsausgabe) angesichts der Doping-Problematik seines Sports “Jetzt finden wir hin und wieder den besten Neuprofi schon unter den Besten des Profifeldes – das bedeutet etwas. Beim Giro d`Italia im Mai haben wir in den Bergen nur noch die Kapitäne vorne gesehen – und nicht mehr ganze Mannschaften.”

Das sei ein gutes Zeichen. Von seinem Job als Tour-Direktor ist Prudhomme auch im zehnten Jahr nach wie vor begeistert: “Für mich ist das kein Beruf, kein Tätigkeitsfeld – es ist eine Mission.” Das Fahrerfeld der Zukunft, das ist Prudhommes Vision, könne noch internationaler werden. Aber bei allem Wandel und Wachstum dürfe man nicht ausblenden, wo man herkomme: “Unsere Wurzeln dürfen wir nie vergessen.”