preload
Mai 22

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – An der Frankfurter Aktienbörse haben die Kurse zum Wochenausklang nochmal nachgegeben. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der DAX mit 11.815,01 Punkten berechnet und damit 0,42 Prozent schwächer als am Vortag. Gegen 17:20 Uhr waren nur RWE, Deutsche Börse, Merck und Linde leicht im Plus.

Mit Abstand größter Verlierer waren zu diesem Zeitpunkt die Aktien der Deutschen Telekom mit einem Abschlag von 4,4 Prozent, gefolgt von Deutsche Bank und Heidelbercement. Die Telekom hatte zuvor 0,50 Euro je Anteilsschein ausgeschüttet. Darüber hinaus äußerten Beobachter die Einschätzung, dass viele Anleger vor dem Pfingstwochenende noch “Kasse” gemacht haben.

Mai 22

Geldautomat in Athen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Geldautomat in Athen, über dts Nachrichtenagentur

Washington/Athen (dts Nachrichtenagentur) – Die Verhandlungen zwischen der Troika aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Zentralbank (EZB) und EU-Kommission und dem pleitebedrohten Griechenland über weitere finanzielle Hilfen ziehen sich hin. Trotzdem sollen Vertreter der US-Regierung nach Informationen der “Welt” ihren europäischen Kollegen bereits langfristig weitere IWF-Hilfen für Griechenland signalisiert haben. Ein drittes Hilfspaket mit Beteiligung des IWF wäre aber nur unter der Voraussetzung denkbar, dass die Troika sich mit Athen auf die erfolgreiche Beendigung des zweiten Reformpakets und eine weitere Anschlussfinanzierung einigt.

Gerade der Bundesregierung dürfte das Signal aus Washington sehr recht sein. Denn hier gilt die Teilnahme des IWF an den Hilfen als Voraussetzung für die deutsche Unterstützung Griechenlands. Zwar gilt der IWF als unabhängige Organisation, doch wird den Amerikanern vorgeworfen, ihn auch zur Durchsetzung eigener Interessen zu nutzen. Die USA dürften die unabsehbaren Folgen eines möglichen Austritts Griechenlands aus der Euro-Zone für die Weltwirtschaft fürchten.

Mai 22

UN-Flüchtlingshilfe (UNHCR) in Genf, über dts Nachrichtenagentur
Foto: UN-Flüchtlingshilfe (UNHCR) in Genf, über dts Nachrichtenagentur

Genf (dts Nachrichtenagentur) – Im Golf von Bengalen treiben nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) noch rund 3.500 Bootsflüchtlinge. Angesichts der dramatischen Lage der Menschen auf den Booten rief die Organisation die Staaten in der Region dazu auf, eine Lösung der Flüchtlingskrise zu erarbeiten. Unterdessen brachte Myanmar mehr als 200 Flüchtlinge an Land.

Zuvor hatten auch Malaysia und Indonesien zugestimmt, den Bootsflüchtlingen zu helfen. Bedingung sei jedoch ein von der internationalen Gemeinschaft organisierter Rückführungsprozess binnen eines Jahres. Die beiden Länder hatten sich zunächst geweigert, die aus Myanmar und Bangladesch stammenden Flüchtlinge aufzunehmen.

Mai 22

Ukrainische Flagge vor dem Parlament in Kiew, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Ukrainische Flagge vor dem Parlament in Kiew, über dts Nachrichtenagentur

Riga (dts Nachrichtenagentur) – Die EU hat der Ukraine weitere Finanzhilfen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro zugesagt. Europa stehe der Ukraine in diesen schwierigen Zeiten politisch und finanziell zur Seite, erklärte Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der EU-Kommission, am Freitag auf dem EU-Gipfel in Riga. Die erste Tranche in Höhe von 600 Millionen Euro soll ausgezahlt werden, wenn das ukrainische Parlament eine entsprechende Übereinkunft ratifiziert habe.

Diese sieht unter anderem weitreichende Reformzusagen als Bedingung für die Finanzhilfen vor.

Mai 22

Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) fordert eine Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizungen. Dies ist Teil eines Vorschlags, den die IGBCE als Alternative zur von der Bundesregierung geplanten Klimaabgabe für Kohlekraftwerke Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel unterbreitet hat, berichtet das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. Die IGBCE fordert demnach zusätzlich eine deutlich stärkere Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und ein Auktionsverfahren für Kraftwerke, die als Reserve bei Versorgungsengpässe bereitstehen sollen.

Dadurch würden die jährlich 22 Millionen Tonnen CO2-Ausstoß zusammenkommen, die zur Erreichung des 40-Prozent-Einsparziels bis ins Jahr 2020 noch reduziert werden müssten. Verhindert werden soll mit dem alternativen Vorschlag “die massive Stilllegung von Kraftwerkskapazitäten in der Braunkohle”, so steht es laut “Spiegel” in dem IGBCE-Entwurf. Die Pläne der IGBCE würden die Stromkunden bis zu zwei Milliarden Euro für den KWK-Ausbau sowie “einen dreistelligen Millionenbetrag” für die Reservekraftwerke kosten. Sechs Milliarden Euro für die Abwrackprämie müssten aus öffentlichen Haushalten aufgebracht werden. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel will die neuen Pläne prüfen. Aus seiner Fraktion kommen positive Signale: “Ich finde es gut, dass es einen alternativen Vorschlag gibt, den es ernsthaft zu prüfen gilt”, sagte der SPD-Fraktionsvize Hubertus Heil dem “Spiegel”.

Mai 22

BND-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur
Foto: BND-Zentrale, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Mehrheit der Deutschen ist derselben Auffassung wie Vizekanzler Sigmar Gabriel, der das Ausspähen der E-Mails durch den Bundesnachrichtendienst (BND) auf Bitten des US-Geheimdienstes NSA als “Staatsaffäre” bezeichnet hat. Laut einer repräsentativen Umfrage von TNS Emnid im Auftrag des Nachrichtenmagazins “Focus” sehen das 58 Prozent der Deutschen ebenso. Insbesondere AfD-Anhänger (zu 81 Prozent), SPD-Anhänger (zu 76 Prozent) und Wähler der Grünen (zu 62 Prozent) teilen die Aussage.

Anderer Auffassung sind lediglich Anhänger der Unionsparteien, sie stimmen der Aussage nur zu 49 Prozent zu.

Mai 22

Polizei, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizei, über dts Nachrichtenagentur

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Bei der Bundespolizeidirektion Hannover war offenbar schon seit Monaten bekannt, dass sich in einer Dienstgruppe der Bahnhofswache verdächtige Vorfälle häuften. Wie das Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” unter Berufung auf Polizeikreise berichtet, hatten Vorgesetzte aus der betroffenen Wache die Direktion gebeten, ein Ermittlungsteam mit der Aufklärung der Vorfälle zu beauftragen. Danach sei jedoch nichts geschehen.

Anfang Mai hätten dann zwei Polizisten bei der Staatsanwaltschaft Hannover Anzeige gegen einen Kollegen aus dieser Dienstgruppe erstattet. Der Bundespolizist soll zwei Migranten in Polizeigewahrsam misshandelt und einem Kollegen eine Waffe an den Kopf gehalten haben. Eine achtköpfige Ermittlungsgruppe der niedersächsischen Landespolizei soll nun die Vorgänge um mutmaßliche Misshandlungen auf der Bahnhofswache der Bundespolizei in Hannover aufklären.

Mai 22

Hochspannungsleitung, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Hochspannungsleitung, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Umweltexperte Berward Janzing hat die Pläne für große Stromtrassen in Deutschland kritisiert. Der Strommarkt in der Bundesrepublik basiere auf der Fiktion, “das Land sei eine Kupferplatte – man tut einfach so, als könne jede erzeugte Kilowattstunde jederzeit problemlos an jeden Punkt des Landes transportiert werden”, schreibt Janzing in einem Beitrag für die in Tageszeitung “Neues Deutschland” (Samstagsausgabe). “Und wenn das dann in der Praxis doch nicht klappt, hinterfragt man nicht das Marktmodell, sondern schreit nach neuen Leitungen.”

Dass Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer und seine Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (beide CSU) die geplante Südlink-Trasse nicht wollen, sei nach Auffassung von Janzing nachvollziehbar. “Aber statt die Nachbarländer zu provozieren, sollten sie sich auf eine seriöse Alternative zum Leitungsbau festlegen.”

Mai 22

Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – Am Freitag dauern die Niederschläge am bayerischen Alpenrand an. Im Nordwesten sind dichtere Wolken unterwegs, die etwa bis zur Mitte vorankommen, aber kaum Regen bringen. Dazwischen erstreckt sich von der Pfalz bis nach Brandenburg ein Streifen mit mehr Sonnenschein.

Die Temperatur steigt auf 13 Grad an der Ostsee bis 20 Grad mit viel Sonne im Südwesten, an den Alpen und im Vorland nur auf 9 bis 14 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Norden aus westlichen, im Süden aus nördlichen Richtungen. In der Nacht zu Sonnabend regnet es vom Allgäu bis zum Bayerischen Wald weiterhin, an den Alpen auch länger andauernd. Im Nordwesten und Norden ist es ebenso teils stark bewölkt, wobei es an den Küsten etwas Regen oder einzelne Schauer gibt. Dazwischen zeigt sich der Himmel aufgelockert, teils auch gering bewölkt. Als Tiefsttemperaturen werden 10 bis 3 Grad erwartet. Am Sonnabend fällt in Süddeutschland Regen, der an den Alpen auch länger andauert. Sonst ist es wechselnd bis stark bewölkt mit gelegentlichen Schauern. Die Höchsttemperatur liegt zwischen 13 Grad an der See und bis 21 Grad am Oberrhein, in den Dauerregengebieten im Südosten bleibt es kälter. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Richtungen um Nord. In der Nacht zu Sonntag gibt es im Südosten Bayerns weiteren Regen. Sonst wird es teils wolkig, teils klar und trocken. Die Temperatur sinkt auf 10 bis 2 Grad, wobei es bei klarem Himmel vereinzelt Bodenfrost geben kann. Am Sonntag regnet es im Südosten noch etwas. Im Norden und in der Mitte sowie im Südwesten scheint dagegen häufiger die Sonne und es bleibt trocken. Die Temperaturmaxima liegen zwischen 12 Grad in den Alpentälern und bis 23 Grad im Breisgau. Der Wind weht überwiegend schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Das teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

Mai 22

Joachim Gauck, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Joachim Gauck, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Bundespräsident Joachim Gauck hat die weltweiten Verstöße gegen Menschenrechte beklagt. “Täglich erreichen uns Meldungen über Menschenrechtsverstöße – jeder für sich wäre schon Grund zum Verzweifeln”, sagte Gauck am Freitag beim Empfang des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen in Schloss Bellevue. “Auf alte Konflikte türmen sich neue Krisen: In Zentralafrika, im Nahen Osten, in Ländern Asiens und Lateinamerikas, aber auch in unmittelbarer Nachbarschaft zur Europäischen Union, in der Ukraine, geschieht Unrecht. Die Gewalttäter zerstören Menschenleben, und sie bedrohen den Glauben an die Menschlichkeit.”

Auch über das Schicksal vieler Flüchtlinge zeigte sich der Bundespräsident erschüttert. “Es widerspricht jeder Vorstellung von Menschenwürde, wenn Menschen auf der Flucht vor Gewalt und Verfolgung, auf der Suche nach einem würdigen Leben, abermals ihrer grundlegenden Rechte beraubt werden oder sogar ihr Leben verlieren.” Gauck mahnte daher entschlossenes Vorgehen gegen Menschenrechtsverstöße an. Dabei gehe es auch um persönliche Verantwortung. “Systeme und Strukturen, die verhindern, dass fundamentale Rechte beachtet und durchgesetzt werden, sind menschengemacht. Dies zu ändern, verlangt persönlichen Einsatz.”