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Jul 31

Studentin in einer Universität, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Studentin in einer Universität, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2014 erhielten in Deutschland 925.000 Personen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, fiel die Zahl der BAföG-Empfänger gegenüber 2013 um etwa 34.000 beziehungsweise 3,5 Prozent. 2013 hatte der Rückgang gegenüber dem Vorjahr 2,1 Prozent betragen.

Unter den Geförderten waren 2014 rund 278.000 Schüler sowie 647.000 Studierende. Die Zahl der geförderten Schüler ging im Vergleich zum Vorjahr mit –5,0 Prozent deutlicher zurück als die Zahl der Studierenden (–2,9 Prozent). Die Förderung erstreckte sich zum Teil nicht über das volle Jahr. Im Durchschnitt wurden je Monat 596.000 Personen (172.000 Schüler, 424.000 Studierende) gefördert (–3,8 Prozent). 46 Prozent der BAföG-Empfänger (rund 429.000) erhielten eine Vollförderung, also den maximalen Förderbetrag. Die Höhe des Förderbetrages hängt von der Ausbildungsstätte (zum Beispiel Berufsfachschule oder Hochschule) und der Unterbringung (bei den Eltern oder auswärts) ab. Eine Teilförderung, die geleistet wird, wenn das Einkommen der Geförderten oder der Eltern bestimmte Grenzen übersteigt, erhielten 54 Prozent der BAföG-Empfänger (etwa 496.000). Die Zahl der Teilgeförderten sank im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent und die Zahl der Vollgeförderten um 3,7 Prozent. Im Jahr 2014 betrugen die Ausgaben des Bundes und der Länder für Leistungen nach dem BAföG 3,1 Milliarden Euro und somit rund 99 Millionen Euro oder 3,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Für die Schülerförderung wurden knapp 0,9 Milliarden Euro (–30 Millionen Euro) bereitgestellt und für die Studierendenförderung gut 2,3 Milliarden Euro (–69 Millionen Euro). Im Durchschnitt erhielten geförderte Schüler monatlich 418 Euro pro Person (+8 Euro) und geförderte Studierende 448 Euro pro Person (+2 Euro). 27 Prozent aller Geförderten wohnten bei ihren Eltern und 73 Prozent außerhalb des Elternhauses.

Jul 31

Biertrinker, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Biertrinker, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Der Bierabsatz deutscher Brauereien ist im ersten Halbjahr 2015 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 2,1 Prozent beziehungsweise 1,0 Millionen Hektoliter gesunken. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag weiter mitteilte, haben die in Deutschland ansässigen Brauereien und Bierlager somit in den ersten sechs Monaten dieses Jahres rund 46,9 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt. In den Zahlen sind alkoholfreies Bier und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU) eingeführte Bier nicht enthalten.

Biermischungen – Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen – machten im ersten Halbjahr 2015 mit 1,9 Millionen Hektolitern 4,1 Prozent des gesamten Bierabsatzes aus. 82,3 Prozent des gesamten Bierabsatzes waren für den Inlandsverbrauch bestimmt und wurden versteuert. Der Inlandsabsatz sank im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 um 2,7 Prozent auf 38,6 Millionen Hektoliter. Steuerfrei (Exporte und Haustrunk) wurden 8,3 Millionen Hektoliter Bier abgesetzt (+1,0 Prozent). Davon gingen 5,0 Millionen Hektoliter (–4,7 Prozent) in EU-Länder, 3,3 Millionen Hektoliter (+11,2 Prozent) in Drittländer und 0,07 Millionen Hektoliter (–1,7 Prozent) unentgeltlich als Haustrunk an die Beschäftigten der Brauereien.

Jul 31

Kathmandu (dts Nachrichtenagentur) – 100 Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal, das rund 10.000 Tote und acht Millionen Menschen obdachlos zurückgelassen hat, befürchten Hilfsorganisationen die Ausbreitung von Krankheiten wie Typhus und Cholera. Das berichtet die Kinderhilfsorganisation “SOS-Kinderdörfer weltweit”. “Aktuell brauchen die Menschen einen trockenen Platz zum Leben. Darauf konzentrieren wir uns”, betont Nepals SOS-Direktor Shankar Pradhananga.

“Des Weiteren benötigen sie dringend materielle Unterstützung für einen Neustart. Auch Möglichkeiten zur temporären, sicheren Unterbringung ihrer Kinder, während sich die Eltern um den Wiederaufbau ihres Zuhauses kümmern, werden nach wie vor dringend benötigt.” Noch immer sei die Situation vieler durch das Erdbeben obdachlos gewordener oder in provisorischen Unterkünften hausender Menschen mehr als schwierig. “Viele Familien leben mit ihren Kindern in Zelten, die bei weitem nicht gegen den Starkregen und die Kälte schützen. Andere sind in Notunterkünften untergekommen und laufen Gefahr, von Schlammlawinen verschüttet zu werden”, beschreibt Pradhananga die Lage. “Wenn die Mehrheit der Nepalesen den Monsun überlebt, haben wir Glück gehabt. Dann können wir mit dem Wiederaufbau beginnen.”

Jul 31

Rechtsextreme, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Rechtsextreme, über dts Nachrichtenagentur

Bielefeld (dts Nachrichtenagentur) – Der Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld, Andreas Zick, hat angesichts der zahlreichen Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte vor einem neuen Rechtsterrorismus gewarnt. “Es gibt viele Faktoren, die die Bildung von terroristischen Zellen begünstigen”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Freitagausgabe). “Wir sollten aus dem Nationalsozialistischen Untergrund gelernt haben.”

Es habe auch in den 90er-Jahren eine Protestbewegung gegen Asylbewerber gegeben. “Aus dieser Protestbewegung heraus entstanden Angriffe. Aus den Angriffen heraus bildeten sich Zellen. Es gibt viele Hinweise darauf, dass das wieder passieren kann. Und es liegt nahe, dass diejenigen, die mit dem System nichts mehr am Hut haben, sagen: Jetzt gehen wir noch einen Schritt weiter.” Zick fügte hinzu: “Als Konflikt- und Gewaltforscher finde ich das alles Besorgnis erregender als in den 90er-Jahren.” Das Institut untersucht seit Jahren gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.

Jul 31

Einkaufsregal in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Einkaufsregal in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Juni nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 5,1 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat. Allerdings hatte der Juni 2015 mit 26 Verkaufstagen zwei Verkaufstage mehr als der Juni 2014. Im Vergleich zum Mai 2015 lag der Umsatz im Juni um 2,3 Prozent niedriger. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Juni 2,6 Prozent mehr um als im Vorjahresmonat.

Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten um 2,7 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde 2,1 Prozent mehr umgesetzt als im Juni 2014. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze 7,2 Prozent über den Werten des Vorjahresmonats. Darunter erzielte der Internet- und Versandhandel Zuwachsraten von 16,8 Prozent. Im ersten Halbjahr 2015 setzte der deutsche Einzelhandel 2,5 Prozent mehr um als von Januar bis Juni 2014.

Jul 31

Reiner Hoffmann, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Reiner Hoffmann, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann steht flexibleren Arbeitszeiten offen gegenüber. “Flexible Arbeitszeiten über den Tag sind möglich, so lange die geleisteten Stunden ordentlich erfasst werden”, sagte der Gewerkschaftschef der “Rheinischen Post” (Freitagausgabe). Zugleich sieht er ein großes Potenzial bei der Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit.

Hier müssten Sabbaticals (arbeitsfreie Jahre) und eine bessere Aufteilung von zu langer Männerarbeit und zu kurzer Frauentätigkeit (Teilzeit) möglich sein. Vom gesetzlichen Acht-Stundentag möchte DGB-Chef Hoffmann aber nicht abgehen. “Alle arbeitswissenschaftlichen Untersuchungen belegen, dass die Leistungsfähigkeit der Beschäftigten nach acht Stunden abnimmt”, erklärte Hoffmann. Die Arbeitgeber hatten jüngst in einem Positionspapier gefordert, den Acht-Stundentag aufzugeben und dafür eine maximale Wochenarbeitszeit festzulegen.

Jul 31

Proteste gegen türkische Regierung am 04.02.2014 in Berlin, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Proteste gegen türkische Regierung am 04.02.2014 in Berlin, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, hat angesichts der jüngsten Spannungen in der Türkei vor einem Bürgerkrieg gewarnt. “Die Lage ist sehr gefährlich”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Freitagausgabe). “Ich habe die Sorge, dass sich die Türkei zu einem Kriegsgebiet wie im Nahen Osten entwickelt.”

Neuwahlen und der ihnen vorangehende Wahlkampf würden die Spannungen noch verschärfen. “Die Ruhe zwischen Türken und Kurden könnte schnell kippen. Und es könnte zu einem Bürgerkrieg kommen.” Sofuoglu fügte hinzu: “Das hat auf jeden Fall Auswirkungen auch auf Deutschland.” Eine Verschärfung der Spannungen zwischen den Gruppen sei hierzulande ebenfalls denkbar. Der Chef der Türkischen Gemeinde rät der Bundesregierung gleichwohl zur Zurückhaltung. “Die Bundesregierung sollte sich nicht polarisierend äußern”, erklärte er. Das würde die Atmosphäre nur weiter aufheizen.

Jul 31

Facebook-Nutzer am Computer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Facebook-Nutzer am Computer, über dts Nachrichtenagentur

Menlo Park (dts Nachrichtenagentur) – Facebook hat eine riesige Drohne vorgestellt, die nach eigenen Angaben die Internetnutzung in entlegenen Regionen ermöglichen soll. Das Fluggerät trägt den Namen “Aquila” und habe die Flügelspannweite einer Boeing 737. Dabei wiege die solarbetriebene Drohne nur rund 400 Kilogramm und könne bis zu drei Monate am Stück in der Luft verbringen. Ein Team des Facebook Connectivity Lab habe das Fluggerät gebaut.

Es wird mittels Heliumballons in die Luft gebracht und bewegt sich dann selbständig in etwa 18.000 bis 28.000 Meter Höhe. Der Aufwand sei nötig, so Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, da rund zehn Prozent der Weltbevölkerung in Gebieten ohne Internetzugang lebten. Außerdem arbeite das Connectivity Lab noch an einem Lasersystem, das Internetsignale an den Boden sendet. Ziel sei es aus rund 18 Kilometer Höhe einen Punkt in Größe einer Münze zu treffen – dabei soll der Laser bis zu 10 Gigabit pro Sekunde übertragen können. Das Projekt ist nach Angaben von Zuckerberg nicht gewinnorientiert.

Jul 31

EU-Kommission in Brüssel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: EU-Kommission in Brüssel, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bekommt Unterstützung von Unionspolitikern aus dem Bundestag und dem EU-Parlament für seinen Vorstoß, die Macht der EU-Kommission einzudämmen. Der Chef der CDU/CSU-Mittelstandsabgeordneten im Bundestag, Christian von Stetten (CDU), und der EU-Abgeordnete Markus Ferber (CSU) haben gegenüber der “Bild”-Zeitung Schäubles Ansinnen begrüßt, Überwachungsaufgaben der EU-Kommission an unabhängige Behörden zu übertragen. “Die EU-Kommission dehnt das Recht bis zum Gehtnichtmehr und maßt sich Kompetenzen an, die ihr nicht zustehen”, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete von Stetten.

Ferber, CSU-Abgeordneter im EU-Parlament, sagte der Zeitung: “Es ist gut, dass Minister Schäuble der Kommission auf die Finger klopft.” Schäuble hatte in der letzten Sitzung der EU-Finanzminister im Juli die Arbeit der EU-Kommission kritisiert, weil sie zu sehr politisch agiere und entscheide. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hatte er gefordert, dass die Kommission die “richtige Balance” zwischen ihrer Aufgabe als Hüterin der EU-Verträge und ihrer Arbeit als politische Institution wahren müsse.

Jul 31

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Deutschland benötigt nach einer Schätzung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bis 2050 jedes Jahr mindestens 400.000 neue Zuwanderer, wenn es die Zahl seiner Arbeitskräfte stabilisieren will. “Wir bräuchten rechnerisch pro Jahr netto 400.000 bis 500.000 Einwanderer, um bis 2050 unsere heutige Anzahl an Erwerbspersonen konstant zu halten”, sagte IAB-Migrationsexperte Herbert Brücker der “Rheinischen Post” (Freitagausgabe). “Ich halte jährlich aber nur eine Nettozuwanderung von rund 200.000 Personen für realistisch”, sagte Brücker.

Die Zahl der Erwerbspersonen werde unter dieser Annahme in den kommenden 35 Jahren voraussichtlich um knapp 20 Prozent sinken. “Weil gleichzeitig immer mehr Menschen in Rente gehen, wird das Wirtschaftswachstum pro Kopf deutlich abnehmen, vielleicht sogar negativ werden”, so Brücker.