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Dez 23

Geigen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Geigen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der englische Star-Geiger Nigel Kennedy, dessen Version von Vivaldis “Vier Jahreszeiten” nach wie vor die meistverkaufte Klassik-CD aller Zeiten ist, wird am 28. Dezember 60 Jahre alt. Aus diesem Anlass blickt er auf seine lange Karriere zurück – mit guten, wie schlechten Erinnerungen: Bedanken möchte sich der wegen seiner Stehfrisur auch als Punk-Geiger bekannt gewordene Kennedy vor allem bei seinem Lieblings-Fußball-Club, Aston Villa aus Birmingham. “Ich muss mich bei Aston Villa für das Jahr 1982 bedanken, da haben sie Bayern München geschlagen”, sagte Kennedy der “Welt am Sonntag”, “dem Klub verdanke ich viel – die Leidenschaft, Fan zu sein. Aston Villa spielt den hässlichsten Fußball überhaupt, aber ich bleibe treu.”

Bedanken möchte er sich darüber hinaus bei seinem Mentor, dem 1999 verstorbenen Jahrhundertgeiger Yehudi Menuhin, der eine Inspiration gewesen sei. “Ich danke ihm für die Zeit, die er mit mir verbracht hat”, sagte er der Zeitung, “aber vor allem verdanke ich ihm, dass ich kein Vegetarier bin. Er selbst war nämlich einer und hat grausige Sachen gegessen.” Davon einmal abgesehen hat er an seine Zeit an der berühmten Yehudi Menuhin School im englischen Surrey weniger gute Erinnerungen. “Es gab dort keine glücklichen Momente. In der Menuhin School wurden junge, sehr talentierte Kinder zu alten Männern in Zimmer gesperrt und mussten ihnen dann vorspielen. Und ihre Eltern übten noch Druck auf sie aus. Soziale Begegnungen gab es in der Zeit kaum. Wir waren Kinder zwischen sechs und sechzehn Jahren, die kaum Spielpartner in ihrem Alter hatten”, sagte Kennedy der “Welt am Sonntag”, “die Menuhin School war ein schlimmer Ort.” Kennedy äußerte sich darüber hinaus ungewöhnlich scharf über den Erwartungsdruck, dem Musiker im Klassikbetrieb heute ausgesetzt seien: “Heute können sich die Musiker gar nicht mehr bewegen. Sie brauchen auf Teufel komm raus ein Image – und alles, was sie veröffentlichen, muss zu der Marke passen, die jemand für sie ausgesucht hat. Sie müssen sich zwingen, etwas zu sein, was sie nicht sind”, sagte der 59-Jährige Engländer, “Musiker beherrschen in der Regel ihr Instrument, ihr Repertoire, und sie geben dann etwas Eigenes aus ihrer Seele dazu. Musiker sind im Grunde ziemlich langweilige Zeitgenossen. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass wir Musiker quasi Autisten sind. Deswegen spielen wir ja ein Instrument, weil wir mit Musik besser und lieber als mit Worten kommunizieren. Nur müssen wir heute die ganze Zeit über unser Scheiß-Image grübeln.”

Dez 23

Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Baden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Schlagerstar Helene Fischer ist mit ihrem Album “Weihnachten” die neue Nummer eins der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Das erfolgreichste Album von 2015 ist dank einer neuen “Deluxe Version” wieder gefragt.

Der Deutschrapper Bonez MC kommt gemeinsam mit RAF Camora mit dem Album “Palmen aus Plastik” auf den zweiten Platz, die Rolling Stones verteidigen mit “Blue & Lonesome” den dritten Rang. In den Single-Charts übernimmt Rag`n`Bone Man mit “Human” wieder die Führung. Clean Bandit feat. Sean Paul & Anne-Marie landet mit “Rockabye” auf Rang zwei, Mark Forster komplettiert mit “Chöre” das Podium. Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.

Dez 16

Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Baden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Rapper Kollegah steht mit seinem Album “Imperator” an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Es ist bereits seine vierte Nummer eins nach “Jung brutal gutaussehend 2″, “King” und “Zuhältertape Vol. 4″.

Zudem stellte der Rapper einen neuem Streaming-Rekord auf: Pünktlich zum jüngsten Album-Release knackt Kollegah in dieser Woche die 400-Millionen-Marke. Damit ist er hierzulande der meistgestreamte Künstler. Bisheriger Rekordhalter war Eminem. Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.

Dez 13

Elbphilharmonie, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Elbphilharmonie, über dts Nachrichtenagentur

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Thomas Hengelbrock, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, ist begeistert vom Großen Saal der Elbphilharmonie. “Wenn wir uns morgens treffen, müssen wir uns immer noch gegenseitig kneifen. Wir fragen uns, ob das wirklich alles wahr ist, ob das tatsächlich unser neuer Arbeitsplatz ist”, sagte er der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Dienstag).

Auch um die kulturpolitische Bedeutung des neuen Konzerthauses weiß der Dirigent: “Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass ein Orchester in diesen Zeiten einen so fantastischen Saal als Heimstätte bekommt, und das ist uns in jedem Moment bewusst.” Auch die Architektur des Großen Konzertsaals lobte er: “In der Elbphilharmonie hören sie sehr gut und mir gefällt, dass der Saal im besten Sinne demokratisch ausgerichtet ist; dass sie auf den günstigsten Plätzen, ganz oben unter dem Dach, wunderbar hören.” Am 11. Januar wird Hengelbrock am Pult des NDR Elbphilharmonie Orchesters die Elbphilharmonie eröffnen. Über das Werk von Wolfgang Rihm sagte der Dirigent: “Er ist ein meisterhafter Komponist mit einer vollendeten Instrumentationstechnik. Wie er das Orchester behandelt, die Stimme – das ist großartig.” Gleichzeitig verweist er auf das Oratorium “Arche” von Jörg Widmann, dass am 13. Januar vom Philharmonischen Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Kent Nagano in der Elbphilharmonie uraufgeführt wird. “Ich finde es sehr wichtig, dass diese beiden Komponisten gleich am Anfang sehr präsent sind”, sagte Hengelbrock.

Dez 12

Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Stardirigent Kent Nagano mag keine Popmusik. Ein einziges Mal habe er bisher ein Popkonzert besucht – seiner Tochter zuliebe: “Es war ihr größter Wunsch, auf ein Konzert von Take That zu gehen”, sagte Nagano dem Magazin “Dein Spiegel”. “Aber ich fand es schrecklich, ganz schrecklich.”

Nagano dirigiert als Generalmusikdirektor in Hamburg das Philharmonische Staatsorchester der Elbphilharmonie. Unter anderem legt er das Programm für die Musiker fest. Auf die Frage, ob er moderne Musik wie etwa von Justin Bieber in der Elbphilharmonie spielen lassen könne, sagte er: “Könnte ich. Das wird aber nicht passieren.”

Dez 11

Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Paris (dts Nachrichtenagentur) – Obwohl Deezer im vergangenen Jahr seinen Börsengang abgesagt hat, will sich der Musikstreaming-Dienst diesen Weg weiter offen halten. “Der Börsengang ist nicht vom Tisch, aber wir haben die volle Flexibilität”, sagte Deezer-Chef Hans-Holger Albrecht der “Welt am Sonntag”. Es gebe keine Eile.

“Wir haben noch Geld auf der Bank, können einen Börsengang machen oder erneut eine private Finanzierungsrunde.” Deezer gehört zu den kleineren international aktiven Anbietern. Marktführer ist Spotify mit etwa 100 Millionen Nutzern, von denen 40 Millionen laut Spotify auch eine Gebühr bezahlen. Apple kommt an zweiter Stelle mit 20 Millionen Nutzern. Deezer hat nach jüngsten Zahlen 16 Millionen Nutzer, von denen sechs Millionen zahlen. Das Unternehmen zählt damit auch zu den finanzschwächeren Streamingdienst-Anbietern, versucht jedoch, diesen Rückstand auszugleichen. “Wir arbeiten viel mit Partnern zusammen wie Mobilfunkanbietern, Herstellern wie Samsung und BMW oder Discountern wie Lidl”, sagte Albrecht. “Außerdem gehen wir sehr fokussiert vor und konzentrieren uns auf Europa und Lateinamerika.” Auf anderen Märkten halte sich Deezer dagegen zurück. Alle größeren Musikstreaming-Dienste würden derzeit mit Verlust arbeiten. “Gerade wenn man etwas Neues aufbaut, sind das Marketing und der Vertrieb teuer”, sagte Albrecht. Das gelte vor allem für Abo-Modelle. “Außerdem zahlen wir viel Geld an die Künstler und Labels.” Am Anfang überstiegen diese Zahlungen sogar die Einnahmen. Langsam bekommt Deezer die Kosten nach eigenen Angaben aber in den Griff. Inzwischen würden 70 Prozent der Einnahmen weitergereicht. “Wir profitieren nun von Größeneffekten und auch die Kosten, die uns die Labels in Rechnung stellen, bekommen wir in den Griff.” In einigen Märkten wie Frankreich verdiene Deezer schon seit einiger Zeit Geld. Künstler äußern immer wieder Kritik an den niedrigen Einnahmen aus den Streaming-Angeboten. Deezer-Chef Albrecht hält dagegen. Man zahle bereits einen Umsatzanteil von 70 Prozent. Trotzdem regt er eine Reform des Vergütungssystems an. “Man muss überlegen, wie die Einnahmen im gesamten Ökosystem zwischen Künstlern, Labels, Rechteinhaber verteilt werden sollen.” Es gebe auch ganz neue Modelle: Einige Künstler vermarkteten sich selbst und kämen von selbst auf Deezer zu.

Dez 09

Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Baden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Die Rolling Stones stehen mit “Blue & Lonesome” an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Helene Fischer kommt mit Weihnachten auf PLatz zwei, Udo Lindenberg mit der neuen Live-Version von “Stärker als die Zeit” auf Platz drei.

Bereits zum elften Mal in Folge führt der Rag`n`Bone Man (“Human”) das Single-Ranking an. Clean Bandit feat. Sean Paul & Anne-Marie (“Rockabye”) und Mark Forster (“Chöre”) runden das Podium ab. Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.

Dez 02

Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Baden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Der Rapper KC Rebell steht mit “Abstand” an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Andreas Gabalier folgt mit der Aufzeichnung des “MTV Unplugged”-Konzertes auf Platz zwei, Metallica kommen mit “Hardwired…To Self-Destruct” auf den dritten Rang.

In den Single-Charts macht der Rag`n`Bone Man mit “Human” seine zehnte Nummer-eins-Woche perfekt. Clean Bandit feat. Sean Paul & Anne-Marie (“Rockabye”) und The Weeknd feat. Daft Punk (“Starboy”) runden das Podium ab. Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.

Nov 30

Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

London (dts Nachrichtenagentur) – Die britische Sängerin Kate Bush ist froh und auch erstaunt über ihr Publikum: “Es überrascht mich immer wieder, dass ich so ein geduldiges Publikum habe”, sagte Bush dem “Zeitmagazin”: Zwischen ihren Platten lägen “ja oft lange Pausen”. Dahinter stecke kein Kalkül, es habe sich “aber auch nicht vermeiden” lassen. Bei jeder Platte sei das Ziel, “etwas Interessantes abzuliefern”, so Bush.

“Und jedes Mal stellt sich mir die Frage, ob die Leute das wirklich noch hören mögen, was ich zu bieten habe.” Bei ihrer ersten Konzertreihe seit ihrer Debüt-Tournee im Jahr 1979 sei sie vor dem ersten Auftritt “unfassbar nervös” gewesen. Auf die Frage, was sie gegen ihre Nervosität tue, sagte Bush: “Dann bete ich.” Zum Glück habe sie aber gar nicht so viel Zeit gehabt, nervös zu sein, weil sie “bis zur letzten Minute mit den Vorbereitungen beschäftigt war”. Ob sie jemals wieder auf einer Bühne zu sehen sein werde, lässt die Sängerin offen: “Um ganz ehrlich zu sein: Ich weiß es nicht. Ich habe die überwältigenden Reaktionen des Publikums sehr genossen, und ich bin so froh, dass ich diese Konzerte gegeben habe. Jetzt muss ich mich aber erst mal wieder zurückziehen und dann sehen, wonach mir ist.”

Nov 29

Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der deutsche Musiker Gregor Meyle macht immer am Dienstag frei. “Donnerstag bis Sonntag habe ich immer Konzerte – das sind insgesamt circa hundert im Jahr”, sagte Meyle im “hr3-Talk”. Deshalb mache er immer am Dienstag frei – “der ist mir heilig”.

Dabei sei Musik für ihn fast alles: “Aber ohne meine Familie wäre mein Leben sinnlos.” Wenn er unterwegs ist, dann “wohnen und fahren wir mit 15 Jungs und einem Mädel im Nightliner”, und das sei auch die Art zu arbeiten und zu leben, die er möge. “Vor fünf Jahren bin ich immer noch selbst mit dem Bus gefahren, habe selbst aufgebaut und die CDs verkauft. Das ist toll, dass ich das nicht mehr machen muss.” In größeren Hallen wolle er allerdings nicht spielen: “Du musst in einer gewissen Hallengröße spielen, damit es sich lohnt, aber ich mag kleinere und intimere Konzerte. Vor 15.000 Leute zu spielen ist was anderes, als vor tausend oder zweitausend”, sagte er. “Ich bin mit der Gitarre auf die Welt gekommen”, erzählte Meyle weiter, “es gibt noch Fotos von mir als Dreijährigem mit sechssaitiger Gitarre.”