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Jun 05

Zwei Männer surfen im Internet, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Zwei Männer surfen im Internet, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – In Deutschland hören bereits vier von zehn Internetnutzern ab 14 Jahre (37 Prozent) Musik über Streaming-Dienste wie Spotify, Deezer und Soundcloud. Das entspricht 20 Millionen Deutschen, zwei Millionen mehr als noch vor einem Jahr. 2013 waren es erst etwa sechs Millionen.

Innerhalb von nur zwei Jahren hat sich die Zahl damit mehr als verdreifacht. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Vor allem bei jüngeren Internetnutzern ist Audio-Streaming beliebt: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der 14- bis 29-Jährigen hört so Musik. Unter den 30- bis 49-Jährigen nutzen etwa vier von zehn (39 Prozent) Streaming, bei den 50- bis 64-Jährigen ist es etwa jeder Vierte (28 Prozent), bei den über 64-Jährigen immerhin jeder Siebte (15 Prozent). Für die meisten Nutzer gehört Musik-Streaming zum Alltag: Acht von zehn Streaming-Nutzern (83 Prozent) hören so regelmäßig Musik, jeder zweite (50 Prozent) sogar täglich. Unter den 14- bis 29-Jährigen nutzen neun von zehn (88 Prozent) die Dienste regelmäßig, sechs von zehn (60 Prozent) jeden Tag. Für Musikstreaming zahlt bereits etwa jeder fünfte Nutzer (19 Prozent).

Jun 02

Geigen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Geigen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Rapper Kool Savas, der 2016 beim Eurovision Song Contest (ESC) antreten will, plant einen “melodiösen” Wettbewerbsbeitrag. Er wolle sich gemeinsam mit Xavier Naidoo im kommenden Jahr dem deutschen Vorentscheid des ESC stellen, sagte Savas der “Welt”. “Ich glaube, wir könnten etwas von Deutschland repräsentieren, was sehr positiv ist. Wir sind beides Deutsche, die nicht typisch deutsch sind.”

Der Wettbewerbssong müsse ernst sein, “aber auch so melodiös, dass man es sich anhören kann, ohne in Depressionen zu verfallen.” Im Gespräch mit dem Blatt sagte der Rapper zudem, dass er mit Conchita Wurst nichts anfangen könne. “Ich find`s hässlich, dass man so ein total weibliches Gesicht und alle Züge einer Frau hat und dann so einen Bart. Ich finde das nicht cool oder weltoffen oder frei. Ich finde das unnötig und überflüssig”, sagte Savas.

Mai 28

Los Angeles (dts Nachrichtenagentur) – Rockmusikerin Melissa Etheridge fürchtet das Sterben nicht – und weiß auch ganz genau, was sie an ihrem letzten Tag auf Erden konsumieren würde. “Seit meiner Brustkrebserkrankung habe ich keine Angst mehr vor dem Tod, ich bin damit im Reinen”, sagte die 54-Jährige dem Magazin “Cicero” (Juniausgabe). “Warum sollte ich so viel Kraft meines Lebens an die Angst vor etwas verschwenden, das ohnehin passieren wird?” Die Künstlerin überstand 2005 ihre Krebserkrankung nach mehreren Operationen und einer Chemotherapie.

Den letzten Tag ihres Lebens möchte sie mit ihrer Frau und ihren Kindern verbringen. Mit ihnen würde sie dann puzzeln, so Etheridge. Ihre Frau würde dann ein Fischgericht mit Gemüse und Kartoffeln kochen. “Ich mache mir nichts aus Alkohol, ich würde Wasser trinken. Aber wir würden jede Menge Cannabis rauchen, jeder von uns.”

Mai 24

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Gene Simmons, Mitbegründer der Rockband Kiss (“Detroit Rock City”, “I Was Made For Loving You”) fordert die Rolling Stones und U2 heraus, sich auf der Bühne mit ihm zu messen. “Wer ist die am härtesten arbeitende Band im Show-Geschäft? Das sind wir – Kiss. Ich lade U2 oder die Rolling Stones ein, sich auf der Bühne mit uns zu messen. Nicht vergessen: Das sind Gruppen, die wir bewundern. Aber: Kommt zu uns auf die Bühne, mal sehen, wer mehr zu bieten hat. In unserer Liga geht es auch um das Sich-Miteinander-messen”, sagte der 65-Jährige Bassist und Sänger der “Welt am Sonntag”.

Simmons geht seit mehr als 40 Jahren in schwarz-weißer Schminkmaske und in riesigen Plateauschuhen auf die Bühne. “Wer von diesen Musikern schmiert sich vor der Show zwei Stunden lang Creme ins Gesicht? Wer von ihnen trägt 20 Zentimeter hohe Plateauschuhe? Wer kann Feuer spucken oder wie ich durch die Luft fliegen? Wer verdammt noch mal?”, sagte er der “Welt am Sonntag”. Simmons erzählte, dass er seine Show in den Plateauschuhen nur dank eines ausgiebigen Trainings durchsteht. “Ich muss mich im Fitnessstudio plagen. Ganz klar. Zwei Monate vor einem Tourneestart muss ich damit anfangen, sonst ist meine Bein-Muskulatur nicht stark genug ist, um in diesen Dingern laufen zu können”, sagte er der “Welt am Sonntag”, “unsere Band klingt heute kraftvoller und musikalisch ausgereifter denn je.” Ein Grund für seine Energie im Alter sei auch, dass er nie Drogen konsumiert habe. “Es fiel mir nie schwer, die Finger von Drogen zu lassen. Es reichte mir aus, zu beobachten, wie dreckig es den anderen ging. Wer high ist, benimmt sich wie ein Idiot, er fällt auf die Fresse, kotzt anderen auf die Schuhe. Ich hatte nie ein Interesse daran, mich selbst auf diese Weise zu erniedrigen”, sagte Simmons der “Welt am Sonntag”. Sex habe er dagegen nach eigenen Angaben exzessiv genossen – und mit mehr als 5000 Frauen geschlafen. “Sex ist ja nichts Schlimmes – fragen Sie Ihren Arzt, der wird Ihnen bestätigen, dass es das gesündeste ist, was du machen kannst: Du verbrennst Kalorien, dein Herz schlägt schneller.” Simmons hat stets verkündet, Männer seien für die Ehe nicht geeignet. 2011 hatte er dann seine langjährige Lebenspartnerin Shannon Tweed geheiratet mit der er zuvor 29 Jahren zusammen war und zwei erwachsene Kinder hat. Das sei für ihn kein Widerspruch. “Ich bleibe dabei: Männer sind im Grunde nicht für die Ehe gemacht. Einzige Ausnahme: Wenn Sie die 60 überschritten haben, könnte es doch klappen”, sagte er der “Welt am Sonntag”. Seine Frau hätte gewusst, worauf sie sich einlässt. “Ob eine Beziehung hält oder nicht, hängt meistens von der Frau ab, davon, wie viel Bullshit sie ertragen kann. Frauen sind viel reifer als Männer. Sie wissen, worum es im Leben geht: um Familie, Kinder, Verantwortung. Männer werden nicht erwachsen. Oder erst spät in ihrem Leben.”

Mai 15

Blues-Legende B.B. King gestorben

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Las Vegas (dts Nachrichtenagentur) – B.B. King, einer der einflussreichsten Blues-Gitarristen und -Sänger, ist tot. Er starb am Donnerstag im Alter von 89 Jahren, berichtet der Sender CNN unter Berufung auf Kings Tochter. Dem berühmten Musiker ging es gesundheitlich in den vergangenen Wochen nicht gut.

“Ich befinde mich in häuslicher Hospiz-Betreuung in meinem Haus in Las Vegas. Vielen Dank für eure guten Wünsche und Gebete”, hatte er Anfang Mai auf seiner Facebook-Seite mitteilen lassen. B.B. King, mit bürgerlichem Namen Riley B. King, wurde 1925 in Itta Bena, Mississippi, geboren. 1957 veröffentlichte er seine erste PLatte “Singin` the Blues”. Das “B.B.” in seinem Namen stand für “Blues Boy”. Der Dokumentarfilm “The Life Of Riley” (2013) widmet sich Kings Leben. Darin kommt B.B. King selbst sowie zahlreiche Wegbegleiter zu Wort.

Mai 14

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Sängerin Ann Sophie trägt am linken Unterarm den verschnörkelten Schriftzug “Stay Gold”. Die Tätowierung soll die deutsche Teilnehmerin des diesjährigen “Eurovision Song Contest” (ESC) daran erinnern, ihrem vorherbestimmten Weg zu folgen: “Ich glaube, wir kommen alle mit einer goldenen Seele auf die Welt und haben eine Bestimmung”, sagte die 24-Jährige der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (F.A.Z./Freitagausgabe). Schule und Elternhaus beeinflussten Kinder so sehr, “dass wir vergessen, auf welchen Weg wir gehören, wir schlucken unsere Talente herunter”.

Die Sängerin, die in New York Schauspiel und Gesang studierte, hat sich zwei weitere Tätowierungen stechen lassen: ein E für ihren Hund Ella, einen Boxer, am linken Handgelenk, und das astrologische Symbol ihres Sternzeichens Jungfrau am rechten. Ann Sophie, die am 1. September 25 Jahre alt wird, findet das Zeichen auch deshalb passend, “weil es aussieht wie ein N und ein Y” und darum auch für New York stehe. Ann Sophie Dürmeyer wird am Sonntag erstmals in der Stadthalle in Wien ihr Lied “Black Smoke” proben.

Mai 07

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Paddy Kelly, der lange als das umschwärmteste Mitglied der Folkband Kelly Family galt, will offiziell nicht mehr “Paddy Kelly” heißen: Stattdessen will er nach mehr als zehn Jahren Abwesenheit unter seinem Geburtsnamen Michael Patrick Kelly ins Musikgeschäft zurückkehren. Für ihn sei das “Ausdruck seiner Entwicklung”, sagte er der “Welt”. “Ich habe zu mir selbst gefunden.”

Am 15. Mai erscheint seine Solo-Platte “Human”. Die Kelly Family war Anfang der 2000er nach dem Tod des Vaters Dan Kelly auseinandergebrochen, Paddy Kelly ging daraufhin 2004 für sieben Jahre in ein Kloster der Gemeinschaft des Heiligen Johannes in Frankreich. “Ich wollte wissen, ob es nicht mehr gibt, als das Materielle. Der Erfolg, der Reichtum – das alles hat mich nicht glücklich gemacht”, sagte er der Zeitung zu seiner Entscheidung damals. “Ich habe durch die Zeit im Kloster den inneren Frieden gefunden.” Aber auch er habe seinen Mitbrüdern etwas beigebracht: “Ich habe im Kloster die Mülltrennung eingeführt. Vorher haben sie alles in einen Eimer geschmissen”, sagte er. Dennoch seien stets Zweifel geblieben: “Es gab Momente, da stand ich abends um acht Uhr in der Kloster-Küche, habe Kartoffeln geschält und gedacht: Ich könnte gerade mit meinen Geschwistern vor 5.000 Menschen spielen, was mache ich hier bloß?” Kurz vor dem ewigen Gelübde habe er daher die Gemeinschaft verlassen. “Ich habe einfach festgestellt, dass Mönchsein nicht meine Berufung ist”.

Apr 18

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Edgar Berger, CEO International der zweitgrößten Plattenfirma der Welt, Sony Music, hat die Vergütungsmodelle für Künstler bei Streaming-Diensten verteidigt. “Die Art, wie ein Album oder ein Hit Geschäft generiert, hat sich einfach grundlegend geändert. Wird ein Song heruntergeladen, fließt nur einmal Geld. Beim Streaming gibt es bei jedem Abruf wieder Einkünfte. Nach ungefähr 18 Monaten stehen die Abo-Einnahmen in keiner Weise den Download-Einnahmen nach”, sagte Berger dem “Spiegel”.

Wachse der Markt für Musik-Streaming, könnten die Einnahmen sogar noch darüber liegen. Berger hoffe, dass sich mehrheitlich Angebote durchsetzten, die Geld kosten. “Nachhaltiges Wachstum für Streaming-Dienste und die Musikbranche gibt es über bezahlte Abo-Modelle.”

Apr 16

Rechtsextreme, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Rechtsextreme, über dts Nachrichtenagentur

Leipzig (dts Nachrichtenagentur) – In acht Bundesländern haben die Ermittlungsbehörden am Donnerstag eine Razzia auf der Suche nach rechtsextremen Tonträgern durchgeführt. Betroffen waren die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, teilte die Polizei in Leipzig mit. Grundlage waren vom Amtsgericht Zwickau erlassene Durchsuchungsbeschlüsse, die sich auf die Feststellung von Tonträgern eines rechten, in Zwickau wohnhaften Liedermachers beziehen.

Hunderte Tonträger sollen sichergestellt worden sein, von Festnahmen war jedoch keine Rede. Der 29-Jährige wird beschuldigt, mit seinen Songtexten rechtes Gedankengut zu verbreiten, insbesondere aber den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) zu verherrlichen.

Apr 05

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Peter Mensch, Manager von Metallica, Muse oder den Red Hot Chili Peppers, begrüßt es, dass im kommenden Sommer mehr Open-Air-Festivals als sonst in Deutschland stattfinden. “Ich finde Wettbewerb grundsätzlich gut. Und je mehr Festivals es gibt, die gut funktionieren, umso besser”, sagte der 61-jährige Amerikaner der “Welt am Sonntag”.

Metallica und Muse sind Headliner bei den parallel veranstalteten drei-Tage-Festivals “Rockavaria” im Münchener Olympiastadion sowie bei “Rock im Revier” (beide vom 29. bis 31. Mai). Letztes sollte ursprünglich unter dem Namen “Grüne Hölle” auf dem Nürburgring stattfinden, ist jetzt aber von dort in die Veltins-Arena in Gelsenkirchen verlegt worden. Mensch räumte ein, dass es aufgrund der veränderten Nutzungs- und Hörgewohnheiten von Musik immer weniger Künstler schafften, ein Stadion, eine Rennstrecke oder ähnliches auszuverkaufen. “U2, die Stones. Ed Sheeran beispielsweise hat in London dreimal das Wembley Stadion gefüllt. Er schafft das aber nur in seiner Heimat England”, sagte Mensch der “Welt am Sonntag”, “das liegt auch an der Diversifizierung von Musik, an veränderten Hörgewohnheiten. Und das ist auch ein Grund, warum Festivals inzwischen für viele, auch große Bands, immer reizvoller werden. Nicht nur, weil sie dort inzwischen fast genauso viel verdienen, wie mit Open Airs unter eigenem Namen. Bei den Festivals kümmern sich die Organisatoren darüber hinaus noch um alles: Infrastruktur, Sound, Licht. Alles perfekt organisiert.”