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Jul 27

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Rock-Legende Eric Clapton hat sich mit dem verstorbenen US-Musiker JJ Cale, der immer nur wenige Konzerte gegeben hat, verglichen: “Ich selbst mag auch keine Tourneen. Ich mochte sie mal, als ich noch ein `Kid` war”, sagte der 69- jährige Gitarrist und Sänger “Welt am Sonntag”. “Heute will ich nicht mehr in Hotels wohnen. Ich will auch nicht mehr zum Flughafen fahren. Ich will am liebsten zu Hause sein.”

Clapton hat gerade sein neues Album “The Breeze” veröffentlicht – ein Tribut an den 2013 verstorbenen JJ Cale: “Die Nachricht von JJ`s Tod hatte mich schwer getroffen. Ich war darauf in keiner Weise vorbereitet”, sagte Clapton der “Welt am Sonntag”. “Wenn ich mal von den Todesfällen in meinem Familienkreis absehe, haben mich die Tode von Freddie King und JJ am meisten getroffen. Aus irgendeinem Grund hatten Charaktere wie er einen tiefen Einfluss auf meine musikalische Psyche. Mein ganzes Leben lang.” Clapton hatte mit Cover-Versionen der Cale-Songs “After Midnight” und “Cocaine” Welt-Hits. 2006 nahmen die beiden ein gemeinsames Album auf. An der heutigen Zeit störe ihn, dass sich viele Menschen nicht mehr für die Ursprünge populärer Musik interessieren. “Es gibt heute einen Mangel an Neugier, man interessiert sich nicht mehr für den historischen Kontext, für die Ursprünge von Songs, wo sie herkommen. Mir scheint, dieses Desinteresse ist heute schlimmer, als je zuvor”, sagte er der “Welt am Sonntag”. “Das macht mich ziemlich traurig. Aber vielleicht ist das ja schon immer so gewesen. Vielleicht werde ich einfach alt. Vielleicht werde ich griesgrämig und übellaunig”, so Clapton. “Für mich war es damals anders: Ich wollte von meinen Idolen immer wissen: Welche Musik haben sie denn gehört?” An JJ Cale habe er auch stets bewundert, dass er es geschafft habe, ein freier Künstler zu bleiben, und dass er sich an dem ganzen “Bullshit” des Musik-Geschäfts nicht beteiligt habe. “Inzwischen weiß ich, dass man zwar versuchen kann, anonym zu bleiben. Es wird aber immer Leute geben, die dich aufspüren werden. In gewisser Weise bin ich schon mit 17 in Rente gegangen. Weil ich schon damals vom Musik-Geschäft genug hatte”, sagte er der Zeitung. “Ich bekam in einer kurzen Zeit einen Überblick, was dieses Musik-Geschäft ausmacht und was da alles dranhängt. Ich sagte mir: `Ich bin raus.` Und ich wurde dann gerade wegen dieser Haltung berühmt”, so der Musiker. “Ich konnte nichts dagegen tun, Es war außerhalb meiner Kontrolle.”

Jul 25

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Musiker Jan Delay durfte sich Dank seiner aufgeschlossenen Eltern frühzeitig als DJ ausprobieren. “Ich habe Eltern mit einem, besonders für die damalige Zeit, coolen Musikgeschmack und einer großen Plattensammlung”, sagte der 37-Jährige “Beginner” in einem Interview mit der Rheinischen Post (Online). “Vor allem aber habe ich das große Glück gehabt, dass meine Mama und mein Papa gesagt haben, du darfst da drangehen. Im Alter von vier oder fünf Jahren konnte ich damit umgehen. Dann habe ich mir immer meine eigenen Sachen aufgelegt. Meine Eltern haben mich immer unterstützt, damit ich meinen eigenen Geschmack herausfinde.”

Delays erste eigene Schallplatte war “Sündenknall” von Udo Lindenberg aus dem Jahr 1984. Seine Eltern tolerierten aber auch Jan Delays Pop- und Mainstream-Phasen. “Auch später – als ich selbst Fan wurde, viel Popmusik gehört habe und Madonna für mich entdeckt habe – haben meine Eltern das nicht verflucht. Da durfte ich dann im Auto Madonna auflegen.”

Jul 12

New York (dts Nachrichtenagentur) – Mit Tommy Ramone ist am Freitag das letzte Gründungsmitglied der US-Punkband “Ramones” gestorben. Das wurde auf dem offiziellen Facebook- und Twitter-Account der Band bekannt gegeben. Wie die Zeitschrift “Variety” berichtet, starb der Schlagzeuger an den Folgen von Gallenkrebs.

Er wurde 62 Jahre alt. Bereits zwei weitere Gründungsmitglieder der Band waren an einem Krebsleiden gestorben: Joey Ramone 2001, Johnny Ramone 2004. Dee Dee Ramone war 2002 durch eine Überdosis Heroin ums Leben gekommen. Die Namensgleichheit der Bandmitglieder ist selbst gewählt, eine Verwandtschaft besteht nicht. Die “Ramones” hatten sich 1974 gegründet und 1996 aufgelöst, nur Joey und Johnny waren von Anfang bis Ende dabei. Zu ihren größten Hits zählen unter anderem “Blitzkrieg Bop” und “Sheena Is a Punk Rocker”.

Jun 19

London (dts Nachrichtenagentur) – Sängerin Lana Del Ray hat mit einer Äußerung über ihre Todessehnsucht unter ihren Fans für Aufregung gesorgt. In einem Interview mit der britischen Zeitung “The Guardian” sagte die 27-Jährige, dass sie des Lebens müde wäre. “Ich wünschte, ich wäre bereits tot.”

Auf die besorgte Nachfrage des Interviewers fügte sie hinzu: “So fühle ich halt. Wenn es nicht so wäre, würde ich es nicht aussprechen.” Auch wenn andere ihr Leben aufregend finden, sie selbst sehe das nicht so. Manchmal kämen Verwandte zu ihr und sagten: “Wow, du führst ein Leben wie im Film.” Darauf antwortet die Musikerin: “Ja, ein beschissener Film.” Über die Gründe für ihren artikulierten Todeswunsch äußerte sie sich nicht. Vor wenigen Tagen allerdings wurde ein neues Album von Lana Del Ray veröffentlicht.

Jun 12

Claudia Leitte, Rapper Pitbull und Jennifer Lopez bei der WM-Eröffnungsfeier am 12.06.2014, Marcello Casal Jr/Agência Brasil, Lizenztext: dts-news.de/cc-by
Foto: Claudia Leitte, Rapper Pitbull und Jennifer Lopez bei der WM-Eröffnungsfeier am 12.06.2014, Marcello Casal Jr/Agência Brasil, Lizenztext: dts-news.de/cc-by

São Paulo (dts Nachrichtenagentur) – Mit einer bunten Show ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien am Donnerstag eröffnet worden. Jennifer Lopez sang im grünen Glitzeranzug zusammen mit der brasilianischen Sängerin Claudia Leitte und dem Rapper Pitbull den WM-Song “We Are One”. Über 650 Tänzer gehörten zu der Show bei der Eröffnungsfeier im Corinthians-Stadion.

Die Künstler sollten mit ihren Choreografien die drei Schätze Brasiliens darstellen: Natur, Menschen, Fußball. Die 25 Minuten lange Darbietung kostete knapp sechs Millionen Euro. Um 22 Uhr deutscher Zeit startete dann das Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien. Kurz vor dem Anpfiff ließen Jugendliche drei Friedenstauben aufsteigen.

Jun 12

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Sänger Andreas Bourani hat die deutsche Nationalmannschaft vor Kritik in Schutz genommen und hofft auf ein Finale zwischen seinem Favoriten Deutschland und Gastgeber Brasilien. “Es gibt ja gerade etwas Gegenwind in den Medien. Es sind sehr viele junge Spieler dabei. Ich glaube, dass sie Teamgeist entwickeln”, sagte Bourani im Interview mit dem Sender “hr1″.

Bourani singt den WM-Song “Auf Uns” für die WM-Übertragungen in der ARD. Sein Wunschfinale ist Deutschland gegen Brasilien. “Ich hoffe, die Jungs spielen durch.” Das Lied habe er ursprünglich aus einem ganz anderen Anlass geschrieben. “Es ist eine Ode an das Leben und meine Freunde gewesen. Die Gemeinschaft und die Energie, die man unter Freunden hat, lässt sich aber auch ganz gut auf den Sport übertragen.”

Jun 12

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Wolfgang Niedecken ist überzeugt, dass es die deutsche Nationalmannschaft bei der am Donnerstag in Brasilien beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft, weit schafft. “Mindestens bis ins Halbfinale. Dann entscheidet die Tagesform zwischen Brasilien, Spanien und uns. Aber auch zuvor wird’s kein Homerun”, sagte der Sänger der Band BAP im Interview mit der “Tageszeitung” (tz).

Auf die Frage, ob das Wetter in Südamerika für die WM-Ergebnisse ausschlaggebend sein werde, antwortete der 63-Jährige: “Klar sind die Mannschaften im Vorteil, die daran gewöhnt sind. Aber Profis müssen sich auf so etwas einstellen.” Niedecken findet es mutig von Bundestrainer Joachim Löw, nach dem Ausfall von Marco Reus “keinen Stürmer nachnominiert zu haben, sondern an den gelb-rot-gefährdeten Stellen nachzubessern”. Vor allem im Sturm habe die deutsche Elf großartige Spieler: “Und Poldi – in Köln immer noch ein Held – ist riesig drauf.”

Jun 06

Stuttgart (dts Nachrichtenagentur) – Sänger Tim Bendzko war vom Musikunterricht in der Schule nicht sonderlich begeistert. “Man lernt eher Musiktheorie. Und wenn mehr als zwei oder drei Leute in einem Raum sind, dann singt man auch nicht so richtig. Das war am Ende mein schlechtestes Fach”, sagte der 29-Jährige in einem Interview mit der “Stuttgarter Zeitung”.

Dennoch wollte er schon als Kind am liebsten Sänger werden. “Ja, ich hab mir überlegt, was ich werden will und das Ergebnis war: Sänger. Ich habe mir seitdem eingeredet, dass es keinen anderen Weg gibt. Und jetzt sitzen wir hier.” Deshalb rät er jedem, seinen Traum zu leben und sich nicht auf Kompromisse einzulassen: “Man kann nicht zweigleisig fahren. Sonst landet man bei Plan B statt bei dem, was man ursprünglich machen wollte.”

Mai 24

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Der britische Sänger Pete Doherty nimmt in Hamburg nicht nur ein neues Album auf, sondern hat auch ein neues Geschäftsmodell gefunden: Kurzfristig angekündigte Konzerte in kleinen Klubs wie dem Hamburger “Golem” für acht Euro Eintritt. “Kleine Klubs, keine Promotion, Mundpropaganda, keine Agenten und Veranstalter, die abkassieren, einfach mit der Gitarre auf die Bühne gehen und ein paar neue Songs ausprobieren, das ist cool”, erzählt Doherty im neuen “KulturSpiegel”. “Das haben wir schon mit den Libertines so gemacht.”

Für Doherty ist das ein Lebensentwurf: “Mein Traum wäre es, mit meinem Van, meiner Gitarre und meiner Freundin durch das Land zu fahren und jeden Abend in einem anderen kleinen Klub zu spielen.” Vorher aber tritt er am 5. Juli mit den Libertines im Londoner Hyde Park auf einer großen Bühne auf.

Mai 23

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Rocklegende Lemmy Kilmister graut es davor, nach seinem Tod als Hologramm über die Bühne zu rocken. “Ich will niemanden als Hologramm auf der Bühne sehen. Am wenigsten mich selbst”, sagte er dem Magazin “Cicero” (Juniausgabe).

3D-Hologramme von verstorbenen Stars wurden bei Rapp-Konzerten bereits auf die Bühne projiziert. Auch nach dem Tod von Amy Winehouse war dies erwogen worden. “Nimm lieber eine Pappfigur, ist billiger”, sagte Kilmister. Auch wenn die Gründerväter eines Tages weg seien, werde der Rock `n` Roll weiterleben. “Ich habe den besten Teil der Sache erlebt, nun seht ihr zu, wie ihr durch den miesen kommt.” Der Brite Lemmy Kilmister ist Gründer der Heavy-Metal-Band Motörhead sowie deren Sänger und Bassist.