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Apr 20

Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Baden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Der HipHopper Ufo361 ist auf Platz eins der deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Der 29-Jährige sprang mit seinem Studiowerk “808” im Trap-Sound der US-Südstaaten an die Spitze.

Revolverheld folgen mit “Zimmer mit Blick” auf Rang zwei, Frei.Wild kommen mit “Rivalen und Rebellen” auf Rang drei. In den Single-Charts sind Marshmello & Anne-Marie mit “Friends” erneut auf Rang eins, es folgen die HipHop-Acts Capital Bra (“5 Songs in einer Nacht”) und Olexesh feat. Edin (“Magisch”) auf dem Silber- und Bronzeplatz. Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.

Apr 18

Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Liedermacher Rolf Zuckowski fürchtet, dass seine bei Kindern populären Lieder aus Kitas und Schulen verschwinden werden. “Ich bin jetzt 70 Jahre alt und sorge mich um die Zukunft meiner Lieder”, sagte Zuckowski der Wochenzeitung “Die Zeit”. An Schulen verändere sich die Sprache gerade stark: “Man spricht vielerorts nur noch gegendert, sagt `Schülerinnen und Schüler`, `Lehrerinnen und Lehrer`. Man kann Kindern nur noch schwer erklären, warum Liedersprache anders klingt.”

In Zuckowskis Geburtstagslied “Wie schön, dass du geboren bist!” heißt es “Alle deine Freunde freuen sich mit dir”. Zuckowski sagte der Wochenzeitung: “In den Schulen könnte man bald fragen: `Freunde? Sind da die Mädchen nicht drin.`” Gerade seien Unterrichtsmaterialien zu “Die Vogelhochzeit” erschienen. Da stünden stets Sätze wie “Die Lehrkraft versammelt die Schülerinnen und Schüler vor der Tafel”. Zuckowski weiter: “Ich kann meine Lieder nicht ändern in die Sprache, die man in der Schulszene nun benutzt.” Manche seiner Verse könnten heute nicht mehr entstehen. “Ich würde eine Art Maulkorb spüren!” Zuckowski ist einer der populärsten Kinderliedermacher Deutschlands.

Apr 17

Radio, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Radio, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Echo-Preisverleihung und den Antisemitismus-Vorwürfen gegen die Rapper Kollegah und Farid Bang mehren sich kritische Stimmen aus der Politik, die Veränderungen bei dem Musikpreis fordern. “Die Veranstalter des Echos haben versagt. Der Echo muss insgesamt neu aufgesetzt werden. Offensichtlich sind die Kriterien dieser Preisverleihung nicht geeignet, um antisemitische, fremdenfeindliche und menschenverachtende Werke auszuschließen”, sagte der SPD-Politiker Martin Rabanus, Mitglied des Bildungsausschusses im Bundestag, dem Nachrichtenportal T-Online.

Die Texte von Kollegah und Farid Bang hätten die Grenze der Kunstfreiheit deutlich überschritten. Es sei falsch, dass der Echo-Beirat dies toleriert habe. Auch das Thema Jugendschutz sieht der SPD-Politiker bei Rap-Musik kritisch. “Wir haben ein großes Problem. In der Jugendkultur ist offensichtlich rechtsextremes Gedankengut angekommen und salonfähig geworden”, sagte Rabanus. “Das muss uns Sorgen machen. Wir müssen die politische Bildung stärken, um dieser Tendenz etwas entgegen zu halten.” Erhard Grundl, Abgeordneter der Grünen und Mitglied des Ausschusses für Kultur und Medien im Bundestag, glaubt dagegen, dass sich die Politik bei der Regulierung von Musik “zurückhalten” sollte. “Antisemitismus wie bei Kollegah muss man nicht noch durch einen Preis unterstützen – ganz klar”, sagte Grundl. “Aber ich rate zur Zurückhaltung. Es ist ein sensibles Spannungsfeld zwischen Kunstfreiheit und Jugendschutz.” Der Grünen-Politiker kritisiert allerdings, dass es bei Echo nur um den “Kommerz” und nicht um das “Künstlerische” ginge. “Der Echo ist eine Selbstbeweihräucherung der Musikindustrie und ein Kommerzpreis”, so Grundl. “Das Selbstverständnis der Musikbranche ist, dass das gut ist, was sich gut verkauft. Das muss sich ändern.” Dass nun vermehrt Stars ihre Echo-Preise zurückgeben, beurteilen beide Politiker als positiv, wenngleich Grundl es gut gefunden hätte, wenn sie “den Preis gar nicht angenommen hätten”. Rabanus sagte : “Ich finde es gut und richtig, dass sich andere Künstler nicht mit Kollegah und Farid Bang gemein machen wollen. Es zeigt, dass der Echo erheblich an Akzeptanz verloren hat.”

Apr 15

ARD, über dts Nachrichtenagentur
Foto: ARD, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber hat scharfe Kritik an der Echo-Verleihung geübt und indirekt die Einstellung des Musikpreises gefordert. “Die Musikindustrie steckt den Kopf in den Sand, hofft, das Ungemach zieht vorüber, und lernt nichts”, schreibt Schreiber in einem Gastbeitrag für die “Welt” (Montagsausgabe). “Dabei gibt es nur eine sinnvolle Reaktion: eine Entschuldigung und die Erkenntnis, dass dieser Echo keine Berechtigung mehr hat: weder inhaltlich noch moralisch.”

Es sei beschämend und schamlos, dass sich die deutsche Musikindustrie in einer Live-Übertragung im deutschen Fernsehen am Gedenktag der Opfer des Holocaust auf diese Weise feiere. Es habe gleich ein dreifaches Versagen beim Echo Pop 2018 gegeben, die Nominierung der Rapper Kollegah und Farid Bang, “der sinn- und geschmacksfreie Auftritt dieser beiden am Ende der Show, die Sprachlosigkeit der Verantwortlichen”. Außer dem Sänger Campino habe niemand in der Sendung etwas zum Echo für Kollegah und Farid Bang sowie zu deren Auftritt gesagt. Auch die Vorstände des Bundesverbandes Musikindustrie hätten sich nicht zu Wort zu gemeldet, kritisierte Schreiber. Aus deren Schweigen schließt er: “Sie finden Nominierung, Preisverleihung und Auftritt scheinbar richtig.” Kollegah und Farid Bang waren am Donnerstagabend für ihr Album “Jung, Brutal, Gutaussehend 3″ in der Kategorie Hip-Hop/Urban National ausgezeichnet worden. In dem Album findet sich etwa die Textzeile “Mache wieder mal `nen Holocaust, komm` an mit dem Molotow”. Die Echo-Verleihung an die Rapper war daraufhin auf viel Kritik gestoßen.

Apr 15

Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Köln (dts Nachrichtenagentur) – Das mit einem Echo ausgezeichnete Album “Jung, Brutal, Gutaussehend 3″ der Rapper Kollegah und Farid Bang steht beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) auf dem Index. Das berichtet das “Handelsblatt” unter Berufung auf einen Brief der WDR-Publikumsstelle im Auftrag von Intendant Tom Buhrow an eine Kölner Bürgerin. Eine Sprecherin des WDR bestätigte auf Anfrage der Zeitung den Inhalt des Schreibens.

Darin heißt es, “dass in unseren Radioprogrammen keine Musik aus der betreffenden Albumreihe `Jung, brutal, gutaussehend` der beiden Musiker gespielt wird”. Das gelte auch für das WDR-Jugendradio 1Live, welches “grundsätzlich zwar sehr offen für deutschen Rap” sei, “im konkreten Fall aber eine Ausstrahlung als unvereinbar mit öffentlich-rechtlichen Programmgrundsätzen eingeschätzt” habe. “Auf die Nominierung bei den Echo-Awards haben wir jedoch keinen Einfluss”, heißt es in dem Brief weiter, “da der WDR nicht Veranstalter der Show ist.” Die beiden Rapper Kollegah und Farid Bang waren am Donnerstagabend für ihr Album “Jung, Brutal, Gutaussehend 3″ mit dem renommierten Musikpreis ausgezeichnet worden. Sie stehen wegen der Textzeilen “Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen” und “Mache wieder mal `nen Holocaust, komm` an mit dem Molotow” in der Kritik. Die Auszeichnung erfolgte am 12. April, an dem vor allem Israel an die sechs Millionen im Holocaust ermordeten Juden erinnert. Die Vize-Vorsitzende der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, Kerstin Griese (SPD), zeigte sich entsetzt über die Auszeichnung. Beim Echo gehe es nicht um Kunst, sondern um kommerziellen Erfolg. Daher finde sie “erschreckend, dass sexistische, gewaltverherrlichende und eben auch antisemitische Musik so viele Käuferinnen und Käufer findet”, sagte die Bundestagsabgeordnete dem “Handelsblatt”. Griese lobte den Toten-Hosen-Sänger Campino, weil er am Abend der Preisverleihung mit deutlichen Worten die Bühne des Echo genutzt habe, um sich gegen jede Form von Antisemitismus, Homophobie und Frauenfeindlichkeit auszusprechen. “Ich hätte es gut gefunden, wenn noch mehr Musikschaffende dies genauso getan hätten”, fügte sie hinzu.

Apr 13

Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Baden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Rocker Thirty Seconds to Mars sind mit “America” neu auf Platz eins der Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Kylie Minogue (“Golden”) kommt hinter Frei.Wild (“Rivalen und Rebellen”) auf Platz drei.

Jared Leto & Co. stechen aus einem Feld von insgesamt 22 Neueinsteigern hervor und verscheuchen Vorwochensieger Azet (“Fast Life”) an die fünfte Stelle. In einer ansonsten sehr rockigen Veröffentlichungswoche feiern die Eels (“The Deconstruction”, Platz vier), die Metalband Caliban (“Elements”, Platz sechs) sowie das All-Star-Kollektiv The Dead Daisies (“Burn It Down”, Platz zehn) weitere Top 10-Erfolge. In den Single-Charts ist Capital Bra mit “5 Songs in einer Nacht” auf Platz eins. Für Marshmello & Anne-Marie (“Friends”, Platz zwei) und Olexesh feat. Edin (“Magisch”, Platz drei) geht es jeweils eine Position abwärts. Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.

Apr 13

Geigen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Geigen, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Die Star-Geigerin Anne-Sophie Mutter glaubt, dass der Branche der klassischen Musik noch umfangreichere Debatten um sexuellen Missbrauch bevorstehen: “Man muss darüber sprechen und den Machtmissbrauch, wo immer er stattfindet, unterbinden”, sagte sie dem am Freitag erscheinenden “Handelsblatt Magazin”. Es gebe “auch in der klassischen Musik Machtkonstellationen, die solche Übergriffe unterstützen. Musiker sind keine besseren Menschen”, so Mutter weiter.

Bislang bekannt gewordene Fälle hätten sie nicht überrascht, sagte sie dem “Handelsblatt Magazin”. Sie habe “solche Momente als junge Frau selbst schon erlebt, auch wenn ich immer die Möglichkeit sah, mich rechtzeitig wegzuducken. Und obwohl ich nicht zu körperlicher Gewalt neige, ist mir einmal sogar die Hand ausgerutscht, muss ich gestehen.” Namen wollte die Musikerin nicht nennen, sagte aber: “Ich bekam – als Frau – auch schon anzügliche Kommentare aus den Reihen eines Orchesters zu hören, die ich dann sehr deutlich konterkarieren musste.” Die 54-Jährige glaubt, “dass wir jetzt in einem guten Prozess der Aufarbeitung sind”. Die MeToo-Debatte hält sie für wichtig. Auf die Frage, ob bald neue Fälle diskutiert würden, sagte Mutter: “Könnte ich mir vorstellen.”

Apr 11

Frau mit Smartphone, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau mit Smartphone, über dts Nachrichtenagentur

London (dts Nachrichtenagentur) – Der Frontmann der Rockband Status Quo, Francis Rossi, hat auch nach mehr als 50 Jahren und Tausenden von Konzerten bei jedem Auftritt Lampenfieber. Er habe “jeden Abend furchtbare Angst”, sagte Rossi dem “Mannheimer Morgen” (Donnerstagausgabe). “Weil ich mir vorher nie vorstellen kann, dass das Konzert auch nur okay werden könnte”, sagte der Sänger.

Dafür gebe es keine Garantie. “Und meine größte Angst ist, dass etwas auf der Bühne schief geht. Es gibt keinen schlimmeren Ort als eine Bühne, wenn eine Panne passiert.” Auch um seine finanzielle Zukunft fürchtet Rossi, der zurzeit als Teil der Show “Rock Meets Classic” in Deutschland auf Tournee ist. Sein Antrieb, immer weiter zu arbeiten, rühre daher: “Ich habe mir immer vorgestellt, 93 Jahre alt zu werden. Das bedeutet: Ich muss noch 25 Jahre finanzieren. Das beunruhigt mich rund um die Uhr.” Natürlich lebe er gut, aber er könne sich nicht zurücklehnen. “Teile der Öffentlichkeit denken ja, dass die Millionen, die unsereins in den 70ern verdient hat, immer noch auf einem Haufen in der Ecke vom Schlafzimmer liegen. Das tun sie aber leider nicht.” Die Gründe: Man verpulvert Geld für ein Boot, hat zwei Scheidungen, kauft das falsche Haus. Rossi findet es “schon komisch: Immerzu wird berichtet, wie Popstars ihr Geld verschleudern. Trotzdem denken alle, dass man gar nicht mehr arbeiten müsste. Glauben Sie mir: Nur eine Handvoll von uns ist ausschließlich deshalb unterwegs, weil sie es lieben.”

Apr 06

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Trotz heftiger Kritik und Antisemitismus-Vorwürfen hält der Bundesverband Musik weiter an der Nominierung von Rapper Kollegah und Farid Bang für die “Echo”-Verleihung fest. Der Ethik-Beirat des Preises habe sich mehrheitlich gegen einen Ausschluss der Künstler entschieden, hieß es. Der “Bild-Zeitung” sagte Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland: “Auf dem Album finden sich gewaltverherrlichende Texte, die sich auch auf das Attentat am Berliner Breitscheidplatz beziehen. Während wir von Zuwanderern fordern, dass sie unsere Werte akzeptieren, werden in solchen Liedern Gewalt und Intoleranz gepriesen.”

Schuster zu “Bild”: “Die Nominierung wirft die Frage auf, ob die Echo-Preisverleihung noch seriös ist.”

Apr 06

Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mann mit Kopfhörern, über dts Nachrichtenagentur

Baden-Baden (dts Nachrichtenagentur) – Erst seit wenigen Monaten wieder auf freiem Fuß hat der Dresdner Rapper Azet die Spitze der deutschen Album-Charts erklommen. Das teilte die GfK am Freitag mit. Azet war im Oktober 2015 wegen Drogenhandels und Körperverletzung zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden, die Strafe hatte der Rapper erst im November 2016 angetreten.

Mit seinem Debütalbum “Fast Life” eilt das Mitglied der KMN Gang an der versammelten Konkurrenz vorbei. Parallel bugsiert Azet insgesamt neun Songs im Single-Ranking, von denen “Kriminell” (mit Zuna & Noizy, von 21 auf 14) und “Überlebt” (neu auf 28) am weitesten nach oben stürmen. Frei.Wild (“Rivalen und Rebellen”) sind jetzt auf Platz zwei verdrängt, die Metal-Spaßband J.B.O. (“Deutsche Vita”) ist neu auf Platz drei. In den Single-Charts sind Marshmello und Anne-Marie (“Friends”) vor Olexesh feat. Edin (“Magisch”) sowie Rudimental feat. Jess Glynne, Macklemore & Dan Caplen (“These Days”). Die offiziellen deutschen Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie ermittelt. Sie decken 90 Prozent aller Musikverkäufe ab.