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Sep 14

Rolling Stones-Mitglied Keith Richards, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Rolling Stones-Mitglied Keith Richards, über dts Nachrichtenagentur

London (dts Nachrichtenagentur) – Keith Richards, legendärer Gitarrist der Rolling Stones, geht in seiner Rolle als Großvater auf: Im Gespräch mit dem “Spiegel” schwärmte er vom “Großvater-Ding”. Zudem offenbarte er sich als Familienmensch, der die Einkäufe erledigt, den Müll rausbringt und auf die Worte seiner Frau Patti hört, mit der er zwei Kinder hat: “Du hast recht, Mutter, dein Wille geschehe.” Auf die Frage, ob es nicht schwierig sei, als ständig tourender Rockstar Kinder zu erziehen, antwortete Richards: “Es ist ein seltsames Leben. Aber nicht unbedingt schädlich für Kinder. Sie sehen viele verschiedene Orte, lernen neue Leute kennen, eine Menge Sprachen.”

Drogen habe er seinen Kindern allerdings verboten. Sein Vorbild sei sein eigener Großvater Gus, ein “Vollblutmusiker”, in dessen Wohnung das Ziel von Richards’ Sehnsüchten stand: eine Gitarre. Das erste Lied, das sein Großvater ihm beigebracht habe, sei “Malagueña”, ein Flamenco-Stück, gewesen. “Gus sagte: `Wenn du Malagueña spielen kannst, kannst du alles spielen.‘ Also übte ich wie verrückt, um das Stück hinzubekommen.” Durch das Nachdenken über Gus, der auch der Protagonist seines Kinderbuchs “Gus & ich” ist, habe der Musiker in die Großvater-Rolle gefunden. “Für viele Menschen bedeutet Familie nur Mum und Dad, und die erzählen ihren Kindern, was sie alles nicht tun dürfen”, so Richards. “Großeltern haben diese Probleme nicht. Sie können für die schönen Dinge des Lebens zuständig sein und Blödsinn machen.” Über die Zukunft der Rolling Stones sagte Richards, sie hätten “noch genug Benzin im Tank”. Er fügte an: “Ob es sich gehört, in diesem Alter noch Rock ’n’ Roll zu spielen, keine Ahnung.”

Sep 14


Foto: “No thanks”-Poster zum Referendum in Schottland, über dts Nachrichtenagentur

Edinburgh (dts Nachrichtenagentur) – Ian Anderson, der in Schottland geborene Sänger der britischen Rock-Legende Jethro Tull, ist verärgert darüber, dass er bei dem Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands am 18. September nicht mit abstimmen darf: “Ich selbst wohne nicht mehr in Schottland. Und das ist auch der Grund, weshalb ich beim Unabhängigkeitsreferendum nicht mit abstimmen darf”, sagte Anderson der “Welt am Sonntag”. “Sie dürfen gerne annehmen, dass ich darüber schon ein bisschen verstimmt, sagen wir ruhig, `pissed off` bin. Ich meine, mir wurden von zwei schottischen Universitäten Ehren-Doktorwürden verliehen.”

Anderson ist als Kind in Edinburgh aufgewachsen, hat in den 80er- und 90er-Jahren Lachsfarmen auf der schottischen Insel Skye betrieben, zeitweise mit mehr als 400 Angestellten. Er empfinde es in dem Zusammenhang als zynisch, dass die schottische Nationalpartei SNP in einer Kampagne mehrere zehntausend Menschen neu als Schotten registrieren ließ, um ihnen so das Stimmrecht zu gewährten. “Das sind oft Menschen, die erst vor Wochen nach Schottland gezogen sind. Nur, weil sie dort ihre Gas- und Stromrechnungen bezahlen, dürfen sie jetzt über die Zukunft des Landes mitbestimmen. Das ist schamloser Aktionismus, nur um die Abstimmung zu gewinnen”, sagte der 67-Jährige der “Welt am Sonntag”. Anderson selbst spricht sich klar für den Verbleib Schottlands in der Union aus. “Sollten sich die Separatisten tatsächlich durchsetzen, wird mich eine große Traurigkeit befallen. Das wird mich emotional durchschütteln”, sagte der Rock-Star der “Welt am Sonntag”. Andersons Vater war Schotte, seine Mutter Engländerin. “Ich bin ein archetypischer Brite, wenn Sie so wollen, ein leibhaftiges Produkt einer Vereinigung aus Schottland und England, wobei es sich in meinem Fall um eine sexuelle Vereinigung handelt”, sagte er. Sollte sich Schottland abspalten, “wird ein gewaltiges Durcheinander ausbrechen – und es wird lange andauern”, befürchtet der Sänger. Dass in diesen Tagen von unversöhnlichen Feindseligkeiten zwischen Schotten und Engländern die Rede sei, hält er für massiv übertrieben und aufgebauscht. “Es ist wie mit den Australiern und den Briten – wir necken und foppen uns. Aber es gibt keinen Hass zwischen Schotten und Briten”, sagte er. Dass die schottische Bestsellerautorin J. K. Rowling einen Shitstorm mit hasserfüllten Anfeindungen über sich ergehen lassen musste, nachdem sie für den Verbleib Schottlands bei Großbritannien plädiert hatte, führt Anderson daher vor allem auf das Kommunikationsverhalten der sozialen Netzwerke zurück. “Die Leute werden dort auf verrückte Weise aggressiv, böse und eklig. Und sie vergiften sich selbst durch diese Form der Aggression”, sagte er der “Welt am Sonntag”. Das sei ein “Abstieg in die Dunkelheit, ein sehr beunruhigendes und trauriges Phänomen.” Er selbst benutze persönlich weder Facebook noch Twitter. “Ich will keine Freunde auf Facebook haben. Meine wirklichen Freunde kennen meine Mail-Adresse und meine Telefonnummer. Sie können real mit mir sprechen.”

Aug 10

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – The-Who-Gitarrist Pete Townshend feiert das 50. Bestehen seiner Band mit einer Tournee, die im November in Dublin beginnt und zunächst durch Irland und Großbritannien führt: “Heutzutage bin ich immer überrascht, wenn ich merke, wie gut ich da oben auf der Bühne noch bin. Ich weiß, dass ich nicht der größte Gitarrist der Welt bin”, sagte Townshend der “Welt am Sonntag”. “Meine Arbeit besteht immer noch aus Getöse, Wutgeheul und Show.”

Es sei “ein bisschen so, als würde ich vorgeben, Flamenco zu beherrschen, ohne in der Lage zu sein, es wirklich durchzuziehen. Genau das ist mein Kampf auf der Bühne; dass ich versuche, etwas Großes zu bieten.” Sein Publikum sehe ihm immer noch zu, wie er wachse, sich steigere. Zu den Rolling Stones, die schon seit eineinhalb Jahren auf einer Welt-Tour ihr 50-järhiges Bestehen feiern, empfinde er keine Rivalität. “Ich bin ein großer Stones-Fan. Obwohl wir sehr unterschiedlich sind, gab es immer diese friedliche Koexistenz – das fiel uns irgendwie sehr leicht. Sie sind inzwischen alle gute Freunde von mir”, sagte Townshend. “Wir sind jetzt schon so lange gemeinsam durch die Rock-Geschichte gereist. Aber die Stones werden für mich immer etwas Besonderes sein. Sie kommen mir erhabener, ja überlegen vor. Das war schon immer so.” Townshend äußerte sich auch zur Digitalisierung, zu iPads und iPhones und deren Auswirkung nicht nur auf die Musik-Industrie. “Das Tückische an der gegenwärtigen Situation ist, dass uns diese Gadgets das Gefühl geben, dass wir alle schon deshalb kreative Menschen sind, weil wir diese Dinger benutzen. Weil man auf diesen Tablets und anderen Geräten so viel machen kann”, sagte er der “Welt am Sonntag”. “Wir stecken mittendrin in einer riesigen Umwälzung, deren Ende noch nicht absehbar ist.”

Jul 31

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Weil den Beatsteaks auf die Schnelle kein passender Titel für ihr neues Album einfiel, haben sie es einfach nach ihrer Band benannt. “Wir haben das Album für unsere Verhältnisse sehr schnell aufgenommen – in 20 Tagen. Als dann die Namensfindung anstand, ist uns nichts Cooles eingefallen”, erklärte Sänger Arnim Teutoburg-Weiß in einem Interview mit der Onlineausgabe des “Tagesspiegel”.

“`Thriller` war schon weg und `Nevermind` war uns zu heiß, da haben wir es `Beatsteaks` genannt.” Auch die Herangehensweise an das aktuelle Studioalbum war anders als sonst, erzählte Teutoburg-Weiß: “Unsere Alben sind immer eine Reaktion auf das Album davor. `Boombox` war sehr durchdacht, sehr produziert. Diesmal wollten wir mehr aus dem Bauch heraus agieren und so schnell wie möglich auf Record drücken. Ich höre Fehler, die wir vor vier Jahren weggeschminkt hätten. Einmal eiere ich mit der Gitarre ziemlich rum, aber die anderen meinten: Das lassen wir jetzt so.” Die Band wurde 1995 gegründet. Das letzte Album erschien 2013 unter dem Titel “Muffensausen”.

Jul 27

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Rock-Legende Eric Clapton hat sich mit dem verstorbenen US-Musiker JJ Cale, der immer nur wenige Konzerte gegeben hat, verglichen: “Ich selbst mag auch keine Tourneen. Ich mochte sie mal, als ich noch ein `Kid` war”, sagte der 69- jährige Gitarrist und Sänger “Welt am Sonntag”. “Heute will ich nicht mehr in Hotels wohnen. Ich will auch nicht mehr zum Flughafen fahren. Ich will am liebsten zu Hause sein.”

Clapton hat gerade sein neues Album “The Breeze” veröffentlicht – ein Tribut an den 2013 verstorbenen JJ Cale: “Die Nachricht von JJ`s Tod hatte mich schwer getroffen. Ich war darauf in keiner Weise vorbereitet”, sagte Clapton der “Welt am Sonntag”. “Wenn ich mal von den Todesfällen in meinem Familienkreis absehe, haben mich die Tode von Freddie King und JJ am meisten getroffen. Aus irgendeinem Grund hatten Charaktere wie er einen tiefen Einfluss auf meine musikalische Psyche. Mein ganzes Leben lang.” Clapton hatte mit Cover-Versionen der Cale-Songs “After Midnight” und “Cocaine” Welt-Hits. 2006 nahmen die beiden ein gemeinsames Album auf. An der heutigen Zeit störe ihn, dass sich viele Menschen nicht mehr für die Ursprünge populärer Musik interessieren. “Es gibt heute einen Mangel an Neugier, man interessiert sich nicht mehr für den historischen Kontext, für die Ursprünge von Songs, wo sie herkommen. Mir scheint, dieses Desinteresse ist heute schlimmer, als je zuvor”, sagte er der “Welt am Sonntag”. “Das macht mich ziemlich traurig. Aber vielleicht ist das ja schon immer so gewesen. Vielleicht werde ich einfach alt. Vielleicht werde ich griesgrämig und übellaunig”, so Clapton. “Für mich war es damals anders: Ich wollte von meinen Idolen immer wissen: Welche Musik haben sie denn gehört?” An JJ Cale habe er auch stets bewundert, dass er es geschafft habe, ein freier Künstler zu bleiben, und dass er sich an dem ganzen “Bullshit” des Musik-Geschäfts nicht beteiligt habe. “Inzwischen weiß ich, dass man zwar versuchen kann, anonym zu bleiben. Es wird aber immer Leute geben, die dich aufspüren werden. In gewisser Weise bin ich schon mit 17 in Rente gegangen. Weil ich schon damals vom Musik-Geschäft genug hatte”, sagte er der Zeitung. “Ich bekam in einer kurzen Zeit einen Überblick, was dieses Musik-Geschäft ausmacht und was da alles dranhängt. Ich sagte mir: `Ich bin raus.` Und ich wurde dann gerade wegen dieser Haltung berühmt”, so der Musiker. “Ich konnte nichts dagegen tun, Es war außerhalb meiner Kontrolle.”

Jul 25

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Musiker Jan Delay durfte sich Dank seiner aufgeschlossenen Eltern frühzeitig als DJ ausprobieren. “Ich habe Eltern mit einem, besonders für die damalige Zeit, coolen Musikgeschmack und einer großen Plattensammlung”, sagte der 37-Jährige “Beginner” in einem Interview mit der Rheinischen Post (Online). “Vor allem aber habe ich das große Glück gehabt, dass meine Mama und mein Papa gesagt haben, du darfst da drangehen. Im Alter von vier oder fünf Jahren konnte ich damit umgehen. Dann habe ich mir immer meine eigenen Sachen aufgelegt. Meine Eltern haben mich immer unterstützt, damit ich meinen eigenen Geschmack herausfinde.”

Delays erste eigene Schallplatte war “Sündenknall” von Udo Lindenberg aus dem Jahr 1984. Seine Eltern tolerierten aber auch Jan Delays Pop- und Mainstream-Phasen. “Auch später – als ich selbst Fan wurde, viel Popmusik gehört habe und Madonna für mich entdeckt habe – haben meine Eltern das nicht verflucht. Da durfte ich dann im Auto Madonna auflegen.”

Jul 12

New York (dts Nachrichtenagentur) – Mit Tommy Ramone ist am Freitag das letzte Gründungsmitglied der US-Punkband “Ramones” gestorben. Das wurde auf dem offiziellen Facebook- und Twitter-Account der Band bekannt gegeben. Wie die Zeitschrift “Variety” berichtet, starb der Schlagzeuger an den Folgen von Gallenkrebs.

Er wurde 62 Jahre alt. Bereits zwei weitere Gründungsmitglieder der Band waren an einem Krebsleiden gestorben: Joey Ramone 2001, Johnny Ramone 2004. Dee Dee Ramone war 2002 durch eine Überdosis Heroin ums Leben gekommen. Die Namensgleichheit der Bandmitglieder ist selbst gewählt, eine Verwandtschaft besteht nicht. Die “Ramones” hatten sich 1974 gegründet und 1996 aufgelöst, nur Joey und Johnny waren von Anfang bis Ende dabei. Zu ihren größten Hits zählen unter anderem “Blitzkrieg Bop” und “Sheena Is a Punk Rocker”.

Jun 19

London (dts Nachrichtenagentur) – Sängerin Lana Del Ray hat mit einer Äußerung über ihre Todessehnsucht unter ihren Fans für Aufregung gesorgt. In einem Interview mit der britischen Zeitung “The Guardian” sagte die 27-Jährige, dass sie des Lebens müde wäre. “Ich wünschte, ich wäre bereits tot.”

Auf die besorgte Nachfrage des Interviewers fügte sie hinzu: “So fühle ich halt. Wenn es nicht so wäre, würde ich es nicht aussprechen.” Auch wenn andere ihr Leben aufregend finden, sie selbst sehe das nicht so. Manchmal kämen Verwandte zu ihr und sagten: “Wow, du führst ein Leben wie im Film.” Darauf antwortet die Musikerin: “Ja, ein beschissener Film.” Über die Gründe für ihren artikulierten Todeswunsch äußerte sie sich nicht. Vor wenigen Tagen allerdings wurde ein neues Album von Lana Del Ray veröffentlicht.

Jun 12

Claudia Leitte, Rapper Pitbull und Jennifer Lopez bei der WM-Eröffnungsfeier am 12.06.2014, Marcello Casal Jr/Agência Brasil, Lizenztext: dts-news.de/cc-by
Foto: Claudia Leitte, Rapper Pitbull und Jennifer Lopez bei der WM-Eröffnungsfeier am 12.06.2014, Marcello Casal Jr/Agência Brasil, Lizenztext: dts-news.de/cc-by

São Paulo (dts Nachrichtenagentur) – Mit einer bunten Show ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien am Donnerstag eröffnet worden. Jennifer Lopez sang im grünen Glitzeranzug zusammen mit der brasilianischen Sängerin Claudia Leitte und dem Rapper Pitbull den WM-Song “We Are One”. Über 650 Tänzer gehörten zu der Show bei der Eröffnungsfeier im Corinthians-Stadion.

Die Künstler sollten mit ihren Choreografien die drei Schätze Brasiliens darstellen: Natur, Menschen, Fußball. Die 25 Minuten lange Darbietung kostete knapp sechs Millionen Euro. Um 22 Uhr deutscher Zeit startete dann das Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien. Kurz vor dem Anpfiff ließen Jugendliche drei Friedenstauben aufsteigen.

Jun 12

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Sänger Andreas Bourani hat die deutsche Nationalmannschaft vor Kritik in Schutz genommen und hofft auf ein Finale zwischen seinem Favoriten Deutschland und Gastgeber Brasilien. “Es gibt ja gerade etwas Gegenwind in den Medien. Es sind sehr viele junge Spieler dabei. Ich glaube, dass sie Teamgeist entwickeln”, sagte Bourani im Interview mit dem Sender “hr1″.

Bourani singt den WM-Song “Auf Uns” für die WM-Übertragungen in der ARD. Sein Wunschfinale ist Deutschland gegen Brasilien. “Ich hoffe, die Jungs spielen durch.” Das Lied habe er ursprünglich aus einem ganz anderen Anlass geschrieben. “Es ist eine Ode an das Leben und meine Freunde gewesen. Die Gemeinschaft und die Energie, die man unter Freunden hat, lässt sich aber auch ganz gut auf den Sport übertragen.”