preload
Jul 30

Einkommensteuer, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Einkommensteuer, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Finanzämter haben im vergangenen Jahr mehr als zwei Drittel der Einsprüche gegen Steuerbescheide stattgegeben. Wie “Bild” (Donnerstag) unter Berufung auf Angaben des Bundesfinanzministeriums berichtet, hat der Fiskus 2014 insgesamt 4,23 Millionen Einsprüche gegen Steuerbescheide abgearbeitet. In 2,87 Millionen Fällen (67,8 Prozent) wurde “Abhilfe” geschaffen.

Das bedeutet: Die Bürger bekamen Recht oder der Steuerbescheid wurde bis zum Abschluss vor Gericht anhängiger Musterverfahren offen gehalten.

Jul 30

Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – 62 Prozent der Bundesbürger wünschen sich schnellere Asylverfahren für Flüchtlinge, die nicht aufgrund von Kriegen in ihrer Heimat nach Deutschland kommen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für “Bild”. Am stärksten wird die Forderung von Wählern der AfD (86 Prozent) und der Union (71 Prozent) unterstützt, am geringsten von Grünen-Anhängern (46 Prozent).

Bei älteren Befragten ab dem 55. Lebensjahr ist die Quote derer, die schnellere Verfahren fordern, mit 68 Prozent besonders hoch. Von den 18- bis 24-Jährigen verlangen 53 Prozent nach schnellerer Abschiebung von Flüchtlingen, die nicht aus Kriegsgebieten kommen. Die Befragung mit 2.167 Befragten ist nach Angaben von INSA “repräsentativ”.

Jul 29

Logo der Malaysian Airlines auf einem Flugzeug, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Logo der Malaysian Airlines auf einem Flugzeug, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Russland hat im UN-Sicherheitsrat die Einrichtung eines Tribunals zum Abschuss der Malaysia-Airlines-Maschine über der Ostukraine verhindert. Moskaus Botschafter Tschurkin legte bei der Sitzung am Mittwoch sein Veto ein. China, Angola und Venezuela hatten sich enthalten, die elf anderen Länder stimmten mit “Ja”.

Malaysia-Airlines-Flug 17 war am 17. Juli 2014 vermutlich von einer Flugabwehrrakete abgeschossen worden. Alle 298 Insassen, darunter 80 Kinder und 15 Besatzungsmitglieder, kamen ums Leben. Die Ukraine und Russland geben sich gegenseitig die Schuld.

Jul 29

Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Mitteilung der US-Notenbank Fed hat der Dow weiter zugelegt. Zum Handelsende in New York wurde der Index mit 17.751,39 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,69 Prozent. Nach Bekanntwerden der erwarteten Entscheidung, wonach der Leitzins unverändert bleiben soll, suchte der Dow zunächst seine Richtung.

Nach anfänglich starken Kursgewinnen gab das Börsenbarometer Sekunden später nach und machte schließlich nahezu unverändert zu dem Stand vor der Mitteilung weiter, legte im späteren Handel aber doch noch ein paar Punkte zu. Analysten legten wie immer jedes Wort auf die sprichwörtliche Goldwaage und blieben letztlich doch ratlos zurück, ob eine Zinserhöhung im September, im Dezember, oder womöglich zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen soll. Die Wirtschaft sei “moderat” gewachsen, auch die Ausgaben der US-Haushalte seien nach wie vor “moderat”, der Hausmarkt habe sich weiter verbessert. Die Unternehmensinvestitionen und die Exporte blieben allerdings auf einem zaghaften Niveau. Auch die Inflation bleibe unter dem von der Fed angestrebten Wert. Für eine Zinsanhebung brauche es unter anderem einen starken Arbeitsmarkt. Der sei derzeit “solide” und die Arbeitslosigkeit sinke – ob das allerdings der Fed schon für einen Zinsschritt im September ausreicht, darf Gegenstand von Spekulation bleiben. Die Kursgewinne lassen vermuten, dass die Worte eher in Richtung eines späteren Zinsanstiegs interpretiert wurden.

Jul 29

Dollarschein, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Dollarschein, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Die US-Notenbank Fed hat keine Aussage darüber getroffen, wann die angekündigte Zinserhöhung erfolgen könnte. Vorerst bleibt der Leitzins wie erwartet unverändert. Analysten rechnen mit einem Zinsschritt im September oder Dezember.

Die Wirtschaft sei “moderat” gewachsen, auch die Ausgaben der US-Haushalte seien nach wie vor “moderat”, der Hausmarkt habe sich weiter verbessert. Die Unternehmensinvestitionen und die Exporte blieben allerdings auf einem zaghaften Niveau. Auch die Inflation bleibe unter dem von der Fed angestrebten Wert. Für eine Zinsanhebung brauche es unter anderem einen starken Arbeitsmarkt. Der sei derzeit “solide” und die Arbeitslosigkeit sinke – ob das allerdings der Fed schon für einen Zinsschritt im September ausreicht, darf Gegenstand von Spekulation bleiben. Schon seit Monaten bereitet Fed-Chefin Janet Yellen die Finanzmärkte auf eine Zinswende vor – wann diese erfolgt, bleibt offen.

Jul 29

Steuerbescheid, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Steuerbescheid, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach dem Streit um die Erbschaftsteuer droht Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der Steuerpolitik die nächste Auseinandersetzung. Seine geplante höhere Besteuerung beim Verkauf von Firmenanteilen an jungen Start-up-Firmen wird breit kritisiert. “Die Welle der Empörung in der Gründerszene ist riesig”, sagte der Vorsitzende des Start-up-Verbands, Florian Nöll der “Welt”.

Die eigene Partei droht sogar mit einer Blockade: Der Referentenentwurf sei in dieser Form “nicht akzeptabel, das werden wir im Bundestag so nicht zulassen”, sagte CDU-Bundestagsfraktionsvize Michael Fuchs der “Welt”. Das Finanzministerium hatte jüngst einen “Diskussionsentwurf” zur Reform der Investment-Besteuerung vorgelegt. Demnach können Risikokapital-Geber beim Verkauf von Firmenanteilen an jungen Start-up-Firmen mit Gewinn auf steuerliche Erleichterungen hoffen. Zugleich ist allerdings eine Steuerpflicht für Veräußerungsgewinne aus Streubesitz-Beteiligungen an Kapitalgesellschaften vorgesehen. Damit werden frei handelbare Anteile bezeichnet, die nicht von Großinvestoren gehalten werden. “Die Bundesregierung betont bei jeder Gelegenheit, dass sie die Finanzierungsbedingungen für Start-ups nicht verschlechtern wird”, sagte Nöll. “Mit dem Gesetzesentwurf bricht sie dieses Versprechen und entzieht unseren Gründerinnen und Gründern massiv dringend benötigtes Kapital.” Bislang ist die Steuerermäßigung bei Veräußerungsgewinnen aus Streubesitz bei nahezu 100 Prozent, wenn der Business Angel das erlöste Kapital wieder re-investiert. Der Bundesrat hatte allerdings darauf gepocht, dass die Steuerfreiheit für Gewinne aus der Veräußerung gestrichen wird. “Dadurch werden wir noch weniger Business-Angel-Investments haben als jetzt”, sagte Nöll. Auch in der Union regt sich Widerstand. “Der Vorschlag des Bundesfinanzministeriums widerspricht glasklar dem Auftrag des Koalitionsvertrags, den Gründungsstandort Deutschland zu stärken”, sagte Fuchs. Auch aus der SPD gibt es Kritik. “Seit einigen Jahren hat sich in Deutschland ansatzweise eine für unser Land so wichtige Start-up- und Business-Angel-Kultur entwickelt. Das von Schäuble geplante Gesetz könnte diese noch junge Kultur zunichtemachen”, sagte Robert Maier, Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums.

Jul 29

Lotto-Spieler, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Lotto-Spieler, über dts Nachrichtenagentur

Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Mittwochs-Ausspielung von “6 aus 49″ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 18, 25, 30, 37, 39, 44, die Superzahl ist die 5. Der Gewinnzahlenblock im “Spiel77″ lautet 7677887. Im Spiel “Super 6″ wurde der Zahlenblock 201230 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. In Deutschland wird etwa die Hälfte der Lotto-Umsätze als Gewinn an die Spieler ausgeschüttet. Durchschnittlich 7,5 Prozent gehen als Provision an die Annahmestellen, die Länder erhalten über die Lotteriesteuer 16,67 Prozent der Einnahmen. Weitere 23 Prozent sind für die Förderung von Kultur, Sport, Umwelt und Jugend zweckgebunden.

Jul 29

Wolfgang Schäuble, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wolfgang Schäuble, über dts Nachrichtenagentur

Berlin/Brüssel (dts Nachrichtenagentur) – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble dringt darauf, dass die Europäische Kommission einige ihrer bisherigen Kernkompetenzen abgibt, etwa die Rechtsaufsicht über den Binnenmarkt und die Wettbewerbsregeln. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z./Donnerstagsausgabe). Schäuble regt an, diese Funktionen in neue, politisch unabhängige Institutionen nach dem Vorbild des Bundeskartellamts auszugliedern.

Hintergrund dieser Forderung ist, dass die EU-Behörde nach Ansicht des Ministers ihre klassische Funktion als Hüterin der Europäischen Verträge nicht mehr ausüben kann, wenn sie zugleich immer stärker als europäische Regierung agiert. Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat oft den Anspruch unterstrichen, eine “politische Kommission” zu führen. Nach Schäubles Ansicht hat Juncker in den Verhandlungen über neue Kredite für Griechenland seine Kompetenzen überschritten.

Jul 29

Junge Frau auf einer Wiese, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Junge Frau auf einer Wiese, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Adipositas wird von deutschen Ärzten oft zu spät diagnostiziert – mit fatalen Folgen für Krankenkassen und Patienten. Das ist das Ergebnis von Untersuchungen der Barmer GEK an ihren 3,5 Millionen Versicherten, über die das “Handelsblatt” berichtet (Donnerstagausgabe). Unter Übergewicht leiden 51 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen nach Ergebnissen des aktuellen Mikrozensus.

Jeder Dritte müsste aus medizinischen Gründen abnehmen. Trotzdem fand die Barmer heraus, dass nur bei elf Prozent der Versicherten Übergewicht überhaupt diagnostiziert wurde. Umso eifriger therapiert werden aber Folge- und Begleiterkrankungen wie Rücken- und Gelenkverschleiß, Bluthochdruck, Diabetes oder Herzkrankheiten. Das Geld, das die Krankenkassen bei der Therapie der Krankheitsursache Übergewicht sparen, legen sie doppelt und dreifach bei der Behandlung der meist chronisch verlaufenden Folgeerkrankungen drauf – sehr zur Freude der Pharmaindustrie, die mit Medikamenten gegen chronische Erkrankungen bisher ein verlässlich wachsendes Geschäftsfeld hat. Nach den Untersuchungen der Barmer gibt es auch Anhaltspunkte dafür, dass operative Eingriffe mit dem Ziel den Magen zu verkleinern oder die Aufnahme eines Teil der aufgenommen Nahrung in den Körper zu verhindern in Deutschland zu spät vorgenommen werden. Durch solche Operationen können auch Folgeerkrankungen wie Diabetes geheilt werden – und dies kann dauerhaft zu niedrigeren Behandlungskosten führen. Vor einer Ausweitung der Operationen müsse allerdings geprüft werden, ob sich ähnliche Ergebnisse nicht auch durch eine konservative Therapie erzielen lassen, so Ursula Marschall, die medizinische Leiterin der Barmer GEK.

Jul 29

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – An der Frankfurter Aktienbörse hat der DAX am Mittwoch weiter zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 11.211,85 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,34 Prozent. Anleger diesseits und jenseits des Atlantiks warten auf einen Hinweis der US-Notenbank Fed, ob und wenn ja, wann die Zinsen wieder erhöht werden könnten.

An die Spitze der Kursliste setzte sich am Mittwoch Bayer: Der Chemie- und Pharmakonzern hatte mit einem starken Gewinnanstieg überzeugt. Auch Papiere von Merck und K+S legten überdurchschnittlich zu. Hubertus Heil, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, mahnte im “Handelsblatt” (Donnerstagsausgabe) unterdessen zur Vorsicht mit Staatseingriffen im Zuge der Übernahmeschlacht um den Kasseler Düngemittelhersteller K+S: “Wir betrachten die Entwicklungen um K+S sehr aufmerksam. Es geht um die Sicherung der Standorte und der Arbeitsplätze. Deshalb ist es gut, dass die Bundesregierung und die betroffenen Landesregierungen die Entwicklungen in Gesprächen begleiten”, sagte er. “Es handelt sich aber in erster Linie um unternehmerische Entscheidungen. Es ist deshalb nicht die Zeit, über bestimmte staatliche Interventionsinstrumente zu spekulieren”, sagte Heil. Kräftige Kursverluste gab es unterdessen bei Heidelbergcement. Der milliardenschwere von Italcementi durch Heidelbergcement sorgte für Unruhe unter den Aktionären.