Mai 21
Rom (dts Nachrichtenagentur) – Im Norden Italiens ist es auch in der Nacht zum Montag zu weiteren Nachbeben gekommen. Wie örtliche Behörden mitteilten, wurde die Region Emilia Romagna von mehreren hundert kleinen Erdstößen erschüttert. Die beiden schwersten Nachbeben am frühen Montagmorgen erreichten den Angaben zufolge eine Stärke von 3,7 und 3,6. Etwa 3.000 Menschen haben daraufhin die Nacht in Notunterkünften verbracht.
Zahlreiche Schulen bleiben am Montag und Dienstag geschlossen. Die Region war am Sonntagmorgen von einem Beben der Stärke 6.0 erschüttert worden. Dabei sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen, darunter offenbar auch eine Deutsche. Viele Häuser sind in Folge dessen unbewohnbar geworden. Auch an historischen Gebäuden entstand enormer Schaden.
Mai 21
Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die Anbauflächen von Winterkulturen in Deutschland sind aufgrund von Auswinterungsschäden deutlich zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, beträgt die Anbaufläche im Jahr 2012 für die anbaustärkste Getreideart, den Winterweizen, 2,9 Millionen Hektar. Das sind rund zehn Prozent weniger als im Vorjahr.
Am stärksten verringerten sich die Anbauflächen für Winterweizen in Hessen (- 42 Prozent) und Niedersachsen (- 21 Prozent). Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hatten hingegen nur geringe Auswinterungsschäden und einen Zuwachs der Winterweizenfläche. Die Aussaatflächen für Wintergerste sind insgesamt ebenfalls gesunken: In 2012 sind rund 1,1 Millionen Hektar mit Wintergerste bestellt, acht Prozent weniger als im letzten Jahr. Roggen und Wintermenggetreide stehen auf einer Fläche von etwa 670.000 Hektar, das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr. Die von hohen Auswinterungsschäden betroffenen Flächen mit Winterkulturen wurden größtenteils umgebrochen und mit Sommerkulturen bestellt: Sommergerste wurde auf 545.000 Hektar (+ 30 Prozent) ausgesät, Sommerweizen auf einer Fläche von 193.000 Hektar (+ 182 Prozent). Die Haferfläche wurde um zehn Prozent auf 158.000 Hektar erweitert.
Mai 21

Foto: Eishockey, dts Nachrichtenagentur
Helsinki (dts Nachrichtenagentur) – Das russische Eishockey-Team hat am Sonntag gegen Außenseiter Slowakei seinen 26. Weltmeistertitel holen können. Der Rekordchampion siegte in einem unermüdlich gespielten Finale mit 6:2 (1:1, 3:0, 2:1). Zweimal schoss Alexander Sjomin (10. Minute/16.), dann Alexander Pereschogin (27.), Alexej Tereschenko (34.), Pawel Dazjuk (44.) und Jewgeni Malkin (59.) die “Sbornaja” seit 2009 wieder zum verdienten Sieg.
In der ausverkauften Hartwall Arena traf für das WM-Überraschungsteam Slowakei einzig Zdeno Chara zur zwischenzeitlichen Führung und zum Abschluss (2./50.). Bereits 2002 standen Russland und die Slowakei im Finale. Damals konnte die Slowakei mit 4:3 in Göteborg erstmals und bislang zum letzten Mal Weltmeister werden. Die deutsche Mannschaft hatte nach einer ernüchternden Vorrunde nicht nur das Viertelfinale der WM, sondern auch die Qualifikation für die olympischen Spiele 2014 im russischen Sotschi verpasst.
Mai 21

Foto: NATO-Außenminister, dts Nachrichtenagentur
Chicago (dts Nachrichtenagentur) – Die Nato hat ihre Raketenabwehr in Europa für teilweise einsatzbereit erklärt. “Die Anfänge sind noch sehr, sehr bescheiden”, so der stellvertretende Befehlshaber des Alliierten Luftkommandos in Ramstein, General Friedrich Wilhelm Ploeger. In Ramstein werden unter Führung der Nato Radar- und Satellitendaten ausgewertet, um mögliche Angriffe zu erkennen.
Zudem wurde eine Radarstation im Südosten der Türkei mit Abfangraketen auf einem US-Militärschiff im Mittelmeer vernetzt. 2020 soll das System dann voll einsetzbar sein. “Das wird uns ermöglichen, uns gegen Bedrohungen von außerhalb der europäisch-atlantischen Region zu verteidigen”, sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Russland lehnt das Abwehrsystem ab und fordert von der Nato mehr Sicherheitsgarantien und eine stärkere Einbindung. Der Nato-Gipfel beschloss zudem unter dem Stichwort “Smart Defense” eine enge Zusammenarbeit bei mehr als 20 Rüstungsprojekten, um auch größere Projekte künftig gemeinsam zu finanzieren. “Das ist ein ganz neues Geschäftsmodell für die Nato”, sagte Rasmussen. Indessen betonte Frankreichs neuer Präsident an seinen Plänen um einen vorzeitigen Abzug aus Afghanistan festzuhalten. “Von 2013 an werden Franzosen nur noch als Ausbilder in Afghanistan sein”, sagte Hollande in einer Pressekonferenz. Bundesaußenminister Guido Westerwelle warnte hingegen vor einem “Wettlauf um den schnellsten Abzug.” Rasmussen zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass man “die Solidarität in der Koalition bewahren” könne. Begleitet wurde der erste Gipfeltag von Protesten. Viele tausend Aktivisten gingen in Chicago gegen Krieg und die Politik der Nato auf die Straße.
Mai 21

Foto: Cameron Diaz, David Shankbone, Lizenz: dts-news.de/cc-by
Los Angeles (dts Nachrichtenagentur) – US-Schauspielerin Cameron Diaz hat will nicht wieder 20 sein und hat dieses Alter als “Tortur” bezeichnet. “Ich mache mir keine Sorgen um das Alter. Das habe ich nie gemacht. Ich konnte es gar nicht erwarten, 30 zu werden, als ich in den 20ern war”, sagte die 39-Jährige in einem Interview mit Contactmusic.com.
Sie arbeite jeden Tag daran, in Form zu bleiben und fühle sie sich jetzt so fit wie nie zuvor. “Wenn ich nicht arbeite, trainiere ich jeden Tag, wenn ich kann. Ich mag Gewichtstraining. Für Frauen ist es wichtig, Muskeln zu haben. Das macht dich aus”, meinte die Schauspielerin. Diaz wurde durch Filme wie “Verrückt nach Mary”, “Drei Engel für Charlie” oder “Gangs of New York” bekannt.
Mai 21
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) warnt angesichts der Engpässe in der Stromversorgung vor der Abschaltung von Kraftwerken. “Es ist wichtig, dass jetzt alle Kapazitäten am Netz bleiben”, sagte Dena-Chef Stephan Kohler dem “Handelsblatt” (Montagausgabe). Die Stromversorger hätten “die Pflicht, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten”.
Hintergrund sind Ankündigungen verschiedener Unternehmen, Gaskraftwerke wegen mangelnder Rentabilität stillzulegen. Statkraft hat sein Gaskraftwerk in Emden bereits abgeschaltet, ähnliche Überlegungen gibt es bei Eon. Nach Überzeugung Kohlers muss man die Betreiber zur Not zwingen, die Anlagen zu betreiben. Das Energiewirtschaftsgesetz biete dazu das richtige Instrumentarium, sagte Kohler. Natürlich werde man die Unternehmen “für die Erfüllung dieser Pflicht honorieren müssen”. Das Energiewirtschaftsgesetz verpflichtet die Unternehmen der Branche, die Versorgung mit Elektrizität sicherzustellen. Nach Kohlers Überzeugung ist die Versorgungslage nach wie vor angespannt. “Im vergangenen Winter hat es Situationen gegeben, da hätte kein einziges Kraftwerk mehr ausfallen dürfen, sonst wäre es zu einem Zusammenbruch der Stromversorgung gekommen”, sagte Kohler. Eine Industrienation wie Deutschland könne sich “keine Stromversorgung leisten, die derart auf Kante genäht ist”. Besonders in Bayern sei die Situation “sehr ernst”. Das Land brauche dringend zusätzliche Gaskraftwerke. Die Politik müsse den entsprechenden Rahmen schaffen Kohler spricht sich dafür aus, kurzfristig Kapazitätsmechanismen zu schaffen. Sie belohnen die Bereitstellung von Kraftwerkskapazität – auch dann, wenn kein Strom produziert wird. Außerdem müsse die von der Bundesnetzagentur im vergangenen Jahr eingerichtete Kaltreserve dringend aufgestockt werden. Allerdings könne dies nur eine vorübergehende Lösung des Problems sein.
Mai 21
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der stellvertretende Vorsitzende der Linkspartei und Vertraute Oskar Lafontaines, Heinz Bierbaum, will den Reformflügel um Dietmar Bartsch in die künftige Parteiführung einbinden. “Wir müssen noch vor dem Parteitag zu einer integrativen Lösung kommen”, sagte er der “Mitteldeutschen Zeitung” (Montag-Ausgabe). “Und die Kräfte, für die Bartsch steht, müssen eingebunden werden – auch personell.”
Dabei solle man sich aber “nicht endgültig auf Namen festlegen”. Bierbaum zeigte sich “sicher, dass es zu keiner Spaltung der Partei kommt. Denn alle wissen, dass wir dann keine Chance haben – weder in Ost noch in West.” Derzeit ist keine Lösung im Machtkampf der Linken in Sicht. Ein Krisentreffen am Sonntagabend mit Bundestagsfraktionsvize Dietmar Bartsch und dem früheren Parteichef Oskar Lafontaine brachte keine Einigung. Nach wie vor wollen beide um den Parteivorsitz kandidieren. Lafontaine will aber nur antreten, wenn es keinen anderen männlichen Kandidaten gibt. Bartsch hingegen ist nicht zum Rückzug bereit.
Mai 21
Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – Heute scheint im Nordosten und im äußersten Südosten überwiegend die Sonne und nur ganz vereinzelt gibt es dort Schauer oder Gewitter. Das teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Sonst ist es vielfach stark bewölkt und es kommt gebietsweise zu kräftigen Niederschlägen, die zum Teil schauerartig verstärkt oder von Gewittern durchsetzt sind.
Die Tageshöchsttemperaturen erreichen im Osten Werte bis 29 Grad, sonst meist 20 bis 24 Grad, bei längerem Regen im Süden und an den Küsten nur um 17 Grad. In der Nacht zu Dienstag regnet es im Westen und Südwesten teilweise anhaltend weiter, sonst klingen die Schauer und Gewitter ab und wird teilweise klar. Die Tiefstwerte liegen meist zwischen 14 und 9 Grad. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Bei Gewittern muss mit Sturmböen gerechnet werden. Am Dienstag ist es im Nordosten freundlich, im Tagesverlauf kann es ganz vereinzelt Schauer und Gewitter geben. Sonst ist es dagegen meist stark bewölkt und es gibt gebietsweise kräftige Regenfälle, die von Osten her allmählich nachlassen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 20 Grad im Westen und bis 28 Grad im Nordosten. Im Allgäu und an den Küsten bleiben die Temperaturen unter 20 Grad. Der Wind weht meist nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Mittwoch sinken die Temperaturen auf 17 bis 10 Grad, in Alpennähe auf 8 Grad. Am Mittwoch ist es im Süden meist stark bewölkt und es kann Schauer, teilweise auch Gewitter geben. Im Norden und in der Mitte ist es heiter bis wolkig und in der Mitte gibt es noch einzelne Gewitterschauer. Die Tageshöchstwerte erreichen 16 Grad am Alpenrand und bis 31 Grad an der Oder. Der Wind ist überwiegend schwach bis mäßig, an der Küste auch frisch und kommt aus Nord bis Ost. In der Nacht zum Donnerstag lässt auch im Süden der Regen nach und kühlt es auf 17 bis 9 Grad ab.
Mai 21

Foto: Thilo Sarrazin, Bundesbank, Text: dts Nachrichtenagentur
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Grünen-Fraktionschef Jürgen Trittin hält die jüngsten Euro-Thesen des Beststeller-Autors und früheren Bundesbank-Vorstands Thilo Sarrazin für “erbärmlich” und wirft ihm “D-Mark-Chauvinismus” vor. “Sarrazin rutscht immer weiter nach rechts ins Abseits. Es ist erbärmlich, dass er den Holocaust heranzieht, um seinen Thesen zu Eurobonds größtmögliche Aufmerksamkeit zu sichern”, sagte Trittin der Tageszeitung “Die Welt” (Montag, 21. Mai).
Trittin sagte über Sarrazin weiter: “Hinter seinem D-Mark-Chauvinismus steckt die Leugnung der Tatsache, das es im massiven Interesse des Exportvizeweltmeisters Deutschland ist, neben dem Dollar eine globale Zweitwährung zu haben – und dass es Deutschland war, das massiv von einer Währungsunion ohne Abwertungsgefahr profitierte.” Trittin sprach sich für Maßnahmen zur Euro-Stützung aus: “Geld zum Erhalt des Euro auszugeben ist für unser Land eine lohnende Investition.” Anlass für Trittins Kritik ist ein Vorabdruck aus Sarrazins neuem Buch “Europa braucht den Euro nicht”, wonach deutsche Befürworter von Euro-Bonds bei SPD, Grünen und Linken “getrieben” seien “von jenem sehr deutschen Reflex, wonach die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld, in europäische Hände gelegt haben”.
Mai 21

Foto: Robin Gibb, dts Nachrichtenagentur
London (dts Nachrichtenagentur) – Der britische Sänger Robin Gibb ist tot. Er starb am Wochenende im Alter von 62 Jahren, berichtete in der Nacht zum Montag die BBC. Gibb wurde insbesondere als Leadsänger der Popgruppe “Bee Gees” bekannt, die mit mehr als 200 Millionen verkauften Tonträgern zu den kommerziell erfolgreichsten Bands der Musikgeschichte gehört.
Robin Gibb komponierte den Großteil der Hits, die sich in den britischen Charts platzierten. 1994 wurde er in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen, 2004 erhielt er die Ehrendoktorwürde für Musik an der Universität Manchester. Im Oktober 2011 war offiziell bekanntgegeben worden, dass Gibb an Darm- und Leberkrebs erkrankt sei. Infolgedessen unterzog er sich mehreren chemotherapeutischen Behandlungen sowie chirurgischen Eingriffen. Im Februar 2012 erklärte Gibb, seine Krebserkrankung überwunden zu haben. Gemeinsam mit der britischen Band “The Soldiers” absolvierte er im selben Monat wieder einen Auftritt im Londoner Palladium. Gibb hinterlässt vier Kinder aus drei Verbindungen.