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Aug 23

Euromünzen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Euromünzen, über dts Nachrichtenagentur

Dortmund (dts Nachrichtenagentur) – Die deutsche Sprinterin Gina Lückenkemper hat eine Reform der Förderung von Spitzensportlern gefordert. Sie wünsche sich, dass sich “in der Sportförderung in Deutschland etwas ändern würde”, sagte die 20-Jährige dem “Zeitmagazin”. Solange sie erfolgreich sei, könne sie von der Leichtathletik leben, erklärte sie.

“Sollte das aber vorbei sein – und das kann schnell passieren -, wird es sehr schwierig.” In anderen Ländern bekämen Sportler “mehr finanzielle Unterstützung”. Dadurch seien diese, “wenn Erfolge ausbleiben, erst mal abgesichert”. Sie selbst könne aber mit der Situation hierzulande umgehen: “Hätte ich reich werden wollen, hätte ich mir etwas anderes aussuchen müssen.” Mit den eigenen Erwartungen könne sie gut umgehen, “eben auch, weil ich das Laufen so unfassbar genieße”. Bei der Leichtathletik-WM in London war Lückenkemper als erste deutsche Sprinterin seit 1991 im 100-Meter-Lauf unter elf Sekunden geblieben.

Aug 23

Wahllokal, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wahllokal, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – 76 Prozent der Bundesbürger gehen laut einer Umfrage davon aus, dass die Bundestagswahl am 24. September bereits so gut wie entschieden ist und die SPD nicht mehr stärkste Partei werden kann. In der Erhebung des Forsa-Instituts im Auftrag des Magazins “Stern” gaben 19 Prozent der Befragten an, dass sie noch an einen SPD-Erfolg glauben. Darunter sind 25 Prozent der SPD-Anhänger.

35 Prozent aller Befragten machen derzeit eine Wechselstimmung in der Bevölkerung aus – im Mai waren es noch 40 Prozent, im März sogar 59 Prozent. Eine Mehrheit von 60 Prozent glaubt nicht, dass sich die meisten Deutschen momentan einen Wechsel in der Regierungsverantwortung wünschen. 25 Prozent der Befragten präferiert nach wie vor eine Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD. 19 Prozent – vier Prozentpunkte weniger als im Mai – wünschen sich laut Umfrage eine Koalition aus Union und FDP. Die meisten Befragten sprechen sich für die Fortsetzung der Großen Koalition aus – darunter am häufigsten die Anhänger von Union (38 Prozent) und SPD (33 Prozent). Ein Bündnis von Union, FDP und Grünen befürworten zehn Prozent, drei Punkte mehr als im Mai. Eine rot-rot-grüne Koalition aus SPD, Linken und Grünen wird mittlerweile von 16 Prozent der Deutschen favorisiert – im Mai waren es elf Prozent. Sieben Prozent der Befragten würden eine Ampel aus SPD, FDP und Grünen gutheißen. Insgesamt zwölf Prozent – darunter mit 39 Prozent die meisten AfD-Anhänger – könnten sich auch eine andere Koalition vorstellen. Für die Umfrage wurden am 17. und 18. August 2017 insgesamt 1.008 Bundesbürger befragt. Die Auswahl der Befragten sei “repräsentativ”, teilte das Institut mit.

Aug 23

Fahne von Russland, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fahne von Russland, über dts Nachrichtenagentur

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Russland hat seit 2015 deutlich mehr Militärübungen abgehalten als die Nato und ihre Staaten in Europa. Das geht aus einer Datenauswertung der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” hervor. Während sich auf Nato-Seite im Beobachtungszeitraum 38 Übungen mit mehr als 1.500 Soldaten erfassen ließen, kommt Russland auf 124. Das ist mehr als das Dreifache.

Der Abstand zwischen beiden Seiten ist bei kleineren Manövern deutlich größer. Russland führte in der Kategorie der Übungen mit 1.500 bis 5.000 Soldaten knapp viermal so viele Übungen durch wie die Nato. Laut offizieller Zahlen hat sich die Lücke zwischen beiden Seiten zuletzt verringert. Es gebe allerdings Zweifel an der Vollständigkeit der Angaben, schreibt die Zeitung. Angesichts der Zahlen hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Russland zu mehr Transparenz bei der Durchführung seiner Militärmanöver aufgefordert. So könne “das Risiko von Missverständnissen und Eskalation” reduziert werden, sagte er der Zeitung. Moskau solle wie die Nato-Staaten alle Übungen im Voraus angeben und Inspektoren anderer OSZE-Staaten zulassen. Die Allianz habe ihre Übungen nach der Krim-Krise und angesichts des wachsenden Militärs auf russischer Seite angepasst. Es bleibe jedoch wichtig, dass die Alliierten weiterhin in die gemeinsame Verteidigung investierten, um Konflikten vorzubeugen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zeigte dafür Verständnis, dass sich die Partner in Osteuropa von den Aktivitäten des Kremls bedroht fühlten. Vor diesem Hintergrund sei es “eine Frage der Glaubwürdigkeit” Deutschlands im Bündnis, den eigenen Wehretat bis 2024 in Richtung zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen, sagte die Ministerin der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Ansonsten reagiere die Nato auf Russlands Aktivitäten “angemessen, defensiv und transparent”. Litauens Verteidigungsminister Raimundas Karoblis sagte der Zeitung: “Die Zahl, das Ausmaß und vor allem die offensive Natur einiger Übungen, die das russische Militär in den vergangenen Jahren durchführte, ist für die Länder im Ostseeraum und darüber hinaus von großer Bedeutung.” Sein Land begrüße die verstärkten Nato-Abschreckungsmaßnahmen. Polens Außenminister Witold Waszczykowski sagte, er wolle die militärischen Trainingsmuster Russlands für die Nato nicht übernehmen. “Wir machen keine Kampfbereitschaftsinspektionen und führen keine offensiv ausgerichteten Übungen durch.” Man stünde bereit, mit Russland in geeigneten Foren wie der OSZE über Militärübungen zu sprechen.

Aug 23

Christian Lindner, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Christian Lindner, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Chef Christian Lindner hat die Bundesregierung aufgefordert, jede wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Türkei auf Eis zu legen. “Die einzige Sprache, die Erdogan versteht, ist die der Härte”, sagte Lindner bei einer Veranstaltung der “Heilbronner Stimme”. Die Ökonomie sei die Flanke, an der man Erdogan zum Einlenken bewegen könne.

“Wir sind es auch der Opposition innerhalb der Türkei schuldig. Denn eine knapp unterlegene Minderheit sieht es alles ganz anders als Erdogan. Sie will an der Demokratie festhalten. Jedes Mal, wenn wir Erdogan entgegenkommen und unsere eigenen europäischen Werte verraten, ist das ein Tritt in die Kniekehle der demokratischen Opposition in der Türkei.” Nach den neuerlichen Provokationen des türkischen Staatspräsidenten sieht Lindner die Bundesregierung in der Pflicht, Erdogan in die Schranken zu verweisen. “Über Jahre gab es doch ein großes Verständnis, ein Entgegenkommen, eine Nachsicht gegenüber Erdogan. Ich benutze das Wort Appeasement”, sagte Lindner. Die Türkei-Politik der Regierung sei krachend gescheitert. “Wir brauchen einen neuen Anfang. Die Türkei kann nicht Mitglied der Europäischen Union werden. Die Gespräche müssen sofort beendet werden.”

Aug 23

Kinder, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Kinder, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Im Jahr 2016 haben die Jugendämter in Deutschland 84.200 vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen durchgeführt: Das waren 6.600 Inobhutnahmen mehr als 2015 (+ 8,5 Prozent), teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Auch wenn das Plus deutlich geringer als im Vorjahr ausfiel (2015 zu 2014: + 61,6 Prozent), hat sich damit die Zahl vorläufiger Schutzmaßnahmen seit 2013 fast verdoppelt (2013: 42.100 Inobhutnahmen). Hauptgrund für das anhaltend hohe Niveau der Inobhutnahmen seien unbegleitete Einreisen aus dem Ausland, teilten die Statistiker weiter mit.

Demnach wurden 2016 aus diesem Anlass 44.900 Schutzmaßnahmen durchgeführt, 2.600 mehr als 2015 (+ 6,2 Prozent). 21.700 Kinder, die im Jahr 2016 eine vorläufige Schutzmaßnahme durchliefen, waren jünger als 14 Jahre alt. In dieser Altersgruppe wurden die Kinder am häufigsten wegen Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils (45 Prozent) und zum Schutz vor Vernachlässigung (19 Prozent) in Obhut genommen. Auch die unbegleitete Einreise (15 Prozent) und der Schutz vor Misshandlung (13 Prozent) spielten hier eine größere Rolle. Bei den 62.500 Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren stand dagegen mit Abstand die unbegleitete Einreise aus dem Ausland im Vordergrund (67 Prozent). Weitere Anlässe von Bedeutung waren in diesem Alter die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils (zwölf Prozent) und Beziehungsprobleme (sechs Prozent). Auch bei der Dauer der vorläufigen Schutzmaßnahmen gab es altersspezifische Unterschiede: Während bei den unter 14-Jährigen 46 Prozent der Inobhutnahmen nach spätestens zwei Wochen beendet werden konnten, traf dies nur auf 34 Prozent der 14- bis 17-Jährigen zu. Die meisten Inobhutnahmen endeten bei den Kindern unter 14 Jahren mit der Rückkehr zu den Sorgeberechtigten (41 Prozent) oder der Einleitung einer erzieherischen Hilfe außerhalb des Elternhauses, also in einer Pflegefamilie oder einem Heim (28 Prozent), so die Statistiker. Die Jugendlichen von 14 bis 17 Jahre kehrten dagegen deutlich seltener zu den Sorgeberechtigten zurück (13 Prozent): Hier leitete das Jugendamt am häufigsten eine erzieherische Hilfe in einer Pflegefamilie, einem Heim beziehungsweise einer betreuten Wohnform ein (26 Prozent) oder vermittelte den Jugendlichen eine sonstige stationäre Hilfe, zum Beispiel einen Aufenthalt in der Jugendpsychiatrie oder einem Krankenhaus (24 Prozent).

Aug 23

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Die Börse in Frankfurt hat zum Handelsstart am Mittwoch zunächst Kursgewinne verzeichnet. Gegen 09:30 Uhr wurde der DAX mit rund 12.261 Punkten berechnet. Das entspricht einem Plus von 0,26 Prozent im Vergleich zum Handelsschluss am Vortag.

An der Spitze der Kursliste stehen die Papiere von Eon, der Deutschen Bank und von Fresenius. Die Aktien von ProSiebenSat.1, der Deutschen Post und von Siemens bilden gegenwärtig die Schlusslichter der Liste.

Aug 23

Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Fußbälle, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Ex-Bundestrainer Berti Vogts hat die Euphorie um junge Trainer in der Fußball-Bundesliga kritisiert. “Bei den jungen Trainern muss man erst mal abwarten, wohin die Reise geht. Noch keiner aus der jungen Trainergeneration hat irgendeinen Titel geholt oder einen Spieler zum Weltklassespieler ausgebildet”, sagte der 70-Jährige der “Rheinischen Post” (Mittwochsausgabe).

“Grundsätzlich gilt: Es gibt nicht junge oder alte Trainer. Was einzig zählt, ist der Erfolg. Darum werden auch erfahrene Trainer heute mit einem Team arbeiten und nicht mehr allein.” Mit Julian Nagelsmann (Hoffenheim), Domenico Tedesco (Schalke), Hannes Wolf (Stuttgart), Manuel Baum (Augsburg), Alexander Nouri (Bremen) und Sandro Schwarz (Mainz) sind gleich sechs Trainer in der höchsten deutschen Spielklasse jünger als 40 Jahre.

Aug 23


Foto: Flüchtlinge in einer “Zeltstadt”, über dts Nachrichtenagentur

Bremen (dts Nachrichtenagentur) – Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hat Bremens Innensenator Ulrich Mäurer schlankere Gerichtsverfahren und eine zentrale Abschiebehaftanstalt gefordert, um islamistische Gefährder schneller abschieben zu können. “Wir benötigen dringend eine Verfahrensstraffung. Bisher müssen sich zu viele Gerichte mit ein und demselben Fall befassen”, sagte Mäurer der “Neuen Osnabrücker Zeitung” (Mittwochsausgabe).

So seien die Amtsgerichte, Landgerichte und der Bundesgerichtshof für die Frage zuständig, ob die Abschiebehaft rechtmäßig ist und verlängert werden kann, zusätzlich aber auch das Verwaltungsgericht bei Fragen zu Haftbedingungen. Im Streitfall müsse zudem das Bundesverwaltungsgericht über die Rechtsmäßigkeit der Abschiebung entscheiden, auch das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte könnten angerufen werden. An bestimmten Punkten der aufwendigen Verfahren bestehe dann immer wieder das Risiko, dass ein Gefährder womöglich aus der Haft entlassen werden müsse. Der Innensenator kritisierte: “Das zwingt Polizei und Verfassungsschutz, sich jedes Mal darauf einzustellen und vorzubereiten. Insgesamt bindet das enorme Kräfte.” Nötig sei eine einheitliche Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts in erster und letzter Instanz auch für die Anordnung der Abschiebungshaft und der Haftbedingungen. Wichtig wäre darüber hinaus eine “zentrale Abschiebehaftanstalt für Gefährder, damit unter anderem die besonderen Sicherheitsvorkehrungen erfüllt werden können”. Das Bundesverwaltungsgericht hatte am Dienstag in zwei Grundsatzentscheidungen die Abschiebung von Terrorverdächtigen aus Deutschland gebilligt. Die beiden Männer waren vom Landeskriminalamt Niedersachsen als Gefährder eingestuft und bei einer Razzia in Göttingen festgenommen worden.

Aug 23

Christian Lindner, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Christian Lindner, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – FDP-Chef Christian Lindner hat seine umstrittene Äußerung zur Krim verteidigt. Die Reaktionen auf seine Äußerung hätten ihn “völlig überrascht”, sagte Lindner am Dienstagabend bei einer Wahlveranstaltung der “Heilbronner Stimme”, über welche die Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe berichtet. “Wie das aufgefasst worden ist, hat mir eins gezeigt: Die Aufregung und Empörungsbereitschaft bei diesen Fragen in Deutschland steht in keinem Verhältnis mehr zur Größe der Probleme und der Bedeutung Deutschlands in der Welt.”

Man könne als “Gesinnungsethiker” hinnehmen, “dass die Beziehungen immer schlechter werden”. Er halte das für gefährlich, so Lindner. Er wolle die Krim-Problematik hingegen “einfrieren” und gucken, ob es Verhandlungsbereitschaft bei Putin in anderen Fragen gebe, um dann, in entspannteren Zeiten, auf die Krim-Frage zurückzukommen. Lindner warf seinen Kritikern, insbesondere den Grünen “außenpolitische Inkompetenz” und “Geschichtslosigkeit” vor. “Der Fall des Eisernen Vorhangs war nur durch so eine Politik möglich. Der Westen hat gesagt, die Annexion des Baltikums durch die Sowjetunion akzeptieren wir nicht und niemals”, sagte Lindner. Aber man habe die Frage “eingekapselt” und einen Entspannungsprozess begonnen, um diese Frage später zu lösen. Als weiteres historisches Beispiel für seinen Vorschlag nannte Lindner die Gespräche mit der Türkei trotz der Annexion Nordzyperns. Zum geplanten Rosneft-Engagement von Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sagte Lindner, er verstehe die Kritik an Schröder. “Ich an seiner Stelle hätte das nicht gemacht”, sagte Lindner. “Als Bundeskanzler hat man immer noch nachlaufende Verpflichtungen.” Gerade das Gas werde von Russland “auch politisch genutzt”.

Aug 23

Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Die von den Finanzverwaltungen veranlagten Vermögensübertragungen aufgrund von Erbschaften und Schenkungen sind im Jahr 2016 auf 108,8 Milliarden Euro gestiegen. Nach einem Rückgang von 6,2 Prozent im Jahr 2015 erreichten sie wieder den Höchststand des Jahres 2014, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Die steuerpflichtigen Erwerbe insgesamt erhöhten sich im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent auf 37,7 Milliarden Euro.

Gegenüber dem Jahr 2014 betrug der Anstieg sogar 11,7 Prozent. Die Erbschaft- und Schenkungsteuer wurde im Jahr 2016 auf 6,8 Milliarden Euro (+ 24,6 Prozent gegenüber 2015) festgesetzt und stieg damit das vierte Jahr in Folge. Unterschiede gab es in der Entwicklung bei den Erbschaften und bei den Schenkungen. Durch Erbschaften und Vermächtnisse wurde im Jahr 2016 Vermögen von 43,6 Milliarden Euro übertragen, 15,6 Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Gegenüber dem Jahr 2014 ergab sich ein Plus von 13,8 Prozent. Geerbt wurde im Jahr 2016 vorwiegend übriges Vermögen (26,9 Milliarden Euro; + 18,1 Prozent) wie Bankguthaben, Wertpapiere, Anteile und Genussscheine. Das geschenkte Vermögen stieg zum Vorjahr um 1,4 Prozent auf 65,2 Milliarden Euro, blieb aber um 7,5 Prozent hinter den Ergebnissen des Jahres 2014 zurück, teilten die Statistiker weiter mit. Bei den Schenkungen rangierte im Jahr 2016 das Betriebsvermögen trotz eines Rückgangs gegenüber dem Vorjahr um 4,4 Prozent mit 37 Milliarden Euro weiterhin an erster Stelle. Hierbei beliefen sich Schenkungen mit einem Betriebsvermögen über 26 Millionen Euro auf 22,9 Milliarden Euro (– 6,8 Prozent). Aufgrund einer Neuregelung des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes im Jahr 2016 unterliegen diese Großerwerbe anderen Besteuerungsregelungen.