Barcelona (dts Nachrichtenagentur) – Am 5. Wettkampftag bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Barcelona hat es drei Bronzemedaillen und eine Silbermedaille für Deutschland gegeben. Matthias de Zordo gewann Silber im Speerwurf. Mit 87,81 Metern war er zwischen dem Norweger Andreas Thorkildsen (88,37) und dem Finnen Tero Pitkämäki (86,67). Jennifer Oeser gewann Bronze im Siebenkampf, Carolin Nytra bei den 100-Meter-Hürden und Ralf Bartels im Kugelstoßen.

Übergabe der FGG-Fahne an das Team Cologne / VIII. Gay Games Cologne 2010 während der Abschlussfeier in Chicago (Foto: Jochen Färber)
Köln (cfm Nachrichtendienst) – Die VIII. Gay Games Cologne 2010 beginnen mit einer spektakulären Eröffungsfeier am Samstag Abend im RheinEnergieStadion. „Es wird ein Abend voller Emotionen, mit wunderschönen Bildern, mitreißender Musik – kurz: das Highlight des Jahres“, verspricht Annette Wachter, Co-Präsidentin der Kölner Gay Games. Den Auftakt macht der traditionelle Einmarsch der 70 Nationenteams. Nach einer energiegeladenen Trommelshow werden die Kölner Gay Games Geschichte schreiben: Nie zuvor in der knapp 30-jährigen Geschichte haben die Gay Games einen ranghöheren Politiker als Schirmherrn gewinnen können! Vizekanzler und Außenminister Guido Westerwelle wird die Spiele feierlich eröffnen. Für die Sportlerinnen und Sportler spricht Matthew Mitcham den Eid der Athleten. Der Olympiamedaillengewinner im Kunst- und Turmspringen war einer der wenigen offen schwulen Sportler in Peking und gewann mit seiner offenen Art und dem unverkrampften Umgang mit seiner Homosexualität Sympathien in der ganzen Welt. Nach der Entzündung der Flamme der Gay Games werden Hunderte Artisten, Tänzer und Feuerspucker in einer eindrucksvollen Choreographie die 70 teilnehmenden Nationen begrüßen und damit die Show weiter antreiben. „Wir freuen uns riesig auf Taylor Dayne, die unseren offiziellen Song ‚Facing a Miracle’ singen wird“, sagt Annette Wachter. Taylor Dayne, deren Megahit „Tell it to my heart“ noch heute ein Ohrwurm ist, setzt sich seit Jahren stark für karitative Zwecke ein und ist vor allem in den USA als echte Souldiva bekannt. „Mit dem schwedischen Popstar Agnes haben wir gleich den zweiten Weltstar gewinnen können“, freut sich Annette Wachter. „Agnes wird ihre Hits “Release Me” und „On and On“ singen.“
Hamburg (cfm Nachrichtendienst) – Vor zwei Jahren gab es erstmals die Cruise Days im Hamburger Hafen. Damals feierte das Treffen der Traumschiffe eine mehr als gelungene Premiere mit über 600.000 begeisterten Besuchern. Bei der Neuauflage an diesem Wochenende treffen sich die Kreuzfahrtschiffe AIDAaura, AIDAluna, Astor, Columbus, Deutschland und Mein Schiff im Hafen und verwandeln die Elbe wieder in eine glitzernde Freiluftbühne. Die weiße Flotte der Kreuzfahrer formiert sich zur großen Auslaufparade, angeführt vom Schlepper Fairplay VIII, dem Dampfschiff Schaarhörn, dem Lotsenschoner No.5 Elbe, den Segelschiffen Atlantis und Sedov, begleitet vom weltgrößten, seetüchtigen Museumsfrachter Cap San Diego und umschwirrt von unzähligen Booten, Barkassen, Salon- und Traditionsschiffen.
Duisburg/Essen (dts Nachrichtenagentur) – Die Trauerfeiern zum Gedenken der Opfer des Unglücks während der Loveparade vor einer Woche sind in einer ruhigen und feierlichen Atmosphäre ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Das teilte die Essener Polizei mit, die für ihre Duisburger Kollegen die Einsatzleitung übernommen hatte. In der Schauinsland-Reisen-Arena hatten 2.600 Menschen die Trauerfeier über Video-Leinwände verfolgt. Ein angemeldeter Trauermarsch, der gegen Ende auf 5.000 Personen anwuchs, zog gegen 16 Uhr vom Hauptbahnhof über die Düsseldorfer Straße in den Böninger Park. Hier stiegen zum Gedenken an die Toten und Verletzten 21 schwarze und 511 weiße Luftballons auf. Anschließend suchten viele der Teilnehmer den inzwischen wieder geöffneten Tunnel auf. “Aus polizeilicher Sicht war es ein sehr emotionaler aber ruhiger Einsatz”, sagte Einsatzleiter Fritz Unterberg.
Mannheim (dts Nachrichtenagentur) – In Mannheim ist am Samstag ein 39-jähriger Mann während eines Schusswechsels mit der Polizei ums Leben gekommen. Zu dem Vorfall war es gekommen, nachdem der Mann offenbar seinen Vermieter mit einer Waffe bedroht und dieser die Polizei gerufen hatte. Da der Tatverdächtige bereits wegen Waffen- und Sprengstoffdelikten in Erscheinung getreten war und wegen psychischer Erkrankungen als unberechenbar eingestuft wurde, verständigten die örtlichen Beamten ein Einsatzkommando und observierten mit Zivilkräften die Wohnung des Mannheimers. Noch bevor das Einsatzkommando in Mannheim eintraf, verließ der Verdächtige dann gegen 13:20 Uhr die Wohnung und erkannte offenbar die zivilen Polizeikräfte. Im Wegrennen zog der Mann eine Schusswaffe aus seinem Rucksack. Bei dem folgenden Schusswechsel kam der 39-Jährige dann ums Leben. Unklar ist, ob er durch eine Polizeikugel starb oder sich selbst das Leben nahm. Sichere Erkenntnisse dazu könne erst die gerichtsmedizinische Untersuchung ergeben, sagte ein Polizeisprecher.
Berlin/Kabul/Wahsington (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundeswehr ist tiefer in die gezielten Tötungen von Taliban-Kämpfern durch US-amerikanische Spezialeinheiten in Afghanistan verwickelt als bisher bekannt. Mindestens ein von Deutschland auf Fahndungslisten der Nato gesetzter Taliban-Kommandeur ist von amerikanischen Spezialkräften in Nordafghanistan getötet worden, wie der “Spiegel” nach der Veröffentlichung geheimer Afghanistan-Protokolle auf der Internetplattform WikiLeaks berichtet. Die Bundeswehr hatte den Taliban-Kommandeur Qari Bashir, der im Raum Kunduz rund 50 Kämpfer unter seinem Befehl hatte, im Jahr 2009 mit dem Vermerk auf eine Jagdliste der Nato setzen lassen, er solle festgesetzt werden. Im November 2009 wurde er bei einer mehrtägigen Operation nordwestlich von Kunduz von amerikanischen Spezialkräften getötet. Seit 2007 haben die Deutschen nach “Spiegel”-Informationen mindestens 13 Personen auf die Liste setzen lassen. Zwei wurden wegen fehlender neuer Hinweise wieder davon gestrichen, zwei weitere wurden festgenommen. Weitere 31 Nato-Ziele für Nordafghanistan wurden von anderen verbündeten Nationen beigesteuert. Die Deutschen hatten sich an der Mission der USKräfte gegen Bashir nicht beteiligt, da der zuständige Bundeswehrgeneral bei der Vorstellung der Pläne durch einen US-Major vor der Operation den Eindruck bekommen hatte, es sollten gezielt hochrangige Taliban ausgeschaltet werden. Insgesamt stehen aktuell noch sieben von Deutschland nominierte Taliban auf der Nato-Liste, darunter der berüchtigte Taliban-Stratege Maulawi Shamsuddin aus Kunduz und Abdul Rahman, der am 3. September 2009 die beiden später bombardierten Tanklaster hatte entführen lassen. Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels kritisierte vor dem Hintergrund der neuen Erkenntnisse über gezielte Tötungen die Informationspolitik der Bundesregierung. “Es genügt nicht, nur die Obleute des Verteidigungsausschusses zu informieren, wenn die ihr geheimes Wissen dann nur begrenzt weitergeben dürfen”, sagte er dem “Spiegel”. “Stattdessen sollte nach Abschluss von Operationen das gesamte Parlament in Kenntnis gesetzt werden.” Bartels hält “Capture or Kill”-Operationen für “prinzipiell problematisch, nicht zielführend und kontraproduktiv”. Bartels weiter: “Wenn wir von Taliban-Kommandeuren reden, geht es doch oft um Anführer im Rang eines Feldwebels, die vielleicht 10 bis 15 Mann unter sich haben. Das sind keine zentralen Feldherren, die da erwischt werden.” Stattdessen habe der “Hass” auf Seiten der Afghanen noch zugenommen, “weil auch Leute getötet wurden, die man nicht hätte töten dürfen”.
Budapest (dts Nachrichtenagentur) – Bei der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn hat sich Sebastian Vettel den Startplatz eins geholt. Hinter ihm geht morgen sein Red-Bull-Teamkollege Mark Webber ins Rennen. Aus der zweiten Reihe starten in Ungarn die Ferraris von Fernando Alonso und Felipe Massa. Michael Schumacher kam nur auf Platz 14.
Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Der TV-Moderator Jörg Kachelmann hat nach seiner Freilassung aus der Untersuchungshaft am Donnerstag seinen Interview-Marathon durch die deutschen Medien fortgesetzt. Auch im am Montag erscheinenden “Spiegel” nimmt er zum von einer Ex-Freundin gegen ihn erhobenen Vergewaltigungsvorwurf Stellung: “Ich bin unschuldig. Ich habe keinen Fehler gemacht, jedenfalls keinen von irgendwelcher juristischer Relevanz.” Trotzdem räumte er Versäumnisse ein: “Diese Beziehung lief länger, als ich es hätte zulassen sollen. Dadurch habe ich diese Frau in einer Weise gekränkt, die ich in der Nachschau nur bedauern kann.” Zur öffentlichen Diskussion über sein Privatleben sagte Kachelmann: “Ich habe in meinem Leben ganz sicher nicht alles richtig gemacht. Und ich habe auch nicht in jeder Phase meines Lebens monogam gelebt. Aber deswegen habe ich keine Straftat begangen.” Erotische Vorlieben diskutiere er nicht öffentlich. “Alles was geschah, geschah einvernehmlich.” Über sein Leben in der Untersuchungshaft sagte er: “Ich war dort Hilfsreiniger.” Zu seinen Aufgaben habe es gehört, Putzmittel und Post zu verteilen. “Außerdem musste ich die Klos putzen.” Wettervorhersagen aus der Zelle habe er nicht angestellt, obwohl ihn seine Mithäftlinge darum gebeten hätten: “Klar hätte ich am Himmel ein paar Dinge ablesen können. Aber ich hatte keine Lust.” Wetter sei die Leidenschaft seines Lebens gewesen, “daraus wurde ich nun rausgerissen”.
Die Loveparade wurde zum Totentanz, liebe Gemeinde.
Mitten hinein in ein Fest überbordender Lebensfreude hat der Tod uns allen sein schreckliches Gesicht gezeigt. Trauer und Verzweiflung, Hilflosigkeit und Wut halten uns wie Ketten gefangen.
Schreckensbilder besetzen unser Denken und Fühlen:
- junge Menschen, die verzweifelt um ihr Leben kämpfen;
- fassungslose Menschen, die ihrer Trauer und Wut ungefiltert Ausdruck geben;
- erschütterte Helferinnen und Helfer, Polizistinnen und Polizisten, die selbst Hilfe und Ermutigung brauchen,
- aber auch Erwachsene, die wie versteinert Verantwortung von sich weg schieben.
Wir alle ringen um Fassung und suchen nach Trost, nach Verstehen und Verständnis. Auch unser Vertrauen in Gottes Gerechtigkeit und Liebe hat Risse bekommen. „Hat Gott vergessen, gnädig zu sein, oder sein Erbarmen in Zorn verschlossen?“ (Ps. 77, 10). Warum mussten 21 junge Menschen so plötzlich sterben, die doch nur ihrer Lebensfreude Ausdruck geben wollten, warum ließ Gott das zu? Und wie verlangt Gott Rechenschaft von denen, die Verantwortung für das Unglück zu tragen haben?
Die Loveparade wurde zum Totentanz.
Aber unser Gottvertrauen und unseren Lebensmut wollen wir deshalb nicht preisgeben, liebe Gemeinde. Wir halten dagegen: Stärker als der Tod ist die Liebe!
Es gilt: Stärker als der Tod ist die Liebe von uns Menschen zu einander.
Der Tod kann unsere Liebe zu den Menschen, die wir verloren haben, nicht auslöschen. Aber unsere Liebe findet neue Wege und neue Formen. Blumen und Kerzen gehören dazu. Wir können unsere Verstorbenen nicht mehr körperlich spüren. Wir können nicht mehr gemeinsam mit ihnen lachen und weinen, streiten und uns versöhnen. Aber wir tragen sie in unseren Herzen und in unseren Gedanken. Auch unsere Tränen und unsere Trauer sind ein Band der Liebe, das uns mit unseren Verstorbenen verbindet. Unsere Bänder der Liebe brechen die Macht des Todes: das Zuhören, die Umarmung, das tröstende Wort; die Notfallversorgung und die Umsicht der Rettungskräfte; die spontane Hilfe fremder Menschen. Das bleibt gültig.
Und es gilt: Stärker als der Tod ist Gottes Liebe!
Unser Glaube an Gott ist keine Versicherung gegen Erfahrungen des Leides und des Todes. Aber wir können darauf vertrauen: Gottes Liebe-volle Gegenwart auf allen unseren Wegen ist uns zugesagt. Unser Gottvertrauen bewahrt uns nicht vor Schmerzen und Tränen, auch nicht vor Zweifel. Aber unser Glaube schenkt uns die Gewissheit, dass Gott unsere Schmerzen mitfühlt und unsere Tränen zählt. Gottes Gerechtigkeit zeigt sich im irdischen Leben der Menschen nicht darin, dass guten Menschen nur Gutes widerfährt. Unser Glaube an Gott gibt uns keine eindeutigen Antworten auf unser Fragen nach dem „Warum“. Aber unser Glaube vertraut darauf, dass Gottes Gerechtigkeit, die wir hier nur unvollkommen und widersprüchlich erleben, in seinem zukünftigen Reich endlich vollkommen und für alle Menschen sichtbar und erfahrbar sein wird.
Ein für allemal und an einem Menschen für alle Menschen hat Gott uns durch Jesus Christus offenbart: Unsere schrecklichen Erfahrungen mit dem Tod, ja unser Tod selbst sind nicht das letzte Wort über uns und unser Leben. Jesu Kreuz und seine Auferstehung versprechen: Das Leben, das Gott uns schenkt, ist stärker als der Tod.
Unser Tod auf der Erde ist gleichzeitig das offene Tor zu einem neuen Leben in Gottes Reich. Deshalb können wir auch sagen: Unsere Toten sind nicht tot. Der Totentanz wandelt sich zu einem großen Fest unzerstörbaren Lebens.
Auch das bleibt gültig. Verlasst Euch darauf, auch heute. Hier in Duisburg und überall gelten die Verheißung des Psalmisten: „Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagenes Gemüt haben.“ (Ps. 34, 19)
Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach den verheerenden Überschwemmungen in Pakistan stellt die Bundesrepublik bis zu 500.000 Euro für humanitäre Soforthilfe zur Verfügung. Dies kündigte Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Samstag an. Mit den Mitteln sollen unter anderem Notunterkünfte, Decken und Trinkwasser finanziert werden. Bei den Überschwemmungen handele es sich um die schlimmsten Überschwemmungen seit 1929, denen bereits mehrere hundert Menschen zum Opfer fielen. Es wird davon ausgegangen, dass die Opferzahlen weiter steigen. Besonders betroffen ist der Nordwesten Pakistan und Beluchistan. Das Auswärtige Amt stehe bereits im Kontakt mit mehreren Hilfsorganisationen, so dass die ersten Hilfsmaßnahmen umgehend auf den Weg gebracht werden können.





