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Jan 22

Karl-Josef Laumann, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Karl-Josef Laumann, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Chef des Arbeitnehmerflügels der CDU, Karl-Josef Laumann, hat sich zuversichtlich gezeigt, dass es zu einer Neuauflage einer Koalition von Union und SPD im Bund kommt. “Wir sind jetzt einen Schritt weiter auf dem Weg zu einer stabilen Regierung”, sagte Laumann dem “Handelsblatt” (Dienstagsausgabe). Zugleich warnte er die SPD, zu viele Forderungen zu stellen.

Die Union nehme die Verhandlungsposition der SPD zwar ernst. “Klar ist aber auch, dass wir nicht bei null anfangen zu verhandeln”, sagte Laumann. Auch wenn die Union getragen sei für die Verantwortung im Land: “Wir lassen uns aber auch nicht erpressen.” Bereitschaft zu Kompromissen zeigte Laumann bei der Frage nach befristeten Arbeitsverträgen, wie sie vor allem bei jungen Menschen geschlossen werden. Union und SPD seien “beide davon überzeugt, dass es gerade für die Lebensplanung junger Menschen wichtig ist, schnell ein sicheres Arbeitsverhältnis zu haben.” Daher sollten derartige Vertrage “möglichst die Ausnahme sein”, sagte Laumann. Dafür habe die Union bereits in ihrem Wahlprogramm geworben. “Über die Umsetzung sollten wir meiner Meinung nach in den vor uns liegenden Koalitionsverhandlungen sprechen.” Darüber hinaus gebe es mit dem Sondierungsergebnis bereits “sehr gute” Kompromisse. “Dazu gehören die Parität in der Krankenversicherung, die Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente, die Stärkung der Pflege und die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit”, so Laumann.

Jan 22

US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur
Foto: US-Flagge, über dts Nachrichtenagentur

Washington (dts Nachrichtenagentur) – In den USA haben sich Republikaner und Demokraten auf eine Beendigung des Regierungsstillstandes geeinigt. Das berichtet die US-amerikanische Nachrichtenagentur Associated Press. Demnach werde die Regierung demnächst wieder öffnen.

Am Wochenende hatten sich Senat, Repräsentantenhaus und US-Präsident Trump nicht rechtzeitig über weitere Haushaltsmittel einigen können, die Schuldenobergrenze war damit erreicht. Die Behörden der Bundesregierung mussten ihre Tätigkeit zu großen Teilen einstellen und nur noch die als unerlässlich angesehenen Aufgaben erledigen. Dazu zählen beispielsweise Polizei, Rettungsdienste, Grenzschutz, Fluglotsendienst und Justizvollzug, aber auch das militärische Personal des Verteidigungsministeriums. Viele andere Bundesbedienstete wurden in unbezahlten Urlaub geschickt. Zuletzt hatte es einen sogenannten “Shutdown” 2013 unter Barack Obama gegeben, der 17 Tage andauerte.

Jan 22

Geschäftsfrauen mit Smartphone, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Geschäftsfrauen mit Smartphone, über dts Nachrichtenagentur

Mannheim (dts Nachrichtenagentur) – Eine Studie der Universität Mannheim zeigt, dass viele Frauen die Finanzbranche meiden. Das berichtet das “Handelsblatt” (Dienstagsausgabe). In einer Befragung von knapp 1.200 Studentinnen und Studenten an drei Universitäten in Deutschland und der Schweiz fand Alexandra Niessen-Ruenzi, Professorin der Betriebswirtschaft der Universität Mannheim, heraus, dass viele Frauen um die Finanzbranche als Arbeitgeber einen Bogen machen.

Grundsätzlich schätzen weibliche wie männliche Studenten das öffentliche Ansehen der Finanzbranche als extrem schlecht ein: Unter 13 verschiedenen Industrien billigen die angehenden Akademiker der Finanzsparte den zweitschwächsten Ruf zu, knapp vor der Energiebranche. Ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Finanzsektor begründen die angehenden Akademikerinnen damit, dass ein Job in der Finanzbranche häufig nicht vereinbar ist mit ihren persönlichen Moralvorstellungen und ihrer Integrität. Diese Anforderungen sind für die Studentinnen der Studie zufolge deutlich wichtiger als für ihre männlichen Kollegen, so das “Handelsblatt”. Ebenfalls beklagen fast alle der Studentinnen, dass Jobs in der Finanzindustrie von Wettbewerb und weniger von Mannschaftsgeist geprägt seien, was nur der Hälfte von ihnen Spaß machen würde. Bei den Studenten äußerten sich drei Viertel dazu positiv. Zudem nehmen die Studentinnen die Jobaussichten in der Branche als nicht familienfreundlich und männerdominiert wahr. Die Hälfte von ihnen gibt an, sich in einem solchen Umfeld unwohl zu fühlen. Auch geben weniger Studentinnen als Studenten an, dass ihnen in den Jobs verlangte, quantitative Fähigkeiten besonders lägen. So präferieren Studentinnen eher einen Job im Marketing oder im Personalbereich. Studenten ziehen dagegen das Fondsmanagement vor. Ihr künftiges Gehalt schätzen Frauen deutlich geringer ein als Männer: Während Frauen meist mit einem Start-Jahresgehalt von bis zu 50.000 bis 59.000 Euro rechnen, erwarten Männer vielfach 10.000 Euro mehr. In der Finanzbranche ermittelten die Marktforscher des DIW im Jahr 2015 für Frauen bei deutschen Finanz- und Versicherungsfirmen eine um 30 Prozent größere Gehaltslücke gegenüber Männern.

Jan 22

Reiner Hoffmann, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Reiner Hoffmann, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, hat die Nachforderungen der SPD mit Blick auf die anstehenden Koalitionsverhandlungen mit der Union gelobt. Beim Sondierungspapier dürfe es nicht bleiben, sagte er der “Süddeutschen Zeitung” (Dienstagsausgabe). Von einem Koalitionsvertrag erwarte er Nachbesserungen und “ein solides und präzises Finanztableau”.

An der schwarzen Null festzuhalten sei “weder politisch noch ökonomisch zielführend”. Konkret äußerte er sich auch zum Thema der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen, die die SPD gerne abschaffen will – obwohl das im Sondierungspapier nicht vorgesehen ist. Die Befristung von Verträgen sei gerade für junge Menschen “ein Riesenproblem”, sagte Hoffmann. 2017 seien 45 Prozent aller Neueinstellungen befristet gewesen. “Das sind 1,6 Millionen Menschen, die sich vom ersten Tag an fragen, wann es wie weitergeht, die Lebensentscheidungen deswegen verschieben oder in Frage stellen, wie die Familiengründung, aber auch größere Anschaffungen.” Der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Ramsauer dagegen sagte der “Süddeutschen Zeitung”: “Nachverhandlungen kann es natürlich nicht geben.” Im Sozialversicherungs-, Arbeits- oder Steuerrecht dürfe es keinerlei Erschwernisse geben. Die Koalitionsverhandlungen müssten sich “exakt in den Leitplanken des Sondierungsergebnisses” bewegen, so der CSU-Politiker, der zuletzt Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Bundestag war. “Das SPD-Parteitagsergebnis und ein waidwunder Verhandlungspartner sind dafür natürlich eine wackelige Grundlage”, fügte er hinzu. Eine Ausnahme mit Blick auf die Unverrückbarkeit der Sondierungsergebnisse aber machte auch Ramsauer: Beim Abbau des Solidaritätszuschlags müsse “noch ausdifferenziert werden”, auch weil dieser für Personengesellschaften eine Unternehmensbesteuerung sei.

Jan 22

Anja Piel, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Anja Piel, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Anja Piel, Kandidatin für den Parteivorsitz der Grünen, will auf dem Bundesparteitag am Samstag voraussichtlich nicht gegen Mitbewerber Robert Habeck antreten. Sie versuche erst einmal, auf den Frauenplatz gewählt zu werden, sagte Piel dem “Handelsblatt” (Dienstagsausgabe). “Aus jetziger Perspektive habe ich nicht vor, gegen Robert Habeck zu kandidieren.”

Die endgültige Entscheidung treffe sie jedoch am Samstag. Die Bundesgrünen wählen am Samstag auf ihrem Bundesparteitag in Hannover eine neue Parteispitze. Es gibt drei Kandidaten für die Doppelspitze, die nach den Statuten der Grünen mit zumindest einer Frau besetzt werden muss: Robert Habeck, Umweltminister und Vize-Regierungschef in Schleswig-Holstein, Annalena Baerbock, brandenburgische Bundestagsabgeordnete, sowie Anja Piel, Fraktionschefin in Niedersachsen. Da der Frauenplatz zuerst besetzt wird, treten zunächst Annalena Baerbock und Anja Piel gegeneinander an. Voraussetzung für Habecks Kandidatur ist eine Satzungsänderung: Der Parteitag müsste dem Wunsch Habecks nach einer Übergangszeit, in der er weiterhin Minister in Kiel sein kann, stattgeben. “Robert Habeck ist ein so gutes Angebot an die Partei, dass ich davon ausgehe, dass es zu einer Einigung kommt”, sagte Piel dem “Handelsblatt”.

Jan 22

Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frankfurter Wertpapierbörse, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Zum Wochenstart hat der DAX zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 13,463,69 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,22 Prozent im Vergleich zum vorherigen Handelstag. Die größten Gewinne verzeichneten die Anteilsscheine der Deutschen Bank.

Sie waren kurz vor Handelsschluss mit über zwei Prozent im Plus. Am Ende der Kursliste rangierten die Papiere von Vonovia, der Deutschen Post und der Lufthansa. Die europäische Gemeinschaftswährung tendierte am Montagnachmittag etwas schwächer. Ein Euro kostete 1,2250 US-Dollar (-0,09 Prozent). Der Goldpreis stieg leicht an, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 1.334,02 US-Dollar gezahlt (+0,17 Prozent). Das entspricht einem Preis von 35,01 Euro pro Gramm.

Jan 22

Deutschlandfahne über dem Reichstagsgebäude, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Deutschlandfahne über dem Reichstagsgebäude, über dts Nachrichtenagentur

Kiel (dts Nachrichtenagentur) – Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident, Daniel Günther (CDU), fordert von Union und SPD im Bund einen zukunftsgewandten Koalitionsvertrag. “Wir haben bereits gut mit der SPD verhandelt. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir Zukunftsthemen in den Mittelpunkt stellen können”, sagte Günther dem “Handelsblatt” (Dienstagsausgabe).

Dazu gehörten aus seiner Sicht beschleunigte Planungsverfahren bei Investitionen in die Straßen, bei der Digitalisierung und der Erarbeitung eines Zuwanderungsgesetzes zur Lösung des Fachkräftemangels. “Es geht um die Modernisierung unseres Landes”, sagte Günther. Zugleich gelte es, eine Antwort auf den Wahlerfolg der AfD zu geben. “Es geht neben der Modernisierung um die Frage, wie wir die gesellschaftliche Spaltung auflösen können.” Dazu gebe das Sondierungspapier von Union und SPD erste Antworten. Dies sollten die Parteien jetzt “klug weiterentwickeln”. Günther regiert mit Grünen und FDP in Kiel und hätte sich ein Jamaika-Bündnis auch im Bund gewünscht. “Aber wir sind hier nicht bei Wünsch-dir-was”, sagte Günther. “Die Entscheidungen sind getroffen, jetzt sollten wir seriös zu Ende verhandeln, damit ein Bündnis zustande kommt. Neuwahlen wären eine ganz, ganz schlechte Antwort.” Die nachträglichen Forderungen der SPD lehnte er ab. Zugleich mahnte er die CSU, deren Spitzenpersonal in den vergangenen Tagen hart mit der SPD ins Gericht gegangen war. “Wir müssen respektvoll miteinander umgehen”, so Günther. “Da hat sich unsere Schwesterpartei nicht immer sensibel gezeigt, gerade in den Tagen vor dem Parteitag.”

Jan 22

Feuerwehrmann, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Feuerwehrmann, über dts Nachrichtenagentur

Lübeck (dts Nachrichtenagentur) – Im Kreis Segeberg ist am Montag ein 78 Jahre alter Mann bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen. Nach ersten Erkenntnissen dürfte es aufgrund einer technischen Ursache zu dem Schwelbrand in der Wohnung im neunten Obergeschoss gekommen sein, teilte die Polizei mit. Aus der verqualmten Wohnung konnte der 78-jährige Mann, der dort allein gelebt hatte, nur noch tot geborgen werden, so die Beamten weiter.

Hinweise auf ein Fremdverschulden lagen nicht vor.

Jan 22

Alexander Graf Lambsdorff, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Alexander Graf Lambsdorff, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der FDP-Politiker Alexander Lambsdorff hat das türkische Vorgehen gegen die Kurden in Syrien kritisiert. “Diese Invasion ist völkerrechtlich durch nichts legitimiert. Es gibt kein Mandat der Vereinten Nationen und es handelt sich auch nicht um Selbstverteidigung”, sagte der FDP-Vizefraktionschef der “Heilbronner Stimme” (Dienstagsausgabe).

“Alle Staaten sollten die Türkei zur Beendigung der Aktion aufrufen und sie auffordern, stattdessen an einer politischen Lösung mitzuarbeiten.” Lambsdorff fügte hinzu: “Ich stelle mir aber die Frage, ob sich der türkische Außenminister Cavusoglu bei seinem Besuch in Goslar bei Außenminister Sigmar Gabriel eine Art Stillhaltezusage abgeholt hat. Denn es ist schon ein merkwürdiger Zufall, dass Cavusolgu Gabriel daheim zu einem Zeitpunkt besucht, während noch deutsche Staatsbürger als politische Gefangene in der Türkei einsitzen.” Es sei Zeit, dass die Bundesregierung klar Stellung zum “völkerrechtswidrigen Vorgehen” der Türkei beziehe, und es sei “auch an der Zeit, dass Gabriel uns hier reinen Wein” einschenke.

Jan 22

HSV-Fans, über dts Nachrichtenagentur
Foto: HSV-Fans, über dts Nachrichtenagentur

Hamburg (dts Nachrichtenagentur) – Der auch in dieser Saison abstiegsbedrohte HSV hat Bernd Hollerbach als neuen Trainer verpflichtet. Der Club habe sich mit dem Fußballlehrer auf einen Vertrag bis 30. Juni 2019 geeinigt, teilte der Verein am Montag mit. Noch am selben Tag soll der neue Coach sein erstes Training leiten.

Am Vortag war Markus Gisdol als Trainer entlassen worden. Nach 19 Spieltagen in der Fußball-Bundesliga steht der HSV mit 15 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Hollerbach hatte von 2014 bis 2017 die Würzburger Kickers trainiert. Vorher war er unter anderem Co-Trainer in Wolfsburg und auf Schalke.