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Jan 29

Borussia-Dortmund-Spieler, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Borussia-Dortmund-Spieler, über dts Nachrichtenagentur

Dortmund (dts Nachrichtenagentur) – Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, ist zuversichtlich, dass Nationalspieler Marco Reus trotz einer Ausstiegsklausel über die laufende Saison hinaus bei Borussia Dortmund bleiben wird: “Ich glaube nach wie vor, dass wir eine Chance haben, Marco in seiner Heimatstadt halten zu können”, sagte Watzke im Interview mit der “Süddeutschen Zeitung” (Donnerstag-Ausgabe). Die jüngste Verpflichtung des Offensivspielers Kevin Kampl gegen circa zwölf Millionen Euro von RB Salzburg könne keinesfalls als Vorgriff auf einen Reus-Abschied im Sommer gewertet werden: “Solche Interpretationen interessieren mich nicht”, sagte Watzke: “Ich würde beide gerne kommende Saison zusammen in Dortmund sehen. Das wünsche ich mir.”

Der Vertrag von Reus läuft zwar bis 2017, er enthält aber eine Ausstiegsklausel, wonach der 24-Jährige gegen 25 Millionen Euro Ablöse in diesem Sommer wechseln könnte. Der in der Hinrunde häufig verletzte Reus soll in der Rückrunde ein wichtiger Faktor der Borussia werden, die auf den 17. und vorletzten Platz in der Bundesliga abgerutscht ist. Watzke kann im Kampf gegen den Abstieg inzwischen sogar eine positive Komponente entdecken: “Ich finde das manchmal unfassbar, wie wir es hinbekommen haben, uns gegen den Trend zu stellen, keine dieser Patenlösungen zugelassen haben, keine Spieler-Suspendierungen oder solche Aktionen. Alles ist seriös und ruhig geblieben. Wenn wir das alles hinter uns haben, werden wir in Zukunft von der Art, wie sich der gesamte BVB in dieser Krise gezeigt hat, noch ganz viel profitieren.” Auch Trainer Jürgen Klopp spricht er das Vertrauen aus: “Vielleicht bin ich stur oder dickschädlig, aber wenn etwas sechs Jahre so gut funktioniert wie bei uns, dann kann es doch nicht sein, dass das im siebten Jahr nicht mehr so sein soll. Wir haben alle die gleiche Meinung dazu: Es gibt keinen Grund, an Jürgen Klopp zu zweifeln.”

Jan 28

Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Wallstreet, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Entscheidung der US-Notenbank Fed, den Leitzins auf dem historisch niedrigen Tief zu belassen und keinen Termin für eine Anhebung bekannt zu geben, hat der Dow deutlich im Minus geschlossen. Zum Handelsende in New York wurde der Index mit 17.191,37 Punkten berechnet, ein Minus von 1,13 Prozent. Papiere von Boeing legten gegen den Trend deutlich zu und waren kurz vor Handelsschluss über fünf Prozent im Plus.

Caterpillar und 3M waren zu diesem Zeitpunkt die beiden einzigen anderen Werte im grünen Bereich. Die größten Kursverluste gab es bei Chevron und Exxon. Die Fed hatte zuvor mitgeteilt, man halte “geduldig” an der bisherigen Geldpolitik fest. Die Notenbank wies darauf hin, dass die Inflationsrate noch tiefer unter den Zielwert gesunken sei. Sie lag zuletzt bei 0,8 Prozent. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Leitzins länger als bislang erwartet im Keller bleibt. Manche Beobachter sehen ohnehin keinen Spielraum für eine Anhebung. An der Frankfurter Aktienbörse hatte der DAX am Nachmittag noch deutlich zugelegt. Zum Ende des elektronischen Xetra-Handels wurde der Index mit 10.710,97 Punkten berechnet, ein Plus von 0,78 Prozent. Chaos brach dagegen an der Athener Börse aus. Nachdem die neue Links-Rechts-Regierung erste Pläne vorgestellt hatte, stürzten die Finanzmärkte des Landes ab. Der ATHEX Composite war am Nachmittag über acht Prozent im Minus.

Jan 28

Festnahme mit Handschellen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Festnahme mit Handschellen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mit einer Großrazzia im gesamten Bundesgebiet haben Beamte der Bundespolizei und der betroffenen Landeskriminalämter einen international agierenden Schleuser-Ring zerschlagen. Nach “Bild”-Informationen aus Sicherheitskreisen durchsuchten dabei mehr als 500 Bundespolizisten, 200 Beamte der Landespolizeien und dutzende Ermittler der Bundeszollverwaltung insgesamt 48 Wohnungen und Geschäftsräume in neun Bundesländern. Der Großeinsatz der Bundespolizei erfolgte dabei zeitgleich in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Berlin, Sachsen, Thüringen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Dabei wurden 11 Haftbefehle vollstreckt. Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Beamten umfangreiches Beweismaterial, darunter gefälschte Ausweise und Pässe, gefälschte Einreisevisa, gefälschte Führerscheine, gefälschte Kfz-Briefe und Kfz-Scheine, Falschgeld, Drogen, einen Revolver, zwei Pistolen, 150 Schuss Munition und Bargeld in Höhe von rund 56.000 Euro. Da die Ermittler bei ihren Durchsuchungen mit bewaffnetem Widerstand rechnen mussten, wurden nach “Bild”-Informationen die Wohnungen und Geschäftsräume zuerst von Spezialkräften der Anti-Terror-Einheit Grenzschutzgruppe 9 (GSG9) gestürmt und gesichert. Der Zugriff ist das Ergebnis von fünf unabhängig von einander laufenden Ermittlungsverfahren gegen die Schleuser-Mafia in Deutschland. Alle festgenommenen Verdächtigen gehören international agierenden kriminellen Netzwerken an, die ihr Geld mit Schleusungen, Menschenhandel, Drogen, Falschgeld und gefälschten Dokumenten verdienen. Die jetzt hochgenommenen Banden sollen für mindestens 231 Schleusungen verantwortlich sein. Bundespolizeipräsident Dieter Romann (52) sagte “Bild”: “Mit den heutigen elf Festnahmen aus fünf verschiedenen Ermittlungsverfahren ist der Bundespolizei in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden der Länder wiederholt ein effektiver Schlag gegen die Hintermänner weltweit agierender Schleuserstrukturen gelungen. Auch dieser bundesweite Einsatz belegt: Es geht hier nicht um Fluchthilfe. Hier geht es allein darum, Kasse zu machen – auf Kosten von Menschen.” Allein Jahr 2014 hat die Bundespolizei in ihrem Zuständigkeitsbereich fast 85.000 illegal eingereiste Flüchtlinge aufgegriffen, darunter 57.000 “unerlaubt eingereiste” sowie fast 27.000 “unerlaubt aufhältige Personen”. Zusätzlich hat die Bundespolizei 2014 über 2100 Schleuser festgenommen. Laut Bundespolizeipräsident Romann ist der gestrige Schlag gegen die Schleuser-Mafia “das Ergebnis monatelanger akribischer Ermittlungsarbeit.” Romann weiter: “Ohne die enorme Fähigkeitspallette der Bundespolizei – von Observationskräften, Ermittlungsbeamten, den Einsatz von Hubschraubern, der Bundesbereitschaftspolizei, verdeckter Einsatztechnik bis hin zur GSG 9 – wäre das nicht möglich gewesen.”

Jan 28

Gleisanlage bei der Bahn, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Gleisanlage bei der Bahn, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Während die Gewerkschaft EVG mit Streik droht, sind die Verhandlungen zwischen der Bahn und der Gewerkschaft GDL am Mittwoch mit der Unterzeichnung einer Zwischenvereinbarung fortgesetzt worden. In der neunten Tarifverhandlung unterschrieben Vertreter der Verhandlungsparteien den Tarifvertrag über die Ende Dezember vereinbarte Einmalzahlung. Außerdem legte die Bahn ein Konzept für einen erweiterten Flächentarifvertrag vor.

Darüber soll am 2. Februar in Berlin weiter verhandelt werden. Die Bahn führt in der laufenden Tarifrunde parallel Verhandlungen mit EVG und GDL. Die Tarifverhandlungen sind kompliziert: beide Gewerkschaften erheben seit letztem Sommer unterschiedliche Forderungen für teilweise dieselben Mitarbeitergruppen wie Lokführer, Zugbegleiter, Lokrangierführer, Trainer, Disponenten und Bordgastronomen. Ziel der Bahn ist es, die Verhandlungen so zu führen, dass konkurrierende Abschlüsse für ein und dieselbe Berufsgruppe vermieden werden. Die EVG hatte der Bahn zuletzt ein Ultimatum gestellt: Wenn der Konzern nicht bis Freitag auf die Forderungen eingehe, werde es neue Warnstreiks geben.

Jan 28

Pulheim (ots) – Ein Neunjähriger wurde nach einem Zusammenstoß mit einem Pkw verletzt. Der Fahrer des Pkw fuhr in Richtung Jakobstraße davon.

Zwei Neunjährige überquerten am Dienstagnachmittag (27. Januar, 15:15 Uhr) neben einer vorhandenen Fußgängerfurt die Steinstraße von links nach rechts auf Höhe der Kreuzung zur Rathausstraße. Beim Überqueren des folgenden Rechtsabbiegefahrstreifens zur Jakobstraße touchierte der linke Außenspiegel eines aus Richtung Stommeln herannahenden, silbernen Pkw Mercedes Benz A-Klasse einen der Beiden. Der Schüler stürzte leicht verletzt auf die Straße. Der Pkw fuhr weiter in Richtung eines Verbrauchermarktparkplatzes auf der Jakobstraße und der Verletzte lief nach Hause. Zeugen informierten die Polizei.

Die Beamten fanden an der Unfallstelle ein herausgebrochenes, linkes Spiegelglas des Unfallfahrzeugs, stellten es sicher und fertigten eine Verkehrsunfallanzeige.

Der Fahrer des Pkw war etwa 40 Jahre alt und schlank. Er und weitere Zeugen werden zur Rekonstruktion des Verkehrsunfalles gebeten, sich unter Telefon 02233 52-0 beim Verkehrskommissariat in Hürth unter Telefon 0223 52-0 zu melden. (bm)

Jan 28

Deutsche Bank, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Deutsche Bank, über dts Nachrichtenagentur

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Ein BGH-Urteil könnte für die Deutschen Bank teuer werden. Das berichtet das “Handelsblatt” in seiner Donnerstagsausgabe. Dabei get es um die Entscheidung aus dem letzten Jahr, die es Kunden erlaubt, vor Jahren gezahlte Kreditgebühren zurückzufordern.

Angeblich soll deswegen sogar das Ergebnis der Geschäftssparte Privatkunden im vierten Quartal 2014 besonders gelitten haben. “Das Urteil hat die Deutsche Bank auf dem falschen Fuß erwischt”, heißt es laut der Zeitung in Frankfurter Finanzkreisen. Dabei ist von außerordentlichen Kosten die Rede, die angeblich gar im dreistelligen Millionenbereich liegen könnten. Ein Sprecher der Bank lehnte aber eine Stellungnahme ab. Am morgigen Donnerstag erläutert der Vorstand die Geschäftszahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2014. Der BGH hatte Ende Oktober 2014 entschieden, dass Kunden Bearbeitungsgebühren auf Kreditverträge zurückfordern dürfen – und zwar für alle Verträge seit 2004. Millionen Kunden wandten sich danach an ihre Banken und verlangten die Gebühren nebst Zinsen zurück. Die Stiftung Warentest hat die Summe der unrechtmäßig erhobenen Gebühren für die Branche auf 13 Milliarden Euro geschätzt.

Jan 28

Botschaft von Russland, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Botschaft von Russland, über dts Nachrichtenagentur

Moskau (dts Nachrichtenagentur) – Ein Drittel der insgesamt 120 russischen Diplomaten in Deutschland arbeitet für russische Nachrichtendienste oder hat enge Verbindungen zu ihnen. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) in ihrer Donnerstagausgabe mit Bezug auf deutsche Sicherheitsbehörden. Einige wenige Mitarbeiter tun das ganz offiziell.

Sie sind als Vertreter, sogenannte Residenten, der russischen Nachrichtendienste angemeldet, so wie es internationalen Regeln entspricht. Die meisten Geheimdienstleute sind aber nicht als solche zu erkennen, sondern einfach als Diplomaten akkreditiert. Deutsche Nachrichtendienste stellen in jüngster Zeit eine verstärkte Tätigkeit russischer Agenten in Deutschland fest.

Jan 28

Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – In der Nacht zum Donnerstag erreichen die Niederschläge auch den Osten und Süden. Während in Süddeutschland überwiegend Schnee fällt, ist im Osten auch Regen oder Schneeregen möglich. An den Alpen schneit es zeitweise dann intensiver.

Vor allem im Norden entwickeln sich Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer, die teils auch kräftiger ausfallen können. Auch lokale Gewitter sind möglich. Es muss vielerorts mit winterlichen Straßenverhältnissen gerechnet werden. Die Luft kühlt sich auf +3 bis -3 Grad ab, im höheren Bergland auf Werte um -5 Grad. Der Wind wird nur allmählich schwächer. An der See und im Bergland gibt es weiterhin Böen bis Sturmstärke, so dass dort in freien Lagen mit Schneeverwehungen gerechnet werden muss. Auch bei Schauern oder Gewittern sind Sturmböen nicht ausgeschlossen. Am Donnerstag ist es meist stark bewölkt mit schauerartigen Niederschlägen, vereinzelt sind auch kurze Gewitter mit Graupel möglich. Nach Süden hin kann es teils längere und kräftigere Niederschläge geben. Im Norden fällt dabei bis in die Niederungen Schnee, im Süden liegt die Schneefallgrenze in der zweiten Tageshälfte vorübergehend mit 400 bis 600 Meter höher, an den Alpen und im Alpenvorland sogar zeitweise bei 800 Metern. Lediglich nach Nordosten hin gibt es ein paar Wolkenlücken, dort sind Schauer selten. Die Temperatur steigt auf 2 bis 8 Grad mit den höchsten Werten am Oberrhein. In den höheren Lagen der Mittelgebirge liegen die Höchstwerte um 0 Grad. Es weht ein schwacher bis mäßiger, vor allem bei Schauern auffrischender Süd- bis Westwind mit starken, an der Küste und auf Berggipfeln mit stürmischen Böen oder Sturmböen. Im Bergland sind in freien Lagen weiterhin Schneeverwehungen möglich, die Gefahr lässt im Tagesverlauf aber allmählich nach. Auch im Südwesten und Süden weht ein teils stark böiger Wind. In der Nacht zum Freitag fällt zeitweise Schneeregen oder Schnee, anfangs vor allem nach Südosten bzw. in Alpennähe auch noch Regen. Bis Freitagfrüh sinkt die Schneefallgrenze wieder bis in tiefe Lagen ab. Im Bergland kann es gebietsweise kräftiger und teils lang anhaltend schneien. Die Luft kühlt sich auf +1 bis -5 Grad ab. Verbreitet muss mit Glätte gerechnet werden. Am Freitag ist es wechselnd bis stark bewölkt und gebietsweise fällt bis in tiefe Lagen Schnee. Im Norden sind die Niederschläge meist schauerartig, vereinzelt gewittrig, an den Alpen schneit es andauernd. Gebietsweise lockern die Wolken auch mal auf. Es sind Tageshöchsttemperaturen zwischen 2 und 6, im Bergland um 0 Grad zu erwarten. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Südwest, im Westen zeitweise stark böig. Auf höheren Berggipfeln sind Sturmböen möglich. In der Nacht zum Samstag ist es meist stärker bewölkt, gebietsweise fällt etwas Schnee. Im Osten und Südosten können gelegentlich die Wolken auflockern, vor allem im Ostseeumfeld muss mit Schneeschauern oder auch einzelnen Gewittern gerechnet werden. Bei Tiefstwerten zwischen 0 und -6 Grad droht verbreitet Glätte. Das teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

Jan 28

Lotto-Spieler, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Lotto-Spieler, über dts Nachrichtenagentur

Saarbrücken (dts Nachrichtenagentur) – In der Mittwochs-Ausspielung von “6 aus 49″ des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 6, 8, 22, 38, 43 und 47, die Superzahl ist die 6. Der Gewinnzahlenblock im “Spiel77″ lautet 5037657. Im Spiel “Super 6″ wurde der Zahlenblock 613304 gezogen. Diese Angaben sind ohne Gewähr.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock teilte mit, dass die Chance, sechs Richtige und die Superzahl zu tippen, bei etwa 1 zu 140 Millionen liege und warnte davor, dass Glücksspiel süchtig machen könne. Im Jackpot ist eine Million Euro, insgesamt sind elf Millionen Euro in der Ausspielung.

Jan 28

Recep Tayyip Erdogan und Angela Merkel am 04.02.2014, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Recep Tayyip Erdogan und Angela Merkel am 04.02.2014, über dts Nachrichtenagentur

Berlin/Ankara (dts Nachrichtenagentur) – Um den Zustrom deutscher Kämpfer für den Islamischen Staat zu stoppen, bemüht sich die Bundesregierung nach Informationen von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR um ein Geheimdienst-Abkommen mit der Türkei. Hintergrund der Verhandlungen ist dass bis zu 90 Prozent der geschätzt 600 Ausgereisten nach Erkenntnissen der Verfassungsschutzbehörden den Weg über die türkisch-syrische Grenze wählten. Auch die Rückreise der IS-Kämpfer nach Deutschland findet fast ausschliesslich über die Türkei statt.

Ziel des sogenannten “Memorandum of Understanding” ist vor allem eine verbesserte Zusammenarbeit des Bundesamtes für Verfassungsschutz und des BND mit den türkischen Geheimdiensten bei der Bekämpfung des Terrorismus. Trotz wiederholter, teils dringender Bitten beklagen deutsche Sicherheitsbehörden seit Jahren eine angeblich mangelhafte Kooperation der Türken. Selbst wenn man den dortigen Behörden die Namen von Reisenden mitteile, könne man nicht sicher sein, dass diese an der Ausreise gehindert würden, obwohl die Grenze zu Syrien streng kontrolliert werde. Auch sei nicht gewährleistet, dass man erfahre, wer nach Deutschland zurückkehre. Zudem liegen Erkenntnisse vor, dass verwundete deutsche Kämpfer in der Türkei medizinisch versorgt werden und dann zum IS zurückkehren. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger bat seinen Amtskollegen Thomas de Maizière bereits vor Monaten um Verhandlungen mit der Türkei um Ausreisen “effektiver zu verhindern.” Inzwischen will die Bundesregierung – auch wegen der schwierigen Zusammenarbeit mit der Türkei – Islamisten den Personalausweis entziehen lassen. Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen wählte Anfang Januar gar den ungewöhnlichen Weg die Türkei offen zu kritisieren. Unmittelbar vor dem Besuch des türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu bei Kanzlerin Angela Merkel sagte er im ARD-Morgenmagazin: “Es ist noch notwendiger als bisher, dass die Türken weitere Massnahmen ergreifen.” Nach Angaben aus Regierungskreisen sei die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden. Zunächst beklagte Ankara eine angeblich nicht ausreichende Kooperation bei der Verfolgung von PKK-Anhängern in Deutschland. Zuletzt sorgten Enthüllungen, dass der BND die Türkei überwacht und die Verhaftung von drei mutmaßlichen türkischen Spionen in Deutschland für weiteren Unmut. Bei einem von ihnen soll es sich um einen früheren Berater des heutigen Staatspräsidenten Recep Erdogan handeln. Dennoch hofft die Bundesregierung auf einen baldigen Abschluss des Abkommens. Im Kanzleramt heißt es, dies sei vor allem für die Bekämpfung des Terrorismus von “zentraler Bedeutung.” Das mit den Verhandlungen beauftragte Innenministerium lehnte unter Hinweis auf den vertraulichen Charakter der Gespräche eine Stellungnahme ab.