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Sep 26

Carlo Ancelotti, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Carlo Ancelotti, über dts Nachrichtenagentur

München (dts Nachrichtenagentur) – Der ehemalige Nationalspieler Michael Ballack sieht Bayern-Coach Carlo Ancelotti unter Zugzwang: “Die Bayern schielen auf die Champions League. Daran muss sich Ancelotti messen lassen”, sagte er der “Welt” (Dienstag). Das Aufeinandertreffen des FC Bayern München mit Paris St. Germain am Mittwoch in der Königsklasse sei eine wichtige Standortbestimmung für den deutschen Rekordmeister.

Ballack, der mit den Bayern dreimal das Double aus Meisterschaft und Pokalsieg holte, warnte seinen Ex-Klub zudem vor dem drohenden Abschied der beiden Führungsspieler Arjen Robben und Franck Ribéry. “Ganz wichtig ist, wie der Verein und der Trainer in dieser Sache mit ihnen kommunizieren. Franck und Arjen sind absolute Weltklassespieler im Herbst ihrer Karriere. Und der Umgang mit solchen kann schwierig sein, das hat die Vergangenheit gezeigt.” Der Ex-Profi sieht die Bundesliga im internationalen Vergleich gut aufgestellt, sowohl dem FC Bayern als auch Borussia Dortmund traut er zu, dass sie in der Champions League “weit kommen können”. Bei Neuling RB Leipzig ist der ehemalige DFB-Kapitän dagegen skeptisch. “Gegen Monaco haben sie ein gutes Spiel gemacht, doch spielerisch stießen sie auch teilweise an ihre Grenzen”, sagte Ballack. Dem Verein fehle es international noch am nötigen “Anspruchsdenken”.

Sep 26

Sven Lehmann, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Sven Lehmann, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der grüne Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann hat seine Partei vor einer Jamaika-Koalition gewarnt. “Ich sehe derzeit mehr Trennendes als Einendes”, sagte er dem “Kölner Stadt-Anzeiger” (Dienstagsausgabe). “Wir wurden gewählt für einen Ausstieg aus Kohle und Verbrennungsmotor, für mehr soziale Gerechtigkeit und ein Ende des harten Sparkurses in Europa. Wir haben einen Wählerauftrag für eine humane Flüchtlingspolitik, fairen Welthandel und einen Stopp der Rüstungsexporte in Krisengebiete. Es gilt nach der Wahl, was wir vor der Wahl gesagt haben.”

Lehmann, grüner Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, fügte hinzu: “Als Öko-Feigenblatt einer schwarz-schwarz-gelben Koalition stehen wir nicht zur Verfügung. Es muss einen Politikwechsel in allen Themenfeldern geben.”

Sep 26

Journalisten bei der AfD, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Journalisten bei der AfD, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Iris Gleicke (SPD), hat die Ostdeutschen gegen Kritik wegen des Wahlergebnisses der AfD in Schutz genommen. “Ich finde es fürchterlich, wie viele Stimmen die AfD auch in meiner südthüringischen Heimat abgeräumt hat”, sagte sie der “Berliner Zeitung” (Dienstagsausgabe). “Aber alle, die jetzt wegen der AfD-Erfolge im Osten Zeter und Mordio schreien, muss man daran erinnern, dass die AfD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr mal eben satte 15 Prozent eingefahren hat.”

Gleicke fügte mit Blick auf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hinzu: “Für die SPD ist das natürlich ein schlimmes Ergebnis, aber wir werden uns wieder aufrappeln. Die Sozialdemokratie wird auch in Zukunft gebraucht. Was dieses Land definitiv nicht mehr braucht, ist eine Politik des Nichtstuns und des Einlullens mit der Raute in der Flagge. Das ist vielleicht taktisch clever und kurzfristig von Erfolg gekrönt, aber letztlich bringt es die Neonazis in die Parlamente und die Demokratie aus den Fugen.”

Sep 25

Bundestagssitzung im Plenarsaal des Reichstags, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Bundestagssitzung im Plenarsaal des Reichstags, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der vergrößerte Bundestag wird die Steuerzahler in den nächsten vier Jahren mehr als 200 Millionen Euro kosten: Wie die “Bild” (Dienstag) berichtet, belaufen sich allein die Kosten für Diäten und Mitarbeiterpauschalen der zusätzlichen 79 Abgeordneten auf rund 33 Millionen Euro im Jahr. Danach zahlt der Bundestag schon derzeit rund 102 Millionen Euro für Diäten und steuerfreie Kostenpauschalen. Durch die 79 weiteren Bundestagsmitglieder kämen rund 13 Millionen Euro dazu.

Weitere 20 Millionen Euro Mehrkosten dürften durch die zusätzlichen Mitarbeiterpauschalen der neuen Abgeordneten anfallen, schreibt die Zeitung weiter. Die Kosten dafür belaufen sich bisher auf rund 213 Millionen Euro im Jahr. Bei der Sachkostenpauschale, die Abgeordnete für Büromaterial, Laptop, Tabletcomputer und Handy ausgeben dürfen, könnte dem Bericht zufolge eine Million Euro Mehrkosten entstehen. Erhebliche zusätzliche Ausgaben drohen zudem bei der Versorgung von Abgeordneten, die wegen des Wahlergebnisses überraschend aus dem Bundestag ausscheiden. CDU, CSU und SPD verlieren durch den Einzug von AfD und FDP 105 Mandate. Ex-Abgeordnete haben Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe der Diäten für bis zu 18 Monate beziehungsweise Pension – rund 1.000 Euro nach vier Jahren. Bisher kostet die Versorgung der Ex-Abgeordneten die Steuerzahler rund 55 Millionen Euro im Jahr. Auf 14,9 Millionen Euro belaufen sich die Kosten für Inlands- und Auslandsreisen der Abgeordneten sowie für ihre kostenlose Bahncard erster Klasse, schreibt die “Bild”. Durch die 79 zusätzlichen Abgeordneten steigen die Kosten demnach um rund 1,5 Millionen Euro. Jedes Bundestagsmitglied kann pro Jahr zwei Besuchergruppen mit je 50 Personen nach Berlin einladen. Die Kosten dafür belaufen sich bisher auf 7,4 Millionen Euro im Jahr. Mehrkosten: Rund 750.000 Euro. Auch die Finanzierung der Fraktionen dürfte erhebliche Mehrausgaben verursachen. Jede Fraktion im Bundestag erhält 411.313 Euro Grundbetrag im Monat und zusätzlich 8.586 Euro für jeden Abgeordneten. Oppositionsfraktionen bekommen einen Aufschlag von 15 Prozent. Bisher zahlt der Bund dafür 88 Millionen Euro im Jahr. Durch die beiden neuen Fraktionen von AfD und FDP sowie die 79 zusätzlichen Bundestagsmitglieder erhöhen sich die Ausgaben um rund 20 Millionen Euro im Jahr, schreibt die Zeitung.

Sep 25

Christopher Trimmel (Union Berlin), über dts Nachrichtenagentur
Foto: Christopher Trimmel (Union Berlin), über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der 1. FC Union Berlin hat am 8. Spieltag in der 2. Bundesliga mit 5:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern gewonnen. Damit bleibt Kaiserslautern Tabellenletzter. Bereits in der 7. Minute brachte Sebastian Polter die Berliner in Führung, in der 12. Minute sorgte Giuliano Modica mit einem Eigentor für das 2:0, in der 26. Minute traf Polter noch einmal.

In der 28. Minute verschoss er einen Foulelfmeter, doch bereits in der 33. Minute sorgte Steven Skrzybski für das 4:0. Nach der Pause ließen es die Berliner ruhiger angehen, dennoch gelang Polter in der 77. Minute ein weiterer Treffer.

Sep 25

Alexander Gauland, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Alexander Gauland, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland ist skeptisch, ob die Entscheidung von Frauke Petry, der AfD-Bundestagsfraktion nicht angehören zu wollen, “nur ein Verlust” sei. “Ich habe mich im Wahlkampf nicht gut unterstützt gefühlt von Frau Petry”, sagte er dem Sender “Phoenix”. “Frau Weidel und ich haben eine Menge Termine übernommen, die sie plötzlich abgesagt hat. Und dass man das Spitzenteam drei Tage vor der Wahlentscheidung in der `Leipziger Volkszeitung` angreift, macht die Sache noch schlechter.”

Auf die Frage, ob Frauke Petry in ihrer Funktion als Parteivorsitzende von nun an der Vergangenheit angehöre, antwortete Gauland: “Das weiß ich nicht. Das muss der Parteitag bestimmen. Und der tagt irgendwann Ende November, Anfang Dezember.”

Sep 25

Mike Mohring, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mike Mohring, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Mike Mohring, CDU- Landes- und Fraktionschef in Thüringen, gibt einer Jamaika-Koalition auf Bundesebene keine Chance: “Man muss es zwar versuchen, aber eine Vier-Parteien-Koalition mit der CSU als kleinster Kraft macht Jamaika faktisch unmöglich”, sagte Mohring den Zeitungen des “Redaktionsnetzwerks Deutschland” (Dienstagausgaben). Die CDU rief er zum “Kampf um die Rettung der Demokratie” auf. Mohring verwies auf die besondere Situation im Osten nach der Bundestagswahl: “Bis zu 40 Prozent der Bürger haben sich im Osten am rechten und dem linken Rand versammelt.”

Wenn es die Union nicht schaffe, diesen Kampf um die Herzen der Menschen zu gewinnen, “dann erwächst daraus ein dauerhafter Schaden für die Stabilität der Bundesrepublik”. Die Union dürfe deshalb die Wahlergebnisse vom Sonntag nicht gesundbeten.

Sep 25

Jörg Meuthen, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Jörg Meuthen, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen hat die Ko-Vorsitzende Frauke Petry am Montag aufgefordert, ihr Parteiamt niederzulegen und aus der AfD auszutreten. “Ich würde Frau Petry empfehlen – nach dem, was sie heute getan hat – die Konsequenz zu ziehen und die Partei zu verlassen und ihr Parteiamt niederzulegen”, sagte Meuthen der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” (Dienstagsausgabe). Mit diesem Schritt könne Petry “ein mögliches Parteiausschlussverfahren verkürzen, wie es manche in der Partei nun fordern”.

Meuthen sagte, er vermute, dass Petry versuchen werde, eine eigene Fraktion zu gründen. Er glaube aber nicht, dass ihr dies gelingen werde. Über die an diesem Dienstag beginnende Fraktionsarbeit sagte Meuthen: “Es gibt am Anfang einer Fraktionsarbeit immer auch Häutungen. Und in diesem Findungsprozess gibt es Reibungen. Das ist letztlich unvermeidbar”. Über die Zusammenarbeit mit Petry sagte er: “Es war nicht immer leicht, mit Frau Petry zusammenzuarbeiten – aufgrund ihrer ausgeprägt machtpolitischen Attitüde. Sie hat mit ihrer Weigerung, in die Fraktion einzutreten, exemplarisch gezeigt, dass sie keine Teamplayerin ist. In einer Partei muss man aber bereit sein, sich selbst zurückzunehmen. Das hat mit Frau Petry nicht immer gut geklappt.”

Sep 25


Foto: Abstimmung auf einem Parteitag der “Alternative für Deutschland”, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Familienunternehmer in Deutschland sehen den Einzug der AfD in den Bundestag kritisch, hoffen aber, dass ihr wirtschaftspolitischer Einfluss gering sein wird. “Die AfD ist eine Partei, die auf Protektionismus setzt und damit konträr zu den Prinzipien von Familienunternehmern steht”, sagte Verbandspräsident Reinhold von Eben-Worlée dem “Tagesspiegel” (Dienstagsausgabe). Überrascht hat ihn der Erfolg der AfD aber nicht.

“Große Koalitionen machen die politischen Ränder stark. So verwundert es nicht, dass es die AfD in den Bundestag geschafft hat”, so der Verbandschef, der 6.000 familiengeführte Unternehmen vertritt. Als eine von mehreren Oppositionsparteien werde die Partei aber “wenig Einfluss auf die Wirtschaftspolitik Deutschlands haben”, glaubt von Eben-Worlée.

Sep 25

Rockwell B-1, United States Air Force, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Rockwell B-1, United States Air Force, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Nordkorea hat mit dem Abschuss von US-Kampfjets gedroht. Man habe das Recht, alle Maßnahmen zur Selbstverteidigung zu ergreifen, sagte der nordkoreanische Außenminister Ri Yong-ho am Montag in New York. Dazu gehöre auch der Abschuss von US-Jets, selbst wenn diese sich nicht im nordkoreanischen Luftraum befänden.

Als Grund nannte Ri, dass die USA seinem Land den Krieg erklärt hätten. Am Wochenende hatte US-Präsident Donald Trump nach einer Rede des nordkoreanischen Außenministers vor der UN-Generalversammlung getwittert, wenn diese die Gedanken von Machthaber Kim Jong-un widerspiegele, werde es beide nicht mehr lange geben. Am Samstag war zudem ein US-Bomber vom Typ Rockwell B-1 nahe der Ostküste Nordkoreas entlanggeflogen. Dies sei geschehen, um zu demonstrieren, dass der US-Präsident “viele militärische Optionen hat”, hieß es aus dem Pentagon.