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Mrz 06

Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Gregor Gysi und Sahra Wagenknecht, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Bundesvorsitzenden der Linken, Katja Kipping und Bernd Riexinger, haben den Verzicht von Sahra Wagenknecht auf eine Kandidatur für den Fraktionsvorsitz der Linken im Bundestag bedauert. “Sahra Wagenknecht wird auch zukünftig eine wichtige Vordenkerrolle in der Partei spielen”, betonten die beiden Linken-Politiker am Freitag. Zu der Frage, das Hilfsprogramm für Griechenland um vier Monate zu verlängern, habe es in der Fraktion “eine sehr gute und sachliche Debatte” gegeben, so die beiden Linken-Chefs weiter.

Wagenknecht hatte hingegen in einem Schreiben an ihre Fraktion erklärt, “der Verlauf und die Ergebnisse der Fraktionssitzung von Freitag letzter Woche” seien der Grund für ihren Verzicht auf eine Kandidatur gewesen sei, wie die Tageszeitung “Junge Welt” berichtet. “Ich halte es für einen strategischen Fehler, dass die große Mehrheit der Fraktion dem Antrag der Bundesregierung auf Verlängerung des griechischen `Hilfsprogramms` zugestimmt hat”, hatte Wagenknecht ihren Parteifreunden laut des Berichts geschrieben. Die Bundestagsfraktion der Linken plane die Neuwahlen des Fraktionsvorstandes im Oktober 2015, teilten Kipping und Riexinger weiter mit. Personalvorschläge der Parteichefs stehen derzeit noch aus. “Als Parteivorsitzende werden wir uns zu gegebener Zeit in die Debatte einbringen”, hieß es seitens Kippings und Riexingers.

Mrz 06

Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Euroscheine, über dts Nachrichtenagentur

Berlin/Athen (dts Nachrichtenagentur) – Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras will die in den kommenden Wochen drohende Finanzierungslücke des Euro-Krisenlandes mit kurzfristigen Anleihen, sogenannten T-Bills, überbrücken. Sollte die Europäische Zentralbank (EZB) nicht zustimmen, übernehme sie eine große Verantwortung: “Dann kehrt der Thriller zurück, den wir vor dem 20. Februar gesehen haben”, sagte Tsipras im Gespräch mit dem “Spiegel”. Das wäre aber eine politische Entscheidung, “die nicht von Technokraten gefällt werden sollte”, so der griechische Premierminister weiter.

“Die EZB hält immer noch das Seil, das um unseren Hals liegt.” Einen “Grexit” schloss der griechische Ministerpräsident gleichwohl aus, “weil ich Europa liebe”. Mit der Eurozone, ergänzte Tsipras, verhalte es sich wie mit einem Wollpullover: “Wenn er einmal anfängt sich aufzulösen, dann lässt sich das nicht mehr stoppen.” Tsipras verteidigte im Gespräch mit dem Nachrichten-Magazine überdies die sechs Reformvorschläge, die seine Regierung am Montag bei der Sitzung der Eurogruppe in Brüssel vorlegen will. “Erstens: die Bekämpfung der humanitären Krise. Wir wollen eine elektronische Bürgerkarte schaffen, mit der staatliche Dienstleistungen in Anspruch genommen werden können.” Mit ihr sollen Bedürftige künftig Lebensmittel und Strom beziehen. Als weitere Punkte nannte Tsipras eine notwendige Verwaltungsreform, Ratenzahlungen für Steuerschulden, die Einrichtung eines politisch unabhängigen Steuerrates sowie eine Taskforce für Steuerkontrollen. Die Besetzung der Taskforce solle alle zwei Monate geändert werden, um Korruption zu verhindern. Tsipras sagte zu Meldungen, dass er seinen Finanzminister Giannis Varoufakis zur Räson gerufen habe: “Ich habe von allen Mitgliedern des Ministerrates weniger Worte und mehr Taten gefordert, nicht nur von Herrn Varoufakis.”

Mrz 06

Polizist, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Polizist, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Auslöser des Terroralarms in Bremen am vergangenen Wochenende waren konkrete Warnhinweise aus drei Quellen auf mögliche Attentate von Terroristen aus Frankreich in der Hansestadt. Nach Informationen des “Spiegel” lagen Hinweise des Zollkriminalamts, des Bremer Landeskriminalamts und des Bremer Landesamts für Verfassungsschutz vor, wonach vier mutmaßliche Attentäter aus Frankreich auf dem Weg nach Bremen sein könnten. Als mögliche Anschlagsziele wurden eine Synagoge, der Dom sowie die Domsheide, ein Verkehrsknotenpunkt in der Innenstadt, genannt.

Die Bremer Behörden sorgte besonders, dass die mutmaßlichen Attentäter möglicherweise mit einer Air-France-Maschine aus Paris kommen sollten – also jener Stadt, in der Terroristen Anfang Januar Attentate verübt hatten, unter anderem auf die Redaktion der Satire-Zeitschrift “Charlie Hebdo”. Zwei Personen aus der Bremer Islamisten-Szene sollen sich zudem 60 Uzi-Maschinenpistolen beschafft und Kontakte zu Gleichgesinnten im europäischen Ausland geknüpft haben. Bei Razzien der Polizei wurden jedoch weder Waffen gefunden noch Terroristen aus Frankreich angetroffen.

Mrz 06

Offenbach (dts Nachrichtenagentur) – Heute Mittag und am Nachmittag zeigt sich der Himmel generell wechselnd oder stark bewölkt und meist trocken. Nur im Norden und Osten fällt vereinzelt etwas Regen oder Sprühregen, in den höheren Lagen des Erzgebirges auch noch ein paar Schneeflocken, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Im Südwesten kann bei meist nur wenigen Wolken die Sonne für längere Zeit scheinen.

Zum Abend setzt im Nordosten leichter Regen ein. Die Höchstwerte liegen zwischen 5 und 10 Grad, in den Hochlagen der Mittelgebirge zwischen -2 und +4 Grad. Dabei weht schwacher bis mäßiger Wind aus Südwest bis West, der an der Nordseeküste stark böig auflebt. In der Nacht zum Samstag ist es im Norden wolkig bis stark bewölkt, im Nordosten fällt anfangs noch etwas Regen oder Sprühregen. Sonst ist es wechselnd oder gering bewölkt, im Südwesten teils auch klar und meist trocken. Örtlich kann sich Nebel bilden. Die Tiefstwerte liegen im Norden bei 4 bis 1 Grad, sonst zwischen 0 und -5 Grad, direkt an den Alpen ist bei klarem Himmel über Schnee auch strenger Frost bis -10 Grad möglich. Am Samstag ziehen über den Norden weiterhin dichte Wolken hinweg, die aber allmählich auflockern. Sonst ist es nach Auflösung örtlicher Nebelfelder wolkig, zum Teil auch heiter und trocken. Besonders im Süden, gebietsweise auch im Westen scheint für längere Zeit die Sonne. Die Temperatur steigt auf 7 bis 10 Grad im Südosten und an der See, sonst auf 10 bis 15 Grad, im Bergland auf -1 bis +5 Grad. Dabei weht schwacher bis mäßiger, im Norden teils stark böiger Wind aus Südwest bis Südost. In der Nacht zum Sonntag lockert es auch im Norden und Osten weiter auf. Örtlich bildet sich Nebel. Die Tiefstwerte liegen zwischen 6 Grad im Norden und -6 Grad an den Alpen. Am Sonntag scheint nach unterschiedlich schneller Nebelauflösung vielerorts die Sonne. Zeit- und gebietsweise ziehen harmlose hohe Wolkenfelder durch, es bleibt trocken. Zum Abend hin kommt im Nordseeküstenumfeld dichte Bewölkung auf, die sich langsam südostwärts ausweitet, Regen fällt aber noch keiner. Die Temperatur steigt auf 10 bis 18 Grad mit den höchsten Werten im Westen. Lokal sind dort auch 20 Grad nicht ausgeschlossen. In den Mittelgebirgen werden 6 bis 10 Grad erreicht. Es weht schwacher bis mäßiger, im äußersten Norden stark böiger Südost- bis Südwestwind.

Mrz 06

Hannover (dts Nachrichtenagentur) – Laut der Entwicklungsorganisation Stiftung Weltbevölkerung sind jährlich weltweit etwa 15 Millionen Mädchen von Kinderehen betroffen. In Entwicklungsländern sei jede vierte junge Frau mit 18 Jahren verheiratet, teilte die Entwicklungsorganisation am Freitag anlässlich des Internationalen Frauentages am kommenden Sonntag mit. Drei von zehn dieser Mädchen seien demnach sogar jünger als 15 Jahre.

“Es ist unfassbar, dass auch mehr als 100 Jahre nach Einführung des Internationalen Frauentages die Rechte von Mädchen und Frauen noch immer nicht anerkannt werden”, sagte Renate Bähr, Geschäftsführerin der Stiftung Weltbevölkerung. “Kinderehen müssen endlich der Geschichte angehören.”

Mrz 06

New York, über dts Nachrichtenagentur
Foto: New York, über dts Nachrichtenagentur

New York (dts Nachrichtenagentur) – Das Supermodel Julia Stegner genießt als frischgebackene Mutter ihr Leben in New York. “Seit zwei Tagen tobt in New York wieder ein Schneesturm, ich habe aber nix davon mitgekriegt, weil ich mit unserer Tochter Emma so beschäftigt bin”, sagte die 30-Jährige im Gespräch mit der “Abendzeitung”. Ein Kindermädchen habe Stegner, die im Alter von 14 Jahren auf dem Oktoberfest entdeckt worden war, nicht: “Ich möchte alles selber machen. Doch das ist viel. Ein Kind zu haben, ist die schönste Sache der Welt – aber auch die ermüdendste.”

Ihre Prioritäten hätten sich seit der Geburt ihrer Tochter total verschoben, so Stegner weiter. “Es ist Wahnsinn, wie sich Emma allein in den ersten neun Monaten entwickelt hat – und mein Mann und ich uns als Eltern auch. Ich genieße es sehr, daheim zu sein.”

Mrz 06

Mauer des Kreml in Moskau, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Mauer des Kreml in Moskau, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Russische Geheimdienste haben offenbar eine Spionage-Offensive in Deutschland gestartet. Das berichtet das Nachrichtenmagazin “Focus” unter Berufung auf eine vertrauliche Analyse des Verfassungsschutzes. Demnach bemühen sich russische Agenten derzeit “verstärkt” um Informationen aus deutschen Behörden sowie EU- und Nato-Gremien.

Ziel sei es, Moskau bei politischen Entscheidungen “einen taktischen Wissensvorsprung” zu verschaffen. “Darüber hinaus versuchen Einflussagenten an zentralen Schaltstellen von Politik und Wirtschaft, dass Meinungsbild in Deutschland pro-russisch zu beeinflussen”, zitiert das Nachrichtenmagazin aus dem Papier. Agenten mit Diplomatenstatus nutzten gezielt ihre Zugänge, “um an sensible interne Informationen zu gelangen”. Dem Verfassungsschutz zufolge ist Deutschland “seit jeher ein attraktives Ziel russischer Spionage”. Neben der klassischen Ausforschung von Wirtschaftsunternehmen sei aktuell jedoch “eine besonders ausgeprägte Forcierung der Spionage im politischen sowie militärischen Sektor der Bundesrepublik festzustellen”. Die Zahl der Hinweise auf solche Vorgänge habe in letzter Zeit “deutlich zugenommen”, man müsse “von einer weiteren Intensivierung” der nachrichtendienstlichen Aktivitäten ausgehen. Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen hatte unlängst erklärt, Moskaus Spione würden alte Methoden des früheren sowjetischen Geheimdienstes KGB wieder aufgreifen. Grund für die zunehmenden Späh-Attacken sind offenbar die Spannungen zwischen dem Westen und Russland wegen des Ukraine-Konflikts, heißt es in dem Bericht weiter.

Mrz 06

Frau mit blondem Haar, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Frau mit blondem Haar, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Der Bundestag hat am Freitag mit großer Mehrheit die Einführung einer Frauenquote beschlossen. Ab 2016 soll in über 100 börsennotierten Großunternehmen bei der Aufsichtsratswahl eine Frauen-Quote von mindestens 30 Prozent gelten. Zudem müssen sich 3.500 mittelgroße Unternehmen dem Gesetz zufolge bis Ende September eigene Zielvorgaben beim Frauenanteil in Vorstand, Aufsichtsrat und den obersten zwei Managementebenen setzen.

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig (SPD) bezeichnete die Einführung der Frauenquote im Bundestag als “historischen Schritt” für Deutschland. Frauen müssten dort, wo über Lohn und Arbeitsbedingungen entschieden werde, präsent sein, so die SPD-Politikerin.

Mrz 06

Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Computer-Nutzerin, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Immer mehr Unternehmen in Deutschland setzen laut einer Umfrage auf Cloud Computing. 44 Prozent der hiesigen Unternehmen nutzten im zurückliegenden Jahr Cloud Computing, wie die repräsentative Umfrage unter 458 Unternehmen im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG in Zusammenarbeit mit dem Digitalverband Bitkom ergab. Im Vorjahr waren es noch vier Prozentpunkte weniger gewesen.

In fast jedem vierten Unternehmen werde der Einsatz laut der Umfrage bereits geplant oder diskutiert. Für ein Drittel sei die Nutzung der Technologie hingegen derzeit kein Thema. “Cloud Computing hat sich zu einer der zentralen Technologien der digitalen Welt entwickelt”, sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. “Cloud-Services machen Unternehmen flexibler, mobiler und effizienter. Darüber hinaus können sie einen wichtigen Beitrag zur IT-Sicherheit leisten.”

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Sahra Wagenknecht, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Sahra Wagenknecht, über dts Nachrichtenagentur

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die stellvertretende Links-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht verzichtet offenbar darauf, im Herbst für den Posten der Fraktionschefin zu kandidieren. Dies teilte sie der Fraktion in einem Schreiben am Freitagvormittag mit, wie die Tageszeitung “Junge Welt” (Samstagausgabe) berichtet. Grund seien demnach “der Verlauf und die Ergebnisse der Fraktionssitzung von Freitag letzter Woche”, so Wagenknecht.

“Ich halte es für einen strategischen Fehler, dass die große Mehrheit der Fraktion dem Antrag der Bundesregierung auf Verlängerung des griechischen `Hilfsprogramms` zugestimmt hat.” Neben den inhaltlichen Entscheidungen markiere der Verlauf der Fraktionssitzung von Ende Februar für Wagenknecht “auch einen Umgang miteinander, den ich nicht akzeptiere”. “Dass mir die Fraktion per Mehrheitsbeschluss verweigert, ihr auch nur meine Argumente für ein anderes Stimmverhalten vorzutragen – bei einem Thema, für das ich seit 2010 öffentlich an vorderster Stelle die Positionen der Linken vertrete – ist ein offener Affront und unterstreicht, dass ein Teil der Fraktion in eine andere Richtung gehen möchte als ich sie für sinnvoll halte.” Wagenknecht wolle, dass es mit der Linken “eine selbstbewusste, angriffslustige und vor allem eine stärker werdende Gegenkraft gibt, die den Trend irgendwann auch in Deutschland wenden kann”. “Dafür will und werde ich weiterhin kämpfen, mit all der Kraft und den Fähigkeiten, die mir zur Verfügung stehen.”